Ausgerechnet Indien steht davor, zum weltgrößten Exporteur von Rindfleisch zu werden – ein Land, in dem die Kuh sakrosankt ist. Die Bürokraten im US-Landwirtschaftsministerium machen es möglich.
[..] Aus Indien. Einem Land, in dem die Kuh ein heiliges Tier ist und viele Bundesstaaten das Töten von Kühen und den Verzehr von Rindfleisch verbieten. [..]
[..] das liegt daran, wie das US-Landwirtschaftsministerium Rindfleisch definiert. Denn zu der Kategorie Rindfleisch (“Beef”) gehören in der Erhebung auch Wasserbüffel, und nur das ist es, was Indien exportiert. [..] Die indischen Gesetze beziehen sich nur auf Kühe und Wasserbüffelweibchen, die Milch geben. Männliche Wasserbüffel und weibliche Tiere, die keine Milch mehr geben, dürfen geschlachtet und exportiert werden, was die indische Fleischindustrie denn auch in großem Umfang tut.
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#1 von Didi am 19. Juni 2012 - 20:28
Es gibt doch für Religioten immer eine Hintertür; alles ist reine Auslegungssache. Vielleicht findet morgen einer die Ausrede, nur Kühe mit abstehenden Ohren sind heilig oder mit gespreizten Hufen, oder sowas. Dabei kann natürlich näher definiert werden, muss aber nicht, wie groß der Abstand sein muss.
So müssen auch Frauen in Saudi-Arabien die Länge ihrer künstlich verlängerten Fingernägel bei einer Behörde melden und darüber eine Bescheinigung ausgestellt bekommen. Wenn sie den Religionswächtern (natürlich Männer) dann in die Hände kommen, wird dies von den Wächtern nachgemessen. Bei Überschreitung der Höchstlänge steht darauf eine Halb-Steinigung.