“Die katholische Kirche kann die Gleichstellung der eingetragenen Lebenspartnerschaften mit dem Bund der Ehe von Mann und Frau grundsätzlich nicht gutheißen und spricht sich infolgedessen gegen eine rechtliche Gleichbehandlung aus. Die Lebensform der Ehe bedarf des besonderen Schutzes des Staates wie der Kirche.” So kommentiert Mathais Kopp, der Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz die aktuelle Initiative.
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#1 von rkinck am 8. August 2012 - 12:19
“Die Ehe zwischen Mann und Frau steht unter besonderem Schutz, weil sie grundsätzlich auf die Weitergabe von Leben ausgerichtet ist – in homosexuellen Beziehungen ist dies nicht der Fall”
Also auch keine Ehe für alte und unfruchtbare Paare? Wie steht es mit Ehepaaren die sich nach fünf Jahren immer noch nicht vermehrt haben? Wird der Status dann wieder aberkannt?
#2 von stephancologne am 8. August 2012 - 12:26
Ehe ist ein ziviles Recht. Kein Kirchliches…
#3 von Corydoras-paleatus am 8. August 2012 - 12:29
Na und? Ich lehne die Kirche ab…
#4 von Wolfgang am 8. August 2012 - 12:38
Die Kirche lehnt ab, ein Gott ( der Erfinder ) wurde dazu wieder nicht gefragt. Komisch.
#5 von Ingo am 8. August 2012 - 12:46
Der besondere Schutz bleibt doch erhalten. Der “Staat” will jetzt nur die gleichgeschlechtliche Ehe auch schützen.
#6 von Andreas Moser am 8. August 2012 - 12:51
Ich finde das absolut OK, wenn der Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz die gleichgeschlechtliche Ehe ablehnt. Aber es wollte ihn doch auch gar niemand dazu zwingen, einen Mann zu heiraten. Das einfachste Mittel für die, die gegen die Homo-Ehe sind, ist doch immer noch, eine solche nicht einzugehen: http://andreasmoser.wordpress.com/2012/03/24/how-to-fight-gay-marriage/ – Kein darüber hinausgehender Anlass, sich in das Leben der Anderen einzumischen.
#7 von Elvenpath am 8. August 2012 - 12:57
Die katholische Kirche war schon immer sehr gut darin, sich auf die Fahnen zu schreiben, was sie nicht verhindern konnte.
Sie die Demokratie, Gewaltenteilung, Gleichberechtigung, Frauenwahlrecht und und und… kurz gesagt so ziemlich alle modernen Menschenrechte abgelehnt und bekämpft und jetzt preist sie diese als “urchistliche Werte” an, nachdem passende Stellen in der Bibel gefunden wurden.
In 50 Jahren wird sich die Kirche, so es sie dann noch gibt, als Befreier von Schwulen und Lesben gerieren.
#8 von AMB am 8. August 2012 - 13:06
Fast 2000 Jahre Christentum haben gezeigt: Zuerst ist man dagegen, trotzdem kann man die Einführung des Menschenrechts (Gleichberechtigung etc.) nicht verhindern. Ein wenig Zeit vergeht und man behauptet es wäre nie unchristlich gewesen und noch viel dreister, das Christentum bzw. die christliche Kultur sei überhaupt die Ursache des Menschenrechts (Gleichberechtigung etc.).
Geschichte wiederholt sich!
#9 von Christian Mai am 8. August 2012 - 14:26
@AMB #8: und das funktioniert auch immer wieder – warum eigentlich?
#10 von Argus7 am 8. August 2012 - 15:04
Ist es nicht irgendwie eigenartig, dass man bei den Religioten den Begriff Humanismus (Menschlichkeit) nicht zu kennen scheint !? Da sind Atheisten, wenn es um Toleranz und Menschlichkeit geht, den Religioten offenbar um Längen voraus. Dass Homosexualität eine genbedingte Veranlagung ist (also offenbar vom himmlischen Schöpfer, an den sie zu glauben vorgeben, vorbestimmt), scheint diese selbsgerechten religiotischen Arschlöcher nicht zu interessieren. Mit einem nur geringfügigen Einsatz von Gehirnschmalz müßte diese Diskrepanz im Denken selbst einem Idioten doch auffallen. Aber nein, stattdessen fühlen sie sich einer selbstgeschaffenen Moral verpflichtet, an die sie sich selbst allerdings nur vordergründig und nach außen hin halten. Ein solches Verhalten wird gemeinhin als Heuchelei bezeichnet.
Für mich gibt es nichts Heuchlerisches als diese verlogene christliche Moral. Eine Moral, die mich und jedem humanistisch gesinnten Menschen, zum Kotzen bringen muß !
#11 von klafuenf.de am 8. August 2012 - 15:26
Na ja, in ein paar Jahren wird die Zivilehe sowieso abgeschafft.
#12 von Wolfgang am 8. August 2012 - 17:25
Lebensbund mit drei Buchstaben: Tod. So oder so.
#13 von Wolfgang Brosche am 8. August 2012 - 18:00
Bitte eines nicht durcheinanderbringen – wenn sich die katholische Kirche heute als Kämpferin für die Menschenrechte darstellt, dann meint sie nicht die mit der französischen Revolution erkämpften und zu jener Zeit definierten menschenrechte. Der Vatikan hat auch die Erklärung der Menschenrechte durch die UNO nicht unterzeichnet!!!
Unter Menschenrechte und Menschenwürde versteht sie immer nur ihre im Kathechismus aufgeführten Erklärungen, die nicht den Menschen das Recht geben zur Selbstbestimmung – unter Menschenwürde versteht die Katholische Kirche, die Unterwerfung unter den Willen Gottes. Insorfn ist sie genauso gefährlich wie der Islam!
#14 von Willie am 8. August 2012 - 20:02
Die lehen das ab, da sie eben nicht in den Genuss der Vorteile und Gelder kommen.
#15 von pufaxx am 8. August 2012 - 20:37
Ich fände es gerecht, wenn man allen “verbindlichen” Partnerschaften Rechtssicherheit in diversen Belangen gibt. Ob nun Mann-Frau, Mann-Mann oder Frau-Frau – das sollte egal sein. Die alleinige Chance, dass die am Ende Kinder mit zu versorgen haben KÖNNTEN oder nicht, sollte keine Rolle spielen und nicht per se zu Vergünstigungen führen. Diese Vergünstigungen sollten dann greifen, wenn tatsächlich Kinder DA sind.
Und mit Rechtssicherheit meine ich u.a. Partner A arbeitet, Partner B hält A den Rücken frei und kümmert sich um Haushalt etc. – Also sollte Partner B z.B. im Todesfall von A auch von A’s Rente profitieren können. Oder die Partnerschaft geht in die Brüche. Unterhalt? Die gemeinsame Wohnung? Eigene Kinder, in die Partnerschaft eingebrachte Kinder – Sorgerecht? – Dafür sollte es allgemeine Regeln und Gesetze geben.
Ob man das nun “Ehe” oder “eingetragene Partnerschaft” nennt, ist mir Banane. Meinetwegen dürfen die Kirchen jedem die “Ehe” verweigern, dem sie diese verweigern wollen. Dadurch darf aber keine zivilrechtliche Absicherung angekratzt werden.
#16 von Yeti am 8. August 2012 - 21:12
OK, das die Kirche das ablehnt war seit 2000 Jahren klar.
Geil wär’ jetzt, wenn unsere Politik den Arsch in der Hose hätte, zu sagen: “Ok, ihr lehnt das ab. Ist registriert. Aber ihr könnt uns mal hinten rum heben!”
#17 von Yeti am 8. August 2012 - 21:14
… ich hätte da noch ein “s” anzubieten, für kurz nach dem Komma …
#18 von Randifan am 8. August 2012 - 21:35
Eigentlich ist die Kirche für die Homoehe nicht zuständig, weil das ganze eine zivilrechtliche Angelegenheit ist. Die Meckern vergebens.
#19 von klauswerner am 8. August 2012 - 22:05
@rkinck:
Du hast es erfasst, aber wohl nicht geglaubt: eine katholische ehe ist nur gültig wenn eine Zeugung möglich ist. Kath. Pfarrer haben wiederholt Eheschließungen beispielsweise von behinderten mit verweis auf das Kirchenrecht abgelehnt, wenn eine Zeugung von vornherein nicht möglich war. Eine ehe kann auch anulliert werden, wenn es sich herausstellt, das die Zeugungsfähigkeit eines der Partner nicht gegeben ist.
Desweiteren: ja, streng genommen dürfen ältere Paare, bei denen die Frau keine Kinder mehr bekommen kann, auch nicht getraut werden. Hier redet man sich aber heraus, dass das ja keiner genau wissen könne und immer wieder auch in der Bibel von wundern berichtet wird, das auch sehr alte Frauen plötzlich dank Gottes Hilfe noch Kinder bekommen haben.
Nein, das ist kein joke, das ist gültiges katholisches Kirchenrecht.
#20 von andreas p am 9. August 2012 - 01:56
Wieder einmal die gewohnte Standardnachricht: Kirche macht sich für Diskriminierung und Ausgrenzung stark.
#21 von rkinck am 9. August 2012 - 09:32
@klauswerner
Die Position der kath. Kirche zur Ehe war mir schon bekannt. Meine Fragen waren als Rektion zur der unqualifizierten Äußerung von Frau Gerda Hasselfeldt, die sie in ihrer Funktion als Politikerin getätigt hat, gedacht. Als eine solche sollte sie wissen, dass der Status der Ehe in diesem Staate offensichtlich nicht nach kirchlichen Kriterien vergeben wird, auch wenn manche das gerne so handhaben würden. Solange die Ehe aber nach weltlichem Recht zugestanden wird ist ihre Bemerkung in Sachen Fruchtbarkeit damit also völlig irrelevant.
Einen interessanten Beitrag zur kath. Kirche und ihrer Handhaben in Fragen des Vollzugs der Ehe gibt’s hier ab Minute 41:12 : http://www.youtube.com/watch?v=2Tl1nFaHc_w
#22 von Wolfgang Brosche am 10. August 2012 - 13:57
Wie schlimm der Schwulenhaß der katholischen Kirche ist, “muß” man nachlesen auf der Internetseite von Gabriele Kuby, die neben Christl Vonholt uind Christa Mewer zu den übelsten Hetzerinnen und Lügnerinnen in Sachen “Homosexualität und Catholica” gehört.
Ihr Vokabular enthüllt, mit wem man es wirklich zu tun hat: einer paranoiden Verschwörungtheoretikerin, die gegen Gleichberechtigung nicht nur der Schwulen, sondern selbst Frau auch gegen die Gleichberechtigung der Frauen kämpft. Sie verbreitet dort Lügen: etwa, daß mit dem “Gender Mainstreaming”, das sich die UN auf die Fahnen geschrieben habe, eine beabsichtigte Homosexualisierung der gesamten Weltbevölkerung einhergehe und daß durch Aufklärungsunterricht an den Schulen eine Art Rekrutierung von Kindern für homosexuellen Verkehr betrieben werde.
In ihren Seminaren geht es noch schlimmer zu, denn sie faselt nebenbei ständig von Keuschheit und Verderbtheit durch Sexualität.
Diese Frau wiegelt wirklich auf mit ihrem Unsinn, daß das Abendland in Gefahr sei durch Homosexualität. Das ist allerdings nicht nur komisch zu nehmen – denn diese entsetzliche göbbelsartige Hetzerin, die Unwahrheiten und Lügen bewußt verbreitet, erreicht eine Menge auch junge Menschen, denen sie das Gehirn vernebelt.
Die drei oben benannten apokalyptischen Reiterinnen, die den Untergang der Zivilisation wegen Homosexualität ausmachen, betreiben eine Wühlarbeit ohnegleichen. Sie vergiften Kongresse und Tagungen mit ihrem Unsinn, sitzen sogar in Beratungsausschüssen von Landtagen, wettern gegen jede Sexualerziehung, behaupten, Sexualerziehung ziehe ungewollte Schwangerschaften und Perversionen nach sich und führen sich tatasächlich auf wie die Evangelikalen in den USA. Ferner bedauert Frau Kuby den gesellschaftlichen “Autoritätsverlust” der Männer, der Väter, der Lehrer und natürlich den der von ihr angebeteten Priesterkaste. Sie schwafelt von Gehorsam und Unterordnung und eben immer wieder vom schönen “Ehejoch”. Selbst geschieden und alleinerziehend und wohl ein Leben lang unter der Psychoknute ihres Vaters Erich Kuby.
Man unterschätze diese katholische Taliban nicht, die übrigens dauernd in deutschen Talkshows auftritt. Eine brandgefährliche Irre.
#23 von klauswerner am 10. August 2012 - 14:25
und die Tochter (geb. 1981) ist schon genauso b…:
“Sophia Kuby ist seit 1997 Katholikin und seitdem in katholischen Organisationen aktiv, als Sprecherin der Generation Benedikt, der Redaktion der Website der Gemeinschaft Emmanuel. Sie ist erklärte Abtreibungsgegnerin und ehrenamtlich bei den Christdemokraten für das Leben tätig und seit Anfang 2010 hauptberuflich bei einer entsprechenden Lobbyorganisation in Brüssel.”
Wäre schon mal Interessant zu Wissen, was bei Gabriele hinter diesem radikalen Lebenswandel nach ihrer Scheidung steckt. Normal ist so was nicht, meist ner schlimmen Erfahrung oder einer krankhaften Bewusstseinänderung (Tumor, etc) geschuldet.
Sie ist eigentlich eine intelligente Frau, wie aus ihrer Vita hervorgeht. Also ich wäre auf ne ärztliche Untersuchung gespannt.
Sie glaubt ja auch an die Wundererscheinung von Maria in Polen, die sogar von der RKK nicht anerkannt wird.
#24 von klauswerner am 10. August 2012 - 14:27
Ergänzung: bei Gabriele und bei Sophia scheint sich das krasse Auftreten zumindest finanziell gelohnt zu haben, die Gläubigen zahlen, so wie es aussieht.
#25 von barkai am 10. August 2012 - 14:33
@Wolfgang,
wenn in Sachen kath. Homophobie jetzt nur die deutschssprachigen frauen gewertet werden, dann hast du noch die schnackselfürstin vergessen (einen Hinweis auf Kuby jun. ist ja schon von klaiswerner erfolgt)