Richard Mourdock ist Kandidat für einen Sitz im US-Senat aus Indiana. In einer TV-Debatte sagte er am Dienstag: “Ich denke, selbst wenn das Leben in der furchtbaren Situation einer Vergewaltigung beginnt, ist dies etwas, was Gott wollte”. Der 61-Jährige Republikaner, welcher auch Unterstützung von der Tea-Party-Bewegung erhält, ist “zu der Erkenntnis gekommen, dass Leben ein Geschenk Gottes ist”.
[http://www.spiegel.de/politik/ausland/republikaner-mourdock-irritiert-mit-aeusserungen-ueber-schwangerschaften-a-863142.html


















































#1 von barkai am 24. Oktober 2012 - 16:25
gleich kommt das mittagessen wieder hoch.
#2 von Deus Ex Machina am 24. Oktober 2012 - 17:13
Würg!
Ob der auch so reden würde, wenn er eine Vagina plus Uterus hätte?
#3 von pufaxx am 24. Oktober 2012 - 17:45
@DEM: DAS ist mal wirklich eine interessante Frage.
#4 von Ezri am 24. Oktober 2012 - 17:52
Ekelhaft!!!
#5 von AMB am 24. Oktober 2012 - 18:20
Nur Amerikaner würden den noch in ein Amt wählen. Bei uns undenkbar!!
#6 von Noch ein Fragender am 24. Oktober 2012 - 18:22
Was Gott eben so alles will …
Aber solche Leuten werden natürlich nicht wegen Blasphemie oder Beleidigung religiöser Gefühle angezeigt.
“HerrThierse, Ihre religiösen Gefühle sind doch dadurch auch nicht verrletzt,— nee, nich …?”
#7 von Hinterfragerin am 24. Oktober 2012 - 18:35
Gott will also, dass die Frau vergewaltigt wird? Das ist doch die Schlussfolgerung. Ansonsten könnte er ja dafür sorgen, dass das betreffende Leben auf anderem Wege gezeugt wird. Das ist einfach krank.
#8 von Noch ein Fragender am 24. Oktober 2012 - 19:01
@ #7 HF
Gott will also, dass die Frau vergewaltigt wird? Das ist doch die Schlussfolgerung.
Nach Spaemanns “Farbkleckstheorie” ist diese Schlussfolgerung falsch:
“Gott ist ein Maler, in dessen Gemälde ein Bösewicht immer wieder Farbkleckse wirft, und der jeden dieser Kleckse benutzt, um aus ihm noch eine bessere Variante des Bildes zu machen. Am Ende muss man sagen: All diese Kleckse waren notwendig, um dieses vollkommene Bild zustande zu bringen, so wie der Verrat des Judas notwendig war, um unsere Erlösung in der Form zu bewirken, in der sie stattfand. Was nicht heißt, dass Gott nicht auf andere Art auch zu seinem Ziel gekommen wäre. Aber das Bild wäre dann eben ein anderes Bild geworden.”
Spaemann, Rationalität und Gottesglaube
http://www.kath-info.de/gottesglaube.html
#9 von Mreins am 24. Oktober 2012 - 21:06
Mit diesen Worten werden die Gefühle der betroffenen Frauen gerade nochmal vergewaltigt.
Was ist eigentlich die Steigerung von Arschloch?
#10 von Uwe am 24. Oktober 2012 - 21:35
Herrn Murdock täte es gut mal vergewaltigt zu werden (hat jemand “Verblendung” gesehen?). Dieses Gottesgeschenk sollte man ihm nicht vorenthalten.
#11 von klafuenf am 24. Oktober 2012 - 23:46
Sage ich auch immer: Gott ist ein Arschloch.
»Der Gott des Alten Testaments ist ein frauenfeindlicher, homophober, rassistischer, Kinder und Völker mordender, widerwärtiger, größenwahnsinniger, sadomasochistischer, launisch-boshafter Tyrann.« Richard Dawkins
#12 von Martin Schmidt am 25. Oktober 2012 - 06:48
Ich frage mich ja, was er tun würde, wenn seine Frau oder Tochter (falls vorhanden) vergewaltigt und schwanger würde.
Seinem Fabelwesen danken und das Kind annehmen?
#13 von Martin Schmidt am 25. Oktober 2012 - 06:51
Nur gut, dass es kein Gesetz gegen “Verletzung religiöser Gefühle gibt”, denn so kann ich den
Typ (und alle, die genauso so denken) noch offen für einen Spinner halten.
#14 von Hinterfragerin am 25. Oktober 2012 - 08:20
@ NEF
Spielst Du Anwalt des Spaemanns, äh Teufels?
Hmm..also der Teufel oder ein böser Mensch in Ausübung seines freien Willens (Geschenk Gottes) sorgt für den Farbklecks (Vergewaltigung), und Gott macht dann sozusagen noch das Beste daraus, indem er ein Leben entstehen lässt?
Oder kann der Teufel auch derjenige sein, der dafür sorgt, dass eine Befruchtung stattfindet, und Gott sorgt dann dafür, dass das Kind abgeht?
Letzteres aus Sicht dieses Mannes ja wohl nicht, schließlich ist das Leben ja ein Geschenk Gottes.
Interessanterweise kommt es bei Vergewaltigungen signifikant öfter zu einer Empfängnis, wohl aufgrund “spontaner Eisprünge”. Gott hat sich da also echt was einfallen lassen. Besonders schön wird das Bild aus Spaemanns Metapher wahrscheinlich dann, wenn die Frauen, wie so oft in den von Massenvergewaltigungen erschütterten Krisenregionen der Welt, dann auch noch von ihren Familien verstoßen werden – eine Schwangerschaft lässt sich halt nicht verstecken.
Eine Schwangerschaft ist nicht nur etwas verdammt Intimes, sondern nicht selten, gerade in medizinisch weniger gut ausgestatteten Gegenden der Welt, für die werdende Mutter durchaus nicht ungefährlich. Vielleicht wird das Bild aber noch schöner, wenn Fatima S. aus Somalia elendig verreckt, nachdem Gott sie mit einem Kind ihrer Vergewaltiger gesegnet hat, und ihre Familie sie deswegen ausgeschlossen hat.
Es mag einzelne Frauen geben, die es schaffen, ein Kind aus einer Vergewaltigung tatsächlich als geliebtes, als ihr Kind anzunehmen. Das sollte aber ihre ureigenste Entscheidung sein.
Leute wie dieser Politiker wollen sie zwingen, diese Kinder auszutragen – trotz der psychischen Probleme für Mutter (und Kind!), trotz der auch in Ländern wie den USA durchaus vorhandenen Gefahren einer Schwangerschaft schon im “Besten” Falle.
Aber wie ein Parteigenosse des Herrn ja meinte: Es gibt keine medizinischen Gefährdungen der Mutter während einer Schwangerschaft mehr heutzutage, gell. Und die Frau hat das Kind gefälligst auch als Gottesgeschenk anzusehen und zu lieben. Ein anderer Parteigenosse meinte aber doch, aus “echten” Vergewaltigungen gingen ja eh keine Kinder hervor.. hmm..
#15 von Wolfgang am 25. Oktober 2012 - 16:34
Immer noch nichts kapiert? Christentum ist krank, macht krank.
Als “Jesus” rief: “Frieden auf Erden!” da hat er noch nichts von der Entstehung des Christentum gewusst
und nicht geahnt, das die katholische Kirche – abartiger Menschenfischerverein – mächtiger ist, als er. Seltsam, gell?
Und darum laufen in vielen christlichen Ländern so viele Religioten herum. Wie gesagt, Jesus einmal machtlos, immer machtlos.
Was hilft denn da noch beten???
Und im übrigen: jenen Quark predigte schon der Vorgänger vom Ratzinger, der den vergewaltigten Frauen in Jugoslawien verbot,
abzutreiben. Ach du lieber Gott?