Rowan Atkinson (Mr. Bean) will den britischen Kränkungsverbotsparagrafen zu Fall bringen
(…)
In der Vergangenheit führte dieser Abschnitt 5 im Public Order Act von 1986 unter anderem zu Festnahmen eines Teenagers, der die Scientology-Organisation auf einem Protestplakat als “gefährliche Sekte” bezeichnete, eines Oxforders, der fragte, ob ein Polizeipferd schwul sei, und eines Kaffeehausbesitzers, der in seinem Lokal Zitate aus der Bibel zeigte. Atkinson fühlt sich anhand solcher Fälle an seine Serie Constable Savage erinnert (in der ein Polizist einen ihm nicht genehmen Schwarzen wegen völlig haarsträubender Vorwürfe festnimmt) und konstatiert, dass die Realität die Parodie mittlerweile eingeholt hat.
Weiterlesen:
[http://www.heise.de/tp/artikel/37/37866/1.html


















































#1 von ichglaubsnicht am 25. Oktober 2012 - 10:24
Das Video habe ich neulich auch schon gesehen, es ist sehenswert und wichtig, gerade in England drehen die Überwachungs- und Kontrollfanatiker die letzten Jahre durch. Dass das Reoigionen für sich ausnutzen ist da nur der nächste Schritt…
#2 von Noch ein Fragender am 25. Oktober 2012 - 11:32
Es war mir gar nicht bewusst, dass England solch ein bescheuertes Gesetz hat:
“June 19, 2012 A pensioner who had a sign in his window saying “religions are fairy stories for adults” has been threatened with arrest under controversial Section 5 of the Public Order Act. Lincolnshire pensioner, John Richards, was told by officers that he may face arrest if he puts up the sign at his home, [...]”
http://reformsection5.org.uk/news/
Das logo “Feel free to insult me” ist die souveräne Antwort auf autoritäre Charaktere, die Widerspruch nicht dulden und Kritik an ihren Meinungen als persönliche Beleidigung ansehen.
#3 von Barkai am 25. Oktober 2012 - 14:21
@noch ein Fragender,
eines? bescheuerte gesetze gibt es in England und wales viele (manche sehr harmlos bis amüsant). Einfach, weil es ja keinen wirklichen radikalen neuanfang gab und niemand die gesetze mit System ausgemistet hat. (Blasphemie ist zum Glück nicht mehr strafbar)
Ein eher amüsantes gesetz (was des häufigeren im pib quiz vorkommt) ist die Vorgabe, dass wenn ein Polizist im Dienst ist aber gerade keine Notfälle anliegen und eine schwangere Frau das bedürfnis zu urinieren hat, muss der Polizist ihr seine Kopfbedeckung geben, damit sie diese als portable Toilette nutzen kann. (Das Gesetz muss noch aus einer Zeit sein, als es keine öffentlichen WCs gab)
Das gesetz schadet im Alltag kaum jemanden (ich habe noch nicht davon gehört, dass es in letzter Zeit zum einsatz gekommen wäre) aber ist ein schönes beispiel, welcher Ramsch sich angelagert hat.
Und in Schottland ist es vermutlich nicht besser; im Vereinigten Königreich sind viele juristische Angelegenheiten auf föderealer ebene geregelt, das positive daran ist, dass wales eignetlich alle englischen Gesetze übernimmt, aber schottland hat traditionell eigene Gesetze, die beibehalten worden sind und auch in der Gegenwart denkt niemand daran, evtl. einen einzigen Gesetzeskatalog zusammenzustellen. Für Lesben und Schwule hat das im Augenblick den Vorteil, dass Schottland jetzt die Ehe für alle öffnen will (ab 2015, AMB2 bereichtete), in England und Wales wird es aber vorerst bei der eingetragenen lebenspartnerschaft bleiben. Das geht, weil die Gesetze zur Eheschlißeung föderaler Gesetzgebung unterliegen.
(Nordirland wird vermutlich auch eine einzige Ansammlung von Sonderfällen sein)
#4 von Noch ein Fragender am 25. Oktober 2012 - 14:31
@ #4 Barkai
Danke für die Hintergrundinformation!
#5 von petebrosman am 25. Oktober 2012 - 19:47
Heue Abend um 22:30 Uhr kommt beim WDR eine Sendung über eine andere Sekte. Die Anhänger nennen sich die „Weltdiener“. Hier ein kleiner Vorgeschmack:
http://blasphemieblog2.wordpress.com/2012/10/25/tv-tipp-sektenkinder-zum-dienen-geboren/