Das Comic zur Debatte: Riad Sattouf erzählt lustig von der eigenen Beschneidung in Syrien

Als der französische Cartoonist Riad Sattouf vor acht Jahren ein autobiografisches Comic über seine Beschneidung schrieb, war es ein Nischenthema.

[..] Sattouf ist in Algerien, Libyen und Syrien aufgewachsen. Beschnitten wurde er mit acht Jahren in Syrien – und das Aufgehobensein in einer Gemeinschaft war wohl nicht seine stärkste Empfindung.

[..] Als Entschädigung für die Vorhaut wünscht Riad sich denn auch einen Goldorak – eine in der Fantasie des Jungen streng antiisraelische Spielfigur, die im Design auch noch ziemlich phallisch daherkommt. Erst nach dem Albtraum seiner Beschneidung erfährt das Kind, dass es durch den Schnitt den Juden nähergekommen ist. O weh!

Weiterlesen Osnabrücker Zeitung
Siehe auch die ältere Besprechung in der Zeit

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  1. #1 von finn am 6. August 2012 - 17:45

    Auch im neuesten STERN in Auszügen zu sehen.
    Ich bin fassungslos, was man kleinen kindern antun kann. Ja sind denn alle verrückt geworden? Durch dieses herumschneiden an einem kleinen Kind soll dieses “zum Mann” werden? Spinnen die alle? ist das Massenpsychose , aus religiösen Gründen? Oder “weil man das so macht”?
    Es war lange Zeit ein Tabu darüber zu sprechen. Aber jedes Tabu wird irgendwann gebrochen. Und es braucht eine offene Demokratie mit Meinungsfreiheit, damit sich die Menschen trauen, es anzusprechen.
    Auch die Beschneidung von Mädchen war mir jedenfalls lange überhaupt nicht bekannt. Jetzt ist sie in weiten Teilen der Welt verboten – warum ? Weil man darüber gesprochen hat.