Mission klappt nicht recht

Steht das Pfingstfest bevor, ist in Deutschlands Kirchen auch die Depression nicht fern. Denn wenn die Ausgießung des Heiligen Geistes und die Befähigung zur Mission zu feiern sind, wird offensichtlich, dass es mit dieser Mission nicht recht klappt. Dass die meisten Leute die Bedeutung von Pfingsten nicht kennen, dass nur 8,2 Prozent der Ostdeutschen an einen persönlichen Gott glauben und allgemein in Europa die Kernelemente des Christentums erodieren, kann die Pfingstfreude in Verzweiflung umschlagen lassen. In die mischt sich schlechtes Gewissen, weil man nicht recht zu missionieren meint, was Aufrufe zu neuem Aufbruch auslöst, dessen Erfolglosigkeit im Folgejahr die Depression noch größer macht.

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http://www.welt.de/print/wams/debatte/article106382037/Pfingsten-und-der-Gott-des-inspirierten-Gespraechs.html

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  1. #1 von Olaf am 28. Mai 2012 - 10:05

    Denn wenn die Ausgießung des Heiligen Geistes und die Befähigung zur Mission zu feiern sind, wird offensichtlich, dass es mit dieser Mission nicht recht klappt.
    Tja, manchmal verliert man halt, mal gewinnen die anderen.

  2. #2 von Skydaddy am 28. Mai 2012 - 10:09

    Hier schreibt mal wieder ein Christ, der genau zu wissen glaubt, was Gott will.

    Aber was ist von jemandem zu halten, der bestimmte Tendenzen in der EKD als “intellektuell armselig” beschreibt, dem aber die intellektuelle Armseligkeit des Christentums als solchem offenbar entgeht?

  3. #3 von Wolfgang am 28. Mai 2012 - 10:16

    Aha, die Depression ist bei den Christen. Haben wir aber ein Glück!

  4. #4 von AMB am 28. Mai 2012 - 10:16

    Ohhhhh, es klappt nicht richtig. Warum wohl?

  5. #5 von Ezri am 28. Mai 2012 - 11:07

    Wie gießt man denn einen Geist aus? Wodka in die Gießkanne und dann wieder ausschütten?

  6. #6 von F. M. am 28. Mai 2012 - 11:22

    Wenn man ein Produkt nicht an den Kunden bringt und das auf Dauer, sollte man eine Analyse machen:

    1. Muss ich mein Produkt verändern, um es marktgerecht zu machen?

    2. Muss ich meine Verkaufstaktik ändern, um es dem Kunden schmackhaft zu machen? Stichwort: Erfüllung von Kundenbedürfnissen!

    Punkt eins KÖNNEN die Kirchen nicht machen; je dogmatischer (Evangelikale, Katholiken) sie aufgestellt sind, um so weniger geht das.

    Punkt zwei WOLLEN die Kirchen nicht erfüllen, weil sie dazu vom hohen Ross des Glaubensverwalters und Sündenzuweisers herabsteigen müssten. Da ist die panische Angst vor Machtverlust vor.

    Der einzige Weg, den die gläubigen Sündenzuweiser sehen ist der, den KUNDEN zu verändern.
    Das Ergebnis ist bekannt.

  7. #7 von klafuenf am 28. Mai 2012 - 11:29

    Vielleicht sollte man die heilige Geiß nicht ausgießen, sondern abfackeln.

  8. #8 von Hal am 28. Mai 2012 - 11:36

    @klafuenf

    Kommt drauf an wie viele Prozent der hl. Geist hält, bei Raumtemperatur muss es schon so um die 56 sein, sehr potent scheint dieser Geist aber nicht zu sei ;)

  9. #9 von Hal am 28. Mai 2012 - 11:38

    +n

  10. #10 von entdinglichung am 28. Mai 2012 - 12:05

    holy goat:

  11. #11 von Aranxo am 28. Mai 2012 - 16:20

    Viel reizvoller als höhere Mächte ist der persönliche Gott in seinen Wandlungen und Inkonsequenzen von den Abrahamsgeschichten bis zu Jesu Unsicherheiten.

    Wie wahr. Besonders der Gott des alten Testaments war aber auch zu reizend.

    Hingegen scheinen viele Christen zu denken, biblischen Geschichten seien für ein interessantes Gespräch ungeeignet.

    Die Geschichte von Lot und Sodom und Gomorra ist z.B. immer wieder für ein interessantes Gespräch gut.

    Nötig wäre, durch inspiriertes und inspirierendes Denken und Reden zu zeigen, wie ungeheuer bedenkenswert dieser Glaube ist.

    Um nicht zu sagen: überdenkenswert.

  12. #12 von emporda am 28. Mai 2012 - 17:23

    @Aranxo
    Wie wahr. Besonders der Gott des alten Testaments war aber auch zu reizend.

    Der Oberzampao im alten Testament hat von heiligen Geist keine Ahnung, er existierte schlichtweg nicht.

    Aus anderer Religion der Zeit kopiert das Chrtistentum göttliche Triaden als Vater, Mutter und Kind. Sie stammen aus älteren Mythen wie Jupiter, Juno, Minerva in Rom; wie Osiris, Isis, Horus usw. Die Gläubigen kannten es nicht anders und die neue Religion war gezwungen sich anzuzupassen.

    Justin der Märtyrer, Irinäus von Lyon (135-202 n.C.) ud Hippolyt von Rom spricht 217 n.C. im Taditio Apostolica vom heiligen Geist. Die Lehre vom Heiligen Geist wird 325 n.C. vom Konzil von Nicäa (Iznik) noch als Irrlehre verworfen, erst 390 n.C. erfindet Bischof Athanasius den heiligen Geist verbindlich für die neue Vulgata (Bibel), die Hieronymus gerade schreibt.

  13. #13 von Max Headroom am 29. Mai 2012 - 13:00

    (..) wird offensichtlich, dass es mit dieser Mission nicht recht klappt.

    Keine Sorge. Der Buddhist würde vielleicht sagen, dass die Mission wohl erst für das nächste Leben vorgesehen ist :D .

    Hingegen scheinen viele Christen zu denken, biblischen Geschichten seien für ein interessantes Gespräch ungeeignet.

    Cherrypicking, wie immer. Wenn man als Christ die Bergpredigt als Maxime erhebt, der böse Nichtgläubige sich hingegen einen wütenden Gott vornimmt, dann fließen die Tränen (auf Gläubigerseite), weil man ja so doof, engstirnig und dumm ist, die Güte Gottes, seine unendliche Liebe usw. nicht zu erkennen / erkennen zu wollen :) .