“Nichts ist schlimmer, als Menschen auf das Diesseits zu vertrösten”

Diese Ansicht äußerte der Vorsitzende der Evangelischen Allianz in München, Pastor Siegfried Winkler, am 1. Juli bei einem
Freiluftgottesdienst der Allianz im Olympiapark. Vor mehr als 1.000 Besuchern wies er den Vorwurf atheistischer Organisationen zurück, Christen vertrösteten Menschen auf das Jenseits. Winkler nannte es „gnadenlos“, Menschen darauf festzulegen, in ihrem Leben für alles einen Sinn finden zu müssen: „Vieles in unserem Leben wird offenbleiben, auch im Leben von Christen.“ Sie wüssten aber aus der Bibel, dass ihr Leben in einem größeren Horizont stehe und dass Jesus alles zu seinem Ziel bringen werde. Diese Überzeugung solle gelebt und weitergegeben werden, sagte Winkler.

Quelle: idea Nachrichten

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  1. #1 von Randifan am 3. Juli 2012 - 08:38

    Menschen aufs Jenseits und mit dem Inhalt eines Märchenbuchs vertrösten, ist dagegen akzetabel.

  2. #2 von Skydaddy am 3. Juli 2012 - 09:09

    Genau, NICHTS ist schlimmer!

    Die “Vertröstung auf’s Diesseits” ist aber glaubwürdiger. Denn wer meint, im Jenseits würde alles besser, müsste sich ja eigentlich schnellstmöglich dorthin begeben.

    Das würde vermutlich auch das Diesseits erträglicher machen.

  3. #3 von schiffmo am 3. Juli 2012 - 09:18

    “Winkler nannte es „gnadenlos“, Menschen darauf festzulegen, in ihrem Leben für alles einen Sinn finden zu müssen”

    Das ist ja interessant. Ich kenne nicht viele Aussagen von Atheisten, die von Menschen verlangen, für alles einen Sinn zu finden. Es scheint dagegen Hinweise zu geben, dass es im Verhalten des Menschen angelegt ist, dem Leben und Handlungen einen Sinn zumessen zu wollen, es ist möglich, dass Jesse Bering das in dem Buch, das ich gelesen habe, beschreibt.

    Der Herr Winkler steht ja gerade einer Organisation vor, zu deren Geschäftsfeld es zählt, den Menschen bei dieser Sinnsuche zu “helfen”.

    Viele Zeitgenossen haben allerdings erkannt, dass es einen tieferen Sinn des Lebens nicht gibt. Das macht den Weg frei, die eigene Verantwortung für das eigene Leben zu erkennen, und ermöglicht dem Menschen, sich Gedanken darüber zu machen, welche Auswirkungen das eigene Handeln auf andere hat. Meiner Meinung nach verstellen Götterbilder im Kopf nur diesen Blick auf die eigene Verantwortung. Genau das Vertrösten auf das Jenseits kann zu einer Haltung führen, in der man das Diesseitige als irrelevant betrachtet. Damit bringen Kirchenfunktionäre ihre Mitanhänger dazu, Handlungsweisen mitzumachen, selbst dann, wenn andere dadurch geschädigt werden.

  4. #4 von M.G. am 3. Juli 2012 - 10:19

    Ob nun Diesseits oder Jenseits,es hat beides Vor- und nachteile.

  5. #5 von Noch ein Fragender am 3. Juli 2012 - 11:03

    Warum schafft Gott die Menschen nicht sofort fürs Jenseits, sondern lässt sie erst eine Ehrenrunde durchs – selbst von Frommen offensichtlich nicht besonders gut bewertete – Diesseits drehen?

    Nichts ist schlimmer als ein Gott, der ein glückliches Jenseits hat und die von ihm so geliebten Menschen erst auf den Planeten.Erde (von Frommen auch “Jammertal” genannt) absetzt.

  6. #6 von M.G. am 3. Juli 2012 - 11:39

    Hallo Noch ein Fragender,

    Ein jammertal soll das Diesseits geworden sein,als der Teufel,als Ex-Engel aus dem Himmel oder Jenseits flog durch Jesus.
    Aber hätte Jesus dann nicht den Teufel in die äußersten Galaxie des Universums hinwerfen können,damit das Diesseits nicht zum Jammertal wird,wenn er mit seinem Vater Gott die menschen liebt ? ;-)

  7. #7 von entdinglichung am 3. Juli 2012 - 13:06

    irgendwie erinnert mich das was Winkler da sagt an das Motto der Spanischen Fremdenlegion: “Es lebe der Tod!”

  8. #8 von Mreins am 3. Juli 2012 - 13:29

    Nichts ist schlimmer als das Hirn ins Jenseits zu befördern.

  9. #9 von Wolfgang am 3. Juli 2012 - 15:15

    Dummheit wird auch staatlich gefördert!!

  10. #10 von Deus Ex Machina am 3. Juli 2012 - 17:07

    “Winkler nannte es „gnadenlos“, Menschen darauf festzulegen, in ihrem Leben für alles einen Sinn finden zu müssen: „Vieles in unserem Leben wird offenbleiben, auch im Leben von Christen.”

    –> WTF? Christen labern doch gerne vom GROßen PLAN GOTTES, nach dem alles ablaufe, gleich 2-3 Sätze weiter kommt doch sogar:”dass ihr Leben in einem größeren Horizont stehe und dass Jesus alles zu seinem Ziel bringen werde.”.
    Gegen wen stänkert der Mann denn nun? Wie so oft habe ich auch hier das Gefühl, dass das Großmaul am Rednerpult sich gar nicht über die Gegenposition und schon gar nicht seiner eigenen Position klar ist. Und dementsprechend sich widerspricht. Dumm!
    Mit dem Dummfug – “nichts ist schlimmer” – steht der Typ nur kurz hinter dem Klassiker “Atheismus führt zu Hölle auf Erden”.

  11. #11 von aranxo am 3. Juli 2012 - 19:09

    Winkler nannte es „gnadenlos“, Menschen darauf festzulegen, in ihrem Leben für alles einen Sinn finden zu müssen.

    Das ist ein Strohmann, wie schiffmo schon dargelegt hat. Ich wüsste auch nicht, dass Atheisten das fordern.

    Als Gegenposition zitiere ich dazu Harald Schmidt:
    “Warum nicht das Leben in einem Taumel aus Sex und Stumpfsinn an sich vorüberziehen zu lassen?“
    Nicht die schlechteste Einstellung. Aber ob das dem Religioten recht wäre? Wohl kaum.

  12. #12 von M.G. am 3. Juli 2012 - 19:32

    Hallo Mreins,

    “Nichts ist schlimmer, als das Hirn ins Jenseits zu befördern”
    Nichts wert ewig,auch nicht die Dummheit,denn auch stirbt mit dem Sterbenden mit. ;-)