When I was diagnosed with cancer, the question “Why me?” was a natural one.
Later, when I survived but others with the same kind of cancer died, I also had to ask, “Why me?”
Suffering and death seem random, senseless.
(…)
The first answer is “I guess this proves there is no God.” The problem with this thinking is that the problem of senseless suffering does not go away if you abandon belief in God.
(…)
My Take: This is where God was in Aurora (shooting)
(…)
Someone might say, “But that’s only half an answer to the question ‘Why?’” Yes, but it is the half that we need. If God actually explained all the reasons why he allows things to happen as they do, it would be too much for our finite brains.
What we truly need is what little children need. They can’t understand most of what their parents allow and disallow for them. They need to know their parents love them and can be trusted. We need to know the same thing about God.
(Editor’s note: Timothy Keller is senior pastor of Redeemer Presbyterian Church in New York and author of The New York Times best-selling book “The Reason for God.”)
Weiterlesen:
http://religion.blogs.cnn.com/2012/08/04/my-faith-the-danger-of-asking-god-why-me/?hpt=hp_c4


















































#1 von sicDaniel am 6. August 2012 - 11:05
Zu sagen, es gibt keinen Gott, funktioniert also nicht, weil Gewalt dann immer noch sinnlos wäre.
Zu sagen, es gibt Gott und Gewalt hat einen Sinn, den wir nur nicht verstehen, ist aber etwas völlig anderes und viel besser.
Wenn die Gläubigen doch wenigstens konsequent wären in ihrer Haltung, man könne Gott nicht verstehen. Aber wenns um Dinge wie Sexualität geht, wissen sie ja plötzlich doch alle ganz genau, was Gott will und was nicht. :/
#2 von Flo am 6. August 2012 - 15:49
Das ist wirklich so ein Artikel, bei dem fast jeder einzelne Satz einen eigenen Facepalm verdient. Noch dümmlicher zu argumentieren wird echt schwer.
#3 von Elvenpath am 6. August 2012 - 16:22
Völlige Leugnung jeder Vernunft bis zum bitteren Ende.
#4 von Andreas P am 6. August 2012 - 17:03
Wie er am Ende zugibt: Aus Sicht der Religion ist es weder wünschenswert noch erforderlich, über das geistige Kleinkindstadium hinauszukommen.
#5 von Hinterfragerin am 6. August 2012 - 18:43
Wieder die ollen Kamellen. Hört das jemals auf?
Die erste “Antwort” ist albern. Sicher “beweist” sinnloses (was fällt wohl unter “sinnvolles Leid?) Leid nicht, dass es keinen Gott gibt. Gott könnte ja auch ein bösartiger Sadist sein..Sinnloses Leid stellt aber bestimmte Gottesbilder in Frage. Was genau der Grund sein dürfte, dass die betreffenden Religionen Leid als sinn-voll deklarieren: es ist eine Strafe, oder eine Prüfung, oder wir sind zu dumm, es zu verstehen, aber es hat einen höhreren” Sinn, ist Teil eines Planes etc…
“The problem with this thinking is that the problem of senseless suffering does not go away if you abandon belief in God.”
In gewisser Weise schon. Sicher gibt es dann nicht weniger Leid, aber es wird einem bewusst, dass die Frage nach einem übergeordneten “Sinn” dieses Leids schlicht un-sinnig ist. Leiden existiert einfach, und wir können uns bemühen, es zu mindern.
“In his Letter from Birmingham Jail, the Rev. Martin Luther King Jr. said that if there was no higher divine law, there would be no way to tell if any particular human law was unjust. Likewise, if there is no God, then why do we have a sense of outrage and horror when suffering and tragedy occur? The strong eat the weak, there is no meaning, so why not?”
Das Zitieren einer Autorität macht das Argument nicht besser: Wir sind empathiefähig, wie sind liebesfähig, wir empfinden Mitleid, all dies sind evolvierte Gefühle: Natürlich empfinden wir Entsetzen, wenn andere Menschen leiden. Wir sind nicht alle Psychopathen, “deshalb nicht”!
“Because there is no God, Nietzsche said, all value judgments are arbitrary. All definitions of justice are just the results of your culture or temperament.”
Zweites Autoritätsargument. Werteentscheidungen und Gerechtigkeitsempfinden sind in der Tat das Resultat unserer Kultur, aber auch unser Psyche und Biologie, und wir können sie reflektieren. Sie sind also keineswegs arbiträr, sondern durchaus begründbar. Ich frage mich ernsthaft, ob dieser Mensch wirklich denkt, die Nichtexistenz seines Gottes würde Mord legitimieren. Von Nächstenliebe zeugt das nicht gerade..
“If there is no God or higher divine law then violence is perfectly natural.”
Nun, ein Blick in unsere Umwelt sollte uns zeigen, dass Gewalt leider in der Tat völlig natürlich ist. Ebenso wie Altruismus und Liebe. Das beinhaltet aber doch noch keine Aussage darüber, ob Gewalt wünschenswert ist?
“So abandoning belief in God doesn’t help with the problem of suffering at all.”
Sogar den eigenen Strohmann mißzuverstehen ist schon eine besondere Leistung: Wenn, wie der Autor meint, Atheismus tatsächlich zu Indifferenz gegenüber Leiden und Gewalt führen würde, dann würde dies das Problem des Leides doch lösen, oder? Es wäre einfach kein Problem mehr!
Die Antworten auf zwei und drei zeigen, dass der Autor an einen Gott glaubt, der alles kontrolliert und das Leiden stoppen KÖNNTE, und dass er nicht an einen Gott glaubt, der durch Leiden straft. Anscheinend glaubt er eher an einen übergeordneten Plan, in dessen Rahmen das Leid einen Sinn hat (vierte Antwort).
Dann kommt aber der Höhepunkt, vorhersehbar: Gott ist an dem Leiden nicht schuld, denn er wollte es nicht, die Menschen sind schuld, weil sie sich von ihm abgewandt haben. Die Menschen sind also schuld am Leid. Und Gott wird es irgendwann beenden. Warum nicht heute (die Macht hätte er ja anscheinend?)? Keine Ahnung. Aber er hat uns lieb und wir müssen ihm vertrauen.
Was für eine absurder Text. Wie kann man diesen Unsinn glauben? Ernsthaft? Wie?
Und dann der Elternvergleich: Einem solchen Elternteil würde man schnellstens das Sorgerecht entziehen – seine Kinder für die Taten anderer, früherer Kinder leiden lassen, nach dem Motto “selbst schuld an der Misere”? Dabei versprechen, dass man das Leid irgendwann beenden, aber nicht sagen wann, oder warum dies nicht heute geschieht, weil die Kinder ja zu dumm sind, das zu verstehen? Wenn sie aber dazu zu dumm sind, warum dann davon ausgehen, dass die Kinder davor verstanden, was sie taten, als sie sich von einem abwendeten?
#6 von Michael am 6. August 2012 - 22:02
Der sehr langen Rede sehr kurzer Sinn: “Die Wege des Herrn sind unergründlich! AMEN!”
Halt das Standard-Joker-Argument seit 2000 Jahren.
#7 von Andreas P am 6. August 2012 - 22:31
@Michael: Exakt das ist eben das schöne an der Religion: Man kann alles erklären, ohne sich irgendwie wirklich Gedanken machen zu müssen, und wenn’s auch im Mittelteil ab und an mal knifflig wird, steht die Antwort doch schon immer von Anfang an fest.