Konkordatsänderung in Niedersachsen

Nuntius Perisset betonte, dass der neue Vertrag einen Gewinn für Kirche und Land bedeute. Der Kirche sei es wichtig, in ihren Schulen auch christliche Werte zu vermitteln. Ministerpräsident McAllister nannte „die Einführung von Oberschulen in Trägerschaft der Katholischen Kirche“ ein „weiteres gutes Beispiel für die gute und zukunftsgerichtete Zusammenarbeit zwischen der Katholischen Kirche und dem Land Niedersachsen“.

Weiterlesen:

http://www.kath.net/detail.php?id=37519

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  1. #1 von Wolfgang am 27. Juli 2012 - 18:27

    Wo ist in einem christlichen Vertrag ein Gewinn für das Land? Christliche Werte gibt es nicht, es gibt nur menschliche und natürliche Werte. Das Christentum mit seinem imaginären Inhalt ist wertlos.

  2. #2 von Noch ein Fragender am 27. Juli 2012 - 21:44

    Gibt es jetzt auch Konkordate mit den einzelnen Bundesländern?

  3. #3 von Andreas P am 27. Juli 2012 - 21:57

    NEF: “Jetzt”?

    Ein Konkordat ist schlicht ein Staatsvertrag mit einer Religionsgemeinschaft, und natürlich sind die deutschen Länder teils erheblich älter als das Bismarcksche Deutsche Reich. Das niedersächsische ist allerdings erst von 1955.

    Problematisch ist, dass der aktuelle wieder mal Privilegien auf Dauer an die Kirchen verschenkt, weil der momentanen niedersächsischen Regierung gerade danach ist, ohne dass es für den Wähler in irgendeiner Zukunft eine Korrekturmöglichkeit gibt – es sei denn, die Kirche willig ein.

    Das ist der Grund, warum die Kirchen so scharf auf Konkordate sind, und eben ihre Rechte nicht in normalen Gesetzen festgeschrieben sehen wollen wie alle anderen Unternehmen und Vereine.

  4. #4 von Andreas P am 27. Juli 2012 - 22:00

    (Nebenbei wird bei Konkordaten elegant jede Mitwirkungsmöglichkeit des Parlaments umgangen: Mehr als Zu- oder Abstimmen gibt’s nicht. Für Demokratie sind Kirchen bekanntlich eher in der Theorie…)

  5. #5 von Willie am 28. Juli 2012 - 04:31

    Hab mal auf seiner Seiten ein bisschen gestöbert. Er beginnt sein “Das bin ich” mit den Worten: »
    Politiker müssen den Mut haben, den Menschen die Wahrheit zu sagen. Das ist meine Überzeugung seit ich erstmals mit Politik in Berührung gekommen bin.«

    Seine Wahrheit scheint hier zu sein: Nierdersachsen ist zu ihm protestantisch, daher muss er mal kurz mit dem Vati-Kahn Sonderregelungen aushandeln.

    Ach ja, in der Welt sagte er in einem Interview: Die Religion eines Menschen, das Geschlecht, die Herkunft, die sexuelle Ausrichtung spielen für mich in der politischen Auseinandersetzung grundsätzlich keine Rolle.
    http://www.welt.de/politik/deutschland/article8256769/McAllister-laesst-sich-in-keine-Schublade-stecken.html

    Nun liefert er uns also den Beweis – Highländer eben.

  6. #6 von Martin Schmidt am 28. Juli 2012 - 11:09

    Ist es nicht widerlich, wie der bald schwindende Einfluss der Kirchen jetzt noch schnell genutzt wird, um wieder schmierige undemokratische Verträge
    abzuschliessen, die den Kirchen Macht und Geld sichern und gegen die das Volk sich nie wehren kann?
    1933 reloaded?

  7. #7 von Wolfgang am 28. Juli 2012 - 12:45

    McAllister mit seiner Audienz beim Papst ist jenes eigentümlich Konkordat zu verdanken. Die Politiker bekommen ja nicht viel hin, aber wenn es um Kirche geht, sind sie Meister des Kriechtieres.

  8. #8 von mirlangts am 29. Juli 2012 - 16:55

    Nuntius Perisset betonte, dass der neue Vertrag einen Gewinn für Kirche(!) und Land(?) bedeute.
    Der Kirche sei es wichtig, in ihren Schulen auch christliche Werte zu vermitteln*. Ministerpräsident [/b]McAllister nannte „die Einführung von Oberschulen in Trägerschaft der Katholischen Kirche“ ein

    „weiteres gutes Beispiel für die gute und zukunftsgerichtete Zusammenarbeit zwischen der Katholischen Kirche und dem Land Niedersachsen“.

    *(soll heissen möglichst frühkindliche Indoktrinierung sicherstellen!)

    Wie allgemein bekannt ist, sieht sich ja gerade die katholische Kirche als der kompetenteste
    Garant und Förderer demokratischer Werte und Menschenrechte in den letzten 1700 Jahren.
    Und diese Werte sollen nun unseren Kindern verstärkt vermittelt (eingetrichtert) werden .

    Weiterlesen:
    [http://www.kath.net/detail.php?id=37519]

    Nun haben wir ja dank Adolf dem Göfaz, bereits ein Konkordat mit dem “Heiligen Stuhl” (gang?) der uns jährlich hunderte Millionen Steuergelder kostet, bei deren Verwendung sich die Kirche aber jede Einmischung verbietet.
    Wir haben im Arbeitsrecht den sog. “dritten Weg” der inhaltlich gegen das GG verstößt und durch den die Vorteile einzig zu Gunsten der Kirche festgehalten sind.
    Wann wird diesen Machenschaften, vorbei an den Parlamenten, endlich ein Ende gesetzt?