Triumph des Vulgärrationalismus

Von Navid Kermani: Vor kurzem hat der Schriftsteller Martin Mosebach einen Beitrag über eine etwaige Strafbarkeit der Blasphemie publiziert. Dieser ist in der veröffentlichten Meinung auf vollständige Ablehnung gestoßen. Was die Empörung über Martin Mosebach mit dem Verbot der Beschneidung zu tun hat.

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Scrollt man dann im Internet die Leserkommentare unter den Artikeln herunter, die den angeblichen Provokateuren der politischen Korrektheit sonst zuverlässig Beistand leisten, steigert sich die Verurteilung Mosebachs rasch zur Beleidigung und zu regelrechten Hasstiraden. Dass aus den Kirchen keine Zustimmung kommt, wenn jemand auf den Schutz religiöser Gefühle abhebt, versteht sich beinah von selbst. Aber selbst die konservativen Verbände der Muslime schweigen, denen der Schriftsteller doch aus dem Herzen gesprochen haben müsste. Hier wäre das Attribut des Muts tatsächlich einmal angebracht: Für die religiös entleerte Öffentlichkeit scheint es kaum Blasphemischeres zu geben, als das Recht auf Blasphemie infrage zu stellen.

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Natürlich: Wenn man die Wirklichkeit des Glaubens, der Tradition, der für heilig gehaltenen Schriften, des vorgeschichtlichen Rituals und des religiösen Gesetzes einmal außer Acht lässt, die Angelegenheit also rein vom Hier und Jetzt, mit der Ratio jenes Menschenverstandes betrachtet, der sich selbst für gesund hält und dabei auch die Geschichte des Antisemitismus nicht kennt, für die das Verbot der Beschneidung zentral ist, kann man, muss man vielleicht sogar in dem hochheiligen Akt nur eine Körperverletzung und einen unzulässigen Eingriff in die Autonomie eines Kindes sehen.

Wenn ein Gottesgebot nicht mehr als Hokuspokus ist und jedweder Ritus sich an dem Anspruch des aktuell herrschenden Common Sense messen lassen muss, wird die Anmaßung eines deutschen Landgerichts erklärbar, mal eben so im Handstreich viertausend Jahre Religionsgeschichte für obsolet zu erklären. In einer solchen Logik ist auch die Blasphemie etwa so schlimm wie die Beschimpfung einer Wand. Aufklärung ist etwas anderes.

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Der Vulgärrationalismus hingegen, der sich im Urteil des Kölner Landgerichts ausdrückt, setzt den eigenen, also heutigen Verstand absolut. Von dort ist es bekanntlich nicht weit zum Biologismus, der eine rein naturwissenschaftliche Betrachtung der Schöpfung auf die Gesellschaftsanalyse überträgt.

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  1. #1 von klauswerner am 2. Juli 2012 - 09:51

    “wird die Anmaßung eines deutschen Landgerichts erklärbar, mal eben so im Handstreich viertausend Jahre Religionsgeschichte für obsolet zu erklären”
    Aufpassen mein lieber, es gibt genügend Dinge aus der Religionsgeschichte, die zum Glück für alle völlig obsolet sind. Was glaubt dieser Affe eigentlich? Wer wählt den aus, was noch gültig und nicht obsolet ist? Homofeindlichkeit ist heute noch bei vielen gängige Praxis, und Judenverfolgung war auch nahezu 2 Jahrtausende fester bestandteil zumindest der christlichen Religion.
    Sind wir froh, das diese Dinge obsolet sind, und es möge noch so manches weitere folgen!

  2. #2 von Michael am 2. Juli 2012 - 10:21

    Kurz: Es wird die Universalität der Menschenrechte abgestritten – schönes Beispiel für Kulturrelativismus. Und das Geschwätz von der 4000-jährigen Tradition ist im Grunde nur eine Variation der bekannten Killerphrase “Das haben wir schon immer so gemacht!!1!”

  3. #3 von sputnic am 2. Juli 2012 - 10:56

    Kurzform: Alle, die meine Meinung nicht Teilen, sind Nazis und oder dumm. Wenn die Reaktionen auf Blasphemie so selbstentlarvend sind, fordere ich die Einführung von Welt-Blasphemiewochen

  4. #4 von Wacke am 2. Juli 2012 - 10:59

    Der gute Navid Kermani, der ein wirklich tolles Buch über Neil Young geschrieben hat, begeht hier wie viele andere Verteidiger der angeblich bedrohten Religionsfreiheit einen fundamentalen Fehler. Er unterscheidet nicht zwischen einem mündigen Bürger, der er genauso ist wie ich, und einem Schutzbefohlenem, einem Kleinkind. Diese Unterscheidung aber hat das Gericht getroffen. Es beschneidet nicht die Religionsfreiheit eines mündigen Bürgers. Es bewertet die Interessen eines unmündigen Kindes zu dessen Gunsten. Und zieht eine Grenze gegenüber Traditionen und Gebräuchen, die hier von Navid Kermani verwechselt werden mit den individuellen Rechten mündiger Bürger.

    Ich denke, sehr viele in diesem Lande verstehen diesen Unterschied sehr gut. Nicht nur Juristen. Navid Kermani und all die anderen, die sich jetzt auf die verbalen Barrikaden stellen, bezüglich so vieler Dineg auch – Beispiele sind genug gebracht: Beschneidung bei Frauen, Schläge gegen Kinder, sorry für die Reihenfolge – und das Kupieren von Hunden. Sie brauchen nur kurz aus dem Schatten ihrer Tradition treten und sich mal umschauen und merken, dass das Gericht gar nicht anders konnte.

  5. #5 von Sir Toby am 2. Juli 2012 - 11:02

    “In einer solchen Logik ist auch die Blasphemie etwa so schlimm wie die Beschimpfung einer Wand. Aufklärung ist etwas anderes.”

    Nein, genau das ist Aufklärung auch. Und das ist gut so. Auch Gläubige müssen andere Ansichten tolerieren. Es gibt ein Recht auf religiöses Beleidigtsein, aber keinen Anspruch auf Respekt deswegen.

  6. #6 von sputnic am 2. Juli 2012 - 11:34

    Täusche ich mich da, oder gibt es tatsächlich in letzter Zeit einen deutlicheren Trend, Rationalismus und Vernunft zu verhöhnen (entgrenzte Vernunft :-D )

  7. #7 von verquer am 2. Juli 2012 - 12:05

    Der Vulgärrationalismus hingegen, der sich im Urteil des Kölner Landgerichts ausdrückt, setzt den eigenen, also heutigen Verstand absolut.

    Das Koelner Landgericht hat das Recht auf die koerpliche Unversehrtheit Schutzbefohlener gegen die Rechte auf Religions- und Erziehungsfreiheit der Eltern abgewogen und ist zum Schluss gekommen, dass die koerperliche Unversehrtheit staerker wiegt. Das scheint mir eher eine Abwaegung verschiedener, sich im Konflikt befindlichen Werten zu sein, als eine Realisierung eines “Vulgaerrationalismus”. Insofern als dass die Phrase “den Verstand absolut setzen” ueberhaupt Sinn ergibt, frage ich mich, mit welchen Verfahren man sonst entscheiden sollte? Ne Muenze werfen? Oder lieber heilige Buecher verstand- und verstaendnislos interpretieren?

    Aber vielleicht meint Kermani ja hier “Werte” statt “Vernunft”. So wuerde die Phrase schon mehr Sinn ergeben: “die heutigen Werte absolut setzen”. Nur nach welchen Werten als den heutigen sollte man den sonst entscheiden? Die von vor 2000 Jahren? Die in 2000 Jahren? Kermani kreidet den Richter hier etwas an, was der Richter gar nicht anders haette machen koennen und was er selbst natuerlich auch macht: Seinen heutigen Verstand und seine heutigen Werte benutzen, um eine Entscheidung zu faellen. Aber vielleicht ist Kermani ja auch gegen Entscheidungen im allgemeinen. Fragt sich warum er sich entschieden hat, diese Polemik zu schreiben?

    Von dort ist es bekanntlich nicht weit zum Biologismus, der eine rein naturwissenschaftliche Betrachtung der Schöpfung auf die Gesellschaftsanalyse überträgt.

    Wer Kinder vor physischen Schaden schuetzen moechte, steht also mit einem Bein im Biologismus. Wie absurd geht es noch? Und Sie, Herr Kermani, prangern also einen von Ihnen sogenannten “Vulgaerrationalismus” an? Wer im hoechsten Zimmer eines Glasturms lebt, sollte nicht mit Felsen werfen.

  8. #8 von Hal am 2. Juli 2012 - 12:12

    Ui – Vulgärrationalismus, ignoriert man die oft negative Konnotation von vulgär, kritisiert Er den allgemeinen Rationalismus. Traditionell wird vulgär gerne als Präfix von Eliten verwendet um das Verhalten der niederen Schichten zu beschreiben und das überzeugte Religioten sich besser als andere fühlen ist ja allgemein bekannt. Vielleicht sollte dieser Armleuchter sein Niveau etwas heben, dann könnte er über seinen Tellerrand blicken.

  9. #9 von sputnic am 2. Juli 2012 - 12:50

    @Hal: Du meinst Vulgär-Elitarismus pseudointellektueller Moralisten, die rationalen Mängeln ihrerer Epistemologie mit Ausdemarschzismus kompensieren? :mrgreen:

  10. #10 von Barkai am 2. Juli 2012 - 13:20

    die Geschichte des Antisemitismus nicht kennt, für die das Verbot der Beschneidung zentral ist,
    deswegen ging es beim Urteil auch um einen muslimischen Jungen und deswegen war das Reformjudentum in Deutschland schon mal soweit, die brit nicht mehr als zentral, wichtig oder essenziel zu sehen und weil Beschneidung so zentral sit, kann man in einer der juedischen Verbaende in GB auch als Unbeschnittener konvertieren (auch wenn das nicht so gern gesehen wird).
    Aber wenn man ds jetzt beachtet haette, dann haette man sich natuerlich auch kein tolles “Argument” ausdenken koennen.

  11. #11 von Hal am 2. Juli 2012 - 14:20

    @sputnic: Du meinst Vulgär-Elitarismus pseudointellektueller Moralisten, die rationalen Mängeln ihrerer Epistemologie mit Ausdemarschzismus kompensieren? :mrgreen:

    Genau oder so ähnlich ;)

  12. #12 von Hinterfragerin am 2. Juli 2012 - 14:25

    “Der Vulgärrationalismus hingegen, der sich im Urteil des Kölner Landgerichts ausdrückt, setzt den eigenen, also heutigen Verstand absolut. Von dort ist es bekanntlich nicht weit zum Biologismus, der eine rein naturwissenschaftliche Betrachtung der Schöpfung auf die Gesellschaftsanalyse überträgt.”

    WTF?

    Der religiöse Irrationalismus, der sich im Ritual der Beschneidung ausdrückt, setzt jahrtausendealte religiöse Vorstellungen absolut – selbst wenn es um Fragen der körperlichen Unversehrtheit von nicht religionsmündigen und zur eigenen informierten Entscheidung nicht fähigen Kleinkindern geht.

    Man könnte jetzt bösartig sein und sagen, von dort sei es nicht mehr weit zur Rechtfertigung auch anderer Formen religiös legitimierter Körperverletzung – ob zur weiblichen Beschneidung, oder zur Steinigung als Strafe für Blasphemie.

    Schließlich ist es ja “vulgärrationalistisch” anzunehmen, wir könnten, im Vergleich zu den Menschen vor drei Jahrtausenden, eventuell einen gewissen Fortschritt erzielt haben, weil wir heute so etwas wie Menschenrechte kennen, die religiösen Vorstellungen und Regeln VORGELAGERT sind.

    Dies wäre sehr viel schlüssiger als obiger Versuch, aus einer Abwägung verschiedener Rechte mit dem Ergebnis, dass die körperliche Unversehrtheit eines Kindes mehr zählt als die Religionsfreiheit der Eltern, sozialdarwinistische Tendenzen herauszulesen. Ich wüsste zu gerne, was das eine mit dem anderen zu tun haben soll. Ich habe den Verdacht, dass die “Argumentationskette” etwas so aussieht:

    a, Diese Leute wagen es, sich ihres eigenen Verstandes zu bedienen und die Wertung einer Handlung nicht davon abhängig zu machen, ob diese von anderen Menschen eventuell für heilig oder traditionell angesehen wird. Darin steckt die “vulgärrationalistische” Annahme, dass religiöse Vorstellungen, bei allem Respekt vor der Religionsfreiheit, den Eingriff in die grundgesetzlich garantierten Individualrechte von Menschen (hier das auf körperliche Unversehrtheit) nicht rechtfertigen können.

    b, Wer meint, religiöse Vorstellungen seien hinterfragbar, der muss ein Materialist/ Naturalist sein.

    c, Materialisten haben kein Fundement, auf dem sie ihre Moral aufbauen können. Sie sehen den Menschen “nur als Tier”.

    d, Materialisten bleibt deswegen nichts anderes übrig, als – biologistisch – auch die Gesellschaft “rein naturwissenschaftlich” zu betrachten.

    Schon darin stecken so viele Denkfehler, dass man weinen möchte. Beginnend mit der Tatsache, dass hier Individualrechte ja gerade höher gewertet werden, als die eines, in diesem Falle religiösen, Kollektives, das sich anmaßt, diese nach Gutdünken einschränken zu dürfen – weil Gott es so will. Hinzu kommt die Unfähigkeit, zwischen Analyse und Deskription (der Mensche IST ein Tier, viele seiner Verhaltensweisen lassen sich naturwissenschaftlich erklären, auch wenn das Tier Mensch natürlich so komplex ist, dass diese Perspektive nicht ausreicht) und normativer Präskription zu unterscheiden.

    Polemik vom Feinsten…Interessant, dass der Autor nicht “positiv” ausdrückt, was er hier nur durch Angrenzung sagt: Dass er glaubt, religiöse Vorstellungen seien im Zweifelsfalle höher zu bewerten als die Menschenrechte. Dass er glaubt, religiöse Vorstellungen zu hinterfragen sei nicht erlaubt. Vielleicht, weil er weiß, dies würden ihm so die wenigsten durchgehen lassen?

  13. #13 von Noch ein Fragender am 2. Juli 2012 - 14:50

    Trotz Habilitation in Orientalistik und unbestrittener Fähigkeit als sprachgewaltiger Schriftsteller ist Kermani nicht in der Lage, der “frappanten Verständnislosigkeit” zu begegnen und selbst Gesprächsbereiten verständlich zu machen, welchen religiösen SINN denn nun das unbedingte Festhalten an der Kinderbeschneidung haben soll. Außer einem autoritären Bescheid, es sei ein “hochheiliger Akt” und ein 4000 Jahre altes Gottesgebot, kommt nichts,

    Statt dessen nur Diffamierung Andersdenkender als Vulgärrationalisten, die “zu weiten Teilen der menschlichen, damit auch abendländischen und noch modernen deutschen Kunst- und Literaturgeschichte ” keinen Zugang finden, die Religionsgeschichte und die Geschichte des Antisemitismus nicht kennen, die mit ihrer “religiösen Unmusikalität” “für den Zusammenhalt der Gesellschaft gravierende Probleme” heraufbeschwören, leicht in den Biologismus abzugleiten drohen und überhaupt die Grenzen der Vernunft nicht erkennen.

    Man könnte meinen, den Befürwortern der Kinderbeschneidung gehen die Argumente aus.

  14. #14 von pufaxx am 2. Juli 2012 - 14:59

    “In einer solchen Logik ist auch die Blasphemie etwa so schlimm wie die Beschimpfung einer Wand.” – Ja und? Stimmt doch!

  15. #15 von Klaus Brückner am 2. Juli 2012 - 16:37

    Unfassbar ! Ein unglaublich dummer und unüberlegter Kommentar von Navid Kermani. Was uralter religiöser Brauch ist, darf nicht hinterfragt, darf nicht
    geändert werden. Das darf man nicht zu Ende denken. Wenn sich die Menschheit in den letzten 3000 Jahren an diese Maxime gehalten hätten würden wir
    alle noch in der Steinzeit leben, vegetieren. Nein auch Religionen mit all ihren unsinnigen Dogmen müssen sich hinterfragen lassen. Seit der Aufklärung
    stehen unsere Gesellschaften für Religionsfreiheit und Toleranz. Darauf sind wahre Demokraten und Kämpfer für einen säkularen Rechtsstaat besonders stolz. Religionsfreiheit und Toleranz bedeuten aber nicht , daß wir jeden religiösen Wahn- und Irrsinn akzeptieren. Nein über allem stehen die Menschen-
    rechte und unsere Verfassung. Und Beschneidungen aller Art verletzen genau diese Menschenrechte und unsere Verfassung. Wer gegen solchen religiö-
    sen Unsinn kämpft ist deshalb noch lange kein Rechtsradikaler oder Faschist. Ganz im Gegenteil . Religionen sind eine nicht zu ändernde Tatsache,leider !
    Das heißt aber nicht, daß wir sie nicht kritisieren dürfen. Religionen dürfen bei uns, zum Glück ausgelebt werden, solange sie nicht gegen die Grundsätze des demokratischen Rechtsstaates verstoßen. Tolerieren ja, respektieren der religiösen Gefühle nein. Das müssen alle religiösen Menschen im Namen ihres Gottes ertragen.

    K.Brückner

  16. #16 von DerBibliothekar am 2. Juli 2012 - 18:00

    Vulgärrationalismus

    Ein tolles Wort, wie ich finde muss man sich richtig auf der Zunge zergehen lassen.

  17. #17 von Hal am 2. Juli 2012 - 18:19

    Wie schmeckt es, sehr gewöhnlich – oder?

  18. #18 von Andreas P am 2. Juli 2012 - 18:22

    “Dass er glaubt, religiöse Vorstellungen seien im Zweifelsfalle höher zu bewerten als die Menschenrechte. Dass er glaubt, religiöse Vorstellungen zu hinterfragen sei nicht erlaubt.”

    Haette ich nicht besser herausmeisseln koennen, versuche ich daher gar nicht – HF kann ich, mal wieder, nur zustimmen. :-)

  19. #19 von Mreins am 2. Juli 2012 - 18:25

    “… mal eben so im Handstreich viertausend Jahre Religionsgeschichte für obsolet zu erklären …”

    So ein Depp.

    http://www.norm.org/

  20. #20 von Andreas P am 2. Juli 2012 - 18:30

    @Mreins: Immer, wenn man dann auf die Verbrechensgeschichte der Kirche hinweist, kommen sie dagegen damit, dass man so furchtbar nachtragend sei, olle Kamellen auslutsche und die ganze letzte Woche kaum eine einzige Hexenverbrennung, kaum ein Pogrom und nicht mal ein Kreuzzug stattgefunden haette – und ganz viele Priester in der letzten Woche kein einziges Kind angeruehrt haetten.

    Was fuer ein Christ.

  21. #21 von R. Kinck am 2. Juli 2012 - 18:58

    Ist jetzt militanten Vulgäratheismus eine direkte Folge des Vulgärrationalismus oder umgekehrt? Und wo kommt die Vulgäraufklärung ins Spiel. Ich bin durch die ganzen Wortneuschöpfungen ganz verwirrt! Oder heißt es jetzt neuerdings schon vulgärverwirrt?

    http://www.hvd-hessen.de/index.php?id=35&tx_ttnews%5Btt_news%5D=30&cHash=5c76728a849b2d3fe3b97fdd3297de06

    http://www.forum-grenzfragen.de/aktuelles/veranstaltungen/gottlos-gluecklich.html

  22. #22 von Mreins am 2. Juli 2012 - 19:26

    @Andreas P
    Kermanis “Erguss” hier ist eine Ansammlung von religiöser Arroganz.
    - Beschneidungsgegner sind vulgär
    - Eltern die ihre Kinder nicht beschneiden sind vulgär
    - Richter die die Rechte der Kinder schützen sind vulgär
    - die Gesellschafft die solche Richter zulässt ist vulgär
    - unbeschnittene Kinder sind vulgär

    Nur “Gott ist schön” *

    * Das ästhetische Erleben des Koran

  23. #23 von Ezri am 2. Juli 2012 - 20:48

    Kermain ist vulgär

  24. #24 von Ezri am 2. Juli 2012 - 20:48

    Tippselfehler: Kermani ist vulgär

  25. #25 von Andreas P am 2. Juli 2012 - 20:50

    @Ezri: Mag sein.

    Rational aber mit Sicherheit nicht. :-)

  26. #26 von sputnic am 2. Juli 2012 - 21:31

    @R. Kinck: Zunächst muss man zwischen Vulgaristik unterscheiden, die mit Niveau Obszönitäten in künstlerisch ansprechender Weise benutzt, und plattem Vulgär-Vulgarismus, der sich Obszönitäten um der Obszönitäten willen bedient. Dann gibt es noch den fanatischen Vulgaritismus, der Vulgärologen, also Leute, die dogmatisch einer Vulgolorie folgen, folgen. Diese diffamieren Andersdenkende selbst dann, wenn sie nicht strunzdoof sind.

  27. #27 von Hal am 3. Juli 2012 - 00:22

    Meh – Ich gib mich geschlagen – warum? Keine Ahnung und deswegen, Gott wird sputnic beim S….. mit einen Blitz treffen weil es gerecht wäre – nicht minder – ein sehr großer Blitz weil gerecht und Deus Vult und kraftvoll und gerecht weil gerecht.

  28. #28 von Wolfgang am 3. Juli 2012 - 15:20

    Ganz besonders vulgär finde ich den Ausspruch “Lieber Gott”. So etwas abgeschmacktes, verlogenes und Mitleid heischendes Gesülze klingt einfach nur erbärmlich.

  29. #29 von Wolfgang Brosche am 3. Juli 2012 - 17:05

    Dann ist es offenbar eine edle Tat, Kindern an den Geschlechsteilen herumzuschnippeln…
    Kermani ist auf beiden Augen blind – warum, frage nicht nur ich, verstümmeln Religionen immer wenn sie solche Gebote habe, die Geschlechtsteile der Kinder?! Ganz klar – die Sexualpathologie der abrahamitischen Religionen, die Sexualität nur zur Fortpflanzung kennt, setzt natürlich an der wortwörtlich, psychisch und volleiblich schwächsten Stelle an: den Sexualorganen. Hier die Schnippelei im Judentum und im Islam, da die “Eiertänze” um Jesu Vorhaut und die Reinheit oder Unreinheit der Frauen. Noch bis in die 50er Jahre durften Frauen, die ihre Tage hatten keine Kommunion empfangen und nicht dem Altar zu nahe kommen – dieser Aberglaube wurde erst im II. Vatikanum abgeschafft.
    Die Religionen sind besessen von Sexualität, weil man eben über die Sexualorgane die Menschen am besten beherrschen kann.
    Kermani scheint nichts zu wissen über die religiöse Sexualpathologie, mit der erst Freud begann, aufzuräumen.