Muslime aus Österreich wollen erreichen, dass in Saudi-Arabien, wo der Bau von Kirchen verboten ist, ein christliches Gotteshaus errichtet wird, und sich selbst beteiligen, heißt es in einer Aussendung vom Mittwoch.
„So wie der Islam in Europa muss auch die christliche Religion in Saudi-Arabien ihre Religionsfreiheit erhalten“, heißt es in einem Schreiben des Vereins Initiative Liberaler Muslime Österreich (ILMÖ) an den saudischen Botschafter in Wien, Mohammed al-Salloum.
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#1 von Farfalla am 26. September 2012 - 18:45
Schon wieder islamfeindliche geistige Brandstifter die die Situation ausnutzen und die Muslime noch mehr…wait…ist vllt doch nicht alles so schlimm.
Damit haben sie den Multikultikuschlern, die ihr Leben damit verbringen bloß keinen Nichtabendländer vor den Kopf zu stoßen, den Wind aus den Segeln genommen.
Auch wenn ich Kirchen nicht gerade für sinnvoll halte, trotzdem ein schönes Zeichen.
Beweißt es uns doch das man selbst den Islam nicht anders behandeln sollte als andere Religionen.
#2 von AMB am 26. September 2012 - 19:00
Gegenvorschlag:
Weil es keine Kirchen in S-Arabien gibt…
#3 von omnibus56 am 26. September 2012 - 21:16
Ich fürchte, Saudi-Arabien ist so weit von der erst noch zu erwartenden (erhoffenden!) islamischen Aufklärung entfernt, dass dieser Weg tatsächlich nicht mal der schlechteste wäre. Ein solcher Schritt weicht den wahabitischen Fundamentalismus vielleicht etwas auf. Aber der Weg in ein säkulares Saudi-Arabien wäre immer noch sehr weit…
#4 von Sheldon Lee Cooper am 26. September 2012 - 23:15
Da sieht man, wo hier die Prioritäten liegen. Anstatt die schlimmen Menschenrechtsverletzungen in SA zu bekämpfen, setzt man sich lieber dafür ein, dass Christen dort Gebetsräume bekommen. Ganz toll.
#5 von UnfassbarLangweilig am 27. September 2012 - 12:48
„So wie der Islam in Europa muss auch die christliche Religion in Saudi-Arabien ihre Religionsfreiheit erhalten“
Ich wäre dafür einfach an beiden Standpunkten den Kirchenbau zu unterlassen.
#6 von Barkai am 27. September 2012 - 16:33
@Sheldon,
eine der Menschenrechtsverletzungen ist, dass nicht-Muslime ihre Religion nicht ausleben koennen. Religionsfreiheit ist ein absolutes menschenrecht und eine Einschraekung dessen ist nicht hinnehmbar.
(Natuerlich ist bsplw. die Todesstrafe gegen Apostaten schlimmer, aber Nicht-Hinrichtung von Exmuslimen kann man schelcht als symbolsicehs bauwerk fordern und der Bau einer kommerziellen LGBT-Disko duerfte daran scheitern, dass es wohl auf wenig Interesse gegenwaertig stossen wuerde)
#7 von Sheldon Lee Cooper am 27. September 2012 - 16:53
@Barkai
Es gibt aber Menschenrechtsverletzungen, die wesentlich gravierender sind, als eine andere Religion zu erlauben, die selber intolerante Ideen hervorbringt. Was bringt es, wenn in SA eine Kirche steht, Frauen aber immer noch unterdrückt werden, sowie Todesstrafe auf Apostasie und Homosexualität verhängt werden? Religionsfreiheit ist im Übrigen bestenfalls redundant, so lange Meinungsfreiheit existiert.
Hier zeigt sich, wie liberale Muslime ticken: Anstatt Meinungsfreiheit und Menschenrechte zu fordern, wollen sie medienwirksam Appeasement betreiben, in dem sie sich für Gebetsräume für Andersgläubige einsetzen. So als ob es nichts wichtigeres gäbe. Und vielleicht denken die wirklich so: Menschenrechtsverletzungen sind schon in Ordnung, so lange Christen eine Kirche haben. Hier wollen sich Muslime vor Christen profilieren, nicht vor Humanisten.
Diese Denke ist weit verbreitet (nicht nur unter liberalen Muslimen). In Afrika gibt es Orte, in denen es den Leuten egal ist, welcher Konfession oder welcher Religion man angehört. Hauptsache ist nur man glaubt an Gott. Das ist unglaublich tolerant.
#8 von Barkai am 27. September 2012 - 17:08
@Sheldon,
ich aheb ja bereits gesagt, dass die verhaengung der todesstrafe fuer Nicht-Menschenrechtswidrige “Straftaten” wesentlich graviernder ist als das nicht-Vorhandensein von nicht-muslimischen Bethaeusern. und das Rauspicken eines einzelnen menschenrechts ist sicherlich nicht gut, aber dennoch hat die Forderung der liberalen muslime eine Basis in den menschenrechten und das nciht-erlauben von nicht-muslimischen Bethaeusern bleibt nachwie vor eine verletzung der menschenrechte wie sie die Allgemeine Erkalerung der menschenrechte aufzaehlt (egal ob man die Religionsfreiheit als Teil der meinungsfreiheit oder der freien persoenlichkeitsentfaltung sieht).