Fast 20 Jahre lang kümmert sich ein Sozialarbeiter bei der Caritas um sozial benachteiligte Kinder. Nach dem Skandal um Missbrauchsfälle in der Kirche tritt er aus. Es ist eine Gewissensentscheidung, die er mit dem Verlust seines Arbeitsplatzes bezahlt. Zu Recht, urteilt das Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg.
(…)
Diese Gründe spielten für den Arbeitgeber jedoch keine Rolle. Ein Kirchenaustritt lasse sich nicht mit dem Selbstverständnis des Caritasverbandes in Einklang bringen. Der Sozialarbeiter erhielt daraufhin eine außerordentliche Kündigung, wollte diese aber nicht hinnehmen. Zum einen wirke sich sein Kirchenaustritt nicht auf seine Arbeit im sozialen Zentrum aus. Zum anderen habe er mit seiner Entscheidung zum Kirchenaustritt von seinem Grundrecht auf Gewissensfreiheit Gebrauch gemacht. Angesichts der Missbrauchsfälle habe es die katholische Kirche letztlich selbst zu vertreten, dass er sich so entschieden habe.
Weiterlesen:
n-tv.de/ratgeber/Nach-Kirchenaustritt-gekuendigt-article7372656.html


















































#1 von Barkai am 2. Oktober 2012 - 18:32
wie schoen waere es, wenn in Deutschland konzerne, die nciht an das Anti-Diskriminierungsgesetz gebunden sind, auch keine staatliche Foerderung emhr erhalten wuerden…
#2 von AMB am 2. Oktober 2012 - 18:43
Caritas heißt Nächstenliebe. LOL
Es fehlt noch, dass die Caritas allen die Hilfe verweigert, die der Sekte keinen Beitrag mehr überweisen.
PS: Weiter so Caritas! Kein Atheist könnte jemals so gute Werbung für den Kirchenaustritt machen wie ihr!
#3 von Ezri am 2. Oktober 2012 - 21:01
Wenn man mal bedenkt, daß der Mitarbeiter indirekt von den Steuerzahlern generell bezahlt wurde und nicht wirklich von der Kirche, dann ist das ein absoluter Skandal…
#4 von Deus Ex Machina am 2. Oktober 2012 - 22:34
Ja, in heutiger Zeit hätte die Caritas den “guten Samariter” wahrscheinlich noch angezeigt, wegen irgendeiner Nichtigkeit. Es geht nicht mehr um die richtige Einstellung den Menschen gegenüber, nicht dass das Herz am rechten Fleck sitzt, man muss dem richtigen Club angehören, der dann Macht über einen hat, sonst ist man ein Feind für diese Typen.
#5 von Stefan Mauerhofer am 3. Oktober 2012 - 07:07
Kann man die Caritas nicht wegen Etikettenschwindel verklagen?