Katholische Kirche kritisiert Gesetzentwurf zu Sterbehilfe

Dem Entwurf zufolge soll gewerbliche Sterbehilfe mit bis zu drei Jahren Haft bestraft werden. Ungeahndet bleiben soll dagegen Beihilfe durch Angehörige und andere nahestehende Personen, auch wenn diese Ärzte oder Pflegekräfte sind. Man könne davon ausgehen, «dass jede Form der Sterbehilfe, nicht nur die gewerbsmäßige, (…) zur Normalisierung der Inanspruchnahme einer solchen Dienstleistung beiträgt», kritisierte der Sprecher der Bischofskonferenz.

Weiterlesen:

http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/brennpunkte_nt/article108455626/Katholische-Kirche-kritisiert-Gesetzentwurf-zu-Sterbehilfe.html

About these ads
  1. #1 von Barkai am 3. August 2012 - 15:04

    wenn freie Menschen unabhaengig ihr Leben beenden wollen, dann kann oder sollte man einen wohlueberlegten Wunsh zu sterben respektieren. Es sei denn, man sit die Kirche und hat eine Geschaeftsgrundlage mien ienden dieser Welt

  2. #2 von Barkai am 3. August 2012 - 15:05

    … und hat die geschaeftsgrundlage der Leidenden dieser Welt. Soltle es heissen

  3. #3 von deradmiral am 3. August 2012 - 16:28

    Nur weil Jesus keine Sterbehilfe bekommen hat, dürfen wir auch keine kriegen. So ein Pech, dass Herkules sich nicht gegen Jesus hat durchsetzen können. Herkules hat Sterbehilfe bekommen.

    Herkules versucht, sich des tückischen Hemdes zu entledigen, doch es ist bereits mit seiner Haut fest verschmolzen. Unsägliche Schmerzen plagen ihn und das Fleisch trennt sich vom Körper, sobald er an dem Hemd zerrt. Deianira sieht mit Schrecken was ihre Unbedachtsamkeit angerichtet hat und gibt sich selbst den Tod. Um seinen Qualen ein Ende zu bereiten, lässt Herkules einen Scheiterhaufen errichten. Er stürzt sich in die Flammen und verbrennt bei lebendigem Leibe.

    Louis-Nicolas Clérambault [1676-1740]
    Der Tod des Herkules

  4. #4 von Wolfgang Brosche am 3. August 2012 - 16:38

    @DerAdmiral

    Du hast Recht, mit dem Hernn Jesus und seinem Leiden kann auch jede Widersinnig- und Grausamkeit verteidigt werden.
    Dieser Tage, als ich mir eine Portion Aufregung holen wollte und Buschor guckt, hörte ich ihn sagen, daß die Evolutionstheorie wegen Jesus nicht stimmen könne. Jesus sei ja auch nicht von einem Affen geboren worden, sondern von der Jungfrau Maria – und deshalb könne Darwin einfach nicht recht haben.
    Die Dummheit und Frechheit dieser Katholiken ist wirklich grenzenlos!

  5. #5 von bonifatz am 3. August 2012 - 16:41

    @Professor Admiral: Sie haben ja eine blühende Phantasie. Mir ist gegenwärtig keine Argumentation der Kirche, weder evangelisch noch römisch-katholisch, bekannt, die ihre Ablehnung der Sterbehilfe damit begründet, dass auch Jesus keine bekommen habe. Wenn Sie das aus dem Text herausgelesen haben sollten, offenbaren Sie einen erschreckenden Mangel an Textwahrnehmungsqualität.

  6. #6 von ATHOM am 3. August 2012 - 16:46

    Theologische Texte sind generell nicht zitatfähig das diese ausserhalb jeglicher vernunftbegründeten Schnittmenge intellektueller Redlichkeit stehen.

  7. #7 von bonifatz am 3. August 2012 - 18:02

    @A THOM: Mir sind auch noch keine theologischen Texte begegnet, die zitatfähig gewesen wären. Texte können von Natur aus sehr schlecht zitieren. Es kann höchstens in ihnen zitiert werden. Es gibt einen Unterschied zwischen zitatfähig und zitierbar ;)
    Übrigens hat sich glaube ich ein s zuviel in Ihre so intellektuell hochwertige Äußerung eingeschlichen. Ich bin sicher, Sie finden es schnell heraus.

    Schonmal was von Glashaus und Steinen gehört? ;)

  8. #8 von deradmiral am 3. August 2012 - 18:12

    Textwahrnehmungsqualität: “lässt Herkules einen Scheiterhaufen errichten”
    Da muss jemand Herkules geholfen haben. Also Sterbehilfe.

    Vielen Dank für das Lob mit der blühenden Phantasie. Ich kann mir auch vorstellen, wenn die Türken nicht vor Wien stecken geblieben wären oder wenn Karl der Große sich entschlossen hätte, die germanischen Götter gegen aufkommende nahöstliche Glaubensrichtungen durchzusetzen.

    Daher kann ich mir auch vorstellen, was unsere Priester wohl sagen würde, wenn Jesus sich wie ein Römer nach der Gerichtsverhandlung in ein Schwert gestürzt hätte oder wenn er wie Sokrates den Schierlingsbecher getrunken hätte. Nun das Märchen wurde anders aufgeschrieben.

    Da dies nicht geschehen ist und die Christen es zu ihrer Spezialdisziplin auserkoren haben, für ihren Glauben sinnlos zu sterben, ist im Christentum nur die (unfreiwillige) Sterbehilfe von Löwen in der Arena und heidnischen Widersachern erlaubt. Dann wird aber freudig gestorben, da das Himmelreich winkt.

  9. #9 von Stefan Mauerhofer am 3. August 2012 - 18:37

    Wieso übernehmen die Deutschen nicht einfach das Schweizer Recht? Hier ist assistierte Sterbehilfe nicht verboten und deshalb kommen auch etliche Deutsche zum Sterben in die Schweiz.

  10. #10 von bonifatz am 3. August 2012 - 19:22

    @Professor Admiral: Bezüglich des Feststellens der blühenden Phantasie: Gern geschehen. Zu Herkules habe ich mich doch in keiner Weise geäußert. Dass Sie von Herkules auf Sterbehilfe kommen, ist ja kein Problem. Da halte ich mich nicht weiter dran auf. Aber ich halte fest, dass Ihre Phantasie mit Ihnen durchgeht, wenn Sie meinen, dass die Kirche in Bezug auf Sterbehilfe mit Jesus Christus argumentiert. Sie können mir natürlich gerne eine entsprechende Äußerung der Kirchen zeigen. Solange behalte ich mir jedoch vor, weiterhin an Ihrer Textwahrnehmungsfähigkeit zu zweifeln.

    Was Ihre Phantasiebegabungen in Bezug auf Türken vor Wien oder Karl den Großen mit heutiger Sterbehilfe zu tun haben, erschließt sich mir nicht.

    Wen bitte meinen Sie eigentlich mit “unsere Priester”? Ich dachte immer, Atheisten hätten keine. Sollte Atheismus am Ende doch eine Religion sein? ;)

    Sie scheinen übrigens auch in Geschichte einige Wissenslücken zu haben. Märtyrer sind durchaus nicht alle von Löwen zerfleischt worden. Auch verbrennen, steinigen oder köpfen war u.a. möglich.

  11. #11 von Max Headroom am 3. August 2012 - 19:25

    Man will in der CSU nicht, dass das Leben “in irgendeiner Art und Weise verfügbar gemacht wird” ? Sind normale “ärztliche Leistungen” zur Lebensverlängerung, etwa. durch eine Bypass-Operation, ebenfalls davon betroffen? Schließlich wird das “menschliche Leben” (so wie von “Gott” angeblich geschenkt wurde) durch menschlichen Eingriff “verfügbar” gemacht worden.

    Und zu Geis’ “Es darf keine Straffreiheit für Beihilfe zur Tötung geben” darf man sagen, dass eine “gewollte Tötung” stattfindet, kein ungewollter Mord. Wenn sämtliche “Tötungen” – ob per Beihilfe oder direkt durch Abzug der Schusswaffe dementsprechend bewertet wird, dürften unsere Polizisten keine tödlichen Schusswaffen mit sich führen.

    Wer zu einer Zeit, als man geistig Fit war, sich für eine “Tötung an sich selbst” ausspricht, sollte IMO genauso das Recht auf die “Veränderung des eigenen Zustandes” bekommen, wie jemand, der zur selben Zeit sich dafür entscheidet, seine Organe zu spenden.

  12. #12 von AMB am 3. August 2012 - 19:28

    @Max

    Schön, wieder was von dir zu lesen. :D

  13. #13 von Mreins am 3. August 2012 - 19:37

    Bei Christen beginnt die gewerbliche Sterbehilfe bereits mit der Taufe.

  14. #14 von Noch ein Fragender am 3. August 2012 - 19:38

    @ Max

    Freu mich auch, dass du wieder aufgetaucht bist :-)

  15. #15 von Max Headroom am 3. August 2012 - 19:38

    @AMB
    Danke. Bin leider nur noch sehr selten online, da der Beruf unverschämt viel Zeit verschlingt … und der Rest nimmt die Familie in anspruch :P .

  16. #16 von AMB am 3. August 2012 - 19:47

    @Max

    Familie ist ok, aber Beruf. Wenn du deine kostbare Internetzeit hier vergeudest, hat niemand was dagegen. ;)

    Ich habe jetzt massenhaft Zeit, bin 6 bis 8 Wochen krank geschrieben (Unfall).

  17. #17 von Max Headroom am 3. August 2012 - 19:51

    @AMB
    Dann gute Besserung…
    Ich habe mehrere Projekte im Sommer zu führen. Mit etwas Glück werden sie zu Daueraufträge, die zwar Zeit und Verantwortung benötigen, doch dafür unsere Familie auf Trab hält und nebenbei auch genügend abwerfen :) .

  18. #18 von AMB am 3. August 2012 - 19:52

    @Max

    Danke. Alles halb so schlimm.

  19. #19 von bonifatz am 3. August 2012 - 20:10

    @AMB: Auch von mir gute Besserung.
    @Max: Zwei Anmerkungen zu deinem Kommentar.
    1. Aus dem vorangehenden Text wird m.M. nach sehr deutlich, dass es Singhammer um einen Dammbruch Richtung aktive Sterbehilfe geht. Und der Unterschied zwischen aktiver Sterbehilfe und lebensverlängernden Maßnahmen ist denke ich offensichtlich.
    2. Das “Argument” mit den tödlichen Schusswaffen für Polizisten hinkt nicht mal. Denn die Dienstwaffen der Polizei sehen mir allesamt so aus, dass sie auch anders als tödlich einsetzbar sind (kann jemand das hier http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Dienstwaffen_der_deutschen_Polizei mal eleganter verlinken, als ich oder mir sagen, wie das auf diesem Blog mit verlinken funktioniert?). Dienstwaffen für Polizisten sind also nicht zwangsläufig tödlich. Die Hilfe zur Selbsttötung schon, naja, zumindest wenn alles klappt wie beabsichtigt. Du vergleichst hier Äpfel mit Gurken. (Äpfel und Birnen sind immerhin Obst, zwischen Schusswaffen für Polizisten und Hilfe zur Selbsttötung liegt ein wesentlich größerer Unterschied…)

  20. #20 von Hinterfragerin am 3. August 2012 - 20:32

    @ bonifatz

    Vielleicht kommen wir zu einer besser Diskussion, wenn Du einfach mal Deine Argumente (gerne die der Kirche, aber Deine persönliche Haltung interessiert mich) gegen Sterbehilfe formulierst.

    Für mich stellt sich die Sache so dar: Ich habe keinerlei Problem damit, wenn jemand aus Glaubensgründen für sich persönlich Sterbehilfe ablehnt, das ist das Recht jedes Individuums. Ich habe ein Problem damit, wenn dieselben Menschen meinen, aus Glaubensgründen auch Menschen, die ihren Glauben nicht teilen, vorschreiben zu müssen, ob und in welcher Art und Weise sie ihrem Leben ein Ende setzen dürfen oder eben nicht.

    So wenig, wie man einen Menschen dazu zwingen darf, sich das Leben zu nehmen, so wenig wie die Gesellschaft hier aus welchen Gründen auch immer Druck ausüben darf, so wenig sollte man Menschen dazu zwingen dürfen, zu leben, auch mit extremen Schmerzen oder der Aussicht auf geistigen Kontrollverlust u.ä.m.

    Manche Menschen sind nicht in der körperlichen Verfassung, sich selbst zu töten, möchten aber gerne “gehen”. Sicher muss man sich immer angucken, welche Gründe hierzu führen, ob nicht eine heilbare psychische Erkrankung dahintersteht, oder ein akuter Schicksalsschlag die Entscheidung beeinflusst hat. Aber wenn jemand sich bewusst entscheidet, sterben zu wollen, sollte dies das gute Recht dieser Person sein. Und wenn jemand für sich eine einschlägige Patientenverfügung niederlegt, so sollte diese ebenfalls gewürdigt werden.

    «Wir wollen nicht zulassen, dass menschliches Leben in irgendeiner Art und Weise verfügbar gemacht wird»??
    Aber ihr tut genau das: Über menschliches Leben verfügen, und zwar über das von Menschen, die eure Überzeugungen nicht teilen. Noch nicht einmal das Individuum selbst darf in diesem Weltbild über das eigene Leben verfügen, sein Recht auf Leben wird zu einer Pflicht zu leben umdefiniert.

    Und warum: Letztlich weil diese Leute meinen, dass es EINEN gibt, der DOCH über menschliches Leben verfügen darf, und nur einen: Gott. Und wenn das viehische Schmerzen bedeutet: So be it. Und wenn es bedeutet, ein Leben zu führen, dem man selbst keine Qualitäten mehr abgewinnen kann: So be it.

    Ohne einen direkten Vergleich ziehen zu wollen finde ich es schon reichlich verlogen, wenn die Herren und Damen von der CDU/ CSU in diesem Falle meinen, man dürfe über menschliches Leben nicht verfügen u.a.m., aber anscheinend keine Probleme damit haben, Waffen an unterdrückerische Regime zu liefern (solange diese unsere Verbündeten sind), die damit bekannterweise gegen die eigenen Bürger vorgehen. Das ist Heuchelei in Reinkultur. Wenn das Leben so heilig ist, dass noch nicht einmal der Betroffene selbst ihm ein Ende setzen darf, dann sollte man doch bitte konsequent sein und sich auch nicht daran beteiligen, dass Menschen andere Menschen töten.

  21. #21 von Max Headroom am 3. August 2012 - 20:48

    @bonifatz
    Zu 1. “aktive Sterbehilfe”
    Laut Wikipedia: “Aktive Sterbehilfe ist die gezielte Herbeiführung des Todes durch Handeln auf Grund eines tatsächlichen oder mutmaßlichen Wunsches einer Person.”

    Wenn man in der Sterbehilfe die “Verfügbarkeit über den Menschen” erkennt – und das hoffe ich – dann bitte auch in den lebensverlängenden Maßnahmen. Die Begründung der CSU hinkt IMO, da sie meiner Meinung nach nur einseitig blickt. Bei solchen Maßnahmen, ob lebensverlängernd oder -verkürzend, wird eine “Verfügbarkeit über den Menschen” wirksam … auf “irgend eine Welse”. Und damit sind anscheinend beide Möglichkeiten für die CSU problematisch ;) .

    Mein Punkt bei der Schusswaffe:
    Wenn “Es darf keine Straffreiheit für Beihilfe zur Tötung geben” das Thema ist, dann steht für mich die “Beihilfe zur Tötung” im Vordergrund. Und ich zähle auch den lethalen Schusswaffengebrauch dazu. Wer einen tödlichen Schuss abgibt (oder anordnet), kommt nicht “straffrei” davon. Es sei denn, man nimmt von vornerein Menschen aus dieser Regelung heraus – zum Beispiel Polizisten im Dienst oder auch Soldaten im Kriegseinsatz. Dann könnte man dies jedoch auch für bestimmte Ärzte sagen, ohne gleich einen monströsen Dammbruch zu befürchten. Wer eine gesonderte Erlaubnis hat, darf “Beihilfe zur Tötung” ausüben. Wenn generell sämtliche “Beihilfe zur Tötung” unter Strafe steht, dann hat man eben auch ein Problem mit “gutgemeinter Beihilfe zur Tötung”. Schließlich wird nicht eingegrenzt, was man darunter versteht.

    Zu 2.
    Vergiss das “zwangsläufig tödlich”, denn dies habe ich schließlich nicht behauptet. Die Waffen sind nunmal auch nutzbar, um damit tödliche Treffer zu landen. Wenn man “aktiven Geschlechtsverkehr” – also Sex unter Einverständnis – zulassen kann, und man dies von “Vergewltigung” unterscheiden kann, dann von mir aus auch die “aktive Sterbehilfe” – welche von der “Sterbehilfe auf ungewollte Welse” unterscheidbar gemacht werden könnte. Aber wenn keine Regelung in Angriff genommen wird, wenn man sich keine Gedanken einer Begrenzung macht, dann ist Tür und Tor für sämtliche Möglichkeiten geöffnet worden (Dammbruch?) . Das Horrorszenario der jeweiligen Anschauung greifft ein. Ist alles allerdings halb so schlimm, wenn man nicht blind “sämtliche Beihilfe zur Tötung” straffrei macht, sondern nur ganz bestimmte – unter sehr bestimmten Voraussetzungen. Mit dem Automobil, den Entzug des elterlichen Erziehungsrechtes oder der Schusswaffe haben wir es ja auch geschafft und leben damit in einer (mehr oder weniger) funktionierenden Gesellschaft. Meiner Meinung nach könnte man dies auch auf die Sterbehilfe ausweiten.

  22. #22 von deradmiral am 3. August 2012 - 21:05

    @bonifatz
    ” Aber ich halte fest, dass Ihre Phantasie mit Ihnen durchgeht, wenn Sie meinen, dass die Kirche in Bezug auf Sterbehilfe mit Jesus Christus argumentiert. ”

    Das ist wiederum ein Produkt Ihrer Fantasie. Ich habe das nie behauptet. Die anderen Ausführungen sind nur weitere Beispiele meiner Fantasie, für die ich schon gelobt wurde. Aber Ihre ist ja auch nicht schlecht.

    Es scheint mir, dass Ihr Textverständnis meines nicht übertrifft. Gelinde gesagt.

  23. #23 von verquer am 3. August 2012 - 22:47

    @bonifatz

    @A THOM: Mir sind auch noch keine theologischen Texte begegnet, die zitatfähig gewesen wären. Texte können von Natur aus sehr schlecht zitieren. Es kann höchstens in ihnen zitiert werden. Es gibt einen Unterschied zwischen zitatfähig und zitierbar ;)
    Übrigens hat sich glaube ich ein s zuviel in Ihre so intellektuell hochwertige Äußerung eingeschlichen. Ich bin sicher, Sie finden es schnell heraus.

    Schonmal was von Glashaus und Steinen gehört? ;)

    Intellektuelle Redlichkeit =/= Sprachbeherrschung. Aber um den Unterschied zu erkennen und einzugestehen, müsstest Du beides im ausreichenden Maße haben…

  24. #24 von Willie am 4. August 2012 - 01:09

    Ich frag mich gerade: Was hat damals diese Anjezë Gonxhe Bojaxhiu (Küstlernamen: Mutter Teresa) da in Indien eigentlich genau getrieben? Sterbehilfe, Beihilfe zum Mord, Mord …?

    Wird auf heden Fall etwas gewesen sein, was die RKK voll und ganz unterztützt.

  25. #25 von bonifatz am 4. August 2012 - 03:51

    @Hinterfragerin:
    Mir ist zunächst einmal die Gefahr viel zu groß, dass auf kranke Menschen Druck ausgeübt wird, sich töten zu lassen. Es gibt z.B. mit der Patientenverfügung und Vorsorgevollmachten Mittel und Wege genug, einem dauerhaften “dahinvegetieren” und nicht zum Leben gezwungen zu werden. Die Menschen darüber gut zu informieren halte ich für wesentlich sinnvoller, als den Weg aktiver Sterbehilfe zu gehen. Im Falle einer einschlägigen Patientenverfügung stimme ich dir zu, dass auf lebensverlängernde Maßnahmen verzichtet wird. Ich bin aber dagegen, es Menschen zu ermöglichen, da rein zu schreiben: Dann und dann gebt mir eine Spritze.

    Was deinen Punkt mit den Waffenlieferungen angeht, stimme ich dir vollkommen zu.

    @Max: Bei der Äußerung der CSU stimme ich dir zu, dass sie streng genommen dann auch mit lebensverlängernden Maßnahmen Schwierigkeiten haben müsste.
    Auf die Frage nach den tötenden Ärzten gehe ich jetzt nicht mehr ein. Kommt später.

    @Admiral: Sie haben diesmal Recht, da habe ich mehr gedacht, als da stand. Entschuldigen Sie bitte. Auch mit mir geht manchmal die Phantasie durch. Solange Sie mir keinen Anlass geben, werde ich Ihre Textwahrnehmungsfähigkeit nicht anzweifeln ;)

    @verquer: Naja, ich bin der Meinung, wer in Texten (indirekt) intellektuelle Redlichkeit einfordert, sollte selbst genug Sprachbeherrschung haben, um nicht in einen Text gleich zwei Schnitzer einzubauen. Aber das ist sicher Ansichtssache.

  26. #26 von Andreas P am 4. August 2012 - 04:04

    Intellektuelle Redlichkeit besteht also in der tipp- und rechtschreibfehlerfreien Beherrschung der Muttersprache?

    Man lernt doch nie aus…

  27. #27 von Andreas P am 4. August 2012 - 04:14

    Ansonsten ist das hier natürlich eine unzulässige Verallgemeinerung: Die Kirche hat nichts gegen Sterbehilfe, auch nicht gegen gewerbliche, ganz im Gegenteil. Nur muss sie natürlich gegen den Willen des Betroffenen erfolgen, also etwa in Kriegen, nach ordnungsgemäßen Hexen- oder Ketzerprozessen, durch Vernachlässigung in kirchlichen Heimen, durch unterlassene Hilfeleistung bei Geburtskomplikationen in katholischen Krankenhäusern, oder zur Vorsorge gegen sündige Rückfälle nach Zwangstaufen.

    Nur wenn die Betreffenden in irgendeiner Form freiwillig aus dem Leben scheiden wollen, dann widerspricht das natürlich katholischer Lehre: Zwang und blinder Gehorsam – gut, geistige Selbständigkeit und Autonomie in jeglicher Form – schlimme Sünde.

  28. #28 von Deus Ex Machina am 4. August 2012 - 07:47

    Rechtschreibfehler in Internetblogs kritisieren? Wie armselig!

  29. #29 von holey spirit am 4. August 2012 - 08:26

    Mein Multi-Link-Post ist wohl in den Weiten des Internets verlorengegangen. Deshalb nochmal in Paketchen:

    Der Ausdruck “zitatfähig” ist in der Verwendung synonym zum Ausdruck “zitierfähig”. Ein bisschen elitär vielleicht, aber nicht umstritten.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Zitierf%C3%A4higkeit

  30. #30 von holey spirit am 4. August 2012 - 08:31

    Laut Duden drückt das Suffix “-fähig” in “Bildungen mit Substantiven oder Verben (Verbstämmen) aus, dass etwas gemacht werden kann”. Im Abschnitt “Bedeutungen und Beispiele”, Absatz 2, wird sendefähig angeführt. Selbstverständlich ließe sich auch versandfähig sagen
    http://www.duden.de/rechtschreibung/_faehig

    Das dritte Link ad hominem spar ich mir jetzt. Soll sich jeder selber seine Meinung bilden.