»Christ und Pirat – geht das?

Vieles, was an Inhalten der noch jungen Partei bislang bekannt wurde, schreckt manchen Christen ab. So wollen die Piraten den Inzest legalisieren, ebenso soll die gleichgeschlichtliche Partnerschaft der Ehe zwischen Mann und Frau gleichgestellt werden; Wer Kinder haben darf, soll von der “geschlechtlichen Orientierung und Identität” unabhängig sein, heißt es im Grundsatzprogramm. Wo ist da der christliche Wert der Familie geblieben? Hier legt Müller großen Wert auf einen Grundsatz der Piraten: Im Prinzip soll jeder Bürger für mündig genug angesehen werden, selbst über seine Lebensweise zu entscheiden. […] Auch dass die Piraten die Abschaffung der Kirchensteuer und anderer finanzieller Privilegien für Glaubensgemeinschaften fordern, kann Müller mittragen. […] Zudem zahlten in vielen Kommunen die Kirchen zwar nur einen gewissen Obulus für Kindertagesstätten, verhielten sich dann aber so, als gehöre ihnen die Einrichtung ganz, bestimmten also zum Beispiel über die Konfession der Mitarbeiter.« (…)

Zu den Unterstützern gehören sogar Atheisten und Agnostiker, erzählt Müller begeistert. (…)

Ziel ist es nicht, die Partei christlicher zu machen, betont der Informatiker. Aber sie wollen gezielt zu antireligiösen Strömungen klar Stellungen beziehen.

Quelle: http://www.cidpp.de/nerds-fuer-christen.html

Dank an Michael für den Hinweis.

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  1. #1 von Elvenpath am 17. September 2012 - 18:17

    Dreckspack. Die unterwandern jede Partei. Bei den Grünen, eigentlich eine linke Partei, ist ihnen dies ja schon gelungen. Die kriechen inzwischen jeder Religionsgemeinschaft in den Arsch.

  2. #2 von Singul Ärer am 17. September 2012 - 18:28

    Was soll man denn wählen, wenn einem die absolute Trennung von Kirche und Staat ein unverhandelbarer Punkt ist und man zu logisch denkt, um die Linken wählen zu können. Vielleicht ist es an der Zeit, eine Partei mit A im Namen für atheistisch zu gründen. ASU zum Beispiel … hm … klinkt irgendwie nach Schadstoffmesung bei Autos.

  3. #3 von Igor am 17. September 2012 - 18:55

    Und zu nah an NSU, dummes Wortspiel vorprogrammiert.

  4. #4 von wackee am 17. September 2012 - 19:04

    Vielleicht wäre es ja einfacher, die CDU atheistisch zu unterwandern, statt ständig neue Splitterparteien aufzumachen.

  5. #5 von AMB am 17. September 2012 - 19:17

    Na Hauptsache die Christen müssen sich überall organisieren.

  6. #6 von s3sebastian am 17. September 2012 - 20:45

    Zumindest will er, dass der Staat und die Partei weltanschaulich neutral bleibt. “Aber ich kann nicht daraus den Anspruch erheben, Leuten, die mit meinem Glauben nichts anfangen können, diese Werte aufzuzwingen.” Missionieren will er wohl auch nicht, von daher würde ich das in diesem Fall als Privatmeinung sehen. Man muss dazu wissen, dass jeder in der Piratenpartei solche Gruppen gründen kann, solange sie nicht völlig inakzeptable Standpunkte vertreten. Diese sind in diesem Fall, aber z.B. auch bei denen der Atomkraftbefürwortern, marginal und spielen innerparteilich faktisch keine Rolle. Dass sich das ändert sehe ich auch nicht. Es ist interessant zu sehen, dass der Anteil an Atheisten bei den Piraten stark über dem in der Gesamtgesellschaft liegt.
    Der Standpunkt der Piratenpartei zum Verhältnis von Staat und Religion steht übrigens hier:
    https://wiki.piratenpartei.de/Parteiprogramm#F.C3.BCr_die_Trennung_von_Staat_und_Religion
    Eine ähnlich konsequente Forderung ist mir ansonsten von keiner größeren Partei bekannt.

  7. #7 von Michael am 18. September 2012 - 10:20

    Den gottgegebenen Dienstweg nicht einhalten – das ist ja wohl die GAS (grösste anzunehmende Sünde). Richtig böse, das. ;-)

  8. #8 von Argus7 am 18. September 2012 - 10:41

    @ Singul Ärer

    Deine Wertung teile ich voll und ganz. Ich bin bereit eine oder auch mehrere Kröten zu schlucken, wenn die Piraten es durchsetzen, dass die bestehenden Privilegien der christlichen Kirchen beschnitten oder gar abgeschafft werden. Die strikte Trennung von Religion und Politik muß für jede Partei zur Selbstverständlichkeit werden. Religion hat in der Politik rein gar nichts zu suchen und die religiotischen Statements und Bekenntnisse von einem Thierse, Kauder, Gabriel, Volker Beck und einer Göring-Eckardt und Nahles sollen diese Polit-Religioten gefälligst für sich behalten.