Die Demonstranten gegen das Mohammed-Video agieren wie Kinder, die sich ihrer Macht bewusst sind. Den Rest besorgen die Erwachsenen im Westen, die sich für mehr Verständnis stark machen. Von Henryk M. Broder
(…)
Was machen diese Männer, wenn sie nicht demonstrieren? Haben sie keine Familien, die sie ernähren müssen? Keine Arbeit? Beziehen sie ein Gehalt von einer der vielen NGOs, die sich in der Dritten Welt um die Armen und Ausgebeuteten kümmern? Und woher bekommen sie die amerikanischen beziehungsweise israelischen Fahnen, die sie dann vor den Kameras von CNN und BBC verbrennen? Werden die einzeln in Heimarbeit hergestellt, oder gibt es in Ägypten, im Sudan und in Pakistan Betriebe, die sich auf die Herstellung von Fahnen der Feindstaaten spezialisiert haben?
Weiterlesen:
http://www.welt.de/kultur/article109261025/Wie-unerzogene-Kinder-aus-dem-7-Jahrhundert.html


















































#1 von omnibus56 am 17. September 2012 - 18:01
Was soll ich sagen? Broder? Und ich stimme zu? Tja, manchmal findet auch ein völlig augenloses Huhn ein Korn…
Allerdings sind die supertolle(rante)n Christen oder Hindus etc. auch nicht alle immer so supertoll(erant). Beispiele gibt es genug. Wenn z. B. die (Haken)Kreuz-Kath-Netler nicht wüssten, dass sie eine Minderheit sind, oder wenn sie wüssten, wie man (dennoch) solche Mengen zusammen trommeln könnte, wäre die Titanic-Redaktion auch nicht sicher gewesen.
Religioten aller Couleur sind “leicht entflammbar”. Das liegt in der (zumeist partiellen) Denkschwäche einfach mit drin. Deshalb vergiften Religionen die Welt, wie es Christopher Hitchens so richtig sagt.
#2 von dude am 17. September 2012 - 18:13
oh wie ich broder hasse. dieser wichtigtuer
#3 von Barkai am 17. September 2012 - 18:23
@omnibus,
zur Toleranz der Christen muss man nur mal anch uganda sehen. Aber auch in Kenya kommt es z.T. zu gewaltaetige Angriffe auf “Hexen” oder vermeintlich Homosexuelle.
#4 von Tenoch am 17. September 2012 - 18:33
Und wenn dann ein schlecht gemachter, primitiver Film kommt, der die jüdische Religion aufs Korn nimmt? Ich hoffe Broder ist dann immer noch genauso verständnisvoll. In der Beschneidungsdebatte hat ihn sein guter Menschenverstand schmählich verlassen.
#5 von Randifan am 17. September 2012 - 18:47
Herr Broder liegt falsch, zu glauben, die Muslime seien eine Horde ungezogener Kinder, dafür läuft die ganze Sache viel zu organisiert ab. Dahinter stecken Organisationen mit eine politischen Agenda, denen die Unversehrheit der islamischen Heiligtümer gleichgültig sind. Warum sonst kam es zu keinen Botschaftserstürmung, als in Syrien Moscheen brannten?
#6 von Mreins am 17. September 2012 - 19:13
@dude
- Wichtigtuer sind manchmal auch die Menschen die das argumentative Manko Anderer ausgleichen.
@Tennoch
“… Der Film “Paradies: Glaube”, eine Co-Produktion von WDR und arte mit Unterstützung etlicher Filmfonds … Masturbieren etc…”
- Broder ist so verständnisvoll.
@Randifan
“… Und woher bekommen sie die amerikanischen beziehungsweise israelischen Fahnen …”
- Broder benutzt ungern Smileys
Ich bin auch sehr oft mit Broder nicht einer Meinung.
Aber in diesem Fall halte ich es wie @omnibus56
“Und ich stimme zu”
Als Mutter habe ich aber natürlich etwas zu beanstanden:
Broder:
“… ob auch Eltern beziehungsweise alleinerziehende Mütter und Väter mit ihren Kindern dabei sein werden. Lautet die Antwort “ja”, bedanke ich mich bei den Gastgebern, dass sie an mich gedacht haben, und bleibe daheim.”
Dicke Sprüche, aber keinen Arsch in der Hose am Krisenherd den Kindern die Meinung zu geigen.
#7 von finn am 17. September 2012 - 19:41
Broder sagt oft sehr viel Richtiges.
Er ist auch durchaus judenkritisch, wenn er s für richtig hält. Er ist auf jeden Fall einer, dem man zuhört – und das hat er verdient.
Ist er f ü r Beschneidung? Dann hat er hier halt ein Brett vor dem Kopf. Soll´geben.
#8 von Randifan am 17. September 2012 - 19:52
“Der Infantilismus der Demonstranten, die untereinander mit Handys kommunizieren, ansonsten aber in der steinigen Welt des 7. Jahrhunderts leben, färbt auf deren Versteher ab.”
Ich habe schon einmal erwähnt, wie ich auf n24 eine vollverschleierte Demonstratin sah, die offen zugab, über den Film empört zu sein, ohne ihn gesehen zu haben. So wie es aussieht, sind nicht diese Randalier das Probleme, sondern die sie anstiften und die scheinen keine wirklich Ehrfurcht vor Allah zu haben, da sie mit zweierlei Maß messen, wenn es um den Schutz ihrer Heiligtümer geht.
#9 von Hinterfragerin am 17. September 2012 - 20:59
Man mag Broder seinen Vergleich übel nehmen, ich denke jedoch, er trifft damit das Problem der Haltung vieler westlicher Kommentatoren: Glaubt man, die Mörder und Randalierer exkulpieren zu müssen und in den Filmemachern die eigentlichen Täter ausmachen zu können, dann ist das in der Tat eine Infantilisierung der Protestierenden, die anscheinend als unfähig zu Reflektion, Perspektivenwechsel und Gefühlskontrolle ganesehen werden.
Broder hat mit seinem Vorwurf des “subtilen Rassismus” also durchaus recht: In dieser Haltung steckt meines Erachtens verdammt viel neokoloniale Überheblichkeit.
Es fällt mir aber schwer zu verstehen, warum er einerseits diese Infantilisierung beklagt, andererseits selbst mit diesem Bild spielt, es selbst nutzt. Nur um es zu kritisieren? Den Eindruck habe ich nicht.
Was er zudem zu übersehen scheint, ist die sozioökonomische Komponente: In der Tat sind wohl viele Randalierer Menschen ohne Perspektive, ohne Bildung, ohne Zugang zu ausgewogenen Informationen. Dies kann man feststellen, ohne ihnen die Verantwortung für ihre Taten abzusprechen, und es macht die Proteste vergleichbar mit anderen Protesten – die Hintergründe mögen vielfältig sein, die Aufhänger religiös, politisch, nationalistisch, sozial.
#10 von Mreins am 18. September 2012 - 08:42
Und die Geschichte nimmt ihren lauf:
http://de.nachrichten.yahoo.com/fatwa-tötung-teams-mohammed-film-erlassen-052413679.html
#11 von petebrosman am 18. September 2012 - 09:08
@ Mreins
Ich frage mich ob der Imam nicht weiß, dass die Schauspieler selber getäuscht wurden oder ob es ihn nicht interessiert.
“Dionne was one of about 79 cast and crew who say they were “grossly misled” when they answered casting calls on Craigslist, Backstage magazine and other publications in July 2011 for a film that was described as “an historical Arabian Desert adventure.”
But from the beginning, Dionne said the cast and crew had questions, including why the central character in a period piece had a Western name.
“We did wonder what it was about. They kept saying George. And we were like, ‘This is the Middle East 2,000 years ago. Who’s George?’” she said.
She says never heard any talk of politics or religion from the man she knew as Bacile.
After the location shoot wrapped, Dionne said she and others were brought in to dub lines.
“They brought the actors in in post (production) and had them say specific words. Like ‘Mohammed,’ for example. It was isolated. It wasn’t in context,” she said. “They’d say ‘Say Mohammed,’ and they’d (the actors would) say ‘Say Mohammed’ why?”
When the film was complete, it was no longer a desert adventure about a man named George but rather an anti-Islamic movie about Prophet Mohammed.”
http://edition.cnn.com/2012/09/17/world/anti-islam-filmmaker/index.html
#12 von Michael am 18. September 2012 - 10:02
Zu Broder sage ich nur noch: Dont feed the Troll! Aber selbst als Troll war Broder schon besser. Leider kann man ihn nicht ganz ignorieren weil ihm immernoch in div. Leitmedien ein Forum geboten wird.
#13 von Argus7 am 18. September 2012 - 10:30
Dieser Streit zwischen Moslems und Christen beweist letztlich nur eines: Religionen sind die Hauptursache für nahezu sämtliche Kriege und Konflikte, die seit Bestehen der Menschheit stattfanden und nach wie vor ausgefochten werden. Es dominiert nach wie vor die Handlungsdevise aller Religioten::
“Und willst du nicht mein Bruder sein, dann schlag ich dir den Schädel ein !”
Man könnte sehr wohl den Eindruck gewinnen, dass alle diejenigen, die sich für den Schutz dieser oder jener Religion einsetzen, offenbar ein Interesse daran haben, die Gegensätze zwischen den Religionen am Leben zu erhalten ! Wer jedoch offensichtliche Hirngespinste als schutzwürdig deklariert, trägt – ob gewollt oder ungewollt – dazu bei, dass Menschen sich berechtigt fühlen, sich aus religiösen Überzeugungen gegenseitig zu bekämpfen und im Extremfall auch abzuschlachten. Das verstehen manche Leute offenbar unter dem Begriff Religionsfreiheit.
Ich jedoch interpretiere Religionsfreiheit als frei von Religion !
#14 von Randifan am 18. September 2012 - 10:52
Eine Fatwa gegen Assad ist unwahrscheinlich, obwohl seine Truppen Moscheen in Brand stecken. Diese ganze Aufregung um den Film ist politisch motiviert.
#15 von sergej_k am 18. September 2012 - 15:08
Eine Fatwa gegen Assad gibts schon lange:
http://gulfnews.com/news/region/syria/egyptian-cleric-issues-death-fatwa-against-al-assad-1.995464
#16 von Randifan am 18. September 2012 - 15:44
@sergej_k
Aber sie scheint nicht besonders ernst genommen zu werden.