CDU-Stadtrat gegen Pfarrerstellen für Homosexuelle

Der CDU-Stadtrat Dieter Blechschmidt aus dem sächsischen Plauen wendete sich in einem Leserbrief gegen Pfarrstellen für Homosexuelle. Lesben und Schwule könnten zwar Christen und Kirchenmitglieder sein, “nur eben nicht Pfarrer”. In einem Internetforum legte er nach und behauptete, dass “Lesben und Schwule nichts für ihre Krankheit können” und den “Betroffenen Hilfe angeboten werden muss”. Außerdem verglich er Homosexualität mit einer Alkoholkrankheit: “Schwulsein ist kein körperliches Leiden, sondern hat psychische Ursachen”.

http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/TOP-THEMA/Plauener-CDU-Stadtrat-Homosexuelle-sind-krank-artikel7974466.php

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  1. #1 von Gelmir am 30. April 2012 - 21:10

    “Schwulsein ist kein körperliches Leiden, sondern hat psychische Ursachen”.

    Ich vermute eher bei diesem CDU-Stadtrat ein psychisches Leiden, welches sich Religiotismus nennt.

  2. #2 von Ezri am 30. April 2012 - 21:14

    Ich empfehle den Herren dringend einen Psychiater aufzusuchen, zum einen um sich zu informieren und zum anderen um sich gleich auch behandeln zu lassen…

  3. #3 von Max Headroom am 30. April 2012 - 21:17

    Er frage sich, “wie ein Schwuler Deutschland in Arabien repräsentieren will, wenn dort Homosexuellen die Todesstrafe droht”

    Weshalb haben wir eine Frau als Bundeskanzlerin, wo doch in bestimmten Ländern sowas absolut undenkbar wäre? Kann ein Land durch etwas “absolut undenkbares” repräsentiert werden? ;) .

    “Ich habe selber homosexuelle Menschen in meinem Bekanntenkreis, was für mich überhaupt kein Problem darstellt. Was Dieter Blechschmidt da sagt, ist einfach nicht mehr zeitgemäß”, so Voigt.

    Sind diese homosexuelle Menschen in seinem Bekanntenkreis etwa PfarrerInnen? Dann kann man ja dem etwas entgegen bringen, etwa die Erfahrung mit solchen Menschen. Ansonsten muss man wohl dem CDU-Männchen glauben schenken, dass die Homosexualität und das Pfarramt absolut nicht unter einem Hut zu bringen sind. Die Begründung gibt’s ja schon unter dem Fachbegriff “Leitbild von Ehe und Familie”. Bin gespannt, wann die Richtigexperten dem Herrn Blechschmidt theologisch-wissenschaftliche Gründe liefern, weshalb er mit seiner Meinung auf (IMO) verlorenem Posten sitzt. Nach den unzähligen richtiginterpretierten Worte Gottes muss es ja ein Klacks sein, dieses verlorene Glaubensschaf wieder einzufangen ;) .

    Rund 100 Kirchengemeinden hatten sich (..) zusammengeschlossen und für den Fall einer Relativierung des Leitbildes (..) mit einer Kirchenspaltung gedroht.

    Was? Noch eine? Alter Spalter! Ihr seid ja echt fleissig ;) .

  4. #4 von Klaus Brückner am 30. April 2012 - 21:22

    Homosexualität ist kein körperliches Leiden, es ist auch keine psychische Krankheit, sondern eine genetische Veranlagung für die kein Homo-
    sexueller etwas kann. Homosexualität ist in der Natur weit verbreitet. Die Behandlung von Homosexualität durch die monotheistischen Religionen
    ist ein Verbrechen, eine Schande und ein himmelschreiendes Unrecht an völlig unschuldigen Menschen.

    Klaus Brückner

  5. #5 von Randifan am 30. April 2012 - 21:32

    Dieser Stadtrat repräsentiert das wahre Christentum, nicht diese Wischi-Waschi-Christen, die glauben, man könne die Moderne in Einklang mit dem Glauben bringen.

  6. #6 von stephancologne am 30. April 2012 - 21:38

    Die Kommentare unter dem Artikel (vor allem der letzte) sprechen auch Bände, wie es in den Köpfen einiger völlig denkbefreiten Menschen aussieht….!

  7. #7 von Mreins am 30. April 2012 - 21:41

    Man könnte aber auch das hier verordnen

    http://s1.directupload.net/images/120430/s6ap2bxv.jpg

  8. #8 von ambreader am 30. April 2012 - 22:02

    Sogar Alkoholiker sein hat zumindest teilweise eine körperliche Ursache. So viel zu dem Thema.

  9. #9 von Klaus Brückner am 30. April 2012 - 22:44

    Zu 8 ambreader.

    Sie sollten sich wirklich einmal sachkundig machen. Alkoholiker und Homosexueller sind überhaupt nicht vergleichbar. Homosexualität ist in der Natur weit verbreitet. Das ist in der Wissenschaft unstrittig. Sie stigmatisieren völlig unschuldige Menschen, die für ihre Veranlagung nichts können und sie auch nicht ändern können. Die Kirche begeht an diesen Menschen seit Jahrhunderten ein Verbrechen und ist nicht bereit sich den wissenschaftlichen Erkenntnissen
    zu stellen. Ich schäme mich für Sie.

    Klaus Brückner

  10. #10 von Deus Ex Machina am 30. April 2012 - 23:55

    @Klaus Brückner:
    Es gibt aber auch die Möglichkeit einer teilweisen Femininisierung des männlichen Gehirns während der Schwangerschaft, bedingt durch Sress seitens der Mutter. Jeder von uns hat mal weiblich angefangen, bei Männern verändert sich aber das den Sexualtrieb und das “Beuteschema” kontrollierende Hirnareal unter dem Einfluss des Y-Chromosoms.

    Wie auch immer, ja, Homosexualität als Krankheit zu bezeichnen ist absurd, sie “unnatürlich” zu nennen Zeichen kompletter Ignoranz dessen, was in der Natur abgeht. Sie ist eine Abweichung eines Standardverhaltens, wie Linkshändigkeit, so what, I don´t give a shit about it!

  11. #11 von ambreader am 1. Mai 2012 - 02:06

    @Klaus Brückner

    ich habe hier niemanden stigmatisiert. Ich habe lediglich darauf hingewesen, wie unwissenschaftlich man hier beim Vergleich zwischen Alkoholtrinkern und Homosexuellen vorgegangen ist. Sie sollten sich zunächst genauer überlegen, was die Person vor Ihnen mit seinem Post aussagen möchte, bevor Sie ihn vorverurteilen. Vielen Dank.

  12. #12 von bundesbedenkentraeger am 1. Mai 2012 - 09:47

    Soso, es ist also schon relevant, was irgend ein dahergelaufener Stadtrat zu innerkirchlichen Fragen zu sagen hat. Oder äußert er sich als Kirchenglied? Dann ist aber doch der Stadtratstitel und die Parteizgehörigkeit irrelevant, oder? Ich frag mich, wann wir mal Schlagzeilen bekommen wie: “Presbyteriumsmitglied Meier aus Pusemuckl gegen Krieg in Afghanistan”

    Die Relevanz dürfte ähnlich sein…

  13. #13 von Violet Teki am 1. Mai 2012 - 10:47

    @gelmir,ezri et al: ihr meint also Homosexualität ist ein körperliches Leiden? Dachte immer es ist “normal” schwul zu sein? Genetisch veranlagt? Und jeder Homosexuelle, der Kinder kriegt, gibt das Gen weiter??? Dass es psychische Ursachen hat, schein mir schon plausibel, das heisst ja weder, dass das gut oder schlecht ist.
    Ich glaub ihr regt Eúch hier nur auf, weil es irgendwas mit einem Gläubigen zu tun hat, wobei es Euch ja eigentlich egal sein kann, ob Homosexuelle Pfarrer werden oder nicht, müsste Euch ja sogar recht sein, wenn es einen weniger gibt.

  14. #14 von Lebrac am 1. Mai 2012 - 10:55

    @BBT
    Der Stadtrat darf nichts sagen, und das “einfache” Kirchenmitglied hat nichts zu sagen. Habe ich Dich da richtig verstanden?

  15. #15 von Freidenker am 1. Mai 2012 - 11:04

    @BBT: Klar ist dies von Relevanz. Denn die nächste Wahl kommt bestimmt und ggf. wird er damit bei seinen Wählern Zuspruch oder Ablehnung erhalten. Interessant finde ich das Du die Frage ob Homosexualität eine Krankheit ist oder nicht als “innerkirchliche” Frage wertest.

  16. #16 von bundesbedenkentraeger am 1. Mai 2012 - 11:37

    “Habe ich Dich da richtig verstanden?”
    Nein, ich erinnere bloß an die Relevanz, was Nachrichtencharakter hat und was nicht. nd da wndert es mich, daß unter den fast 800.000 Gemeindegliedern der sächsischen Kirche ausgerechnet Blechschmidts Meinung als wichtig angesehen wird. Es ist nicht so, daß er ncihts zu sagen hätte, aber er ragt auch durch nichts über Omma Paschulke hinaus. Diese ist ihm wahrscheinlich sogar in Katechismuskenntnis um Meilen voraus, also frage ich mich, wieso dessen Meinung überhaupt auf breiterer Basis zur Kenntnis genommen wird, im Gegensatz zu den anderen fast 800.000 Gemeindegliedern.

    “Denn die nächste Wahl kommt bestimmt und ggf. wird er damit bei seinen Wählern Zuspruch oder Ablehnung erhalten.”
    Das wird hier auf nem Atheist Media Blog gebracht, also geht es wohl nicht um die Wahl, sondern die Religion. Dann ist aber der Stadtrat und die Partei nebensächlich. Oder es geht m die Wahl, dann aber frage ich mich, was an der Sache besonders atheistenrelevant ist, denn Atheisten neigen ja kiener bestimmten politischen Richtung z, sondern sind allein durch ihre Übereinstimmung darin, daß es keine übernatürlichen Wesen gibt, einig. Wenn also die Haltung eines sächsischen CDU Stadtrates in Religionsdingen relevant ist, dann doch sicher auch aller anderen Stadträte Sachsens oder Deutschlands. Es wird aber nur der eine rausgepickt, wahrscheinlich weil es so schön ins Klischee passt. Wenn es einen Stadtrat gäbe, der aus der Bibel die Homosexuallenrechte ableiten würde, wär das hier keine Meldung wert, paßt ja nicht ins Vorurteil.

    “Interessant finde ich das Du die Frage ob Homosexualität eine Krankheit ist oder nicht als “innerkirchliche” Frage wertest.”
    Die religiöse Bewertung der Homosexualität ist eine innerreligiöse Sache, natürlich. Und wenn der Stadtrat meint, er müsse in religiösen Angelegenheiten mit medizinischen Begriffen kommen, dann ist das sein Problem, nicht meins. Es bleibt aber eine kirchliche Angelegenheit, es geht ja schließlich um das Kirchengesetz, und nicht um das staatliche Gesetz. Welche Meinung er da vertritt, kann man vermuten, aber es geht doch um etwas anderes hier. Also entweder den Stadtrat weg, oder die Meldung weg. Oder mit meiner Kritik leben.

    Ach, da hab ich noch nen Lesehinweis zum Thema:
    http://humanicum.wordpress.com/2012/05/01/wie-aus-einer-provinzposse-ein-bundeseklat-wird-cdu-stadtrat-bezeichnet-schwule-als-krank-und-westerwelle-als-ungeeignet/

  17. #17 von mirlangts am 1. Mai 2012 - 11:38

    Was….HOMOSEXUELL und Pfarrer, unmöglich so was!
    Wäre er doch bloß pädophil, wäre das kein Hindernis für die Stelle aber SCHWUL…..NEIN und nochmals NEIN!!!. :(

  18. #18 von Freidenker am 1. Mai 2012 - 13:43

    @BBT: Warum fühlst Du Dich denn auch immer von allem gleich angepisst? Die Äußerungen des Stadtradmitglieds sind nun mal gefallen und publiziert worden. Warum sollte sich denn ein Politiker aus den innerkirchlichen Beschlüssen raushalten und nicht seine Meinung dazu sagen dürfen? Die Kirche mischt sich doch auch in die Politik ein. Die Trennung von Stadt und Kirche wird von den Kirchen nur in einer Richtung akzeptiert. Freimeinungsäußerung ist in den Kirchen anscheinend nicht gern gesehen.

  19. #19 von bundesbedenkentraeger am 1. Mai 2012 - 14:39

    “Warum fühlst Du Dich denn auch immer von allem gleich angepisst?”
    Angepisst ist anders. Ich wunder mich nur, ich vermute Stimmungsmache als Hintergrund. Irgendwie sowas wie christlich=CDU=homophob=dieser speizielle Stadtrat, und dann einfach mal draufhaun.

    “Die Äußerungen des Stadtradmitglieds sind nun mal gefallen und publiziert worden.”
    Nehme ich zur Kenntnis, trotzdem frage ich warum das so ist, welche journalistische (oder sonstige) Überlegung dahintersteckt, nd warm das dann auch hier noch im Blog aufgenommen wurde, während sich immer noch niemand um Omma Paschulke kümmert…

    “Warum sollte sich denn ein Politiker aus den innerkirchlichen Beschlüssen raushalten und nicht seine Meinung dazu sagen dürfen?”
    Kann er doch gerne, aber dann frage ich mich, warum seine Position in einem anderen Bezugsfeld angegeben wird. “Der Zugführer des dritten Löschzuges der freiwilligen Feuerwehr Pustemuckl sprach sich gegen die Zulassung von Protestanten bei der Echaristie aus” würde doch auch keiner bringen. Man würde seinen Namen nennen, wenn überhaupt. Ganz einfach, weil die Feuerwehrtätigkeit nichts mit der Meinung zu tun hat. Ebensowenig hat der Stadtratsposten etwas mit der Kirche zu tun. Auch in Sachsen sind Kirche und Staat getrennt und Politiker haben keine besondere Stimme in der Kirche.

    “Die Kirche mischt sich doch auch in die Politik ein.”
    Ja, so wie die gbs wenn sie etwa nen offenen Brief an die Kanzlerin zwecks Papstbesuchs schreibt. Das ist ja auch in Ordnung. Es ist ach in Ordnung, wenn der Stadtrat sich zu Kircheninterna äußert, selbst wenn er nicht Kirchenmitglied ist (wobei die gbs wie die Kirchen in Deutschland ihren Sitz haben und somit von der Politik direkt betroffen sind und sich daher auch äußern dürfen müssen – ob man mit den Äußerungen konform geht steht af einem anderen Blatt).

    “Die Trennung von Stadt und Kirche wird von den Kirchen nur in einer Richtung akzeptiert. ”
    Nein, wieso denn? Fordert die Kirche etwa Ministerposten für ihre Bischöfe? Daß die Kirche im Staat ist, ist nicht zu ändern, deshalb hat sich auch alle Rechte, die andere Organisationen im Staat haben, und da gehört eben auch das Recht dazu, eine Meinung zu haben und die zu äußern. Umgekehrt ist es natürlich problematisch, wenn von Regierungsseite (also vom Staat) Kritik an den Interna der gbs geleistet wird. Die entscheiden ihre Interna selbst, im Rahmen der gültigen Gesetze. Ebenso wie die Kirchen.

    “Freimeinungsäußerung ist in den Kirchen anscheinend nicht gern gesehen.”
    Nochmal, mir geht es nicht m die Äußerung an sich, mir geht es m die Art, wie ich sie präsentiert bekomme. Da wird irgend ein Zusammenhang zwischen der CDU, dem Stadtratsposten in Plauen, einer homophoben Einstellung und der evangelischen Kirche hergestellt. Allerdings sind wohl nicht alle CDUler homophob (es soll sogar Schwule IN der Union geben), nicht alle CDUler sind in der Kirche, schon gar nicht in der Evangelischen Kirche (es soll auch welche geben, die sich für ein Streichen des C aussprechen), noch sind alle Stadträte von der CDU (in Plauen selbst sind es 12 von 42, wenn ich richtig sehe) oder evangelisch und homophob schon mal gar nicht. Ebenso sind nicht alle Evangelischen homophob, es soll sogar homosexelle evangelische Pfarrer geben. Also frag ich mich, wozu mir hier gesagt wird, daß dieser Mensch in der CDU und Stadtrat ist. Einen Grnd mß es haben, sonst stünde es nicht da.

  20. #20 von Max Headroom am 1. Mai 2012 - 14:54

    @BBT
    Der Mann ist im CDU-Stadtrat. Der hat sich auch dazu geäussert. Wenn etwas daran ein Fehler ist, kannst Du darauf hinweisen und ggf. dem Schreiber des Artikels bei der Zeitung kritisieren.

  21. #21 von Max Headroom am 1. Mai 2012 - 14:56

    Bäh! Man sollte nicht abgelenkt werden.
    Der Mann ist CDU-Stadtrat. Und die CDU hat sich dazu geäussert. So. Nun ist es richtig, Entschuldigung ;) .

  22. #22 von AndreasA am 1. Mai 2012 - 19:19

    Es ist halt dumm, dass unser “Weltbild” des homophoben christlichen Politikers leider durch diesen Mann wieder gestützt wird.

    BBT hätte dies Meldung gerne unterdrückt oder nicht gesehen, auf alle Fälle passt sie nicht in sein Weltbild, aber anscheinend finden homophobe Personen in einer Religion mehr Unterstützung als bei der gbs.

  23. #23 von bundesbedenkentraeger am 1. Mai 2012 - 19:54

    Andreas, Du hast mich mal wieder grandios mißverstanden. Wieso wundert mich das jetzt nicht?

    Hier schreibt jemand über das gleiche Problem in nem anderen Fall:
    http://humanicum.wordpress.com/2012/05/01/wer-findet-diese-schlagzeile-auch-dubios-rechte-provozieren-mit-karikaturen-salafisten-greifen-polizei-an/

  24. #24 von ichglaubsnicht am 2. Mai 2012 - 13:50

    @BBT
    Genau, solche Artikel muss man nicht bringen, sind ja alles nur bedauerliche Einzelfälle (von denen wir hier wahrscheinlich schon hunderte gesammelt haben) :-P

  25. #25 von Skydaddy am 2. Mai 2012 - 14:45

    Die Meinung des Stadtrats dürfte keinen “Einzelfall” darstellen, sobald man sich das Christentum weltweit anschaut. Die RKK leht, dass Homosexualität eine “schlimme Abirrung”seit. Ich nehme an, bei den Orthodoxen wird das nicht anders sein. Die meisten protestantischen Kirchen weltweit kennen keine Frauenordination, von daher nehme ich an, dass man dort auch eher die evangelikal-konservative Haltung zur Homosexualität einnimmt.

    Das liberale deutsche EKD-Christentum ist NICHT repräsentativ für das Christentum, und weltweit betrachtet dürfte der Stadtrat durchaus repräsentativ sein.

  26. #26 von bundesbedenkentraeger am 2. Mai 2012 - 18:01

    “solche Artikel muss man nicht bringen”
    Kann man schon, aber dann doch bitte den Kontext anpassen: Kirche in Sachsen läßt homosexuelle Pfarrer im Pfarrhaus zu, dagegen regt sich Widerstand. Ein Herr X hat einen Leserbrief geschrieben und af Facebook den Kommentar gebracht…
    Daß Herr X in der CDU ist, spielt hier keine Rolle. Auch nicht sein Stadtratsmandat. Er könnte die Meinung auch als Grüner und Metzger haben…

    Oder andersrum: “In der Plauener CDU werden homophobe Thesen vertreten. Herr X, Stadtrat, hat sich etwa zu den neulich zugelassenen schwulen Pfarrerpaaren im Pfarrhaus so geäußert…”

    Das Bezugssystem beachten, und nicht einen Zusammenhang herstellen zwischen Kirche, Partei und homophob. Weil den gibt es nicht. Es wird ja auch nicht geschrieben, ob der Herr Stadtrat Tennis spielt oder ADAC Mitglied ist.

    “dürfte keinen “Einzelfall” darstellen, sobald man sich das Christentum weltweit anschaut”
    Allerdings dürfte der Stadtrat weltweit gesehen auch wieder in anderen Punkten innerhalb des Christentums in der Minderheit stehen. Wie steht er zur Frauenordination? Aber auch das ist Wurscht: Will man darstellen, wie Christen weltweit homophobe Gedanken äußern, dann bitte, kann man auf ihn zurückgreifen. Aber da spielt es keien Rolle, daß er in der CDU ist oder im Stadtrat. Denn nciht alle Christen sind in der CDU, noch weniger haben ein politisches Mandat inne.

    “Ich nehme an, bei den Orthodoxen wird das nicht anders sein.”
    Ist es nicht anders, wobei die orthodoxe Begründung, die mir ein Prof as Thessaloniki erklärte, nicht dogmatisch begründet (wie etwa die röm. Kirche), sondern praktisch: Es äbe keine Frauen, die das Priesteramt anstrebten, deshalb wäre es kontraproduktiv, das jetzt einführen zu wollen. Dies würde vielmehr nur zu Unverständnis im Kirchenvolk führen. Man muß nicht seiner Meinung sein, aber sie nterscheidet sich doch schon stark von der römischen Theologie. Besagter Prof sieht zm Beispiel keinen Grund, der gegen eine Diakoninenweihe späche. Rom ist da ganz krass dagegen.

    “Die meisten protestantischen Kirchen weltweit kennen keine Frauenordination, von daher nehme ich an, dass man dort auch eher die evangelikal-konservative Haltung zur Homosexualität einnimmt.”
    Ich wär vorsichtig mit “die meisten”. Es kommt wohl darauf an, wie man zählt. Aber Du hast Recht: Wo man ein Problem mit der Frauenordination hat, ist man oft auch homophob. Gerade deshalb ist es ja so wichtig, daß wir gute Theologie betreiben, und da für Veränderungen sorgen.

    “Das liberale deutsche EKD-Christentum ist NICHT repräsentativ für das Christentum”
    Das stimmt, nd das mß es auch nicht sein. Aber das Bild vom homophoben US-Fundi ist ebensowenig repräsentativ. Die Schattierungen sind vielfältig, wenn ach insgesamt eher konservativ.

    “weltweit betrachtet dürfte der Stadtrat durchaus repräsentativ sein.”
    Das hat aber immer noch nichts damit zu tun, daß er Stadtrat ist, und daß er in der “liberalen” (so liberal sind die nicht, die Liberalen stellen nur die Mehrheit, bzw man gibt sich für die Medien liberal) EKD doch ein wenig aus dem Rahmen fällt, wenn auch nru ein wenig.