Tausende Muslime haben in Bangladesch wegen eines angeblich den Koran beleidigenden Fotos auf Facebook buddhistische Tempel und Häuser niedergebrannt.
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Tausende Muslime haben in Bangladesch wegen eines angeblich den Koran beleidigenden Fotos auf Facebook buddhistische Tempel und Häuser niedergebrannt.
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#1 von AMB am 30. September 2012 - 15:39
57 islamische Staaten wollen mehr Schutz der Religion. Nicht die Religion muss geschützt werden, sondern Menschen!
#2 von Horst Kapphahn am 30. September 2012 - 15:41
Ja ja, und wieder ist es die Religion des Friedens.
#3 von deradmiral am 30. September 2012 - 15:42
Hatte nicht kürzlich jemand bzgl. des Mohammed-Videos behauptet, dass Muslime andere Religionen respektieren würden?
#4 von Randifan am 30. September 2012 - 16:37
Die suchten nach einem Motiv für Randale, den haben sie gefunden.
#5 von Ezri am 30. September 2012 - 19:43
Ekelhaft!!!
#6 von bonifatz am 30. September 2012 - 23:03
@Ezri: Da stimme ich Ihnen mal vollkommen zu.
#7 von Argus7 am 1. Oktober 2012 - 08:35
Toll ! Weiter so ! Vielleicht sorgen ja die Religioten unter sich dafür, dass die Gebetsschuppen weniger werden !
#8 von bonifatz am 1. Oktober 2012 - 08:50
@Argus: Welch ein Niveau…
#9 von Hinterfragerin am 1. Oktober 2012 - 09:00
@ Argus
Ich gehe davon aus, dass das ironisch gemeint war.
Ich halte Zerstören nie für eine gute Lösung, auch wenn man uns Atheisten manchmal vorwirft, wir seien eben darauf aus.
Interessanterweise sind es meistens Gläubige einer anderen Ausrichtung, die gerne Heilige Haine abholzen, Tempel entweihen (oder ihre eigenen als Machtsymbol auf denen früherer/ anderer Kulte errichten), Kirchen anzünden, Synagogen sprengen, Moscheen zerstören (Hindus; Salafisten, wenn es um Sufi-Moscheen geht), Buddha-Statuen sprengen oder alte Kunstwerke aus Museen zerstören (Malediven) u.v.a.m.
In diesem Falle traf es zudem nicht nur Tempel,sondern anscheinend auch eine ganze Reihe von Privathäusern und Geschäften, deren wohl ohnehin nicht besonders reiche Eigentümer nun vor den Trümmern ihrer Existenz stehen dürften.
Ich denke auch, hier suchen einige Randalierer (und wohl auch Diebe!) nur nach Gelegenheiten, sich gegen Minderheiten oder Schwächere zu wenden. Leider scheint der Mensch so gestrickt zu sein. Er schafft das auch gut ohne religiöse Gründe, aber die Religion liefert ein wunderbares Label und Argument, um derartige Handlungen zu legitimieren und den “Nächsten” als Angehörigen der Outgroup zu dehumanisieren.
#10 von Randifan am 1. Oktober 2012 - 11:50
Die Zerstörungswut der Salafisten in Mali scheint in der islamischen Welt kaum einen Muslimen auf die Palme zu bringen.
#11 von Hinterfragerin am 1. Oktober 2012 - 13:58
@ Randifan
In Libyen und Tunesien gab es Gegendemos, als die Salafisten Sufi-Heiligtümer im eigenen Land zerstörten und Festivals überfielen.
Mali scheint aber in der Tat kaum jemanden zu interessieren (auch bei uns nicht, wenn man das mal anmerken darf!). In Mali selbst formiert sich wohl eine Gegenbewegung, die durchaus auch aus Muslimen besteht. Aber ich fürchte, da ist kein Stein mehr auf dem anderen, bis diese eventuell die Bevölkerung wieder befreien kann.. was sehr traurig ist, insbesondere wenn man an die unschätzbar wertvollen alten Manuskripte denkt, die dort teilweise lagern.. Jetzt mal völlig abgesehen vom Leid der Menschen vor Ort.
Es scheint in der Tat so, dass “Respektlosigkeit” gegenüber religiösen Sensibiltäten immer nur dann beklagt wird, wenn es sich um die eigene Religion handelt, und zwar meist um die ganz spezifisch eigene Auslegung. Der Respekt vor religiösen Gefühlen reicht meist nicht so weit, dass man ihn auf Andersgläubige oder auch nur andersdenkende Muslime auszuweiten bereit wäre – leider oft ganz im Gegenteil, wie das Schicksal so manchmal inner-islamischer Minderheit zeigt.
Ich glaube aber nicht, dass das etwas spezifisch islamisches ist, im christlichen Bereich war das ja früher auch oft so: Man forderte Toleranz, wo man in der Minderheit war, und unterdrückte, wo man in der Mehrheit war. Religionsfreiheit war immer erst einmal die eigene Freiheit, nicht die der Andersdenkenden. Und die Unterdrückten wurden nicht selten selbst zu Unterdrückern.