Gott als Fußball-Kapitän deines Lebens!

Arsène Wenger Facepalm

Eine Überraschung hat sich das Team für den modernen Gottesdienst in der Lübecker St.Matthäi-Gemeinde am Sonntag ausgedacht. Gewöhnlich warnen die Pastoren davor, Fußball als eine Ersatzreligion zu betreiben. Tatsächlich besteht da eine gewissen Gefahr.

(…)

ER möchte nicht nur als Reservespieler am Spielfeld sitzen und auf unser Leben schauen, sondern Er möchte aktiv daran teilnehmen. Und wenn wir ihn lassen, dann kann ER sogar zu unserem Spielführer und Kapitän werden. Das Tolle daran, Gott durch Jesus zum Spielführer und Kapitän in seinem Leben zu machen ist, dass man schon gewonnen hat, egal wie das Spiel ausgehen wird.” (…)

Ich finde diesen Denkrichtung originell und gut und möchte sie hier ergänzen: Gottes Liebe zu uns zeigt sich ja auch darin, dass er uns so intelligent gemacht hat, dass wir uns so geniale Spiele wie Fußball ausdenken können. (…)

Außerdem hat Gott uns seine Liebe darin gezeigt, dass er uns so intelligent gemacht hat, das Farbfernsehen und das erd-umspannende Fernsehnetz zu erfinden.

Weiterlesen:

http://www.hl-live.de/aktuell/textstart.php?id=77406

About these ads

  1. #1 von Flo am 10. Juni 2012 - 10:46

    Nicht zu vergessen, dass Gott uns auch so intelligent gemacht hat, Massenvernichtungswaffen zu erfinden und auch so lustige Abendbeschäftigungen wie zum Beispiel die Folter. Danke! Das ist doch wirklich nett von ihm, nicht wahr?

  2. #2 von AMB am 10. Juni 2012 - 11:16

    Er möchte “Fußball-Kapitän” meines Lebens sein? Und wer sind die andern neun? Ich lehne Fremdbestimmung ab! Mich nervt der Gedanke, dass Gott IMMER die erste Geigen spielen muss.

    Warum hat eigentlich Jesus (Gott himself) nicht Farbfernsehen und Fußball erfunden? :mrgreen: Ist er nicht so intelligent gemacht worden, wie die heutigen Menschen?

    Und mal ganz ehrlich, Fußball ist keine intelligente Sportart. Und das sage ich als Fußballfan.

  3. #3 von Nudelmops am 10. Juni 2012 - 11:28

    @AMB “Warum hat eigentlich Jesus (Gott himself) nicht Farbfernsehen und Fußball erfunden?”

    Ganz einfach – es wäre sinnlos gewesen, denn es gab damals noch keine Sender, nicht mal die ARD…

  4. #4 von stephancologne am 10. Juni 2012 - 11:32

    Dann hatte er ja zumindest Fußball erfinden können. Funktioniert auch ohne Fernseher ;)

  5. #5 von Nudelmops am 10. Juni 2012 - 11:44

    Das schon, aber dann hätte eine Champions-League-Saison schon reisetechnisch mehrere Jahre gedauert – ausserdem waren die Stadien damals noch nicht sicher genug und eher für Gladiatorenkämpfe ausgelegt.
    Und vergiss nicht: Beim Fussball fliesst nur selten Blut…

  6. #6 von Olaf am 10. Juni 2012 - 13:07

    Kreationismus: in Deutschland verkleidet in Kinderromantik

  7. #7 von pufaxx am 10. Juni 2012 - 15:04

    Ich hab ja schon viel Scheiße gelesen. Aber DAS … Ach Du meine Fresse.

    “Heinz Rußmann empfiehlt den besonderen Gottesdienst am Sonntag in der Matthäi-Kirche in der Schwartauer Allee.” Tolle Idee.

    Ich empfehle: Fenster zum Hinterhof öffnen, die beiden Kadsen auf die Fensterbank lassen, damit sie die Vögel ausschimpfen können – und zum Zugucken zwei Buddeln eiskaltes Zirndorfer. Ist deutlich entspannender.

  8. #8 von holey spirit am 10. Juni 2012 - 15:15

    +++EILMELDUNG+++EILMELDUNG+++EILMELDUNG+++EILMELDUNG+++

    Endlich! Der lange gesuchte, ultimative GOttesbeweis ist erbracht:

    1. Der Mensch ist so intelligent gemacht, dass er sich so geniale Spiele wie Fußball ausdenken kann.
    2. Der Mensch ist so intelligent gemacht, das Farbfernsehen und das erd-umspannende Fernsehnetz zu erfinden.
    3. Also existiert GOtt.

  9. #9 von Wolfgang am 10. Juni 2012 - 15:35

    Jetzt wird auch “Gott” missbraucht. Gott und das Wort Dummheit sind identisch.

    Der heilige Geist ruft:
    “Ich möchte so gerne mal nach Rom ! Denn da war ich noch nie!”

  10. #10 von holey spirit am 10. Juni 2012 - 17:28

    So funktionieren Gottesbeweise seit über 2000 Jahren:

    1. Es wird postuliert, etwas Existentes müsse gemacht sein, um dann im Zirkelschluss die Existenz eines Machers zu folgern. 2. Wenn etwas Existentes komplex sei, müsse der Macher noch komplexer (vollendeter) sein. 3. Vollendet – vollendeter – Am Vollendetsten in Zeitraffer rückwärts bis zum unbewegten Beweger.

    Es als Zeichen der allgütigen Liebe Gottes zu werten, den Menschen so intelligent gemacht zu haben, dass er sich so geniale Spiele wie Fußball ausdenken konnte, ist eine wahrhaft originelle und innovative Variante dieser Denkrichtung. Dummdreistes Obskurantentum in Formvollendung. Der Fußballbezug ist ein rabulistischer Kunstgriff, um die bare Unsinnigkeit der eigentlichen Kernaussage zu verschleiern, die da lautet: Die Existenz Gottes ergibt sich zwingend daraus, dass Gott den Menschen gemacht hat.

    Dadaismus, praktiziert von löchrigen Geistern.

  11. #11 von Nudelmops am 10. Juni 2012 - 18:28

    Und wie der Glaube zustandekommt und funktioniert hat ja Sam Harris in seinem Buch “Letter to a Christian Nation” schon ziemlich überzeugend dargelegt.

    Sechs einfache Schritte zum Gottesglauben:

    1. Zuerst müssen Sie an Gott glauben wollen.
    2. Als nächstes müssen Sie einsehen, dass der Glaube an Gott ganz besonders erhaben ist, weil es eben keine Beweise für seine Existenz gibt.
    3. Dann müssen Sie erkennen, dass die menschliche Fähigkeit, an Gott zu glauben, gerade weil es keine Beweise für seine Existenz gibt, selbst ein Beweis für die Existenz Gottes darstellt.
    4. Nun müssen Sie jeden Drang nach weiteren Beweisen (sowohl für sich selbst, als auch für andere) als eine Form der Versuchung betrachten, die spirituell ungesund ist oder den Intellekt verdirbt.
    5. Berufen Sie sich auf die Schritte 2 – 4 als Akte des „Glaubens“.
    6. Beginnen Sie wieder bei 2.

    Das ist die deutsche Übersetzung – für das englische Original guckst du hier:
    http://newsweek.washingtonpost.com/onfaith/panelists/sam_harris/2007/09/religion_as_a_black_market_for.html

  12. #12 von holey spirit am 10. Juni 2012 - 18:39

    Ein bisserl induktive Dissektion:

    1. Gottes Liebe zu uns zeigt sich ja auch darin, dass er uns so intelligent gemacht hat, dass wir uns so geniale Spiele wie Fußball ausdenken können.

    => (1.) ist ein Spezialfall von (2.) Wenn (1.) gilt, dann gilt auch (2.).

    2. Gottes Liebe zu uns zeigt sich ja auch darin, dass er uns intelligent gemacht hat.

    => (2.) ist ein Spezialfall von (3.) Wenn (2.) gilt, dann gilt auch (3.).

    3. Gottes Liebe zu uns zeigt sich ja auch darin, dass er uns gemacht hat.

    => (3.) ist ein Spezialfall von (4.) Wenn (3.) gilt, dann gilt auch (4.).

    4. Gott zeigt sich darin, dass er uns gemacht hat.

    => (4.) ist ein Spezialfall von (5.) Wenn (4.) gilt, dann gilt auch (5.).

    5. Gott zeigt sich darin, dass wir existieren.

    => (5.) ist ein Spezialfall von (6.) Wenn (5.) gilt, dann gilt auch (6.).

    6. Gott muss einfach existieren, weil wir Menschen existieren.

    Aussage (6.) ist die auf ihren innersten Kern reduzierte Quintessenz aller Religion: ein Wittewitt-Weltbild. Jedem Kind ab vier Jahren, das bereits erfahren hat, dass es nicht unsichtbar wird, wenn es sich die Augen zuhält, ist die bare Unsinnigkeit und Haltlosigkeit von Aussage (6.) nun aber intuitiv und unmittelbar ersichtlich. Oberster Zweck der Theologie ist es also, die Absurdität von Aussage (6.) durch Hinzunahme von immer mehr Attributen so zu verschleiern und zu vernebeln, dass sie selbst von Erwachsenen nicht mehr auf Anhieb erkannt werden kann und somit widerspruchslos geschluckt wird. Aussage (1.) ist ein Paradebeispiel hierfür.

  13. #13 von Mreins am 10. Juni 2012 - 19:19

    Manche Fussballkapitäne hat er einfach zu intelligent gemacht.

    Ein Gebet:

    “Lieber Gott, kürzlich hast du mir meinen Lieblingssänger Michael Jackson genommen,
    dann meinen Lieblingsschauspieler Patrick Swayze und letztlich dann meine Lieblingsschauspielerin Farrah Fawcett.

    Ich möchte dir sagen… meine Lieblingsfussballmanschaft ist Spanien”

  14. #14 von pufaxx am 10. Juni 2012 - 19:57

    @Mreins: *lol* … @Gott: Und mein Lieblingsgemüse ist Rosenkohl.

  15. #15 von pufaxx am 10. Juni 2012 - 20:00

    Hm. Hört er noch zu? Na, vielleicht klappt’s ja noch, hab ich vorhin vergessen: Meine Lieblingsinsekten sind Mücken.

    (Mal gucken, was passiert …)

  16. #16 von Ezri am 10. Juni 2012 - 20:26

    Heeee.. ich mag rosenkohl. Irgendwie scheint das ein Frauengemüse zu sein, ich hab noch keinen Mann kennengelernt, der das mag :D

  17. #17 von rolandw am 10. Juni 2012 - 21:13

    @ezri: Bei uns im Schwäbischen heissen die Dinger Rosebebbele und meine Frau mag sie garnicht. Sie macht sie nur für mich und unseren Ältesten für besondere Verdienste, also immerhin schon zwei Männer mehr.

  18. #18 von pufaxx am 10. Juni 2012 - 22:03

    Atheisten im Streit? Ich leg mal einen vor: Ich esse so ziemlich alles, aber Rosenkohl geht GAR nicht. Bääh!