Die Zahl der Konfessionslosen steigt jährlich um 200.000 Menschen. Nun formiert sich eine Gruppe, die den Ungläubigen eine Stimme gibt. Sie kämpft gegen konfessionelle Kindergärten und Krankenhäuser. Doch die scheinbar einheitliche Gruppe ist heterogen: Von Ketzern bis zu Spaghettimonster-Fans ist alles dabei.
(…)
„Es darf keine konfessionellen Kindergärten oder Krankenhäuser mehr geben, in denen Mitarbeiter nicht mit ihrem Partner unehelich zusammenwohnen dürfen“, sagt Wakonigg, „Der Staat muss neutral sein.“ Zumal die Kirchen ohnehin nur einen kleinen Teil der Kosten an den Einrichtungen übernehmen, aber dennoch die Glaubensrichtung vorgeben – den Löwenanteil, im Schnitt 92 Prozent, zahlen nämlich die Kommunen. (…)
Sie seien nicht missionarisch, betonen die Drei. Sie wollten lediglich zum kritischen Nachdenken anregen. Schon dies sei jedoch ausreichend, um angefeindet zu werden. „Gottloses Pack“ werden sie gerufen, als Menschen, die schon sehen werden, was sie „da oben“ erwarten wird. Über all dem stehen sie drüber. (…)
In den USA will niemand Atheisten als Nachbarn haben
Nur die Atheisten, die wolle nach wie vor niemand als Nachbarn haben. Als Daniela Wakonigg von diesen Ergebnissen erfuhr, fiel sie ein zweites Mal vom Glauben ab: „Das hat mich erneut motiviert, mich zu engagieren und zu zeigen: Hey, Atheisten sind ganz normale Menschen.“
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#1 von Martin Schmidt am 3. September 2012 - 10:11
“„Gottloses Pack“ werden sie gerufen, als Menschen, die schon sehen werden, was sie „da oben“ erwarten wird. ”
So lange es bei solchen Sprüchen bleibt. Die können weder als Drohung noch als Beleidigung aufgefasst werden.
Aber schon so mancher Christ hat den Ereignissen “da oben” schon “hier untern” vorgegriffen.
#2 von klafuenf am 3. September 2012 - 11:30
“Da oben” ist nur der große Rest des ziemlich unfreundlichen Univesums …
#3 von Argus7 am 3. September 2012 - 19:40
Was uns hier in Deutschland fehlt, ist eine politische Organisation, welche die Interessen der Konfessionslosen vertritt. Immerhin stellen die Konfessionslosen in Deutschland die Mehrheit. Die strikte Trennung von Religion und Politik funktioniert hierzulande leider noch nicht.
#4 von bonifatz am 3. September 2012 - 20:00
@Argus7: Interessante Aussage. Zumindest Wikipedia sagt für 2011 noch was anderes http://de.wikipedia.org/wiki/Konfessionslosigkeit (wie funktioniert das mit dem etwas ästhetisch ansprechender verlinken?) Es steht Ihnen natürlich frei, das Statistische Bundesamt anzuzweifeln. Mich würde mal interessieren, wo Sie Ihre Zahl herhaben.
#5 von Warmduscher am 3. September 2012 - 21:05
@bonifatz
Ohne Argus7 jetzt vorgreifen zu wollen.
Es gibt mehr Konfessionslose als Katholiken.
Es gibt mehr Konfessionslose als Evangelen.
Es gibt mehr Konfessionslose als Juden.
Es gibt mehr Konfessionslose als Muslime.
Insofern sind die Konfessionslosen die Mehrheit.
Wenn man natürlich eine monotheistische Ökumene bildet, stellen die Religioten noch die Mehrheit.
Mal schauen, wie lange noch
#6 von blub am 3. September 2012 - 21:17
@bonifatz
Wenns um Statistik geht, lasst ihr Christen euch gern in einen Topf werfen. Nicht wahr?
#7 von Vimar am 3. September 2012 - 23:56
@ blub
Aber, aber – das ist doch nur der ehrlich gemeinte Grundgedanke der Ökomene