Der Darwinismus bekommt Gegenwind

«In der Evolutionsforschung zeichnet sich ein Wandel ab», sagt Reinhard Junker. Er ist Mitautor eines alternativen Lehrbuchs. Die Studiengemeinschaft «Wort und Wissen» tagte vergangene Woche in Beatenberg und vermittelte Wissenswertes über Schöpfung und Bibel. Gemäss Reinhard Junker wächst die Kritik an der klassischen Evolutionstheorie.

(…)

Reinhard Junker, 56, leitet die Geschäftsstelle der Studiengemeinschaft «Wort und Wissen» in Baiersbronn. Er ist Mitautor des alternativen Werks «Evolution. Ein kritisches Lehrbuch». Gegenüber «idea Spektrum» sagte der Biologe und Theologe, dass sich in der Evolutionsforschung ein Wandel abzeichne, «weg von Darwin». Einige führende Biologen bezeichneten inzwischen die Bedeutung der Selektion im Evolutionsprozess als «relativ gering». Sie sei zwar geeignet zur Feinjustierung, nicht aber für die Entstehung von Neuem. «Gerade dies entspricht», so Reinhard Junker, «auch dem Forschungsansatz der Schöpfungslehre, die von mikroevolutiven Veränderungen von Grundtypen ausgeht.»

Weiterlesen:

[http://www.jesus.ch/magazin/gesellschaft/223721-der_darwinismus_bekommt_gegenwind.html

About these ads
  1. #1 von Deus Ex Machina am 14. Oktober 2012 - 12:30

    Namen dieser – “führenden” – Bilologen werden natürlich nicht genannt.
    Junker sollte lieber mal den Kopf aus dem eigenen Arsch ziehen, und wieder mehr unter richtige Biologen gehen, dann würde er sehen, wie falsch er liegt. Wenn man nur Kreationisten abhängt und noch dazu deren Vorbeter ist, kann schnell der Eindruck entstehen, dass keiner ye good ol´Darwin mehr lieb hat.
    Der Mann ist eine Schande für mein Studienfach!

  2. #2 von Elvenpath am 14. Oktober 2012 - 12:51

    Junker ist kein Biologe. Er ist Lehrer.
    “Junker studierte in Freiburg im Breisgau Biologie und Mathematik für das Lehramt an Gymnasien.” Quelle: Wikipedia
    Mit einem Lehramtsstudium in Biologie ist man kaum geeignet, tiefere Einblicke in die Biologie zu erhalten, oder gar Grundlagenforschung zu beurteilen, oder zu betreiben.

    Kein ernst zu nehmender Biologe bezweifelt die Evolution, dabei bleibt es.
    Zum Thema Microevolution: Die Religioten geben wie immer nur das zu, was schon absolut nicht mehr von der Hand zu weisen ist, und offensichtlich auch für den Laien ist.
    Hieß es noch vor einigen Jahrzehnten, dass jede Tierart, genau so geschaffen wurde wie sie heute existiert, geben sie jetzt zu, dass es doch Änderungen gibt, da jeder ja sehen kann, wie durch Züchtungen Tiere und Pflanzen verändert werden können.
    Es ist so erbärmlich. Wie ein Straftäter vor Gericht, der bis zum Erbrechen alles leugnet und erst, wenn man ihm etwas überdeutlich nachweisen kann, dies nachträglich zugibt, alles andere aber weiterhin leugnet.

  3. #3 von Deus Ex Machina am 14. Oktober 2012 - 13:15

    Na, selbst für die Lehramtler ist er eine Schande. Diejenigen, die ich kennengelernt habe, bin selbst Diplomer, spielen alle in einer soviel höheren Liga als Junker.
    Auch witzig:
    “Gemäss Reinhard Junker wächst die Kritik an der klassischen Evolutionstheorie.”

    –> Schön, dass man auch hier der Entwicklung um über ein halbes Jahrhundert hinterherhinkt! Junker scheint den Eindruck erwecken zu wollen, dass “Origin of Species” unverändert als Maß aller Dinge genommen würde. VOn der Einbeziehung von Genetik, Populationsforschung etc. und Erweiterung zur Synthetischen ET hat der Mann offenbar noch nie was gehört. Aber wer sich an einem fast 2000 Jahre alten Schmöker immer nochn abarbeitet, von dem kann man ja nicht erwarten, dass er bei so “neumodischem Krempel” auf dem Leufenden ist…. ;)

  4. #4 von Hinterfragerin am 14. Oktober 2012 - 14:42

    Lügen für Jesus…

    Forschungsansatz (!) der Schöpfungslehre? ROFLMAO.
    Und wo finden wir die einschlägigen Forschungen publiziert?
    Letztlich wird hier eine Art Turbo-Mikro-Evolution behauptet (ausgehend von den genannten Grundtypen in 6000 Jahren auf die aktuelle Vielfalt!), für die man ja durchaus Belege liefern könnte, wenn sie stattgefunden hätte. Und für eine solche Turboevolution müsste man einen treibenden Prozess nennen und auch aktuell nachweisen können, wenn man natürliche Selektion nicht als ausreichend betrachtet.

    Mal Butter bei die Fische! Sonst könnte man noch denken, hier verstösst jemand gegen eines der eigenen Gebote!

    Aber wenn man “Forschungsansatz” so versteht, wie die Geologen bei Wort und Wissen, dann wird natürlich einiges klar:

    “Biblisch-urgeschichtliche Geologie hat im
    Grunde eine einfache Vorgehensweise. Ausgangspunkt
    ist, dass der Kurzzeitaspekt der Urgeschichte
    nicht geleugnet wird, er wird aber auch nicht mit
    hermeneutischen bzw. exegetischen Tricks umgedeutet.
    Die biblische Urgeschichte hat ihre Autorität
    durch Jesus Christus; für christliche Schöpfungsforscher,
    die das bejahen, gehört auch dies zur
    Nachfolge Jesu (vgl. Abschnitt 1). Sodann wird
    versucht, das in diesem Wirklichkeitsrahmen Erforschbare
    zu erforschen.”

    (http://www.wort-und-wissen.de/publikationen.html)

    Kurz: Wir gehen vom eigentlich zu beweisenden aus, auf Basis eines Autoritätsargumentes, und suchen unsere “Forschungsergebnisse” an diesen “Wirklichkeitsrahmen” anzupassen.
    Im Repertoire haben die Herren (und Damen) dann all die bekannten “Argumente” des Kreationismus, die schon dutzendfach widerlegt wurden, von “polystrate fossils” über Polonium-Halos bis hin zu offensichtlich rasch gebildeten Ablagerungen durch Flutereignisse oder vulkanische Aktivität (deren Existenz ja niemand bestreitet!).

    Komisch, dass sie etwa Evaporitablagerungen nicht erwähnen..außer um zu betonen, dort hätten ja “Mikroben überlebt”, was nicht sein könnte, wären diese so alt wie behauptet. Wer aber behauptet, diese Mikroben seien so alt wie die Ablagerungen?

    Das Traurige ist, welch enorme intellektuelle Energie Menschen, die offensichtlich nicht dumm sind, in derartige Verdrehungen wissenschaftlichen Denkens und der Beweislage zu stecken…

  5. #5 von Der Bibliothekar am 16. Oktober 2012 - 18:07

    Feinjustierung, ja?

    Demnach ist ein Klippschliefer ein feingetunter Elefant?

  6. #6 von Afreakana am 16. Oktober 2012 - 18:10

    Wo bitte ist der fünffache Facepalm für diesen Herrn?

  7. #7 von Deus Ex Machina am 16. Oktober 2012 - 18:26

    Wer behauptet, dass das Schnabeltier beweise, dass Gott Humor hat, der wird bei Walen und Delphinen vor Lachen platzen. Die leben die ganze Zeit über im Wasser, suchen ihre Nahrung teils hunderte Meter unter Wasser….aber was haben sie nicht? LUNGEN! Super Idee!

    Wer mir erzählt, dass das Universum auf Leben feingetunt sei, den möchte ich auf die ISS schleifen und dann mal ohne Druckanzug in diesen feingetunten Kosmos stoßen.

  8. #8 von Deus Ex Machina am 16. Oktober 2012 - 18:38

    Ups, da sind zwei Textvarianten kolidiert: “Es sollte natürlich heißen: was haben sie nicht? Kiemen!”

  9. #9 von Deus Ex Machina am 16. Oktober 2012 - 18:40

    Bzw. alternativ: “was haben sie nur bekommen, um ihre Sauerstoffbedarf zu decken? Lungen! Sehr praktisch, wenn man im Meer fernab des Festlands lebt.”

  10. #10 von stephancologne am 16. Oktober 2012 - 19:03

    @DEM

    Weil das Universum so auf Leben getrimmt ist, fressen sich die Geschöpfe zum teil auch gegenseitig auf.

    Bemerkenswert ist auch die Vielfalt an Leben, die da draussen im Weltall so vor sich hin wimmelt.

    Neulich wollte mir noch jemand verkaufen, dass die Theologie, im Laufe der letzten 2000 Jahren, aus den wirren Worten von Ziegenhirten eine Wissenschaft gemacht hat.
    Ja Super – mit welchen Grundannahmen – den wirren Worten von Ziegenhirten ?

    Ne Stunde Sackhüpfen in der australischen Mittagssonne und ich schreibe (nachdem ich aus dem Krankenhaus bin) auch eine 200 Seiten starke Erklärung, warum der Mond viereckig ist.

    Und der erwähnte Gesprächspartner bezeichnet sich auch noch als Atheist….