Pakistans Regierung distanziert sich von Mordaufruf

Der pakistanische Ministerpräsident Ashraf hat sich von dem Mordaufruf seines Eisenbahnministers distanziert. Ghulam Ahmad Bilour hatte ein Kopfgeld in Höhe von 100.000 Dollar auf den Produzenten des Mohammed-Schmähfilms ausgesetzt.

Auch Ministerpräsident Raja Pervez Aschraf versicherte am Sonntag, seine Regierung habe mit dem Mordaufruf und dem Kopfgeld des Eisenbahnministers nichts zu tun. Eisenbahnminister Bilour hatte am Samstag das Kopfgeld demjenigen versprochen, „der diesen Gotteslästerer umbringt, der Unsinn über den heiligen Propheten erzählt hat“. Der Produzent des Films, im dem der Prophet Mohammed verunglimpft wird, soll ein in Kalifornien lebender koptischer Christ sein.

 

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  1. #1 von deradmiral am 24. September 2012 - 12:51

    Zum Rauswurf aus der Regierung reicht das aber nicht.

  2. #2 von Tenoch am 24. September 2012 - 13:02

    Es ist ja schön, dass sich die Regierung hier distanziert, aber warum ist der Minister immer noch im Amt?

  3. #3 von Uwe am 24. September 2012 - 15:35

    @Tenoch

    Vielleicht weil er als einziger ausspricht, was die Mehrheit dort denkt?

  4. #4 von sergej_k am 24. September 2012 - 15:48

    @admiral
    Passt wie die Faust aufs Auge. Einen Tag vorher hat Ashraf noch für schärfere Blasphemiegesetze plädiert.

  5. #5 von Argus7 am 25. September 2012 - 09:25

    Das riecht stark nach einer Absprache zwischen dem Eisenbahn-Minister und dem Ministerpräsidenten. Die westliche Welt sollte sich dazu durchringen, die Entwicklungshilfe für Pakistan einzustellen. Man füttert doch nicht die Hand, die einem schlägt ! Die Pakistani treiben doch mit der westlichen Welt eines ihrer üblichen Spielchen. Dieses Spiel sollte der Westen nicht länger mitspielen.

    Hinzu kommt, dass Pakistan für die Taliban in Afghanistan schon immer ein Rückzugsgebiet war.