Sonntagsgedanken: Ohne Gott?

Eine kluge Antwort. Die Naturwissenschaft kann Gottes Existenz weder beweisen noch widerlegen. Wie sollte sie auch? Bei der Gottesfrage geht es ja nicht um exakte Beweise für oder gegen, sondern um das Vertrauen, nicht um die Frage, “ob es einen Gott gibt”, sondern, was er mir bedeutet, ob ich mein Leben ihm anvertraue, ob ich mich von seinen Geboten leiten, von seiner Liebe verwandeln lasse.

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http://www.wiesentbote.de/2012/07/01/sonntagsgedanken-ohne-gott/

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  1. #1 von Deus Ex Machina am 1. Juli 2012 - 13:17

    “Eine kluge Antwort. Die Naturwissenschaft kann Gottes Existenz weder beweisen noch widerlegen. Wie sollte sie auch? ”

    –> Nee, die Antwort von jemandem, der sich zu lange an Gottesbeweisen versucht und nie einen gefunden hat. Der letzte Strohhalm für jemanden, der sein Scheitern nicht eingestehen will und aus mangelnder Größe der anderen Fraktion den Sieg nicht gönnt.

    “Albert Einstein und der römisch-katholische Kardinal von New York sollen einmal ins Gespräch über Gott gekommen sein. Da fragte der Physiker den Kirchenmann, was er denn täte, wenn man ihm nachweisen könnte, dass Gott nicht existiert. Kardinal Spellmann habe lächelnd erwidert: “Ich würde warten, bis Sie Ihren Rechenfehler gefunden hätten.””

    –> Ich wette, der Autor des Artikels wäre einer der ersten, der drauf anspringen würde, wenn jemand Gott bewiesen hätte.

    “Bei der Gottesfrage geht es ja nicht um exakte Beweise für oder gegen, sondern um das Vertrauen, nicht um die Frage, “ob es einen Gott gibt”, sondern, was er mir bedeutet, ob ich mein Leben ihm anvertraue, ob ich mich von seinen Geboten leiten, von seiner Liebe verwandeln lasse.”

    –> Tja, und ob man sich von “seiner Liebe verwandeln lassen” oder ihm vertrauen kann, hängt davon ab, obs ihn gibt.

    Dummes Geschwurbel zum Sonntag.

  2. #2 von Skydaddy am 1. Juli 2012 - 13:34

    Bei der Gottesfrage geht es … nicht um die Frage, “ob es einen Gott gibt”

  3. #3 von Hinterfragerin am 1. Juli 2012 - 14:27

    “bei der Gottesfrage geht es ja nicht um exakte Beweise für oder gegen, sondern um das Vertrauen, nicht um die Frage, “ob es einen Gott gibt”, sondern, was er mir bedeutet, ob ich mein Leben ihm anvertraue, ob ich mich von seinen Geboten leiten, von seiner Liebe verwandeln lasse.”

    Ich fasse zusammen: Bzgl. des Gottesfrage sollte man so vorgehen, dass man Gott nicht nur schlicht als existent präsupponiert, denn hey, er lässt sich ja schließlich nicht widerlegen, sondern auch von vorneherein davon ausgeht, dass diese Entität, an die man ohne Beweise einfach einmal glaubt, Gebote gesetzt hat und mich liebt.

    Ich kann zwar nicht wissen, ob überhaupt “ein Gott” existiert oder nicht, darum geht es auch nicht, aber ich weiß, dass ein ganz spezifischer Gott existiert, der mich liebt, und dass er die Regeln aufgestellt hat, nach denen ich mein Leben führen soll.

    Err. Sehr schlüssig, muss man schon sagen.

    Ich dachte immer, dass es relevant für die Einschätzung dessen sein könnte, was mit “Gott” bedeutet, und ob seine Gebote bindend für mich sind, ob er..hmm.. existiert?

    “Wir sind ja schnell bei der Hand, jemanden abzuqualifizieren, in eine Schublade zu pressen. Gott aber möchte Brücken bauen zwischen Mensch und Mitmensch, zwischen arm und reich, alt und jung.”

    Genau:

    “Denn ich bin gekommen, den Menschen zu erregen gegen seinen Vater und die Tochter gegen ihre Mutter und die Schwiegertochter gegen ihre Schwiegermutter. Und des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein.”

    Brücken bauen, Jesus-style.

  4. #4 von Nudelmops am 1. Juli 2012 - 15:10

    “bei der Gottesfrage geht es ja nicht um exakte Beweise für oder gegen, sondern um das Vertrauen, nicht um die Frage, “ob es einen Gott gibt”, sondern, was er mir bedeutet, ob ich mein Leben ihm anvertraue, ob ich mich von seinen Geboten leiten, von seiner Liebe verwandeln lasse.”

    Tja meine Lieben, was glaubt ihr eigentlich, warum wir Pastafaris so stark und unerschütterlich im Glauben sind? Wir lassen uns doch eine Stripperfabrik und einen ewig sprudelnden Biervulkan nicht entgehen…

  5. #5 von Andreas Fischer am 1. Juli 2012 - 15:50

    Er erdreistet sich die Frage um zu formulieren, die ihm gestellt wird, damit er sie zu seiner eigenen Befriedigung beantworten kann. Das nenne ich Onanie. Der Mann widerspricht sich doch. Erst sagt er, es geht nicht darum ob sein Gott existiert und dann redet er so als ob es ihn doch gibt. Das ist doch eine suggestive Absicht. Er redet von der Gottesfrage, wie lautet die denn ? Ich kenne auf jeden Fall die Antwort, sie lautet: 42.

  6. #6 von holey spirit am 1. Juli 2012 - 17:02

    Bei der Job-Center-Claus-Frage geht es ja nicht um exakte Beweise für oder gegen, sondern um das Vertrauen, nicht um die Frage, “ob es einen Job-Center Claus gibt”, sondern, was er mir bedeutet, ob ich mein Leben ihm anvertraue, ob ich mich von seinen Geboten leiten, von seiner Liebe verwandeln lasse.

    Gell, Claus?

    Aspirin liegt im Schränkchen, Claus, bring mir eins mit.

  7. #7 von Lebrac am 1. Juli 2012 - 18:56

    Es ist ja nicht so, dass mich christliche Glaubensaussagen noch verwundern könnten, aber sollte man wirklich auf einen “Führer” vertrauen, der einmal die gesamte Menschheit ersäuft, und sich danach wieder für sie opfert?

  8. #8 von Flo am 1. Juli 2012 - 19:06

    Eine sehr kluge Antwort, klar.

    Was würden sie tun, wenn ihr Haustier stirbt?
    Ich würde warten, bis es wieder lebt.

    Was würden sie tun, wenn ihr Haus abbrennt?
    Ich würde warten, bis es nicht gebrannt hat.

    Was würden sie tun, wenn sie im Lotto gewonnen hätten?
    Ich würde warten, bis sich herausstellt, dass es ein Computerfehler war.

    Auch “Was würden sie tun, wenn A?” mit “Ich würde warten bis nicht A!” zu antworten ist keine kluge Antwort, sondern völliger Quatsch.

  9. #9 von Wolfgang am 1. Juli 2012 - 19:20

    Die Sonntagsgedanken drehen sich doch bei den Berufstätigen darum, was ziehe ich morgen an.
    Rentner danken Sonntags und der folgenden Woche, das sie nicht mehr arbeiten müssen.
    Und der Pfarrer hat den Sonntagsgedanken, hoffentlich ist es am nächsten Sonntag nicht noch leerer in der Kiste.

  10. #10 von M.G. am 1. Juli 2012 - 20:27

    Als Atheistin lebe ich freier,als als kath Christin früher,also gibt es für mich nach dem Austritt auch kein Grund zurückzukehren,So dass ich Sonntags ausschlafen kann oder anders verbringen kann.
    Mir sind Religionen einfach zu fanatisch,was bei mir mur zu Suizidversuchen führen würde,was ich verhindern kann durch Fernbleiben.

  11. #11 von Noch ein Fragender am 2. Juli 2012 - 00:11

    Und wieder meine Frage an die EKD-Zentrale für niveauvolle Aufklärung:

    Ist das das Christentum, dass Aufklärungsprozesse hinter sich oder noch vor sich hat?

  12. #12 von holey spirit am 2. Juli 2012 - 00:35

    ad M.G. #10.
    Hut ab vor Deiner Entscheidung! Bleib dem Verein bloß fern!
    Darf man vorsichtig fragen, seit wann Du Atheistin bist, und wann Du aus der Kirche ausgetreten bist?

  13. #13 von Elvenpath am 2. Juli 2012 - 01:38

    “von seiner Liebe verwandeln lasse.”

    Millionen von hungernden Kindern würden sich sehr gerne von seiner Liebe in gut ernährte Kinder verwandeln lassen.

  14. #14 von Andreas P am 2. Juli 2012 - 04:35

    Sonntagsgedanken von einem Sonntagsdenker… :-)

  15. #15 von Ezri am 2. Juli 2012 - 11:00

    Ich denk Sonntags nichts anderes als an anderen Tagen auch…

  16. #16 von sputnic am 2. Juli 2012 - 11:29

    @AndreasP: Sonntagsdenker, sehr schön :-D

  17. #17 von Max Headroom am 2. Juli 2012 - 11:59

    Die Naturwissenschaft kann Gottes Existenz weder beweisen noch widerlegen.

    Wenn zwischen einer Unbeweisbarkeit und einer Inexistenz kein Unterschied zu finden ist, dann bleibe ich bei der Inexistenz. Sie benötigt viel weniger Annahmen :) .

    Bei der Gottesfrage geht es ja nicht um exakte Beweise für oder gegen, sondern um das Vertrauen (..)

    Nein. Bei der “Frage nach Gottes existenz” (oder was sollte gefragt werden? Ist hier nicht spezifiziert worden) ist der Nachweis der Behauptung gefragt. Man bietet zwar die Bibel an, aber das ist kein Beweis für die reale Existenz einer übernatürlichen denkenden Entität, sondern eine Sammlung mythologischer Texte.

    Gott aber lässt sich nicht ins Abseits stellen (..) möchte Brücken bauen zwischen Mensch und Mitmensch, zwischen arm und reich, alt und jung.

    Und woher nimmt dieser gute Mann dieses Wissen? Wenn es keinen Weg gibt, falsches von richtigem Wissen zu unterscheiden – Gott ist eben für die Wissenschaft nicht erreichbar – dann kann dieses “Wissen” ein Trugschluss sein. Vielleicht möchte Gott sich ja ins Abseists stellen lassen? Vielleicht ist Gott längst zu seiner Frau gegangen und vergnügen sich mit anderen Götter im Hadesland-Vergnügungspark? Wenn man ausser den mythologishen Wunschvorstellungen eines personifizierten Absolutismus nichts besitzt und nichts besitzen kann, dann wäre sowas denkbar … oder gar “wahr”. Beweisen muss man dies schließlich nicht. Glauben reicht vollkommen. Und wenn’s mal eng wird, einfach erwähnen, dass es bei der Hadesfrage nicht um die Beweisführung der Behauptung geht, sondern nur, ob man mit der bildlichen Geschichte was anfangen kann :) .

  18. #18 von M.G. am 2. Juli 2012 - 14:12

    #12 Holy Spirit, Hallo,einen schönen Tag !
    Gern bin ich bereit zu sagen,dass ich seit 2005 ausgetreten bin,aber seit 1985 mich der kath. Kirche entfernte. Ich habe mir dann mal die Zeugen Jehovas genauer betrachtet,aber erst gar nicht von denen taufen lassen.
    Und nun bin ich gern lieber Atheistin und ich fühle mich wohl dabei,da die Religionen durch eine seelische Enge in ihren Vorgaben,bei mir den Lebensmut raubte und ich nicht mal nach dessen Gemeinschaftsordnung und Auferstehungglauben leben wollte,sondern nach dessen Glauben sogar das ewige Leben im Himmel oder Paradies auf Erden mit erfolgreicher Suizidhandlung beenden würde.Das religiöse leben gefällt mir nicht.

  19. #19 von holey spirit am 2. Juli 2012 - 15:03

    Hi, M.G.

    Welche sind bescheuerter? Katholen oder Jehovas?

  20. #20 von pufaxx am 2. Juli 2012 - 15:22

    @holey: Vermutung – Beide wahrscheinlich so ziemlich gleich bescheuert. Nur gibt’s bei den Katholen einen ungleich höheren Anteil an “gemäßigten” und reinen “Taufschein-Katholiken” …
    :)

  21. #21 von holey spirit am 2. Juli 2012 - 15:36

    ad pufaxx

    Das gleiche hat mir Job-Center Claus auch gesagt, bevor er los ist, Wachtürmchen feilzubieten.

  22. #22 von pufaxx am 2. Juli 2012 - 15:52

    @holey: Woll’n ma ne Religion gründen? :)

    Und … was heißt überhaupt “bescheuert” …

    Also so vom Grundsätzlichen her finde ich den Islam ja glatt weniger absurd als das Christentum. Alleine die Idee, dass Gott einen Sohn hat, den er auf die Erde schickt, damit er zu Tode gefoltert wird, um dadurch für die Sünden aller anderen und künftigen Menschen zu büßen, ist von vornherein schon mal SOWAS von schräg. Dagegen kommt mir die Idee “Nur Propheten, kein Messias” regelrecht vernünftig vor.

    Aber wenn man das mal akzeptiert hat, scheine mir die Jehovas ein bisschen konsequenter als die Katholen. Erstens nehmen die die Bibel ziemlich wörtlich, und was die unter “Monotheismus” verstehen, ist wenigstens auch ein solcher. Die schier unüberschaubare Vielzahl von Heiligen der Katholiken hingegen – und die Tatsache, dass (laut diversen Umfragen) die meisten von ihnen eher zu Heiligen und der Mutter Gottes als zu Gott beten – find ich besonders putzig.

    Die Grundideen sind ohnehin allesamt unhaltbar und “bescheuert”. Da stellt sich eher die Frage, wer sich am bescheuertsten aufführt. Und auch DAS ist keine so wirklich taugliche Frage, weil’s ja immer “so’ne und solche” gibt.

    Vielleicht sollte man die M.G. lieber fragen, bei wem sie schneller ins Grübeln gekommen ist …?

  23. #23 von Andreas P am 2. Juli 2012 - 20:14

    Max Headroom: Es ist noch viel duemmer: Kein Nachweis fuer die Existenz trotz ausgiebiger Suche gilt in den Naturwissenschaften als Beleg der Nichtexistenz…

  24. #24 von pufaxx am 2. Juli 2012 - 20:23

    @Andreas P: Wenn mich nicht alles täuscht, ist ein Beweis für Nichtexistenz grundsätzlich unmöglich. (Was als Beweis für nicht-Existierendes natürlich ebensowenig taugt. Merkt dummerweiser nur nicht jeder …)

  25. #25 von Andreas P am 2. Juli 2012 - 20:49

    Pufaxx:

    Da taeuscht Dich alles… :-)

    - Man kann zum Beispiel beweisen, dass es keine rationale (=als Bruch ganzer Zahlen darstellbare) Zahl gibt, deren Quadrat 2 ist.

    Auch ansonsten ist der “Beweis der Nichtexistenz” nicht sonderlich schwer: Es gibt zum Beispiel keinen Planeten zwischen Venus- und Erdbahn. Gaebe es einen, dann wuerde der ziemlich leicht zu sehen und andersweitig nachzuweisen sein. Gleichfalls gibt es in der Nordsee keine Insel, die 20km hoch ueber die Meeresoberflaeche hinausragt.

    In beiden Faellen wuerde es naemlich beobachtbare Folgen geben, von denen wir sicher sagen koennen, dass sie nicht der Fall sind: Einen solchen Planeten, eine solche Insel wuerden wir sehen.

    Im gleichen Sinn kann man nachweisen, dass es keinen Gott gibt, der suendigen Menschen bevorzugt Krankheiten schickt und betende Anhaenger heilt – Impfungen und Aerzte sind da die entscheidenden Faktoren. Insbesondere gibt es keinen Gott, der seine Anhaenger allesamt immun gegen Gift macht. Oder der die Welt noch zu Lebzeiten von Jesus Zuhoerern beendete.

    - Die gaengige Ausflucht ist, Begriffe wie “Planet”, “Insel” oder “Gott” eben umzudefinieren, also: was neues zu erfinden, und dann zu behaupten, das haette man eigentlich gemeint, und das sei ja nicht widerlegt – eine der Hauptaufgaben der Theologie. Exakt das macht “Gott” “unwiderlegbar”.

    Theologen & andere Apologeten wuerden das aber nicht machen muessen, waere nicht ihr urspruenglicher Glaube (so problematisch der Begriff ist) laengst von den Naturwissenschaften widerlegt wurde: Mit dem Umgeschwurbel gestehen diese Leute implizit ein, dass dieser Gott – eben der im weiten traditionellen, sprach-ueblichen Sinne – nachgewiesenermassen nicht existiert und daher ein Ersatz her muss.

    —-

    Bestimmte Dinge kann man tatsaechlich nicht ausschliessen, weil man dafuer das ganze Universum Staubkorn fuer Staubkorn absuchen muesste: Etwa echtes Einhorn, wenn es irgendwo auf irgendeinem Planeten im Universum sein koennte.

    Aber das Problem gibt’s mit dem Bibelgott aus’m NT nicht. Um dessen Nichtexistenz zu beweisen, reicht es eigentlich schon aus, sich klarzumachen, dass eben die Welt nicht vor so 1900 Jahren untergangen ist…

  26. #26 von M.G. am 2. Juli 2012 - 22:00

    Hallo Holy Spirit und pufaxx,

    Eine Religion zu gründen,sollte wir lieber sein lassen,denn die Freiheit im Atheismus kann keine Religion ersetzen.

    Aber die Zeugen Jehovas ähneln sich auch den Katholiken in einigen Details.
    In der Verfassungsfeindlichkeit bezüglich der Gleichheit von Homosexuellen,zwischen Mann und Frau,sowie den rechten der Kinder,welche ja nicht wirklich das Recht auf Kindeswohlschutz haben,vor allem bei fanatisch religiösen Eltern.
    Sie dürfen nicht wirklich freie ihren Beruf wählen,die Freunde auswählen und müssen oft auch gegen ihren Willen der Religion zugehören.Auch in der Partnerschaft und Eheführung wird oft versucht von den Eltern aus,Einfluss zu nehmen.
    Es ist aus meiner Sicht und Erfahrung beides Fanatismus,denn wenn der Gott die Homosexuellen entstehen lässt zur Empfängnis,dann muss er seinen gebauten “Ausschuss” auch als solche auf der Welt glücklich werden lassen und nicht durch Zwang in ihren Rechten gravierend einschneiden.Da ist doch wohl der Gott Schuld und nicht die homosexuell bei der Empfängnis entstandenen Menschen.

  27. #27 von holey spirit am 3. Juli 2012 - 01:06

    Hallo, M.G.

    Der pufaxx ist einfach albern. Hör ja nie auf den, sonst gehts Dir wie mir. Er hat mir den Job-Center Claus eingebrockt. Er hat kürzlich vom Job-Center Claus geträumt und davon erzählt.
    (Siehe diesen Beitrag: http://blasphemieblog2.wordpress.com/2012/06/26/usa-nessie-soll-evolution-widerlegen/#comment-77009 und die Folgebeiträge #82 bis #84)
    Der bescheuerte Job-Center Claus hat sich sofort als fixe Idee (also als “Mem”, siehe Wikipedia) in mein Hirn eingepflanzt, bleibt da behäbig drin hocken und will erstmal nicht mehr raus. Um aus der Not ne Tugend zu machen, hab ich beschlossen, Job-Center Claus für ein Weilchen als Freund zu akzeptieren. Job-Center Claus ist – soweit ich ihn bis jetzt kennengelernt habe – zwar etwas einfältig, aber insgesamt recht gutmütig. Er geht ab und zu gern einen heben, und wenn er danach Kopfweh hat, wird er schnell quengelig. Bei der nächsten Zechtour werd ich ihm einfach mal ein Clausthaler unterjubeln, während ich mir nen irischen Mist gönne. Zum echten Religionsstifter taugt Job-Center Claus charakterlich nicht wirklich, dazu fehlt ihm einfach die nötige Gehässigkeit und Bosheit. Und wenn er mir irgendwann langweilig wird, zieht er von alleine wieder ab und sucht sich ein neues Zuhause. Vielleicht nistet er sich ja dann beim Mixa ein und bringt den ein bisserl aus dem Konzept. Job-Center Claus ist allerdings gar nicht schlecht darin, religiösen Schwachsinn zu konterkarieren, das kann er nu wirklich ganz gut: http://blasphemieblog2.wordpress.com/2012/07/01/sonntagsgedanken-ohne-gott/#comment-77542

    Die religiösen Meme, also die bescheuerten fixen Ideen, die sich unter Religiösen von Gehirn zu Gehirn und von Generation zu Generation fortpflanzen, sind da wohl ein ganz anderes Kaliber. Da ich glücklicherweise von ihnen verschont geblieben bin, kann ich sie nicht wirklich nachvollziehen. Ich glaube aber, sie werden meist bereits in der Kindheit unter Zwang eingepflanzt, verbeißen sich oft tief in die Persönlichkeit, arbeiten mit ganz miesen Tricks und es bedarf später aufwändiger Operationstechnik, sich all die Dinger selbst wieder vollständig rauszuschneiden. Glücklich, wems gelingt.

    So, jetz muss ich noch kurz den Andreas P zusammenstauchen.

  28. #28 von holey spirit am 3. Juli 2012 - 01:08

    ad Andreas P #25. Was versuchst Du denn, dem pufaxx heut wieder für ne Binde aufzubären?

    “Es gibt zum Beispiel keinen Planeten zwischen Venus- und Erdbahn. [...] Gleichfalls gibt es in der Nordsee keine Insel, die 20km hoch ueber die Meeresoberflaeche hinausragt.”

    Wie peinlich Andreas! Kannst Du mehr als Sprücheklopfen? Musst Du denn instinktiv alles plattmachen mit Sprüchen, anstatt mal den Verstand zu gebrauchen! Zwischen der Venus und der Erde gibts noch die substanzlose, aureatische Feenus. Und in der Nordsee liegt eine 21 km hohe unsichtbare Insel names Feemarn. Die hat ne Küste mit nem Meerbusen namens Elfenbeinbüste. Denk doch mal nach.

    “Im gleichen Sinn kann man nachweisen, dass es keinen Gott gibt, der suendigen Menschen bevorzugt Krankheiten schickt und betende Anhaenger heilt – Impfungen und Aerzte sind da die entscheidenden Faktoren.”

    So so, Du meinst also, dass Impfungen und Ärzte die entscheidenden Faktoren sind, dass sündigen Menschen bevorzugt Krankheiten geschickt werden und betende Anhänger geheilt werden. Wer was behauptet muss belegen können… Schwatzen kann ich auch den ganzen Tag, aber es ist nicht wissenschaftlich wenn ich es nicht belegen kann. Denk nach und bedien Dich Deines Verstandes.

  29. #29 von Andreas P am 3. Juli 2012 - 01:59

    @Holey Spirit: :D

    Du karikierst hier aber wieder mal den Strohmann des naiven Feenglaubens, nicht aber die laengst viel aufgeklaerte wissenschaftliche Feeologie.

    Hier ein link zu all den klugen Argumente, die sich Frau Prof. Dr. fee. Dr. spir. Gebinsel-Hoelzchen-Stoeckchen-ab und zu von der Stange dazu gemacht hat und die alle Einwaende hinfortschmettern wird:

    http://www.sammlungkomplettsinnloserlinksundendloserausdemzusammenhanggerissenerzitateohnejeglichenbezugzumthemaaberdafuermitverweisenaufobskurebuecherdiederwebseitenautornichtnurgeschriebensondernauchalseinzigergelesenhat.com

    Ist doch unfair, den Aberglauben einiger verirrter Feenusliteralisten hier zu karikieren, statt sich mit den tiefen Erkenntnissen der Feeologen auseinanderzusetzen.

    Oder weisst Du, warum es nachts beim Kaeuzchenschrei auf dem Blocksberg kaelter ist als es auf der Cheopspyramide um Mitternacht dunkel ist? Nein? Siehst Du, und eben weil die Wissenschaft gar nicht alles beantworten kann, ist es voellig vernuenftig, an die grosse Zahnfee zu glauben! :D

  30. #30 von holey spirit am 3. Juli 2012 - 02:14

    So lasset uns zusammen konjugieren:
    Ich karikiere.
    Du karierst.
    Claus konterkariert.

  31. #31 von holey spirit am 3. Juli 2012 - 02:18

    Mist….reingefallen. Hab auf Dein Link geklickt. Drecksinstinktverhalten.

  32. #32 von dassystemblog am 3. Juli 2012 - 08:58

    „Die Naturwissenschaft kann Gottes Existenz weder beweisen noch widerlegen.“ – Das kann doch nicht wahr sein, daß man sich diesen Glaubensquark hier reinzieht. Menschliche Erfahrung, Naturwissenschaft und Gesellschaftswissenschaften haben sehr wohl bewiesen, daß kein Gott existieren kann, daß „er“ eine menschliche Erfindung war in Ermangelung einer besseren Erklärung für Natur und Gesellschaft und daß es einen gar nicht so kleinen Personenkreis gibt (weil offensichtlich alles Scheiße ist in dieser Gesellschaft), der seinen Lebensunterhalt mit der Verbreitung von religösen Ideen gibt, die dazu beitragen, die Lebensverhältnisse darzustellen als unveränderlich für die „kleinen Leute“.

  33. #33 von M.G. am 3. Juli 2012 - 11:13

    Holly Spirit vom 3.7.12 um 1:06 Uhr

    Pufaxx ist eben so locker,wie es oft auch Bayern nachgesagt wird, erst der Kirchenpflichtbesuch und dann wird gefeiert mit ein Maaß Bier oder mehrere.
    Von Kindeszeit eingepflanzter religiöser Fanatismus kann einen Menschen und sein Leben so zerstören,dass er dadurch dem Untergang geweiht ist. Es bedarf enormer seelischer Kampfkraft selbst ins normale leben zu finden.Aber wenn man es schafft ist man widerstandfähiger,als andere, welche soetwas nicht kennen .

  34. #34 von holey spirit am 3. Juli 2012 - 13:32

    Ad M.G.

    Dann bin ich beruhigt. Job-Center Claus ist übrigens heute Nacht noch ganz überraschend ausgezogen. Hat im Weggehen irgendetwas gemurmelt wie, er habe seinen Auftrag bei mir erfüllt (???), er wolle sich jetzt ganz der Mem-Forschung widmen (???). Was weiß ich, habs nicht ganz verstanden, was er mir sagen wollte. Ein klein wenig traurig bin ich aber doch, hatte mich fast schon gewöhnt an ihn. Naja, sollt er mal wieder zu Besuch reinschneien – er ist mir jederzeit herzlich willlkommen, der bescheuerte Claus.

  35. #35 von M.G. am 3. Juli 2012 - 19:58

    Hallo Holy Spirit;(deutsch Heiliger Geist,das Bild ist bestimmt eine CT-Aufnahme vom Heiligen Geist,oder ?)

    Ich denke Job-Center-Claus sucht sicher nach dem tieferen Sinn seines Daseins,wenn er es gefunden hat,lässt er sich sicher sehen.
    Früher erklärten uns die religionen die Welt,heute tun es die Wissenschaften. ;-)

  36. #36 von pufaxx am 3. Juli 2012 - 20:09

    @holey: Doch keine neue Religion? Schade. Sich am “highligen Tag des genehemigten Weiterbewilligungs-Antrags” in mintgrüne Weihnachtmann-Kostüme zu werfen, hätte doch was.

    Na gut, dann erfinde ich halt was anderes. Ich könnte ja mal ein bisschen mit Natriumhy-Drogencarbonat und Schwafelsäure experimentieren. Vielleicht kommt am Ende ja ein Katavers dabei raus. Oder gleich eine komplette Katastrophe. Man weiß es nicht.
    :)

    @M.G.: Ich wohne tatsächlich in Bayern. Das darf ich hier allerdings nicht laut sagen, weil hier Franken ist. Und da ist man eigen. Aber für mich als gebürtigem Fischkopp ist sowieso alles südlich der Elbe Balkan.

  37. #37 von holey spirit am 3. Juli 2012 - 20:35

    Alles nördlich des Mains ist Sauerland. Meinen alten Professor konnte man zur Weißglut bringen, indem man formal Dehyd gesagt hat. Wie macht man Kopfsülze? Mit Wissen und nit Raten. Und wie Christstollen? Mit Rosinen und nit Rosaminen. Den Chinesen fehlt das Enzym Alkoholdehü, Drogennase. Deshalb schlagen se um von gelb nach rot nach blau. Im Studium hats mich auch mal nach Franken gefürth, konnte ne Bude in der Vierzigmannstrasse erlangen.

    M.G., ich besteh auf mein E. Generell keine zwei L.

    Claus ist weg. Bin so traurig.

  38. #38 von pufaxx am 3. Juli 2012 - 21:14

    Hm. Ich hab neulich übrigens herausgefunden, dass “Formaldehyd” nicht der Imperativ zu “altmodische Kopfbedeckungen modellieren” ist.

    Vierzigmannstraße? Hoi. Reichlich zentral – und Erlangen ist (war’s jedenfalls damals) ziemlich teuer. Bin nach zwei Semestern dann mit nem Kumpel nach Fürth gezogen. Coole Altbauwohnung im Hinterhaus. Dreieinhalb mal umfallen – und schon war man beim Bahnhof, bei der Post, beim Marktkauf, bei der Norma, beim Plus, bei der Sparkasse. Top-Lage. Jeder hatte zwei Zimmer – und jeder gut ein Drittel Miete inkl. NK weniger. Dazu dann noch die üblichen anderen WG-Vorteile: Telefon (und später Internet), Kabelanschluss etc. konnten geteilt werden, Essen ist zu zweit deutlich günstiger als alleine – und NOCH ein glücklicher Zufall: Unsere beiden Freundinnen wollten ebenfalls zusammenziehen – und haben ne Wohnung im gleichen Haus ergattert.