„Juden als Kinderquäler“ – für Graumann unerträglich

Die Beschneidungsdebatte ist für Dieter Graumann, den Präsidenten des Zentralrats der Juden, unerträglich. Juden würden als Kinderquäler abgestempelt, sagte er FOCUS. Auch Außenminister Westerwelle macht sich „große Sorgen“.

(…)

„Ich vermisse bei manchen Deutschen in der Beschneidungsdebatte das nötige Fingerspitzengefühl“, sagte der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, der frühere SPD-Bundestagsabgeordnete Reinhold Robbe, FOCUS. Es werde mitunter einfach drauflos geplappert, ohne dass der historische und religiöse Kontext einbezogen werde.

Weiterlesen.

http://www.focus.de/politik/deutschland/zentralrat-praesident-zu-beschneidungen-juden-als-kinderquaeler-fuer-graumann-unertraeglich_aid_815934.html

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  1. #1 von Michael am 10. September 2012 - 10:08

    Jetzt sollte Herr Robbe dem staunenden Publikum nur noch erklären inwiefern ein historischer Kontext das Schmerzempfinden von Kleinkindern beeinflusst.

  2. #2 von AMB am 10. September 2012 - 10:16

    Juden die schwurbeln sind unerträglich.

  3. #3 von raskalnikow am 10. September 2012 - 10:19

    Fingerspitzengefühl? Es geht doch um das (bedrohte) Gefühl in der Penisspitze!

  4. #4 von omnibus56 am 10. September 2012 - 10:54

    …und ich vermisse bei den Beschneidungsbefürwortern das Mitgefühl mit den Kindern, die Qualen leiden. Es wird von diesen mitunter einfach drauflos geplappert ohne den medizinischen und psychologischen Kontext einzubeziehen.

    [N.B. Jemanden Qualen leiden lassen, heißt auch dann "Quälen", wenn man nur aus Dummheit oder fehlender Reflexion handelt.]
    ___

    @#2: Hättest Du geschrieben: “Menschen, die schwurbeln, sind unerträglich” würde ich Dir zustimmen (nicht wegen der Interpunktion, sondern wegen des Substantivs).

  5. #5 von Deus Ex Machina am 10. September 2012 - 10:58

    „Juden als Kinderquäler“ – für Graumann unerträglich

    –> Die Wahrheit tut halt weh, genauso wie das Messer an der Vorhaut eben.

  6. #6 von Uwe am 10. September 2012 - 12:37

    Wenn ich mit dem Messer an Kinderpimmeln rumschneide ist der historische oder religiöse Kontext egal. Und Fingerspitzengefühl ist hier fehl am Platz weil dadurch der Tatbestand der Körperverletzung verharmlost werden könnte.

  7. #7 von NinoF am 10. September 2012 - 13:55

    „Juden als Kinderquäler“ – für Graumann unerträglich?
    Ist doch kein Problem!
    Sollen sie doch einfach aufhören am Penis von kleinen Jungs rumzuschnibbeln und rumzulutschen….

    PS: Auch ich finde es total unerträglich.

  8. #8 von Barkai am 10. September 2012 - 14:50

    Graumann, der immer so gerne mit dem Finger auf andere zeigt, findet eine Debatte unertraeglich?!
    Ausserdem, ist Graumann “Muslime als Kinderqaeuler” egal?

  9. #9 von Ezri am 10. September 2012 - 15:11

    Menschen, die kleinen Kindern aus Fantasygründen die Vorhaut abschnippeln, sind kinderhassende Sadisten und frei von jeder Empathie für das Kind, in diesem Sinne, das Opfer

  10. #10 von Flo am 10. September 2012 - 16:30

    Amüsant, in der Ecke, aus der man sonst nur “Ich hab kein Argument, aber du bist ein Nazi!” hört, wird Fingerspitzengefühl vermisst. Glashaus? Steine?

  11. #11 von parksünder am 10. September 2012 - 16:33

    Der religiöse Bezug sieht für Graumann in etwa so aus: “Abraham hat von Gott den Befehl erhalten, die Jungs am achten Tage zu beschneiden. Wer dies nicht machen läßt, wird von Gott verstossen. Ende der Debatte!” oder “Symbolische Beschneidung? Ach, das sind doch nur eine Handvoll liberaler Juden, die dies forden. Steht nicht zur Diskussion!”

  12. #12 von Elvenpath am 10. September 2012 - 19:39

    Die Frage ist also, quälen Juden ihre Kinder, wenn sie sie beschneiden. Lasst mich kurz nachdenken… JA!

  13. #13 von Holmi am 10. September 2012 - 23:31

    “Westerwelle sollte übrigens aus Solidarität mit den 8 Tage alten jüdischen Knaben die Prozedur auch ohne Betäubung über sich ergehen lassen. Live im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, damit jeder sehen kann, wie schön das ist. Dann haben sich wenigstens einmal die GEZ-Gebühren gelohnt.”
    Diese Meinung des Users “Gehenze” bei Focus kann ich voll und ganz unterschreiben.
    Und nochmal: Wäre die Beschneidung nur bei Muslimen “vorgeschrieben”, würde die Bundesregierung hier nicht so einen Eiertanz ablegen.
    Doch hier kommt wieder der Begriff des Antisemitismus ins Spiel. Es gibt ja Zeitgenossen, die meinen, Antisemitismus habe nichts mit Semiten zu tun. Wo kommt dieser Begriff denn dann her?
    http://de.wikipedia.org/wiki/Semiten

  14. #14 von Holmi am 10. September 2012 - 23:43

    Als besonders beklemmend empfinde ich, …

    von KrischanK

    … daß ausgerechnet die Leute, die sonst so lautstark vor religiösen Fundamentalisten warnen und uns ständig dazu mahnen, diesen gegenüber nicht zurückzuweichen, jetzt plötzlich selbst das Recht auf die Durchführung eines religiös-fundamentalistischen Brauches für sich reklamieren. Aber die unbelehrbaren Fundamentalisten sind natürlich immer nur die anderen. Auch ein Weg, sich als moralische Instanz unglaubwürdig zu machen! Antwort schreiben


    Zentralrat-Präsident zu Beschneidungen: „Juden als Kinderquäler“ – für Graumann unerträglich – weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/politik/deutschland/zentralrat-praesident-zu-beschneidungen-juden-als-kinderquaeler-fuer-graumann-unertraeglich_aid_815934.html

  15. #15 von Holmi am 10. September 2012 - 23:57

    Außerdem kommt mir Herr Graumann in seiner “Argumentation” sehr armselig vor. Es ist wie beim Zauberlehrling von Goethe. Die Geister, die ich rief, werde ich jetzt nimmer los. Oder anders ausgedrückt: Die Büchse der Pandora wurde vor langer Zeit schon geöffnet, und nun versucht man, das Schlechte und die Qualen nicht einzudämmen, sondern mit religösen “Argumenten” festzuschreiben. Da zweifle ich an der Demokratie bzw. daran, dass Deutschland ein säkulärer Staat ist.

  16. #16 von Randifan am 11. September 2012 - 18:48

    Politische Korrektheit in reiner Form