Religiöse Menschen zeigen weniger Mitleid gegenüber Mitmenschen als Atheisten

Atheisten und wenig Religiöse lassen sich eher von Gefühlen, sehr Religiöse eher von Prinzipien leiten, das ergab eine Studie von US-Sozialpsychologen. Demnach sollen Atheisten, Agnostiker sowie kaum religiöse Menschen ihren Mitmenschen gegenüber auch großzügiger sein und mehr Mitleid oder Empathie für sie zu empfinden, als es besonders religiöse Menschen tun. Die stark Religiösen seien eher mit von einer Ideologie geleiteten Menschen vergleichbar. Die Faktoren von denen ihr Mitleid abhängt seien vor allem von ihrer Religionslehre, der Identität in der Gemeinde oder der sozialen Anerkennung bestimmt.

http://www.heise.de/tp/blogs/10/151904

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  1. #1 von Barkai am 2. Mai 2012 - 13:52

    wenn Recht-aussen-Chrsiten das jetzt mal lesen, verstehen und sich zu herzen nehmen wuerden.

  2. #2 von finn am 2. Mai 2012 - 14:30

    Klar ist das so. Das ergibt allein schon die Beobachtung im Umfeld.
    Atheisten haben viel mehr natürliche Empathie den Mitgeschöpfen gegenüber, also auch z. B. den Tieren.
    Religiöse sagen z. B:”Ich mag einfach keine Katzen”. Dafür können die armen Katzen nichts, sondern die religiöse Indoktrinierung: Katzen sind Sinnbild des Teufels.

    Oder die entsetzlichen Gemetzel in der relgiösen Geschichte: Hat man je schon von Kriegen zwischen “echten” (nicht Nazis, nicht Stalinisten) gehört? Wohl aber von “Glaubenskriegen”.
    Besonders bei der Religion mit der “Nächstenliebe”.

    Atheisten sind den Menschenrechten näher, sie achten eher den Nächsten, auch die Tiere.

  3. #3 von Skydaddy am 2. Mai 2012 - 14:32

    Wundert mich überhaupt nicht. Mir fallen auf Anhieb drei denkbare Erklärungen ein:

    1) Religiöse (jedenfalls Christen) werden systematisch dazu angehalten, ihr natürliches Mitleidempfinden zu ignorieren. So wird ja z.B. Abraham als vorbildlich dargestellt, weil er bereit war, seinen Sohn auf Gottes Befehl hin zu opfern. Auch Jesus verlangt ja z.B. die Eltern zu verlassen um ihm nachzufolgen.

    2) Aus religiöser Perspektive ist es immer denkbar, dass es einen GRUND dafür gibt, dass sich Menschen in Krisensituationen befinden, dass Gott sie straft oder prüft. Wer will schon Gottes Plan hintertreiben?

    3) Ich kenne niemanden, der seine Religion gewählt hat, weil er sie überzeugend fand. Ich kenne nur die Begründungen, dass einen seine Religion “gefällt”, oder aus Angst vor Strafe im Jenseits (“Pascalsche Wette”). Beides sind opportunistische, im Kern egoistische Dünnbrettbohrer-”Argumente”. Wieso sollte jemand, der sein eigenes Wohlbefinden über Vernunft und Realität stellt, besonders altruistisch sein?

  4. #4 von Randifan am 2. Mai 2012 - 14:47

    Diese Erkenntnis ist uralt, ein Experiment an der Universität Princeton zeigt, Theologiestudenten sind weniger hilfsbereit, wenn sie in Eile sind.
    http://www.wdr.de/tv/quarks/sendungsbeitraege/2008/0415/003_helfen.jsp

  5. #5 von Wolfgang am 2. Mai 2012 - 14:49

    Mitleid mit dem Christentum habe ich nicht; diejenigen, die daran glauben, sind selbst schuld und sind nicht zu retten. Denn die Dummheit ist ihrer.

    Was ist schon ein “religiöser Mensch”? Der an eine Stallgeburt glaubt und jeden Sonntag in die Kirche rennt und sich dort kriechend als armer Sünder bezeichnet und es wagt, einem Nichtgläubigen die Hölle anzudrohen, nur weil er jenen Mist nicht glaubt? Ach du lieber Gott!

  6. #6 von Sheldon Lee Cooper am 2. Mai 2012 - 15:22

    Christen versuchen Wohltätigkeit zu monopolisieren, damit sie sich selbst damit schmücken können. Denn dem Nicht-Christen muss man implizit vorhalten können, nicht hilfsbereit zu sein, während der Christ mit staatlich finanzierten Hilfsprojekten prahlt.

  7. #7 von Max Headroom am 2. Mai 2012 - 15:28

    @finn
    Der Begriff “natürliche” Empathie finde ich hier ein wenig irreführend. Die Voranlagung, welche uns der Empathie fähig macht, ist bei allen Menschen von Natur aus gegeben – unabhängig der Hautfarbe, gesprochenen Sprache, gewählter Religion oder den Anzahl der Haaren ;) .

    @Skydaddy
    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es Menschen gibt, die einen Mischmasch an unterschiedlichsten Gründen, etwa das angelernte “es muss so sein”, die beigebrachte “es ist das einzigst wahre”, das erlebte “Gemeinschaftsgefühl”, das “benötigtwerden”, das angedrohte “ansonsten wirst Du …” usw. hatten, sich nur für die eine Religion zu entscheiden. In diesem Weltbild ist es für solche Menschen nicht selten unvorstellbar, teilw. gar undenkbar, etwas anderes als das Nahegebrachte zu wählen. Man kennt sowas auch von Sektenfamilien, wo die Kinder in der Sekte aufwachsen und nichts anderes kennen als das “einzigst wahre”. Man kennt aber auch ihre Aussteigergeschichten und das Gefühl, was sie dann beschrieben. Es schwankt zwischen Hilflosigkeit, Ärger über den Ausstoß und einer Haltsuche, bis zum Stein, der vom Herzem fiel und der erlangten Freiheit.

    @Topic
    Das eine stark-wirksame Ideologie, hier eine religiöse, dem Menschen bei der Verteilung der Empathiepunkte “behilflich” ist, indem sie gewisse Spielregeln aufstellt, ist mir schon vor langer Zeit aufgefallen ;) . Eine Religion, die ihren Schwerpunkt auf die Armen oder Behinderten setzt, wird IMO ihr Verhaltensspielraum dahingehend aufstellen, dass diesen Menschen gegenüber mehr Mitgefühl entgegen gebracht wird, als z.Bsp. gesunde Sportler mit Millionenverträgen ;) . Man kann es eben nicht allen recht machen, auch dies hat seine Grenzen.
    Gewisse Religionen differenzieren sogar ganz klar zwischen der “einzigst wahren” Lehre, und den “Irrlehren”, zu denen man sich gar distanzieren oder “sie umpolend” verhalten soll. Selbst Jesus soll gesagt haben, dass der Weg zum Vater, den Gott der Juden, nur über ihn und seiner Lehre funktioniert. Eine “absolut wahre” Behauptung, die heute nicht gerade von allen Gläubigen der Welt geteilt wird. Die Empathie reicht dann nur bis zum Rand der Gruppe mit den eigenen moralischen und ethischen Vorstellungen. Darüber hinaus wird es klar “korrigierungsbedürftig”, da die Ideologie keine andere gleichwertige Moralvorstellung zulässt. Für eine “absolut wahre” Ideologie, hat sie höchst menschlich-natürliche Schwächen … wie die anderen “absolut wahren” Ideologien aus der Feder von den Kennern der Gottheit(en). Daraus abzuleiten, es gäbe eine “absolut wahre” Religion/Ideologie, mit einer “für alle” gleich guten Moral, ist wohl zum scheitern verurteilt. Wir Menschen sind heute eben viel zu verschieden für eine einzelne Gottheit :P .

    (..) dass Menschen, die einer Kirche oder einer Glaubensgemeinschaft mit starken Regeln und Vorschriften anhängen, weniger spontan und aus ihrem Gefühl heraus handeln, sondern dies eher nach Vorschrift oder moralischer Verpflichtung machen. Sie sind u.a. auch deswegen bei der Kirche oder der Glaubensgemeinschaft, weil sie hier Sicherheit in Verhaltensregeln finden (..)

    Die Glaubensgemeinschaft gibt da halt, wo diese Menschen im “glaubenlosem Fall” – mangels Erfahrung und/oder Bildung – in den kritischen Situationen keine Antwort wissen. Da dieser von der Gemeinschaft vorgegebene Weg “tendenziös” ist, dürfte klar sein ;) .

    (..) während ein Atheist, sofern er nicht einer säkularen, religionsähnlichen Ideologie angehört, selbst entscheiden muss, wie er handelt – und deswegen auch offener gegenüber Erfahrungen sein kann.

    Da ein Atheist seine Handlungen nicht einem Theos oder dessen “Erkennern” gegenüber rechtfertigen kann, muss er sich auf die Suche nach einer Ethik machen, die ihm – wie auch seinem Umfeld – den nötigen Weg weist. Dazu gibt es eben genügend ausgearbeitete Wege, denen er sich bedienen kann. Das Abhandensein einer Gottheit schützt zwar keineswegs vor anderen differenzierenden Ideologien, ermöglicht aber einen Vergleich der Ideologien, den man mit einem “absolut wahren” Moralvostellung einer solchen stiftenden Religion wahrscheinlicherweise nicht hätte. Anscheinend zeigt die Studie, dass religionslose Menschen nicht minder Empathie zeigen, als religiöse Menschen.

  8. #8 von emporda am 2. Mai 2012 - 15:39

    Den Religioten sind Probleme wie “Moral” oder gar “Ethik” vollkommen fremd, das sind Abstrakte jenseits ihrer geistigen Möglichkeiten.

    Das kennen unsere Hirnamputierten wie BBT nur zu gut, blenden es aber immer wieder aus:
    Martin Luthers Schriften über Kriege “In solch einem Krieg ist es christlich und ein Werk der Liebe, die Feinde getrost zu würgen, zu rauben, zu brennen und alles zu tun, was schädlich ist, bis man sie überwinde. Ob es wohl nicht so scheint, daß Würgen und Rauben ein Werk der Liebe ist, weshalb ein Einfältiger denkt, es sei kein christliches Werk und zieme nicht einem Christen zu tun: so ist es doch in Wahrheit auch ein Werk der Liebe.”

    Die reiche USA ist die dysfunktionalste Demokratie und schneidet in gängigen Vergleichen fatal ab. Die Diskrepanz zwischen der irreal bigottem Moral und der Realität des Lebens in einer Wissens- und Leistungsgesellschaft führt zur Ausgrenzung, Fanatismus, Psychosen, Gewalt, Rassismus und hoher Kriminalität. Die USA mit einer 300-fach höheren Rate bei den Geschlechtskrankheiten hat mit 2,3 Mio. Gefängnisinsassen spezifisch das 9-fache der EU-27. Dabei kostet nach Soziologe Paul Kellermann ein Gefängnisplatz mehr als ein Studienplatz, das Wissen der Schüler religiöser Bildungsanstalten reicht nicht einmal für ein Studium. Eine US-Lehrerin erhält 40 Jahre Gefängnis, weil auf einer Internetseite Porno-Werbung erscheint, Farbige stellen 75% der durch DNA-Tests belegten Fehlurteile, im forensischen Kriminallabor von Dallas findet man 2007 etwa 19.500 Proben von unbearbeiteten Vergewaltigungsfällen.

    Wer immer versucht Begriffe wie “Moral und Ethik” auf religiöser Grundlage zu definierten, der hat ein Loch im Kopf

  9. #9 von emporda am 2. Mai 2012 - 16:07

    @Barkai
    wenn Recht-aussen-Chrsiten das jetzt mal lesen, verstehen und sich zu herzen nehmen wuerden.
    —–
    Du unterliegst einer fatalen interlektullen Täuschung.

    Wer einmal durch Gehirnwäsche in seinerm Glaubenssegment indoktriniert wurde, den kann man wie einen Antibiotika Geimpfeten auf die böse Bakterienwelt loslassen, nichts wird ihm passsieren. Allerdings ist die Dosis unterschiedlich nach Adventisten, Amish, ZJ, Mormonen usw. und muss jeweils ständig variiert werden.

    Nich jede dieser Dosen ist gegen jede Abweichugn immun, sonst wären die Prediger arbeitslos. Immer wieder gilt es aufkeimende Felder der Eigenintelligenz zu bekämpfen, vergleichbar mit einer bakteriellen Globalseuche – welche Menschen wie BBT nie befällt, die ihren Verstand längst abgegeben haben.

    Kein Christ wie auch immer wird einen kritischen Teext zum Glauben. bewußt zur Kenntnis nehmen, so etwas gilt als “Verkehrsrauschen” der realen Welt, der irgend ein Gehirnamputierter unnötige Sendezeit gebilligt hat.

  10. #10 von Elvenpath am 2. Mai 2012 - 16:14

    Gibt es für diesen Blog irgendwo eine Suchfunktion?

  11. #11 von emporda am 2. Mai 2012 - 16:21

    http://www.goerke.us/diskusionen/Kreationismus.pdf

    keine Garantie auf Vollständigkeit, aber wichtige 85 Seiten

  12. #12 von deradmiral am 2. Mai 2012 - 16:26

    @ Elvenpath

    Ja:
    http://blasphemieblog2.wordpress.com/?s="Sinn des Lebens"
    sucht nach dem Sinn des Lebens.

  13. #13 von deradmiral am 2. Mai 2012 - 16:29

    @emporda

    BBT ist nicht hirnamputiert. Das Rumgemotze gegenüber allen Gläubigen ist kontraproduktiv und beleidigend. Ich fürchte, dass Du die Religiösen unterschätzt. Das Interessante am Glauben ist ja, dass auch besonders intelligente Menschen religiös völlig wirre Ansichten vertreten, während der Rest ihres Weltbildes absolut korrekt ist.

  14. #14 von mirlangts am 2. Mai 2012 - 16:47

    Warum sollten religiöse Menschen Mitleid zeigen?
    Nicht wenn sie sich an GOTTES Gebote halten. Hier ein Auszug (leider auf englisch), doch ich denke die meisten von euch sollten es verstehen, falls nicht, einfach unter den abgegebeneb Quellen in der bibel nachlesen.

    Ich hoffe es hat euch erleuchtet.

  15. #15 von Amazone am 2. Mai 2012 - 16:56

    @emporda:

    Mir wäre es ebenfalls mehr als recht recht, wenn man auf Beleidigungen von Personen als “gehirnamputiert” verzichten könnte. Das muss doch wirklich nicht sein.

  16. #16 von mirlangts am 2. Mai 2012 - 17:11

    @amazone,
    da hast Du wohl irgendwie Recht, doch wie sollte man den Zustand sonst umschreiben, oder kennst Du eine treffendere Definition des erwähnten Zustandes?

  17. #17 von rolandw am 2. Mai 2012 - 17:37

    @skydaddy:
    So wird ja z.B. Abraham als vorbildlich dargestellt, weil er bereit war, seinen Sohn auf Gottes Befehl hin zu opfern. Auch Jesus verlangt ja z.B. die Eltern zu verlassen um ihm nachzufolgen.

    Abraham hätte nur die richtigen Ratgeber haben müssen, dann hätte das besser funktioniert (Das Video war wohl schonmal hier, ist aber immer wieder klasse):

  18. #18 von Noch ein Fragender am 2. Mai 2012 - 18:01

    Religiöse Menschen zeigen weniger Mitleid gegenüber Mitmenschen als Atheisten

    Statt dessen haben sie das Gebot der Feindesliebe – das ist jedem Mitleid weit überlegen.

    http://www.sculpturepark.de/illustrationen/rechtsgrundlagen_karikatur_2010/z_unsere_rechtsgrundlagen.html

  19. #19 von Ezri am 2. Mai 2012 - 18:03

    Das wundert mich nicht, es heißt doch immer: “Hilf Dir selbst, so hilft Dir Gott.” Warum also sollten die Theologiestudenten helfen?

  20. #20 von emporda am 2. Mai 2012 - 18:26

    @mirlnangst
    Da hast Du wohl irgendwie Recht, doch wie sollte man den Zustand sonst umschreiben, oder kennst Du eine treffendere Definition des erwähnten Zustandes?

    Für BBT steht das Chrisitentum seit mindest Adm und Eva, Moses und Consort, nichcts davon ist historisch, sondern rein fiktional wie etwa Hänsel und Gretel. Das meine ich mit Gehirnm amputiert.
    Es gibt keine sonstige Erklärung des erwähnten Zuistandes, zummindest nicht in der mir bekannten Realität. Von einer weiteren Realität ist mir nichts bekannt,

    Rassismus ist der übelste Aspekt aller Religionen. Atheisten und Abweichler werden gesteinigt, verbrannt, versklavt, vergewaltigt, gequält, missioniert, die Ehe verweigert, der Job gekündigt, usw. Die Menschenrechte definiert in der UN-Resolution von 1948 lehnt die RKK ab, feiert in üblicher Doppelmoral ihre Form der Diskriminierung nach Geschlecht, Glauben, Denken, Handeln und der Lebensweise. In Glaubenskulten und Sekten agieren nur Fanatiker, Irre, Kriminelle und schizophren Gestörte als Unsterbliche, All-Wissende, Retter der Nation, von Gott Auserwählte oder Heilsbringer.

    Die Macke der Religioten macht sie für ihre generell geistig unterbelichteten Anhänger unsterblich und all-wissend, sie vollbringen Wunder, reden täglich mit Gott, Jesus, Allah, empfangen göttliche Befehle usw. Ohne Fremdsprachkenntnisse übersetzt Joseph Smith hieratische Texte, Hieronymus schreibt die Vulgata ohne Kenntnis des sakralen Mittelhebräisch, die Neue-Welt-Bibel der Zeugen Jehovas übersetzen Fred Franz, Nathan Knorr, Albert Schröder, George Gangas, Milton Henschel gemäß Gerichtsprotokoll ohne jede Kenntnis von Hebräisch und kaum Altgriechisch. Der Christengott ist soziopathisch paranoid mit 35 Mio. Morden manifestiert in seinem heiligen Buch mit 1035 Absurditäten, 854 Gräueltaten, 377 Widersprüchen, 1094 Ungerechtigkeiten und 539 Belegen der Intoleranz und Inkompetenz.

    Bei 100% Analphabetismus bis vor 6.000 Jahren gehen viele Sprachen bis auf heute etwa 6500 verloren. Die Religioten belegen mit „Im Anfang war das Wort“ ihr krasses Unwissen. Fast alle biologischen Arten sind seit Millionen Jahren Augentiere, sie sehen Bilder und handeln danach. Die Hominiden schaffen vor etwa ½ Mill. Jahren durch Verlagerung des Kehlkopfes erste komplexe Lautbildung und eine Sprache zu abstrahieren. Im Gehirn entwickelt sich ein Sprachzentrum, vor etwa 50.000 Jahren folgen höhere Sprachen mit grammatischen Strukturen.

    Althebräisch und Phönizisch gelten nach heutiger Forschung als identisch, der älteste Text ist der Gezer-Kalender um 925 v.C. als Tontafel ausgestellt in Istanbul. Eine kulturelle Entwicklung der Hapiru (Hebräer) als kanaanitische Räuberbanden ist unbekannt, als Analphabeten haben sie nichts geschrieben, nur andere haben sich über ihre Verbrechen beklagt. Die Verbreitung von Althebräisch in Kanaan bei den wenigen Texten ist fraglich, ein direkter Übergang von Akkadisch auf Aramäisch in den nord-östlichen Landesteilen ist eher wahrscheinlich.

    Die Literatur nutzt den Begriff Althebräisch, meint aber „Mittelhebräisch“ oder „Tiberian Hebrew“. Religiöse Textfunde in Althebräisch gibt es nicht. Die heutige Religiotie beruft sich willkürlich auf die Entstehung der Bibel um 600 v.C. unter der asyrisch-persischen Baal Religion in einer Schrift, die erst 350 Jahre später entsteht. Das Buch Daniel des Tanach in Mittelhebräisch wird ab 150 v.C. geschrieben, die älteste Bibel als Codex Leningradensis B 19A ist von 1008 n.C. Die etwa 800 Qumran Papyri in 3 Vokalisationen von 200 Schreibern unterscheiden sich sehr stark. Der masoretische Text in Samaritian-Hebrew des Pentateuch (Torah) entsteht viel später und hat über 6.000 Abweichungen wie Gott El(ohim) (Ugarit), Enki (Sumer), Ea (Babylon),r Yahwe (Ebla) usw..

    Mittelhebräisch als sakrale Priestersprache des Yahwe Kults ist dem Volk unbekannt. Religiöse Texte sind ganzl auf sumerische Mythen fixiert, die reale Dominanz der Perser, Griechen und Römer über Palästina bleibt nahezu ausgeblendet. Anders als die sumerischen Gesetze der Könige von Sumer und Akad mit Hammurapi (1792-1750 v.C) kennt Ägypten kaum schriftliche Gesetze, das Wort des Pharaos und der vielen Priester ist ähnlich wie im späteren Islam Gesetz. Nach Ablösung der Perser in Palästina durch die Griechen und Römer wird es notwendig das entstandene Machtvakuum durch den Tanach als religiös motivierten Codex zu füllen.

    Die Schriften des Mittelmeerraums wie Latein, Hebräisch, Altgriechisch, ägyptische Keilschrift, Hieratisch, Demotisch, Akkadisch, Phönizisch, Aramäisch usw. kennen keine Null, Dezimalen oder Vorzeichen als negative Zahl. Es gibt nur 9 einstellige Zahlen. Manche Kulturen nutzen wenige ganzzahlige Brüche ohne Kenntnis der Primzahlen. Die Römer haben als Bruch 1/12 oder Teile davon, unser Jahr hat daher 12 Monate, die Stunde 60 Minuten,

    Das alles 8 Jahre lange zu studieren, ist schlicht Zombilogie

  21. #21 von Andreas P am 2. Mai 2012 - 23:56

    Vorsicht, ich wuerde solche Studien immer erst methodisch abklopfen – der mir bekannte Stand ist, dass sich das praktische Verhalten nicht so viel nimmt, speziell, wenn man andere Variablen herausrechnet.

    Fuer die USA kenne ich die Aussage, dass dort eher konservativ-christliche Menschen zwar im Schnitt weniger verdienen, aber einen hoeheren Prozentsatz spenden (allerdings auch an ihre Kirchen). Die eher linken geben persoenlich weniger (in %) und verdienen mehr.
    Allerdings unterstuetzen sie im Schnitt aktiv – auch durch hoehere Steuern – staatliche Programme, die die Probleme, die in Republikaner-Ecken durch Spenden angegangen werden, tatsaechlich weit staerker und oft erheblich effizienter angehen.

    Kurz, wer gegen Sozialhilfe (etc.) ist und ab und an Almosen spendet, ist vielleicht mitleidiger als jemand, der aufgrund politischer Prinzipien fuer eine auch durch seine Steuern finanzierte staatliche Grundversorgung ist, aber dann privat weniger gibt. In der Regel ist letzteres aber effektiver und erreicht mehr wirklich Beduerftige.

    - Ich wuerd’ der genannten Studie daher nicht allzu viel Gewicht beimessen: Selbst wenn sie zutrifft, sagt sie so noch nicht, dass die einen oder anderen nun wirklich mehr fuer ihre Mitmenschen tun; und ob sie das nun aus Mitgefuehl tun oder Religion oder was auch immer, kann den Betreffenden an sich erst einmal egal sein.
    (“Zu Werbezwecken” ist natuerlich wieder was anderes.)