
Facepalm
Gott hat dem Menschen die Wissenschaft gegeben, damit dieser ihn besser kennenlernen kann, sagt ein Astronom der vatikanischen Sternwarte.
Die Erforschung des Universums durch die Wissenschaft habe ihm geholfen, die Person Christi besser zu verstehen, sagte Br. Guy Consolmagno S.J., Astronom der vatikanischen Sternwarte.
Zwar hätten viele Menschen die „verrückte Vorstellung“, dass Wissenschaft und Religion einander widersprechen würden. In Wirklichkeit sei die Wissenschaft einer der besten Wege, um Gott kennenzulernen, sagte Consolmagno bei einer Konferenz in Denver.
Der Unsinn geht noch weiter:


















































#1 von Alien am 24. März 2012 - 18:09
Dann bin ich wohl ein schlechter Wissenschaftler, denn ich habe Gott noch nicht gefunden!
#2 von Skydaddy am 24. März 2012 - 18:29
Mein Eindruck ist, dass sowohl im Christentum als auch im Islam zunächst die (aus Sicht der Gläubigen naheliegende) Auffassung vorherrschte, die Wissenschaft würde beweisen, dass es Gott gibt und wie toll er ist. (Denn wenn es Gott gibt und auch Bibel bzw. Koran seine Worte sind, dann werden sie natürlich durch wissenschaftliche Erkenntnisse bestätigt werden.) Diese Haltung schlug dann aber ins Gegenteil um, als klar wurde, dass die Wissenschaft die Religion eben nicht bestätigt.
Diese Erkenntnis ist aber offenbar noch nicht überall hin vorgedrungen.
#3 von deradmiral am 24. März 2012 - 18:48
Das erinnert an die Geschichte vom Babelfisch… ab Sekunde 50.
#4 von AMB am 24. März 2012 - 19:04
So so, und wenn die Wissenschaft nach Gott sucht und nichts findet, kommt irgendwo ein Pfaffe daher und erklärt warum man mit der Wissenschaft Gott nicht finden kann.
Man dreht und wendet wie man es möchte.
Verrückte Vorstellungen?? Die Meinung eines Vollreligioten!! Diese “verrückte Vorstellungen” haben alle, die die Bibel wörtlich nehmen und nichtreligöse Wissenschaftler!!
*facepalm* Eure Erkenntnis, nicht unsere!
Die Wissenschaft kann den neurologischen und physischen Prozess der Liebe sehr gut erklären. Schönheit ist subjektiv und kein Bereich der Wissenschaft.
Und meiner Meinung nach ist die Vernunft ein Teil der Logik und umgekehrt, so was kennt die Religion halt nicht.
#5 von Max Headroom am 24. März 2012 - 19:35
An welcher Stelle kann die Wissenschaft das Geschlecht, die Anzahl, den Willen, den Geruch, das Gewicht oder sonstige behauptete Eigenschaften dieses ominösen “Gottes” nachweisen?
Aber wenn man sich den Spaß geben will: Man verwandele “Gott” zu einem Synonym für “Ich-weiss-nicht”, und schon ist alles Gott, was die Wissenschaft erforscht
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Während Gläubige ihren Gott in Fürbitten zu einem Sklaven der eigenen egoistischen Wünschen reduzieren und in Militärkreisen “ihr Gott” stets auf der eigenen Seite gezogen wird, bleiben ungläubige Wissenschaftler zumindest ehrlich und versuchen, diese ominöse Wunderkraft “Gott” zu belegen. Leidergottes ist es bis zum heutigem Tage nicht geschehen, dass man ein omnipotentes Wesen, eine omnipotente Kraft oder sonstige “Sache” gefunden hat, welches auch nur annähernd als brennender Busch, Salzsäuleproduzent oder Heiligergeistversender tituliert werden könnte. Vielleicht ist die Auffassung trügerisch, es gäbe solch ein Wesen bzw. Kraft? Vielleicht lagen die Gläubigen ja die ganze Zeit voll daneben und die ganze Chose ist nur ein Phantom? Ein rein vom Menschen erdachtes und eingebildetes “Ding” ohne reale Existenz?
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Und Poesie, Zärtlichkeit usw. Soll man nun “Gott” als ein Synonym für all diese Begriffe verstehen? Oder als “Ursprung”, obwohl nicht einmal geklärt ist, ob “Vernunft” einen Ursprung in einer übernatürlichen Entität haben kann? Soll dies “vatikanische Wissenschaft” sein? Oder doch nur wieder nebulöses Geschwurbel für zartbesaitete Menschen?
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#6 von Randifan am 24. März 2012 - 20:10
Doppeldenk in reiner Form, die Theologen glauben, man könne zwischen 2 Wahrheiten hin,- und herschalten, was in der Regel auch funktioniert. Allerdings sollen besonders gebildete Menschen an die Existenz übernatürlicher Kräfte wie Geister glauben, als weniger gebildete Menschen.
http://www.msnbc.msn.com/id/10950526/ns/technology_and_science-science/
#7 von Sheldon Lee Cooper am 24. März 2012 - 21:14
> Gott hat dem Menschen die Wissenschaft gegeben, damit
> dieser ihn besser kennenlernen kann,
Nein – Anders herum! Die Kirche hat den Menschen die Wissenschaft vorenthalten, damit der Mensch die Natur nicht verstehen kann. Die Naturwissenschaft hat der Glaube erst akzeptiert, als er keine andere Wahl mehr hatte. Und wie immer ist die Religion nur dort tolerant (auch gegenüber der Wissenschaft), wo sie nicht an der Macht ist.
#8 von Deus Ex Machina am 24. März 2012 - 21:59
Was ein Mietmaul, das beim Vatikan in Lohn und Brot steht, von dem Verhältnis Wissenschaft/Religion hält, geht mir gepflegt am Arsch vorbei. “Wessen Brot ich ess,…..”
Was man heute eben nicht mehr unterbinden kann, versucht man mit seinem Brandzeichen zu markieren. Aber DAS wiederum versuchen viele.
“In Wirklichkeit sei die Wissenschaft einer der besten Wege, um Gott kennenzulernen,”
–> Und schon wieder andersherum: Sollten die NWen nicht nur erklären, wie etwas funktioniert und den Religionen (“Religionen” bedeutet natürlich nur “Christentum”) das Feld der Gründe überlassen, da sich Gott ja eh nicht per NW nachweisenen lassen WILL? Nein, jetzt spannt man auch NWen für die eigene Sache ein.
Man kann (Berufs)Gläubigen nicht ein Wort glauben, wenn es um ihren Glauben geht.
#9 von emporda am 24. März 2012 - 22:46
Es ist einfach zu blöd und dämlich, um darauf etwa Sinnvolles zu erwidern
#10 von Noch ein Fragender am 25. März 2012 - 01:13
Ist das nun “seriöse Theologie”, die hier an der vatikanischen Sternwarte betrieben wird?
Normalerweise werden Atheisten, die eine solche Gottesvorstellung kritisieren, von Gläubigen als primitiv und niveaulos hingestellt, weil sie auf ein völlig überholtes Gottesverständnis einhackten und nicht in der Lage seien, zu verstehen, was Christen wirklich mit Gott meinten. Außerdem hätten sie noch nicht mitbekommen, dass Gott nicht durch die Naturwissenschaft zu erkennen sei.
Wohlgemerkt: die Kritiker dieses Gottesbildes seien dümmlich und unbedarft – nicht etwa die christlichen Mitbrüder, die ein solches Gottesbild verbreiten und diese Kritik herausfordern.
#11 von Michael am 25. März 2012 - 03:00
Er meint also, daß die Wissenschaft bald in jenen noch unerforschten Teilen des Universums Gott nachweisen wird? Tja, die Hoffnung stirbt wohl auch hier zuletzt, aber immerhin: Mathematisch größer 0 ist die Chance dafür schon… Noch größer ist aber die Wahrscheinlichkeit, daß der Herr Astronom nicht mitbekommen hat, daß Wissenschaftler den Begriff “Gott” i.d.R. nur als Metapher verwenden, wie z.B. in letzter Zeit im Wort “Gottesteilchen”.
#12 von Christian Mai am 25. März 2012 - 05:18
Durch die Behauptung Gott habe den Menschen die Wissenschaft gegeben, wird Gott und Gottesglauben immunisiert. Consolmagno macht damit deutlich, dass Gott ein Irrationalismus ist. Das ist ja auch was er glaubt, nämlich dass Gott sich der Ratio entzieht, was ich für wahr halte. Irrationalismus führt zwangsläufig zu Dogmen und Dogmen führen zwangsläufig zu Gewalt. Das höchste Dogma ist Gott, und wie Bibel und Geschichte beweisen ist dieses Dogma sehr gewalttätig. Also ist es folgerichtig, sich nicht vor der Wissenschaft zu fürchten, sondern vor Gott.
Ja, jetzt habe ich Gott auch besser verstanden, er ist der übermächtige Vater, der mich fürchten läßt, vor allem vor seinen Erfüllungsgehilfen, jenen die Kriege angezettelt haben, Hexen verbrannt haben, jenem Pfaffen, der die Atombomben des WK II gesegnet hat und jenen, die so viele Kinder vergewaltigt haben usw., usw.
Dieses “Standardmodell” Gott könnte sich also noch als sehr wirksam erweisen, das Überbevölkerungsproblem in den Griff zu bekommen. Vielleicht gelingt es dem Herrn ja noch China gegen Indien aufzuwiegeln, vielleicht ein netter Atomkrieg – ist weit genug von Europa (also vor mir) weg und wäre sehr effizient.
Wenn ich jetzt noch weiter schreibe, konvertiere ich noch zum Katholizismus und gebe meinen Glauben an die Vernunft auf.
#13 von emporda am 25. März 2012 - 07:10
@Michael
Er meint also, daß die Wissenschaft bald in jenen noch unerforschten Teilen des Universums Gott nachweisen wird?
—-
Das ist der klassische Lückenbüßer-Gott der Kreationisten und Fundis. Sie haben zwar keine Ahnung in der Sache, erkennen aber gewisse Lücken in den Theorien der Wissenschaft. Nur haben diese Lücken oft eine sehr begrenzte Lebensdauer, die Erkenntnisse der Wissenschaft sind nicht durch rückwärts gerichtete Bekundungen der Schwurbelkünstler aufzuhalten. Diese Lückenbüßer-Gott stirbt mit dem Verschwinden seiner Lücken täglich Hunderte Tode, wirklich eine arme Sau andauernd umziehen zu müssen..
#14 von Eberhard am 25. März 2012 - 08:39
Die Kirche beweist immer wieder ihre Dummdreistigkeit. Wissenschaft sei ein Geschenk Gottes. Frage mich nur,warum immer Wissenschaftler von dem Verein verfolgt und hingerichtet wurden. Die Dreistigkeit dieses staatlichen anerkannten Verein zeigt sich bei ihrem ständigen Handeln, wenn sie mit einer Unschuldsmiene verkünden, bislang hätte sich ein Gott niemals gegen ihre Untaten gewandt und den Kirchenfunktionären Paroli geboten. Ganz einfach, sie wissen, das es keinen Gott gibt und darum wird alles nach ihren eigenen
Wünschen verdreht und durchgeführt. “So wahr mir Gott helfe” ein Witz.
#15 von AndreasA am 25. März 2012 - 10:41
Die nächste (und höchste?) Form der Immunisierung wäre dann:
Ich hoffe, das ich den Leser aus dem Vatikan den wir früher mal hatten, nicht auf neue Ideen gebracht haben
#16 von Lebrac am 25. März 2012 - 10:43
Darum ist ja auch die Bibel voller naturwissenschaftlicher Erkenntnisse, und bis zum heutigen Tage, die Grundlage jeglicher Fachliteratur.
#17 von deradmiral am 25. März 2012 - 10:48
Die vatikanische Astronomie hat übrigens vor ein paar Jahren festgestellt, dass auch Aliens Geschöpfe Gottes sind. Die Aliens standen zu einem Kommentar dieser Behauptung nicht zur Verfügung. Nach den hervorragenden Erfahrungen mit den Naturvölkern können sich diese auf einiges gefasst machen.
#18 von Lebrac am 25. März 2012 - 10:54
@deradmiral
Aliens versus Jehova! Hollywood plant schon die Fortsetzung. Christenverfolgung auf LV-426.
#19 von Skydaddy am 25. März 2012 - 11:29
@AndreasA:
Mein richtiger Vorname ist ja “Matthias”. Das bedeutet: “Geschenk Gottes”.
#20 von Deus Ex Machina am 25. März 2012 - 12:57
Wäre doch witzig zu sehen, wenn Missionare den Xenomorphen das Evangelium beibringen wollen.
“Es heißt “AMEN” und nicht “CHssssssss” und jetzt streck mir nicht die Zunge raus, du gottloser Alien! Aber wie schön, dass ihr diese vielen Eier oben mit einem Kreuz verziert, eine klare Anspielung auf Ostern, das muss ich mir doch mal ganz aus der Nähe ansehen”
Da fällt mir ein, am 9.August läuft ja mit Ridley Scotts Prometheus die Vorgeschichte zu Alien an.
#21 von Wolfgang am 25. März 2012 - 15:52
Wenn ein Gott den Menschen nach seinem Bilde schuf, da wundert mich nichts mehr bei der Fassung Theologen und anderen geistig verwirrten. Gott, musste das denn sein? Wieso brauchst du Theologen, während z.B der Sauerstoff und der Mond ganz ohne Theologen auskommt??? Gibt es katholische oder evangelische Bahnhöfe? Gibt es unterschiedlichen religiösen Sex? Katholisches oder evangelisches Geld? Katholische oder evangelische Kartoffeln? Pinkeln Christen anders als Atheisten? Warum dann der christliche unanständige Scheiß? Es gibt keine christliche Wissenschaft, es gibt nur ein Wissen, was immer wieder neues Wissen schafft. Das Christentum ist auf dem Stand vom Jahre Null stehengeblieben. Das ist ein christliches Wunder, werde da nicht widersprechen. Amen.