Die Europäische Rabbinerkonferenz rät jüdischen Gemeinden in Deutschland, die religiöse Beschneidung von Jungen fortzusetzen – dem jüngsten Gerichtsurteil zum Trotz. Sollte das Kölner Urteil zum Maßstab werden, gebe es für den größten Teil der jüdischen Gemeinden in Deutschland “keine Zukunft”, gibt der Präsident der Rabbinerkonferenz, Pinchas Goldschmidt, zu bedenken.
Weiterlesen:
http://www.domradio.de/aktuell/82932/europaeische-rabbiner-drohen-nach-beschneidungsurteil-mit-auswanderung.html
Auswanderung, Beschneidung, Pinchas Goldschmidt, Rabbiner
Dieser Eintrag wurde erstellt am 12. Juli 2012, 17:28 und wurde abgelegt unter Beschneidung, Judaismus. Du kannst die Antworten auf diesen Beitrag über RSS 2.0 verfolgen.
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#1 von mein Name? am 12. Juli 2012 - 17:34
na dann gute Reise.
#2 von DerBibliothekar am 12. Juli 2012 - 17:39
Ich bin sicher, dass alle liberalen Juden lieber ihre Familie entwurzeln, ihre Sprache wechseln und in ein anderes Land ziehen, als ihre Kinder nicht mehr zu beschneiden…
#3 von Ezri am 12. Juli 2012 - 17:43
Ich denke nicht, daß nun plötzlich alle Juden auswandern werden. Schon allein mit Auswanderun zu drohen ist albern und kindisch…
#4 von Sheldon Lee Cooper am 12. Juli 2012 - 17:50
> Sollte das Kölner Urteil zum Maßstab werden, gebe es für den größten
> Teil der jüdischen Gemeinden in Deutschland “keine Zukunft”
Das Judentum auf die Genitalverstümmelung an Neugeborenen zu reduzieren ist schon eine ziemlich perverse Form des Antisemitismus.
Ich lasse mal den Hitch zu Wort kommen:
#5 von AMB am 12. Juli 2012 - 17:55
Reisende soll man nicht aufhalten, aber wo ist jetzt die Drohung?
#6 von M.G. am 12. Juli 2012 - 18:14
So können die Juden aber nicht sagen,wir hätten sie hinausgeworfen,denn sie gingen von selbst.
Das Orientierungsniveau ist aber wirklich nidrig-bis unterhalb der Gürtelline bei wehrlosen Babys.
Die Antisemiten sind die Juden selbst,denn in einem Gastgeberland kann man als Zuwanderer oder Gast nicht die Gesetzgebung vorschreiben.Wir können es als Deutsche im fremden Land auch nicht,auch nicht bei Todesstrafe.
Na dann liebe Juden,einen guten Heimweg !
#7 von stephancologne am 12. Juli 2012 - 18:18
Reisende soll man nicht aufhalten.
Wer das hier geltende GG akzeptiert, ist herzlich gerne willkommen. Ganz gleich welcher Herkunft und/oder Religion.
Aber das hier : “”Die Europäische Rabbinerkonferenz rät jüdischen Gemeinden in Deutschland, die religiöse Beschneidung von Jungen fortzusetzen”"
…ist die Aufforderung zu einer Straftat. Oder nicht ?!
#8 von holey spirit am 12. Juli 2012 - 18:46
ad M.G. #6
Manchmal erst denken, dann schreiben (oder auch mal nicht schreiben)!
Die deutschen Juden oder jüdischen Deutschen sind weder Zuwanderer, noch befinden sie sich in einem Gastgeberland. Es sind Deutsche im eigenen Land. Der Satz “Na dann liebe Juden,einen guten Heimweg !”, ist gelinde gesagt nicht besonders durchdacht.
#9 von Martin Schmidt am 12. Juli 2012 - 19:52
Nun, wenn jemand, der auf die Einhaltung des Grundgesetzes in unserem Land pocht, von Juden als Antisemitit klassifiziert werden darf, dann bin ich ich wohl ein Antisemitit.
Aber einen Maulkorb oder eine Erbschuld nur wegen der Verbrechen meiner Vorfahren lasse ich mir nicht verpassen.
#10 von Mreins am 12. Juli 2012 - 20:23
“Bei einer rechtlichen Abwägung der Beschneidung in Deutschland sei neben dem Recht des Kindes und der Religionsfreiheit auch die spezifische Geschichte Deutschlands zu berücksichtigen, so der Rabbiner.”
Ein Menschenverachtender Staat hat demnach kein Recht dazu ein Staat der Menschenrechte zu werden.
Mir tun die Jüdischen und Moslemischen Jungs nicht nur leid weil ihnen unsägliche Schmerzen zugefügt werden.
Sondern weil ihnen, durch solche Aussagen wie oben bewiesen, eine aggressive, feindliche Umwelt vorgegaukelt wird vor der man sich besser in die religiöse Gemeinschaft zurückzieht.
Deshalb ist die Beschneidung für mich ein brutaler Akt am Kind mit dem Ziel es über seine Mitmenschen zu stellen.
Als Medien-Mensch warte ich deshalb nur noch auf den religiotischen Werbespot in dem sich zwei Typen gegenübersitzen und sich die Karten vorwerfen:
“Mein Haus… Mein Boot… Mein beschnittener Schwanz”
#11 von Martin Schmidt am 12. Juli 2012 - 20:29
@Mreins
“Sondern weil ihnen, durch solche Aussagen wie oben bewiesen, eine aggressive, feindliche Umwelt vorgegaukelt wird vor der man sich besser in die religiöse Gemeinschaft zurückzieht”
Sehr gute, prägnante Beschreibung einer Religion die auch die Gefahr derselben verdeutlicht: Ausgrenzung von allen außerhalb der Gemeinschaft mit den Folgen Fremdenangst und -Hass, Intoleranz, Überhabenheit, etc.
#12 von M.G. am 12. Juli 2012 - 20:33
Sollen doch die Juden gehen,wo sie herkommen,wir kommen auch ohne Grausamkeit gegen Kinder in Deutschland aus.Es werden immer in den falschen Ländern zuviel Kinder in die Welt gesetzt zur gewalttätigen Machtdemonstration.
#13 von Carlo am 12. Juli 2012 - 20:45
ad holey spirit #8:
Sie sagen bezüglich der hiesigen Juden: „Es sind Deutsche im eigenen Land.“ Nun, fragen Sie die Betroffenen doch einmal, ob sie sich als „Deutsche“ empfinden. Sie empfinden sich als „Juden – in Deutschland“, deshalb heißt auch ihr Zentralrat so.
Aber davon abgesehen drei Gesichtspunkte:
1. Juden in Deutschland und Moslems in Deutschland (Letztere haben ebenfalls einen „Zentralrat“) schützt die deutsche Rechtsordnung wie alle Bewohner. Dem entspricht, dass die Rechtsordnung ihnen auch die entsprechenden Verpflichtungen auferlegt, wie beispielsweise, das grundgesetzlich garantierte Recht auf körperliche Unversehrtheit ihrer Kinder zu respektieren (es sei denn, es läge eine medizinische Indikation zu einem körperlichen Eingriff vor). Das bedeutet, solange sie sich hier aufhalten, gilt hinsichtlich der körperlichen Integrität von Personen nicht das „Gesetz Mose“ (Thorah) oder moslemische Verstümmelungstradition (der Koran schreibt keine „Beschneidung“ vor), sondern das Grundgesetz und das Strafgesetzbuch, und zwar so, wie die Personen es auslegen, die staatlich dazu eingesetzt sind, die unabhängigen Richter. Oder könnte sich ein „Deutscher in Israel“ bei einem ihm mißliebigen Strafrechtsparagraphen darauf berufen, dass es ein höheres, deutsches Gesetz bzw. eine uralte germanische Tradition gebe, die es ihm zur Pflicht macht, usw. usf. …
2. Dass Anhänger der wie auch immer motivierten Genitalverstümmelung ihres Nachwuchses sich auf eine „uralte“ Tradition berufen, besagt nicht, dass dies für alle Zeiten und in jedem Kulturkreis eine sakrosankter Brauch sein sollte oder kann. Historisch gesehen, war auch die Sklaverei (die als Beeinträchtigung der allgemeinen Handlungsfähigkeit gegen das Grundgesetz verstieße) eine uralte, sogar noch ältere Tradition, die auch zum Wohlgefallen bestimmter an ihr beteiligter Personengruppen fortgeführt wurde. Nur: Durfte man sie deshalb nicht in jedem Land, das dies für angebracht hielt, abschaffen?
3. Angebliche medizinische Vorteile einer Verstümmelung des männlichen Genitals spielen thematisch überhaupt keine Rolle, weil die Übergriffe mit dem Skalpellmesser, die in Wirklichkeit juristisch als SCHWERE Körperverletzungen zu qualifizieren sind, gerade nicht medizinisch begründet werden. Es ist nicht einzusehen, dass es einem kleinen Juden oder einem Jungen, der als Unmündiger mit dem blutigen Ritual auf seine Kosten in die Umma hineingezwungen werden soll, schlechter ergehen soll als jedem Hund in Deutschland. Denn ein Hund ist geschützt: Das Beschneiden bei Hunden ist in Deutschland seit 1987 (Kupieren der Ohren) bzw. seit 1998 (Kupieren des Schwanzes) strafrechtlich verboten, und zwar auch dann, wenn man den Hund dafür eigens ins Ausland bringt. „Das Kupieren der Ohren eines Dobermann fügt dem Tier langanhaltende Schmerzen zu, die nicht auf einem vernünftigen Grund beruhen. Die Maßnahme ist deshalb tierschutzwidrig und strafbar.“ (Zitat aus einem Urteil, siehe Wikipedia, Beitrag „Kupieren“).
4. Drohen jüdische Funktionäre mit Auswanderung, so kann man das nur als Wink mit der Antisemitismus-Keule verstehen, mit dem sie eine rechtliche Privilegierung für sich erreichen wollen.
#14 von Mreins am 12. Juli 2012 - 20:51
@Martin S.
Deshalb ist für mich die Nazikeule der Beschneidungsbefürworter auch so lächerlich!
Denn genau diese elitäre Abgrenzung die die Religionen (in diesem speziellen Fall sogar auch noch die Juden) damit für sich selbst dokumentieren, haben die Nazis auch benutzt.
Merkwürdig oder?
#15 von Martin Schmidt am 12. Juli 2012 - 20:59
@Mreins
Ja.
Die Logik springt einem gerade zu ins Gesicht. Man muss schon sehr schnell sehr weit zur Seite springen, um nicht von ihr getroffen zu werden.
#16 von jo am 12. Juli 2012 - 21:01
es is so lächerlich wie diese leute rumheulen nur weil sie ihren männlichen neugeborenen nichts mehr vom penis abschneiden dürfen.
absolut bescheuert
#17 von Skydaddy am 12. Juli 2012 - 23:30
Dem WDR zufolge sind nach Angaben von Rabbinern in Deutschland höchstens 20 Prozent der Juden beschnitten. Die meisten davon sind offenbar aus dem ehem. Ostblock zugewandert, wo es angeblich vor 1989 staatliche Repressalien bei Beschneidungen gab.
Offenbar hatten aber nur die wenigsten Lust, in den vergangenen 20 Jahren die Beschneidung nachzuholen.
Das zeigt, wie “wichtig” die Beschneidung der Masse der Juden in Deutschland wirklich ist – isnbesondere, wenn man sie nicht einem wehrlosen Kind aufzwingen kann, sondern selbst unter’s Messer müsste.
#18 von holey spirit am 13. Juli 2012 - 00:17
Lieber Carlo,
gegen Ihre drei Gesichtspunkte 1 bis 4 ist nichts einzuwenden. Hier sind wir ganz einer Meinung.
Ich habe nur etwas dagegen, deutsche Juden als Gäste oder Zuwanderer im Gastgeberland Deutschland zu bezeichnen und ihnen folglich einen guten Heimweg zu wünschen. Das ist – in diesem Falle links-faschistoider – Antisemitismus, wobei mir klar ist, dass es nur unüberlegt dahergeplappert war und keine echte Gesinnung dahinter steckt (so hoffe ich wenigstens).
Sie schreiben: “Nun, fragen Sie die Betroffenen doch einmal, ob sie sich als „Deutsche“ empfinden. Sie empfinden sich als „Juden – in Deutschland“, deshalb heißt auch ihr Zentralrat so.”
Diese Argumentation läuft ins Leere. Ich empfinde mich als “Atheist – in Deutschland”. Ich empfinde mich als “Biowissenschaftler – in Deutschland” und als “Heavy-Metal-Hörer – in Deutschland”. Ich empfinde mich darüber hinaus als “Leberwurstliebhaber, Vogelfreund, Vögelfreund, Politessenverflucher, Briefmarkensammler, Zigarettenraucher, Slivovic-Säufer und Bukowski-Leser – in Deutschland”. All das hindert mich nicht daran, Deutscher zu sein und auch als Deutscher zu empfinden.
Wer nicht so empfindet, soll sich doch bitte auf den Heimweg machen und Deutschland verlassen.
#19 von Freddy am 13. Juli 2012 - 01:13
@ M.G.:
“Sollen doch die Juden gehen,wo sie herkommen,wir kommen auch ohne Grausamkeit gegen Kinder in Deutschland aus.”
Wenns nicht so traurig wär, wär’s schon fast wieder lustig, was sich aus diesem – milde ausgedrückt – saublöden Statement rausziehen lässt:
Da fasst du doch ernsthaft “die Juden” gleich als ganzes Volk zusammen, die da hin gehen sollen “wo sie herkommen”. Als wäre die jüdische Religion gleich untrennbar mit der geografischen Herkunft verbunden. Schonmal davon gehört, dass in Deutschland seit Jahrhunderten Juden leben? Sind das keine Deutschen? Zwischen Juden und Deutschen scheint’s ja bei dir noch eine klare Trennung zu geben. Ich dachte, diese Denkmuster hätten wir langsam überwunden!
#20 von holey spirit am 13. Juli 2012 - 01:26
Ach, Freddy, Du Trittbrettfahrer.
Das ist doch schon längst abgehakt. Geh beten und dann Abmarsch ins Bett!
Hände schön über der Decke, sonst komm ich und schneid Dir was ab.
#21 von stephancologne am 13. Juli 2012 - 04:15
@Holey :
Nu lass Freddy doch das kurze und äusserst seltene Vergnügen, einem Atheisten mal einen “reingedrückt” zu haben…..
#22 von mirlangts am 13. Juli 2012 - 09:27
Ich denke, Holey Spirit und Freddy, könnten Carlos Beitrag irgendwie missiterpretiert haben, jedenfalls soweit ich dies nachvollziehen kann.
#23 von Argus7 am 13. Juli 2012 - 09:36
Einigen wir uns doch darauf, dass die Befürworter der Beschneidung auswandern sollen und die Gegner der Knaben-Verstümmelung sollen bleiben.
Komisch !? Als es um die Beschneidung der Klitoris bei Mädchen ging, war sich die westliche Welt in ihrer Ablehnung einig. Weshalb also nicht auch bei der Beschneidung von Knaben ? Inzwischen ist nämlich die Beschneidung von Mädchen selbst in Ländern, in denen dieses Ritual früher praktiziert wurde, inzwischen weitgehend verpönt.
#24 von Flo am 13. Juli 2012 - 10:10
Ach komm, Argus7, dass man die beiden Sachen auf eine gleiche Stufe stellen kann ist doch klar. Beides ist Körperverletzung, keine Frage, aber das eine ist um mehrere Größenordnungen schlimmer. Wer versucht, damit zu punkten, macht nur die ganze Argumentation gegen die Beschneidung von Jungen lächerlich und leicht angreifbar.
#25 von M.G. am 13. Juli 2012 - 12:14
Freddy am 13. Juli 2012 – 01:13
Juden sind ursprünglich ein Einwanderungsvolk,denn die nordischen Stämme hatten heidnischen Glauben ,welche dan von Christen bekämpft wurden und die Christen waren eine Abzweigung von den Juden.Es handelt sich von der Entstehungsgeschichte nicht um eine europäisch nordische und mitteleuropäische Religion.
Wenn die Juden ihr liebstes Fleisch und Blut Schmerzen und Verletzung antun müssen,dann aber bitte nicht im Beisein von deutschen Kinderärzten,Sozialpädagigen der Jugendämter und Familienrichter,Strafrichter und Rechtsanwälten.Sie haben auch nur für eine Person nerven und wollen in keinster Weise irgendetwas von dieser Grausamkeit mitbekommen,denn die Kinder werden nun mal nicht gefragt,sondern werden durch Gruppenzwang intigiert, und als Erwachsene mögen sie sich vielleicht selbst nicht,weil sie austraten oder keine atheistische Freundin finden,die sie vielleicht haben wollen.
Wer ist wohl schlimmer ? Da liegen die deutsche Justiz und ihre Kinderärzte und Jugendämter schon richtig und sollten nicht nachgeben,sondern dann die Juden zu ihrem Religionsursprung,der bekanntlich in Israel lag zurück. Das Kindeswohl ist wichtiger mit freier Entscheidung.
#26 von dom am 13. Juli 2012 - 12:51
Genau, es geht um das Recht der Kinder auf körperliche Unversehrtheit. Und unsere korrupte Regierung (die machen alles, was Geld bringt) wird das auf Druck der religiösen Lobby aber wohl gestatten. Wir wollen ja Panzer nach Israel verkaufen und auch in die Türkei. Wir sind so weltoffen, da zieht sich mir die Vorhaut hoch
Ich bin gerade aus einem anderen Blog rausgeflogen, weil meine Religionskritik (an allen unmenschlcihen religiösen Praktiken) als purer Antsemitismus aufgefasst wurde.
Da kann man dann nichts mehr sagen. Da wird einem Intoleranz vorgeworfen, weil man pro Baby argumentiert. Kinder haben keine Lobby in diesem Land.
#27 von Freddy am 13. Juli 2012 - 14:07
“Juden sind ursprünglich ein Einwanderungsvolk”
Dachte bis heute, sie wären eine Religion …
“Es handelt sich von der Entstehungsgeschichte nicht um eine europäisch nordische und mitteleuropäische Religion.”
Und deswegen sind Juden keine “wahren Deutschen”, oder? Eigentlich sind ja dann nur Heiden “wahre” Europäer, oder?
#28 von Martin Schmidt am 13. Juli 2012 - 14:25
@Flo
Es gibt ja auch die zu der Vorhautbeschneidung bei Jungen äquivalente Klitorisvorhautbeschneidung bei Mädchen.
Die kann man schon vergleichen.
Die Klitorisverstümmelung wird mit dem Begriff Beschneidung halt bagatellisiert aber deswegen sollte
es nicht verboten sein, beide Vorhautbeschneidungen zu vergleichen sondern die Klitorisverstümmelung sollte
bei ihrem Namen genannt werden.
#29 von schiffmo am 13. Juli 2012 - 14:33
Liebes MG,
Deine Texte wirken alles in allem irgendwie dumpf. Dazu bleibst Du in der sprachlichen Gestaltung zumindest in Beitrag 25 so unklar, dass eine weite Bandbreite für das übrig bleibt, was Du eigentlich meinen könntest. Mein kleiner Fehler in der Anrede ist da schon viel eindeutiger als das, was Du schreibst.
Die Dumpfheit läßt zumindest die Möglichkeit offen, dass Du das auch so meinst wie die dumm-dumpfen Faschisten, die prinzipiell was gegen “die Juden” haben. Hoppala, diese pauschale, oft diskriminierend gebrauchte Formulierung taucht bei Dir ganz am Anfang Deines zweiten Absatzes auf!
Zum dritten Absatz habe ich dann mal eine direkte Frage:
“und sollten nicht nachgeben,sondern dann die Juden zu ihrem Religionsursprung,der bekanntlich in Israel lag zurück.” Was soll das heißen? Ich verstehe das nicht. Dafür habe ich aber den ganz konkreten Verdacht, dass Du damit versuchst, dumpfen antisemitischen Schwachsinn verbreiten zu wollen. Daher ergeht an Dich der Aufruf, Dich zu dem Thema explizit zu erklären.
Eine der wichtigsten Grundlagen auf diesem Blog war immer die Gedankenfreiheit und die Gleichheit aller Menschen. Eine pauschale Verunglimpfung einzelner oder ganzer Gruppen von Menschen im Stil der zitierten Aussage zeugt nicht von Gedankenfreiheit und nicht von Gleichheit aller Menschen. Sie riecht übel nach Ausgrenzung ganzer Gruppen.
#30 von schiffmo am 13. Juli 2012 - 14:54
Es widerstrebt mir schon fast, Freddy für seine Aussagen in #27 Recht geben zu müssen.
“europäisch nordische und mitteleuropäische Religion” Ich weiß, Freddy hat das nur zitiert, aber bei mir kräuseln sich bei dem Schwachsinn alle Haare. Erstmal ist “nordisch” in Bezug auf Deutschland praktisch immer Nazi-Sprachgebrauch. Es gibt nordische Völker, die sind aber seit vielen Jahrhunderten kulturell sehr eigenständig und haben bei der Definition, was “deutsch” oder “mitteleuropäisch” sein soll, nur eine sehr begrenzte Bedeutung, genauso wie englisch, französisch, tschechisch oder ungarisch, um mal ein paar andere nicht unbedingt direkte Nachbarn aufzuzählen.
Dann möchte ich zusätzlich noch jemanden sehen, der mir sagen kann, wie eine “mitteleuopäische Religion” ausgesehen hat. Das ist schlicht nicht möglich, genauso wenig ist eine Aussage darüber möglich, ob diese “authentisch” war oder aus “eingewanderten” Ideen der Römer oder sonstiger Völker bestand.
Ist mir auch einerlei, ich möchte nicht unter der dogmatischen Oberherrschaft der abrahamitischen Religionen stehen, und ich möchte schon gar nicht den dogmatischen Regeln irgendwelcher Funktionäre “mitteleuropäisch” “nordischer” Religionsfunktionäre unterliegen.
#31 von holey spirit am 13. Juli 2012 - 15:01
ad Freddy #27
Freddy, mir wird speiübel, wenn ich M.G.s faschistoid-rassistischen, braunen, stumpfsinnigen Brei lese. Arisch-nordische Drecks-Ideologie.
Ich möchte mich deshalb bei Dir aufrichtig entschuldigen für meinen Kommentar #20, auch wenns mir schwer fällt, damit einem Religioten wie Dir beipflichten zu müssen.
Bei der Abfuhr, die ich Dir da erteilt habe, bin ich – wohl fälschlicherweise, wie sich nun herausstellt – davon ausgegangen, dass der Differenziertheitsgrad der hier versammelten atheistischen “Community” ausreicht, solchem Schwachsinn, wie er von M.G. verbreitet wird und wie er sich auch im Eingangs-Statement von Carlo findet, von sich aus etwas entgegenzusetzen. Ich war mir sicher, dass es keines religiösen Moralapostels bedürfte, der sozusagen von außen regulativ eingreift, um gegen den hier sich gerade manifestierenden Rassismus Stellung zu beziehen. War ein Irrtum meinerseits. Wir hatten bereits kürzlich Besuch von einem schwulen Neonazi aus Leipzig namens Dr. Kretschmar. Auch der nahm die ablehnende Haltung zur archaischen Barbarei der religiös motivierten Beschneidung zum Anlass, in einer nicht ganz leicht zu durchschauenden Verquickung rassistische, antisemitische Ideologie zu verbreiten. Da kann man ganz leicht drauf reinfallen, wenn man nicht tierisch aufpasst.
Deshalb nochmal an Alle: Es gilt ganz scharf zu differenzieren zwischen der Kritik an der religiösen Beschneidungspraxis von Juden und Moslems und rassistischen Ressentiments, wie sie sich in den Beiträgen #6, #12, #13 und #25 offenbaren.
#32 von holey spirit am 13. Juli 2012 - 15:05
Aah! Sehr gut, Schiffmo! Wenigstens einer noch, der differenzieren kann.
#33 von Freddy am 13. Juli 2012 - 15:21
@ holey spirit
“Ich möchte mich deshalb bei Dir aufrichtig entschuldigen für meinen Kommentar #20, auch wenns mir schwer fällt, damit einem Religioten wie Dir beipflichten zu müssen.”
Irgendwie bin ich mir nicht sicher, ob ich mich dafür jetzt bedanken soll
Aber was die Rhetorik angeht, kriegst du fette Props von mir. Eine Entschuldigung und eine Beleidigung in einem Satz hab ich nämlich auch noch nicht erlebt!
“Bei der Abfuhr, die ich Dir da erteilt habe, bin ich – wohl fälschlicherweise, wie sich nun herausstellt – davon ausgegangen, dass der Differenziertheitsgrad der hier versammelten atheistischen “Community” ausreicht, solchem Schwachsinn, wie er von M.G. verbreitet wird und wie er sich auch im Eingangs-Statement von Carlo findet, von sich aus etwas entgegenzusetzen. Ich war mir sicher, dass es keines religiösen Moralapostels bedürfte, der sozusagen von außen regulativ eingreift, um gegen den hier sich gerade manifestierenden Rassismus Stellung zu beziehen.”
Ja, das Problem ist, dass nicht alle Kommentatoren fähig sind, auch mal vor der “eigenen Hütte” zu kehren. Jedem Religiösen wird jedes Wort aufs Schlechteste ausgelegt, aber bei den Gesinnungsgenossen scheinen manche (!) hier auch schonmal über den größten Müll hinwegschauen zu wollen – so kommt’s mir vor. Gut, dass es auch Kommentatoren vom Kaliber schiffmo und natürlich dir gibt, die erkennen, wenn Religionskritik nur als Vehikel für den eigenen, dumpfen Antisemitismus benutzt wird und dagegen Stellung beziehen.
#34 von deradmiral am 13. Juli 2012 - 15:27
M.G. fällt damit schon zum zweiten Mal negativ auf, nachdem M.G. schon eine paranoide Haltung zur Psychiatrie an den Tag gelegt hat.
#35 von schiffmo am 13. Juli 2012 - 15:50
Hallo Freddy,
vielen Dank für die Blumen! Allerdings bin ich kein Kaliber, nicht dass noch jemand mit mir als Autorität (hust!) argumentiert
. Was aber nicht heißt, dass ich eine Konifere auf meinem Gebiet genannt werden möchte
mfg,
#36 von schiffmo am 13. Juli 2012 - 15:53
Hallo holey spirit,
vielen Dank für Deine Worte! Vielleicht wäre es auch mir gut angestanden, eine etwas explizitere Sprache zu nutzen.
#37 von dom am 13. Juli 2012 - 16:05
Ich habe eher den Eindruck, das Religionsverfechter immer versuchen, den Ungläubigen zu suggerieren, ihnen fehle etwas, etwas, dass sich vor allem moralisch zeigt. Nach dem Motto, ihr glaubt halt an die Wissenschaft, ist doch auch Glaube.
Dem ist nicht so, Die Grenze zwischen Glauben und Wissen ist zwar nicht eindeutig, es gibt sicher Übergangsbereiche, aber wer Glauben mit Wissen verwechselt, nutzt den ihm gegebenen Verstand nicht gründlich, darauf hat schon Sokrates hingewiesen, als er sagte: “Ich weiß, dass ich das, was ich glaube, nicht weiß”
leider häufig als “ich weiß, dass ich nichts weiß” dafür benutzt, um jedwedes Wissen zu entkräften. Nein. Die Moslems, Christen, Juden usw. glauben an Gott, Die Erkenntnisse der Wissenschaft sind, sofern sie bestätigt wurden, Wissen. Mit diesem Wissen lassen sich Voraussagen tätigen oder neue Erfindungen bauen.
Es kann einem (nach dem gesunden Menschenverstand handelnden) Menschen nicht einleuchten, dass Gott Vorhäute sammelt, Der Grund der Beschneidung liegt also dort, wo kein Religionsvertreter argumentieren will, nämlich im sexuellen Bereich.
Die Selbstbefriedigung soll erschwert werden, bzw. verhindert werden (die gläubigen Juden z.B. müssen sich danach rituell reinwaschen) und die Lust soll vermindert werden. Dies ist allen drei abrahamischen Religionen gemeinsam. Die Mittel hierfür sind reichlich: Keuchheitsgelübte, Kopftuch, Beschneidung (früher von Jungs und Mädels) usw.
Das diese Regeln in den Zeiten von Verhütung und bewusster Familienplanung ihren Sinn verloren haben, liegt auf der Hand. Da ist man kein Antisemit, wenn man dies den Juden und Moslems nicht mehr mit unmündigen Kindern zugestehen will.
Au0erdem muss man natürlich darauf achten, dass kein braunes Gedankengut hier publiziert wird, aber ein bißchen Verachtung für diese unmenschlichen Praktiken wird ja wohl erlaubt sein. Ich weiß aus persönlicher Erfahrung, dass z.B. übermäßig viele Moslems die Ungläubigen verachten und für nicht lebenswert halten. Das dürfen die, ist halt ihre Religion.
#38 von Hinterfragerin am 13. Juli 2012 - 16:39
@ dom
Ich denke, wir sehen uns hier alle einig, dass Verachtung für unmenschliche Praktiken erlaubt ist, die Grenze aber da liegt, wo diese in Verachtung gegenüber Menschen umschlägt.
Diese Grenze zu ziehen ist nicht immer einfach – ich kann mir noch so oft sagen, dass diese Menschen keinen Zugang zu Bildung haben, von Kindesbeinen an indoktriniert wurden u.a.m., dennoch empfinde ich etwa für den Mob, der letzte Woche einen geistig wohl verwirrten Mann in Pakistan bei lebendigem Leibe verbrannte, weil er angeblich Koranseiten verbrannt hatte, Verachtung.
Was ist mit den Beschneiderinnen, die Mädchen verstümmeln, und den Eltern dieser Mädchen? Hier würde ich differenzieren. Wer so etwas tut, während er ohne Zugang zu Bildung u.a.m. in Armut auf dem Lande in Afrika lebt, der wird von mir anders bewertet, als jemand, der in Deutschland oder Großbritannien lebt, wesentlich mehr Zugang zu Wissen und aternativen Vorstellungen hat, auch einem geringeren sozialen Druck ausgesetzt sein dürfte (bzw. eben nicht nur die druckausübende Community um sich hat, sondern auch andere Kontakte hat), und dennoch meint, seine Tochter verstümmeln zu müssen.
Ich denke , man muss da abstufen – ich würde niemals einen Menschen jüdischen Glaubens verachten, weil er oder sie seinen oder ihren Sohn beschneiden lässt. Ja, es ist Tradition, die Väter gehen wohl davon aus, nicht darunter gelitten zu haben etc.. Allerdings erwarte ich, dass diese Menschen, wie alle anderen auch, ihr Verhalten reflektieren können. Auch religiös informiertes Verhalten.
@ topic
Religionen können sich auch wandeln, das hat sich in der Vergangenheit oft genug gezeigt. Der Hinduismus besteht fort, obgleich keine Witwen mehr verbrannt werden dürfen. Zahlreiche antike Religionen haben irgendwann Menschenopfer durch Tieropfer o.ä. ersetzt, und dann meist Menschenopfer als mehr oder weniger barbarisch angesehen – auch dies könnte man als Teil eines Zivilisierungsprozesses bezeichnen. Von vielen Regeln aus ihrem heiligen Buch haben sich die Juden bereits verabschiedet (wie auch die Christen!), weil sie mit modernen Vorstellungen von moralischem Handeln unvereinbar sind. Warum sollte das mit Beschneidungen nicht auch gehen?
#39 von Aleman am 13. Juli 2012 - 17:33
Hallo,
alle oben abgegebenen Kommentare hätten so oder so ähnlich auch vor 1939 abgegeben werden können.
MfG, Aleman
#40 von AMB am 13. Juli 2012 - 17:39
@Aleman
Alle Kommentare?? Du willst hier doch nicht behaupten wir sind Nazis, oder?
#41 von M.G. am 13. Juli 2012 - 23:28
deradmiral am 13. Juli 2012 – 15:27
ich möchte nicht den Repressalien der Religion als Kind ausgesetzt sein,nur weil ich durch meine Eltern dort hineingeboren wurde,egal welche Art.
Ich finde es richtig,wenn solchen religiösen Eltern das Sorgerecht vom Jugendamt und Familiengericht entzogen wird,damit die Kinder als Volljährige selbst entscheiden können,so wie in der Anne-Will-Sendung der ARD, vom Rechtsanwalt,Frau Kallwass und der Rechtsanwältin gefordert wird.Hier in den neuen Bundesländern wird das Kindeswohlrecht über der Religionsfreiheit gestellt, vom familiengericht und Jugendamt zum Schutz der Kinder,zum Glück.
#42 von Deus Ex Machina am 14. Juli 2012 - 00:05
@ M.G.:
“Juden sind ursprünglich ein Einwanderungsvolk,denn die nordischen Stämme hatten heidnischen Glauben ,”
–>Jedes Volk hier in Europa ist ein Einwanderungsvolk! Jeder von uns ist letzten Endes ein Afrikaner im Exil. Wir sprechen hier von Deutschen mit einem nicht der Mehrheit entsprechendem Glauben, mit einer langen Tradition in diesem Lande.
Ich persönlich denke, dass diese Tradition auch so weitergeführt werden kann, trotz des Beschneidungsverbots. Wenn doch eh schon ein großer Anteil eben dieses “verbindende Symbol” nicht trägt. Aber wie gesagt, die Reduktion des jüd. Glaubens auf Genitalverstümmelung ist schon sehr dämlich. Würde mich mal interesssieren, gegen wieviele Verhaltensvorschriften die größten Schreihälse wider dem Verbot dann selbst verstoßen, es gibt Rosinenpicker doch sicher überall….
#43 von Barkai am 14. Juli 2012 - 19:52
@M.G.
Juden sind ursprünglich ein Einwanderungsvolk,denn die nordischen Stämme hatten heidnischen Glauben
in deiner Schwarz-weiss Malerie soltlest du vllt doch noch bedenken, dass man zum Judentum uebertreten kann (“giur”).
(…) sondern dann die Juden zu ihrem Religionsursprung,der bekanntlich in Israel lag zurück.
Es gibt auch nicht-religioese Juden, die in Deutschland oder allgemein den deutschsprachigen laendern nicht so prominent vertreten sind (Broder wuerde ich jetzt ungern als Repraesentant sehen).
Darf ich dich fragen, welches Recht du glaubst zu besitzen, dass du Menschen, die oft in Deutschland geboren wurden und Deutsch als Muttersprache sprechen und die deutsche Staatsbuergerschaft haben, mal eben verbal ausweisen kannst?
@Freddy,
Judentum ist schon etwas mehr als nur Religion. Es hat sich auch eine juedische Kultur entwickelt, die zwar von Religion beeinflusst ist, aber eben doch nicht religioes getragen ist. Desweiteren haben sich juedische Sprachen wie Jiddisch (unter den aschkenasischen Juden) und Ladino (unter den sephradischen juden) entwickelt.
(Bitte nicht missverstehen: ich denke nicht, dass es ein monolithsces “juedisches Volk” gibt, da hast du Recht. Aber Judentum=ausschliesslich Religon ist etwas zu kurz gedacht)
@Aleman,
ich bezweifele es. Vllt haetten die staatlichen Repressionsorgane schon lange bei mir geklingelt.