Vom Pastor zum Priester

Mit päpstlicher Sondergenehmigung ist der ehemals evangelische Pastor und verheiratete vierfache Vater Hans Janßen zum katholischen Priester geweiht worden.

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http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/regioline_nt/hamburgschleswigholstein_nt/article106380741/Evangelischer-Pastor-zum-katholischen-Priester-geweiht.html

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  1. #1 von Ezri am 31. Mai 2012 - 08:10

    Verheiratet mit Kindern? Er lebt in Sünde, aber was solls, in der Not frisst der Teufel Fliegen, gelle?

  2. #2 von Argus7 am 31. Mai 2012 - 08:36

    Also, ihr angehenden Katholen-Pfaffen: Da ist er, der von eurem Oberpopen vorgegebene Ausweg aus eurer misslichen Lage. Wenn ihr nicht auf Sex verzichten möchtet und Kinder kiegen wollt, dann müsst ihr erst evangelische Pfaffen werden, heiraten und Kinderchen zeugen. Danach könnt ihr dann Katholen werden. Ja, ja, die Wege des Herrn sind unergründlich, aber man muß eben nicht nur die normalen Wege, sondern auch alle Auswege erkunden und finden.

  3. #3 von AMB am 31. Mai 2012 - 08:49

    Pfaffe wird Pfaffe.

  4. #4 von Wolfgang am 31. Mai 2012 - 09:54

    Der enorme Nachwuchsmangel macht alles möglich. Vom Regen in die Traufe. Amen.

  5. #5 von Flo am 31. Mai 2012 - 10:24

    Ist das eine Neuigkeit? Ich hab schon vor Jahren gehört, dass das die beste Chance ist, als Verheirateter Mensch katholischer Priester zu werden, man muß nur evangelisch anfangen… Es zeigt halt die Absurdizität des Systems…

  6. #6 von Martin Schmidt am 31. Mai 2012 - 10:35

    Eine weitere Erniedrigung von von Tendenzbetrieben gekündigten Ärzten, Krankenschwestern, Lehrern und Sozialarbeitern.
    Ein weiterer Beweis für den nicht vorhandenen sozialen Nutzen dieser Institutionen.

  7. #7 von Noch ein Fragender am 31. Mai 2012 - 14:10

    Das Gebetsmarathon von Kardinal Meisner um geistliche Berufungen trägt nunmehr Früchte.

    http://www.domradio.de/aktuell/artikel_58383.html

    Vielleicht nicht so, wie der Kardinal es sich gedacht hat (der wollte wohl eher junge Pristeramtskandidaten),aber immerhin: wieder ein Priester mehr.

    Schließlich ist der Herr bei der Gebetserhörung ja souverän und seine Wege sind unerforschlich.

  8. #8 von Bundesbedenkenträger am 31. Mai 2012 - 15:52

    “Verheiratet mit Kindern? Er lebt in Sünde”
    Wieso das denn? Die Ehe ist ein Sakrament, was solld aran Sünde sein? Er hat ja nie ein Zölibat abgelegt.

    “evangelische Pfaffen werden, heiraten und Kinderchen zeugen”
    Kinder zeugen ist nicht notwendig. Das geht auch nach der Konversion noch.

    “Schließlich ist der Herr bei der Gebetserhörung ja souverän und seine Wege sind unerforschlich.”
    Amen!

  9. #9 von pufaxx am 31. Mai 2012 - 16:14

    Tja. So mal ganz nüchtern gesehen – Wenn man mal davon ausgehen möchte, dass die Katholen recht haben und ein Pfarrer zolibatär zu leben hat – dann dürfte der Pastor kein Pfarrer werden. Wenn man mal davon ausgehen möchte, dass auch der katholische Gott dann und wann mal “gnädig” ist und Pfarrer gebraucht werden – Was soll der ehemalige Pastor denn bitteschön mit seiner Frau und seinen Kindern anstellen? Für Auswählen, “Strg” & “Entf” isses nun mal zu spät … Außerdem sind die Katholen bestimmt die letzten, die eine Ehe mit Kindern für sündig halten.

    Gut, ich halte die Ehelosigkeit für eine Berufsgruppe, die ihre Schäfchen in sämtlichen Lebenslagen unterstützen soll, für reichlich kontraproduktiv. Denn ausgerechnet Schwierigkeiten in der Ehe sind und waren nie eine Seltenheit.

    Einerseits ist diese Möglichkeit schon irgendwie inkonsequent, andererseits ein Schritt in die richtige Richtung.

  10. #10 von pufaxx am 31. Mai 2012 - 16:39

    Nachtrag: Nochmal nachgedacht …

    Es ist für mich DOCH in erster Linie inkonsequent. Weil – Für Pfarrer sind eindeutig (und das weiß man als “Anwärter” schon vorher) die Ehelosigkeit und andere Regeln vorgeschrieben. Für Ärzte, Kindergärtnerinnen oder Servicekräfte (ehemals “Putzfrau”) gibt es solche Regeln NICHT. Wie können die einerseits verheiratete Männer mit Kindern zu Priestern umfunktionieren – und andererseits geschieden-und-wiederverheiratete Kindergärtnerinnen rausschmeißen?

    Wobei zudem Ärzte von Krankenkassenbeiträgen, Kindergärtnerinnen von Steuergeldern und Servicekräfte von je-nachdem bezahlt werden?

    Schräg, sehr schräg. Und verlogen.

  11. #11 von Noch ein Fragender am 31. Mai 2012 - 17:21

    Von seiner Verpflichtung zur Ehelosigkeit wird der vierfache Vater durch einen sogenannten päpstlichen Dispens entbunden.

    Was wäre mit einem Dispens von katholischen Sondermoralvorschriften für Mitarbeiter kirchlicher Einrichtungen?

  12. #12 von Bundesbedenkenträger am 31. Mai 2012 - 18:09

    “dann dürfte der Pastor kein Pfarrer werden”
    Jeder Pastor ist Pfarrer. Pastor sagt man eher in Norddeutschland, Pfarrer eher in Süddeutschland. Ist aber genau das selbe.

    “davon ausgehen möchte, dass die Katholen recht haben und ein Pfarrer zolibatär zu leben hat”
    So einfach isses nu auch wieder nicht. Denn die ehemals evangelischen Pfarrer, die nun katholische Priester wrden, leben ja nicht zölibatär, und dürfen es ach gar nicht, denn die Ehe ist ein Sakrament. Scheidung ist nicht.

    “Denn ausgerechnet Schwierigkeiten in der Ehe sind und waren nie eine Seltenheit. ”
    Dazu kann man auch ohne Erfahrungen was sagen. Oder muß jeder Drogenberater selbst mal ein Drogenproblem gehabt haben?

    “Wie können die einerseits verheiratete Männer mit Kindern zu Priestern umfunktionieren – und andererseits geschieden-und-wiederverheiratete Kindergärtnerinnen rausschmeißen? ”
    Weil die Ehe ein Sakrament ist, eine gute Einrichtung Gottes, und nichts verwerfliches daran z finden ist, wenn man nicht vorher Ehelosigkeit gelobt hat. Dann ist auch nicht die Ehe das Verwerfliche, sondern der Bruch des Gelöbnisses.
    Scheidung ist jedoch drchaus verwerflich aus katholischer Sicht, und die Wiederheirat verstärkt dies noch und schreibt es fest. Da liegt der Unterschied. Es steht nirgends geschrieben, daß man nicht auch als Verheirateter Priester werden könnte. Nur braucht es in dem Fall halt ne Ausnahmegenehmigung des Papstes, wenn ich es richtig gelesen hab. Der entscheidet aber nicht über jeden einzelnen Seminaristen. Dafür gibt es die Zölibats-Regel nd die Bischöfe vor Ort, die die Nepriester weihen, können sich nicht einfach über die päpstliche Regelung, daß das Zölibat verlangt wird, hinwegsetzen.

    Wer wen bezahlt ist dabei unerheblich.

    “Was wäre mit einem Dispens von katholischen Sondermoralvorschriften für Mitarbeiter kirchlicher Einrichtungen?”
    Da müßten die Betroffenen wohl erst einmal drum bitten. Aber wieso sollte der Papst seine Moral ändern?

  13. #13 von pufaxx am 31. Mai 2012 - 18:34

    “Jeder Pastor ist Pfarrer. Pastor sagt man eher in Norddeutschland, Pfarrer eher in Süddeutschland. Ist aber genau das selbe.” – Ähm. Würde sagen “Wortklauberei”. Gemeint war: Pastor = evangelisch, Pfarrer = katholisch. Sicherlich kann man das fachlich besser ausdrücken, aber (Verzeihung) vorgenanntes war, was ich schreiben wollte.

    “So einfach isses nu auch wieder nicht. Denn die ehemals evangelischen Pfarrer, die nun katholische Priester wrden, leben ja nicht zölibatär” – Das meine ich ja. Wäre ja ziemlich fies, wenn man plötzlich sein Leben und seine Lieben hinter sich lassen müsste.

    “Dazu kann man auch ohne Erfahrungen was sagen. Oder muß jeder Drogenberater selbst mal ein Drogenproblem gehabt haben?” – Frag mal einen. Und ein Joint ist natürlich die Vorstufe zur Heroinspritze? Über diese szenefremden Typen lacht man sich doch schlapp. Genau DAS ist eines der Probleme der Drogenprävention. Da werden Sachen von Leuten dämonisiert, die auf ihre Verträge mit einem Schnappes anstoßen. Einfach kompletter Bullshit.

    “Weil die Ehe ein Sakrament ist, eine gute Einrichtung Gottes, und nichts verwerfliches daran z finden ist, wenn man nicht vorher Ehelosigkeit gelobt hat. Dann ist auch nicht die Ehe das Verwerfliche, sondern der Bruch des Gelöbnisses.” – Sag ich doch.

    “Wer wen bezahlt ist dabei unerheblich.” – Eben NICHT. Der Steuerzahler, das Krankenkassenmitglied, der Was-Auch-Immer bezahlt kompetente Kräfte. Der Arbeitgeber kann diese Kompetenzen aber nach Lust und Laune rausschmeißen. Und selbst der verbohrteste Vollreligiot dürfte einsehen, dass ein Arzt Nullkommanull seiner Kompetenz durch Scheidung-und-Wiederverheiratung einbüßt.

  14. #14 von Bundesbedenkenträger am 31. Mai 2012 - 19:28

    “Genau DAS ist eines der Probleme der Drogenprävention. Da werden Sachen von Leuten dämonisiert, die auf ihre Verträge mit einem Schnappes anstoßen. Einfach kompletter Bullshit. ”
    Man muß ja nicht gleich die absolute Unkompetenz als zwingende Konseqenz darstellen, oder? Du meinst also, man muß mindestens schonmal an nem Joint gezogen haben, um mitreden zu können und ernst genommen zu werden? Was ist mit den Gefängnisseelsorgern. Müssen die schonmal jemanden umgebracht haben, um mit Mördern reden zu können?

    “Eben NICHT. Der Steuerzahler, das Krankenkassenmitglied, der Was-Auch-Immer bezahlt kompetente Kräfte.”
    Dann soll der Steuerzahler eben 100% zahlen und die Kirchen rauskaufen. Dann kann er die Krankenschwestern auch sich von ver.di vertreten lassen.

    “Und selbst der verbohrteste Vollreligiot dürfte einsehen, dass ein Arzt Nullkommanull seiner Kompetenz durch Scheidung-und-Wiederverheiratung einbüßt.”
    Ach ja? Vielleicht wird auch nur seine Inkompetenz offenbar? Vielleicht will der “Religiot” ums Verrecken keinen geschiedenen Arzt? Und ging deshalb ins kirchliche Krankenhaus. Und wieder der Vorschlag: Mach ein eigenes Krankenhaus auf, und Dir stehen die gleichen “Privilegien” zur Verfügung wie den Kirchen.

  15. #15 von deradmiral am 31. Mai 2012 - 19:47

    Mach ein eigenes Krankenhaus auf, und Dir stehen die gleichen “Privilegien” zur Verfügung wie den Kirchen.

    Diese Aussage ist schlichtweg falsch. Nur den Kirchen werden so weit gehende Eingriffe in die Lebensführung ihrer Mitarbeiter zugestanden.

    Ansonsten glaube ich die Intentionen von BBT hier zu verstehen. Wer nicht weiß, dass er evangelische Theologie studiert, kann ihn mit einem Katholiken verwechseln. Vielleicht versucht er genau dieses Hintertürchen zu benutzen um mit Frau, Kind und Kegel in ein katholisches Pfarrhaus einzuziehen…

    Wer weiß?

  16. #16 von Noch ein Fragender am 31. Mai 2012 - 19:56

    @ #12 BBT

    Aber wieso sollte der Papst seine Moral ändern?

    Er soll sie ja gar nicht ändern, sondern nur einen Dispens erteilen. Genau so wenig wie er das Zwangszölibat für Priester ändert, wenn er einen Dispens erteilt.

    Wenn du weiterhin so geradlinig denkst, hast du niemals eine Chance, als Priester in die katholischen Kirche aufgenommen zu werden. :-)

  17. #17 von pufaxx am 31. Mai 2012 - 20:48

    “Dann soll der Steuerzahler eben 100% zahlen und die Kirchen rauskaufen. Dann kann er die Krankenschwestern auch sich von ver.di vertreten lassen.”

    “Mach ein eigenes Krankenhaus auf, und Dir stehen die gleichen “Privilegien” zur Verfügung wie den Kirchen.”

    Das ist ja mal ein ein Null-Argument. Mache ich ein eigenes Krankenhaus auf, stehen mir eben NICHT dieselben Privilegien zur Verfügung wie bei einem kirchlichen. Ab einer gewissen Anzahl Beschäftigter (die Krankenhäuser, Altenheime etc.) regelmäßig überschreiten, muss ich z.B. einen Betriebsrat zulassen. Und Dumpinglöhne gehen dann auch nicht mehr. Doof, nä?

    Wer in sogenannten “helfenden Berufen” arbeitet und gerne aus der Kirche austreten würde, hat ein kleines Problem. Denn die beiden Kirchen haben ein staatlich gestütztes Quasi-Monopol in diesem Bereich. Ich kenne persönlich 8 Leute, die nur und ausschließlich deshalb noch in einer dieser beiden Kirchen sind. Als Kranken- oder Altenpfleger hat man’s ohne Konfession nicht ganz leicht.

    By the Way: Wir haben 2012. Nur mal so zur Erinnerung.

  18. #18 von Amazone am 31. Mai 2012 - 21:58

    @BBT:

    Mach ein eigenes Krankenhaus auf, und Dir stehen die gleichen “Privilegien” zur Verfügung wie den Kirchen.

    Meinst du das tatsächlich ernst? Man soll sich einfach nicht um Misstände und Menschenrechtsverletzungen kümmern? Was denkst du hilft es den Angestellten, die unter kirchlicher Trägerschaft zu leiden haben, wenn ich ein “eigenes Spital” aufmache? Das eigentlich Argumentationsniveau von Kindern.