Zwischen Rosch ha-Schana und Jom Kippur nutzt man die Tage zur inneren Einkehr. Nach ausgiebigen Mahlzeiten und dem jüdischen Fastentag darf man auch von Gott ein gewisses Entgegenkommen erwarten.
(…)
Wie die Menschen bitten wir dann auch Gott um Verzeihung für unsere Sünden. Das wiederum hält meine Mutter für Quatsch: “Nach 64 Jahren und allem, was ich erleben musste, ist es an der Zeit, dass sich dieser Gott auch mal bei mir entschuldigt.”
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#1 von Argus7 am 24. September 2012 - 10:40
Sorry, Gott kann und wird sich für rein gar nichts entschuldigen ! Weil es diesen Kerl nämlich – trotz gegenteiliger Behauptung von unzähligen Religioten – schlicht und ergreifend nicht gibt ! Wann kapieren diese dämlichen Gottesanbeter endlich diese Tatsache ?
#2 von Noch ein Fragender am 24. September 2012 - 10:41
“Nach 64 Jahren und allem, was ich erleben musste, ist es an der Zeit, dass sich dieser Gott auch mal bei mir entschuldigt.”
Insbesondere da der abrahamitische Gott sich offensichtlich selbst nicht an sein Gebot der Nächstenliebe hält, den Menschen nach besten (hier angeblich sogar: allmächtigen) Kräften zu helfen.
Mit der “Entschuldigung” nicht einzugreifen aus Respekt vor der Willenfreiheit, kommt man noch nicht einmal vor weltlichen Gerichten durch: Wenn ich die Möglichkeit habe, für ein angegriffenes Opfer Hilfe zu holen, kann ich mich vor Gericht nicht damit herausreden, ich habe nichts getan, weil ich die Willensfreiheit des Täters respektieren wollte.