Der Rechtsanwalt, Moderator und ehemalige Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Michel Friedman, hält im Interview mit FOCUS Online ein Beschneidungsverbot für „unhaltbar“. Aber eine Zustimmung nur den Juden zuliebe fände er ebenso falsch.
FOCUS Online: Angela Merkel findet, Deutschland mache sich zur Komikernation, wenn sie als einziges Land Beschneidungen verbietet. Zurecht?
Michel Friedman: Ja. Das wäre ein unhaltbarer Zustand. Klarheit und Geschwindigkeit sind hier von der Politik gefordert, damit schnell Rechtssicherheit entsteht. Ich freue mich, dass dies auch überparteilicher Konsens der demokratischen Parteien ist. Deshalb finde ich es ärgerlich, dass die Bundesjustizministerin sagt, sie brauche für die Formulierung des Gesetzes länger. Sonst ist sie bei Gesetzesentwürfen, die ihr am Herzen liegen, sehr schnell. Warum nicht auch hier? Eine Lösung durch das Bundesverfassungsgericht dauert zu lange, in der Regel Jahre, und ist deswegen nicht unmittelbar hilfreich
Weiterlesen Focus Online


















































#1 von deradmiral am 17. Juli 2012 - 17:53
Einen Atheisten, der ohne medizinische Indikation seinen Sohn beschneiden lässt, kann ich in dieser Debatte nicht ernstnehmen.
Herr Friedman, regeln Sie die Misshandlungen an ihren Kindern mit Ihrem Gewissen und ziehen Sie nicht noch andere da mit hinein.
#2 von Sheldon Lee Cooper am 17. Juli 2012 - 17:57
Einige Eingeborene ziehen sich einen dicken Teller durch die Lippe. Natürlich muss auch das in Deutschland erlaubt sein, seinen Kindern anzutun. Ansonsten würden wir schließlich verschiedene Maßstäbe anlegen.
#3 von Skydaddy am 17. Juli 2012 - 18:00
Komische “Kernpflicht”, wenn höchstens 20 Prozent der Juden in Deutschland beschnitten sind.
(Quelle: WDR5 Diesseits von Eden, 1.7.2012, ab Minute 6:49.)
#4 von deradmiral am 17. Juli 2012 - 18:05
Ist doch interessant zu hören, dass überhaupt keine Partei im Bundestag die Kinderrechte (und Menschenrechte) verteidigen möchte.
Freie Fahrt für Religioten!
#5 von Hal am 17. Juli 2012 - 18:23
Schnell ein menschenverachtendes Gesetz durch-hämmern, bevor in den Nachbarländern ein Dialog zur Beschneidung überhaupt zustande kommt. Wenn man keine Argumente hat, kann man wenigsten hinterhältig seine Interessen durchsetzen, aber nur solange die Parteispenden fließen.
#6 von Lebrac am 17. Juli 2012 - 18:39
Die Hauptsache ist doch, und hier führe ich den Gedanken vom Genossen Friedman einfach mal etwas aus, dass alles schnell und undemokratisch (das Volk könnte ja was dagegen haben…) vor sich geht, damit uns da nicht noch jemand, beschnitten oder nicht, ans Bein pinkeln kann.
#7 von OswinRobert am 17. Juli 2012 - 18:55
Tja-und das alles ,obwohl es ALTERNATIVREGELN zur Aufnahme von Jungs in die Religionsgemeinschaft gibt!
Bei den Juden: Jungs genauso GEWALTFREI, körperverletzungsfrei und kindgerecht aufnehmen wie?
Die Mädchen,die werden per sog. Hollekreisch-Zeremonie GEWALTFREI und kindgerecht aufgenommen und das Elternrecht usw. wird dadurch ja nicht eingeschränkt!
Weshalb, das muß Friedman mal erklären, ist es eine Belästigung des Judentums, gar ein Vorbote neuen Holocausts (dessen Opfer sich bedanken würden für die Vergleiche durch Rabbiner und Offizielle,,rd.30 Mill.Opfer würden denen den Marsch blasen!) in Dtschld. wenn die kleinen Jungs GENAU wie die Mädels gewaltfrei in ihr Judentum aufgenommen würden?
Mehr verlangt ja keiner.
Und die Beschneidung?
Kann verschoben werden aus triftigem Grund nach jüdischen Vorschriften.
Welchen triftigeren Grund – soll Friedman mal erklären- gibt es für jüdische deutsche Landsleute ( wie ihn) , hiesiges humanes und in sich logisches Recht einzuhalten und dabei sogar noch die eigenen Alternativregeln der Verschiebung anwenden zu können-und die Jungs mit 14 zu beschneiden?
Es liegt keinerlei ,resp. es läge keinerlei Verletzung von Elternrechten ( zur religiösen Erziehung ihrer Kinder ) und der Religionsfreiheit vor,wenn so verfahren würde.
Die Muslime?
Na-die beschneiden ohnedies ungeregelt zwischen dem 4 und 12. Lebensjahr.
Mithin ist festzustellen:
Eine Einschränkung des Elternrechtes (auf religiöse Erziehung ihrer Söhne) liegt gar nicht vor ,denn die Jungs werden bei Muslims im Säuglingsalter schon jetzt wie die Mädchen gewaltfrei aufgenommen!
Oder sind das bis zum 4.,5.,6.,7.,8.,9.,10.,11.,12., Lebensjahr religiöse Neutrinos ,die noch nicht zur “Umma” gehören?
Na also-die Einschränkung des Elternrechts fällt also bei denen so oder so weg!
Und die Beschneidung?
Na ja-wenn man nicht gebunden ist durch Vorschrift und man in Rom ist, macht man es wie die Römer- also mit 14,wenn die Jungs beschränkt geschäftsfähig sind und man im Einklang mit den Gesetzen und dem Geist der Gesetze der deutschen Heimat , resp. des Gastlandes handeln kann.
Es liegt eines vor:
Eine gekränkte Eitelkeit und eine daraus resultierende gewisse Aggressivität derjenigen , die einst Opfer waren und derjenigen die sich zu Opfern stilisieren und die alle ihre Schwierigkeiten haben – gerade als z.T. helle Köpfe (Friedman ist ja kein Dummer) die das Problem natürlich durchschauen und an den Humbug auch nicht glauben – jetzt in dieser Frage plötzlich als tatsächliche “bad guys” dazustehen ,während die üblichen Verdächtigen in dieser Frage plötzlich tatsächlich als die good guys dastehen.
Das ist das Problem, welches ein Reförmchen am Aufnahmeritus verhindert.
Und ,das ist viel schlimmer, zu abermaliger Sondergesetzlichkeit, zu nihilistischem Rechtsetzen , zur (aus der Nazizeit und entsprechenden Vorgängerdenkmodellen stammenden) weiteren ,wenn auch modernisierten Überexekutivmachtanwendung bei duldender Legislative und unterlassender Judikative führt.
Im Kleinen (Beschneidung), im Großem (ESM usw.).
DAS legt in der Summe die Axt an die Grundlagen unserer an sich passablen und sehr humanen und in sich bislang logischen rechtlichen Grundlagen.
Und in diesem Bereich der hier in Rede steht auch, wegen ein paar in ihrer Eitelkreit gekränkten Trotzköpfen und einer nihilistischen Politikerpseudoelite,denen jedes exekutive Mittel recht ist seit rd. 13 Jahren in Anlehnung an jene früheren barabarischen Staatsrechtslehren die aufgehübscht und modernisiert subtil teils umgesetzt werden sollen von denen und die ,u.a., ihre Legislative augenscheinlich als ihr Eigentum betrachten und Gerichte als willfährige Dienstboten!
Es wird auch hier , nicht nur hier aber eben auch hier, der Konsens zerbrochen ,der zur Rechtsethik in der “BRD” bestand ,selbst zwischen politisch-kulturell ansonsten Lichtjahre entfernt voneinander befindlichen Leuten und eben vor allem der Bevölkerung in ihrer sonst heterogenen Zusammensetzung. Das war die eigentliche Stärke der BRD und wir fuhren gut damit rd. 45 Jahre lang.
Der Zug ist aber abgefahren-viel Vergnügen! Das, wass Sie verhindern wollen vorgeblich, befördern Sie damit , Herr Friedman! Nüchterne Leute hatten gemahnt – die wollen später aber auch nicht angejammert werden! Aber bittschön, dann macht mal schön.
#8 von mirlangts am 17. Juli 2012 - 19:33
Das deutsche Grundgesetz und die deutsche Rechtssprechung gilt ohne wenn und aber für ALLE….
……ausser man beanspruchent eine Ausnahme ………
#9 von Klaus Brückner am 17. Juli 2012 - 20:20
Auch eine Kernpflicht muss man als Mensch mit Hirn hinterfragen dürfen. Wenn eine Religion sich mit einem solchen barbarischen Akt definiert, hat sie im 21.jahrhundert jede Existenzberechtigung verloren. Religion darf nicht bedeuten, daß Denken grundsätzlich verboten ist. Welchen Sinn hat die Beschnei-
dung denn wirklich? Daß diese Tradition 3000 Jahre alt ist, ist als Begründung zu wenig. Beschneidung ist die brutalste Form religiöser Idoktrination. Alle Väter und Mütter müßten sich eigentliche schämen, wenn sie erlauben, ihren Kindern so etwas anzutun. Dass ein kluger und noch dazu säkularer Kopf wie Michel Friedman nicht den Mut hat für mehr Menschlichkeit Position zu beziehen, stimmt mich traurig und macht mich ratlos. Ich befürchte auch unsere Politiker werden nicht die Kraft haben, sich gegen einen solchen religiösen Irrsinn, für den es im 21.Jahrhundert nicht mehr die geringste Rechtfertigung gibt, zu wehren.
K.Brückner
#10 von Mreins am 17. Juli 2012 - 21:08
Vor ca. 1,5 Jahren (Artikel habe ich vergessen) hatte ich unseren geliebten Bundesbedenkenträger (Gott hab ihn selig) schonmal gefragt was seine religiösen Pflichten denn nun sind.
Er konnte es mir nicht beantworten.
Wie mag das dann erst bei Kernpflichten sein?
#11 von Argus7 am 17. Juli 2012 - 21:55
Zur Erinnerung: Der Politiker und Fernsehmoderator Dr. Michel Friedmann war von 2000 bis 2003 Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland. Er galt als ein messerscharfer, politisch offensiver Denker, der direkte und ungeschminkte Aussagen nicht scheut und gegen Neonazismus, Fremdenhass und antisemitische Erscheinungen in der deutschen Gesellschaft eine unmissverständliche Haltung einnimmt. Im Rahmen seiner TV-Sendung “Vorsicht Friedman!” entwickelte er sich zu einem der gefragtesten und gefürchtetsten politischen Moderatoren der deutschen Medienlandschaft. Nachdem Friedman 2003 nach einer Kokain-Affäre von allem Ämtern zurückgetreten war und auch seine TV-Sendung aufgegeben hatte, kehrte er im August 2004 zum Fernsehen zurück. (Quelle: Who’s who ?)
Es stellt sich die Frage: Zählt der Kokainkonsum auch zur Kernpflicht jüdischer Familien ?
#12 von deradmiral am 17. Juli 2012 - 22:19
Und er musste alle seine Interviewpartner angrabschen und provozieren. Er könnte eine entspannte Kamindiskussion nur mit Knebel im Mund führen.
#13 von holey spirit am 18. Juli 2012 - 02:24
Typische Reaktion eines Opfers:
http://de.wikipedia.org/wiki/Identifikation_mit_dem_Aggressor
Und auf gehts in eine neue Runde. So pflanzt es sich fort von Generation zu Generation – das maligne Mem.
#14 von holey spirit am 18. Juli 2012 - 02:34
ad Argus7 #11
“Es stellt sich die Frage: Zählt der Kokainkonsum auch zur Kernpflicht jüdischer Familien ?”
Nein. Der Kokainkonsum ist für einen Beschnittenen unerlässlich, wenn er aus religiöser Pflicht ein halbes Dutzend russischer Zwangsprostituierter befriedigen muss. Durch die Nase gezogen wirkt Kokain luststeigernd und vermag die Sensitivitätseinbuse “untenrum” zu kompensieren. Man muss nur aufpassen, dass dort unten kein Stäubchen davon landet. Lokal wirkt Kokain anästhesierend.
#15 von holey spirit am 18. Juli 2012 - 02:36
…buse mit scharf S. Schon wieder der dappiche Freud.
#16 von Martin Schmidt am 18. Juli 2012 - 06:39
Sie faseln immer von “Rechtssicherheit” meinen damit offensichtlich aber
“Scheiß auf das Grundgesetz. Wir fühlen uns nicht daran gebunden.” oder
“Wir sind nur Deutsche, wenn es Vorteile bringt, bei Nachteilen gelten die Gesetzte unserer Religion.”
#17 von Ezri am 18. Juli 2012 - 11:26
…wir hauen solange auf das geschichtlich schlechte Gewissen der absolut “korrekten” Politker (Wortspiel: political correctness), bis sie uns den goldenen Schlüssel des Landes überreichen, alle Bewohner des Landes müssen dann zum Islam und/oder jüdischem Glauben konvertieren. Anschließend wird die Bevölkerung gegeneinander aufgehetzt, erst werden die mit der Doppelkonfession gemetzelt und dann hauen sie sich Gegenseitig die Rübe ein. Denn Deutschland ist das Paradies, wie es im Koran beschrieben wurde. Viel Wasser und viel Grün und Jungfrauen en masse… *Ironie*
#18 von Ezri am 18. Juli 2012 - 11:28
Nachtrag: Zu alle dem macht der Papst dicke Backen, der Vatikan kauft alle Kondomfabriken auf und schaut zu, wie die Menschen sich vermehren, bekriegen und verhungern….
#19 von Barkai am 18. Juli 2012 - 11:45
schickt Herrn Friedmann den Talmud!!!
Wenn ich mich recht erinnere, darf ein Jude alle religioesen Verplichtungen (mitzvot) unterlassen/verletzen, um ein Leben zu retten, nur drei Dinge darf er nie tun, auch wenn er durch den Unterlass sterben muesste: Goetzendienst, Mord und Ehebruch
Ich frage mich also, was jemand, der ohne Not im Hotelzimmer mit mehreren Prostituierten war, waehrend seine Lebensgefaehrtin/Verlobte schwanger daheim war, zu so einer Debatte aus juedischer Sicht beizutragen hat.
#20 von Wolfgang am 18. Juli 2012 - 14:07
Wie war das mit dem Glashaus?????