Gottesbeweis: Bei Problemen nicht aufgeben, sondern an Gott abgeben

Bei Schwierigkeiten sollte man nicht aufgeben, sondern seine Probleme an Gott abgeben. Diesen Rat gibt der Verleger Friedrich Hänssler (Holzgerlingen bei Stuttgart) in einem Interview mit der Evangelischen Nachrichtenagentur idea (Wetzlar).

(…)

Das für ihn prägendste Ereignis sei die Teilnahme an einem Erschießungskommando gewesen, so Hänssler: „Wir wurden in ein Waldgebiet gefahren und ein Offizier teilte uns mit: ‚Wenn Sie sich weigern zu schießen, werden Sie heute standrechtlich erschossen.’ Ich sah die Lastwagen, auf denen die Menschen saßen, die wir erschießen sollten. Ich schrie innerlich zu Gott: ‚Gott, wenn Du wirklich existierst, dann greife jetzt ein.’ Jeder von uns bekam ein Gewehr in die Hand gedrückt. Als schon die ersten zum Tode Verurteilten vor uns standen, Sekunden vor der ersten Salve, befahl mir ein Offizier: ‚Sie brauchen nicht zu schießen. Ihre Aufgabe ist es, die Toten zu versorgen.’ Ich betete damals: ‚Gott, ich möchte zu Dir gehören.’“

Weiterlesen:

http://www.idea.de/nachrichten/detailartikel/artikel/bei-problemen-nicht-aufgeben-sondern-an-gott-abgeben.html

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  1. #1 von schiffmo am 7. März 2012 - 17:57

    @….ates:

    “Für die Theologie gilt naturgemäß das Axiom Gott. Darauf aufbauend findest du sowohl Diskursfähigkeit als auch Plausibilität.”

    Du verlangst also von uns, dass wir uns mit Dir über Deine Stimme im Kopf unterhalten?

    “Gott” ist kein Axiom. “Gott” ist ein rein imaginiertes Wesen. Warum sollte ich mich dafür interessieren, was Du diesem imaginierten Wesen zuschreibst? Plausibilität zerbröselt unter der Voraussetzung “Gott”. Eine Diskursfähigkeit, die auf einer so abwegigen Voraussetzung wie “Gott” aufbaut, ist wertlos.

  2. #2 von Ezri am 7. März 2012 - 18:19

    @Sokrates

    @ Ezri:

    Nein, es sollte ausdrücken, dass das Konzept der Menschenwürde möglicherweise einer diffusen “uralten humanen Lebenslogik” folgt – wobei diese noch näher zu definieren wäre – aber auf jeden Fall auch auf christlichen Ideen basiert!

    …und genau das ist falsch, da basiert gar nichts von auf christlichen Ideen, da wird eher umgekehrt ein Schuh draus und da auch nur partiell

  3. #3 von Wacke am 7. März 2012 - 20:19

    @ Sokr…

    Und damit bist Du stecken geblieben.

    Axiom?

    Na dann, wollen wir uns über Wittgenstein unterhalten?

    Aber Du verweigerst Dich, trotz Deiner Versuche, Diskursfähigkeit herbei zu reden, indem nur Du davon sprichst, eben rund heraus der Falsifizierung. Und redest Dich hinter Deine Einbildung, die so offen ist wie ein Scheunentor. Du möchtest Dich verstecken. Und bist so nackt wie ein Kaiser nur sein kann. Sorry, DeinAxiom ist beliebig bis zum Getno. Beliebig, unplausibel – genau, weil es auf alles und jedes zutrifft und keine Genauigkeit besitzt – und das ganze Gegenteil von falsifizierbar. Dein “Dings” ist ein Axiom”. Mann, wirklich, das ist nicht gerade viel. Herbert ist auch ein Axiom. Die Unausprechliche auch. Leere. Wenn ich will. Das ist einfach nichts, was Du dort von Dir gibst.

    Und damit bist Du raus, oder so nervend wie die Sketchfigur “Ho-Ecker”.

  4. #4 von Mreins am 7. März 2012 - 20:36

    @Sokrates

    Mir war bei der Definition dieses Begriffes vollkommen klar das du damit nichts anfangen kannst.
    Denn die Wortbestandteile “human”, “Leben” und “Logik” sind nachweislich Begriffe die in der gesamten Geschichte deiner Institution keine Bedeutung hatten und auch heute noch nicht haben.

    Einen weiteren Beweis dieses Fakts lieferst du mit der Bemerkung…

    “…und speist sich (Die Menschenrechte) unter anderem aus christlichen Ideen, hast du ganz vergessen”

    Habt ihr anmassenden, Christen die Menschen, ihr Leben und ihre Ideen, vor eurem Jesus vollkommen ausgeblendet?
    Ich nicht!
    Und ich kann auch nicht vergessen wie meine gesamte Christliche Heimatgemeinde die Idee hatte zu beten als unsere Nachbarn deportiert werden sollten.
    Nein! Ich kann nicht vergessen, das mein Vater vom Christenmob denunziert wurde weil er einer der wenigen war der einen zufällig später heimgekehrten Sohn des Nachbarn auf unserem Dachboden versteckte.
    Und Sokrates… So wie mir, ging es in den letzten 2000 Jahren vielen Menschen mit humaner Lebenslogik.

    Wie sehr du dich von deiner Sekte bereits instrumentalisieren lässt, beweisst du mit diesem Satz:

    “…wogegen ich auf eine konkrete Bibelstelle hingewiesen habe, die als eine der ältesten konkreten Schriftstücke gelten darf, die man im Sinne einer universalen Menschenwürde deuten darf.”

    Sorry sokrates, das ist doch anmaßend.
    Es mag ja sein das du in deinem Schrank nur ein Buch hast. Aber es gibt da noch ein paar ältere Schriftstücke.
    Vielleicht kannst du sie nicht lesen weil du des Altchinesischen nicht mächtig bist, oder Höhlenmalereien nicht deuten kannst.
    Aber bitte behaupte dann nicht solchen Unfug.

    Wie sehr man das von Dir so empfohlen Machwerk im Sinne universaler Menschenwürde deuten darf gibst du ja selbst mit deinem Vergleich des Artikel 1 der Menschenrechte zum Besten:

    “Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.”

    Im Vergleich zu diesem bekenntnistotalitären Zitat

    “Gal 3,28f “Es gibt nicht mehr Juden und Griechen, nicht Sklaven und Freie, nicht Mann und Frau; denn ihr alle seid «einer» in Christus Jesus“

    ist dann z.B. Für Moslems, Hindus… und im Übrigen auch für mich,
    eine Raubkopie des Auschwitzer Torspruchs.

    http://s7.directupload.net/images/120307/qhhh42mc.jpg

  5. #5 von Amazone am 7. März 2012 - 21:16

    @mein name:
    Menschenwürde basiert auf christlichen Ideen. Hm. Als Frau finde ich diese Aussage lächerlich.

    Als Frau ist man laut Bibel ja auch kein vollwertiger Mensch, sondern rangiert irgendwo unter den Besitztümern des Mannes auf der Stufe mit dem Vieh. Deshalb lassen die Katholen auch keine Fauen in ihre Priesterkaste rein, sondern ziehen dafür den Männern die langen, bunten Kleidchen an.

  6. #6 von Wolfgang am 8. März 2012 - 13:48

    Es gibt den immer noch gültigen Spruch: Hilf dir selbst dann hilft dir Gott, darum ward Gott so oft zum Spott.

  7. #7 von Martin Schmidt am 8. März 2012 - 14:36

    Der heuchlereische Verein kann mir gestohlen bleiben.
    Solange ein Pastor sich im Ruhestand nagelneue 5er BMW kauft und sich
    von Ehrenamtlichen den Arsch hintertragen lässt,
    während eine Krankenschwester im “Ruhestand” von einer mickrigen Rente leben
    muss, glaube ich dem Verein kein einziges Wort (von den ganzen anderen Lügen
    ganz zu schweigen).
    Einen Verein der 95% seiner Einnahmen zum Selbstzweck ausgibt aber nur
    5% für gemeinnützige Dinge, brauche ich nicht. Da gibt´s genug Projekte
    mit besserem Verhältnis.

  8. #8 von Martin Schmidt am 8. März 2012 - 14:41

    Selbst wenn ich die gesparte Kirchensteuer dem Finanzamt schenke,
    leiste ich mehr Soziales, wie ich es durch die Kirchensteuer täte.
    Ca. 50% der Staatsausgaben fallen in den Bereich Soziales
    und damit kommt gegenüber der Krichensteuer 10x soviel sozialen
    Zwecken zu Gute.

  9. #9 von Ezri am 8. März 2012 - 15:50

    Hallo Martin, selbst ohne Kirchensteuer bekommt die Kirche von Dir Geld. Das ist ja das frustrierende da dran.

  10. #10 von Martin Schmidt am 8. März 2012 - 16:13

    Ich weiß:
    - Knebelvertrag a.k.a. Konkor
    - Absetzbarkeit Kirchensteuer
    - Mitlitärseelsorge
    - Theologische “Fakultäten”
    - Religionslehrer
    - Caritas, Diakonie, etc. (das mache ich ja noch gerne; es stört
    nur die Lügerei der Heuchlervereine)
    - Bauzuschüsse
    - uvm.

    Ich bin aber guter Dinge, dass sich da die nächsten 10 Jahre etwas ändern wird.
    Wenn erst mal die Mitgliedszahl der beiden größten Heuchlervereine unter 50%
    der Bevölkerung sinkt wird das auch Auswirkungen auf die derzeitige Politik haben.

  11. #11 von schiffmo am 8. März 2012 - 17:48

    @Martin Schmidt:

    Mit den 10 Jahren bin ich da noch nicht so guter Dinge. Die deutschen “klerikalen” Parteien CDU/CSU, SPD, Grüne werden noch sehr lange brauchen, bis sie ihre kirchennahen Positionen überdenken. Andere Parteien werden aus dem Parlament fliegen (ich denke da besonders an eine), stagnieren (eine andere) oder nur sehr langsam in die Parlamente kommen. Es braucht 100 Piratenabgeordnete im Bundestag, bis an die Möglichkeit gedacht werden kann, dass den Damen und Herren bei den “großen” Parteien ein Licht aufgehen könnte. Bis dahin sind wir die “bösen” und die Kirchen die “guten”, und sie werden darüber nachdenken, was im Marketing falsch gelaufen ist, das zur Folge hatte, dass wir nicht bei den “guten” sind.

  12. #12 von Wolfgang Brosche am 8. März 2012 - 17:53

    Die Geschichte von den Atheisten, die trotzdem in den Himmel kommen ist natürlich lächerlich! Dieser Unsinn hat die gleiche Qualität wie jene andere Geschichte, die heute hier soviele Kommentare provozierte: Gott hat mich davor errettet bei einem Hinrichtungskommando teilnehmen zu müssen – also ist Gott groß.
    Diese niederträchtige Schäbigkeit zeigt welchen Totalanspruch die christliche Religion – vor allem der Katholizismus hat. Weder lassen sie die Atheisten aus, die könnten doch ganz gut in der Hölle schmoren, noch sind sie sich nicht zu schade ungezählte Tote hinzunehmen für einen “geretteten” potenziellen Mörder.
    Das ist gerade die Perfidie und der Wahn der Katholiken – sie fühlen sich allen überlegen und glauben, sie müßten sich wirklich alles untertan machen.
    Und was den Wahn betrifft: solche Gedankenketten, wie sie Herr Sokrates hier entwickelt entsprechen genau dem wahnhaften Verhalten von Schizophrenen Paranoikern. Ganz gleich was, alles dient zum Stützen des Wahnsystems. Das ist ja gerade der Grund, weshalb die Catholica einen so universellen Totalitarismus für sich beansprucht! Und deshalb ist sie noch immer brandgefährlich – so gefährlich wie der durchgeknallte Islam oder die Westboro Baptist Church.

  13. #13 von mmm1234 am 8. März 2012 - 19:52

    @schiffmo
    Die 10 Jahre waren so meine Hoffnung aufgrund meiner Erfahrungen der letzten Jahre.
    In meiner näherem Verwandten- und Bekanntenkreis treten die 20-35jährigen reihenweise aus
    (manche, nachdem ich sie über die Kirchenfinanzen gerade in Bezug auf Caritas
    und Diakonie, sowie Schulen/Kindergärten/Krankenhäuser informiert habe).
    Es waren einige Taufen in den letzten 5 Jahre, von denen die meisten nur aufgrund der
    Sorge vor Ausgrenzung des Kindes vollzogen wurden. Mit Glaube hatte das nix zu tun.
    Und spätestens wenn sie als Jugendliche arbeiten gehen, werde ich auch sie informieren,
    wie sie mit dem gesparten Geld effektiver ihren Mitmenschen helfen können.
    Ausnahmslos keiner aus meinem Verwandten- und Bekanntenkreis wendet sich aus Egoismus, Wertelosigkeit
    oder Christenhass von der Kirche ab, sondern weil die Kirche einfach nur ein selbstgefälliger
    bigotter und somit obsoleter Verein ist.

  14. #14 von Noch ein Fragender am 9. März 2012 - 00:54

    @ # 54 Sokrates (pdf-link “Schumacher-Vortrag”)

    Wenn heute die Glaubenswahrheit von der alleinseligmachenden Kirche weithin geleugnet wird
    - außerhalb der Kirche geschieht das per se, aber auch innerkirchlich geschieht das heute in
    wachsendem Maße -, so hängt das mit jener philosophischen Strömung zusammen, die man als
    Agnostizismus zu bezeichnen pflegt, die uns gleichsam atmosphärisch umgibt, die wir
    einatmen, wie wir die Luft einatmen. Der Agnostizismus leugnet in jeder Form einen
    erkenntnismäßigen Zugang zu Gott und zur Transzendenz.

    Da, soweit ich sehe, Theologen sich heutzutage nicht mehr an Gottesbeweisen versuchen, dachte ich, es sei auch dieser Zunft mittlerweile klar geworden, dass es keine rationalen Belege für die Existenz Gottes gibt und wir Menschen über Gott und Transzendenz nichts wissen können. D. h. alle Menschen sind Agnostiker (=Nicht-Wissende über Jenseitiges). Es steht natürlich jedem Menschen frei, an Gott und die Transzendenz zu glauben oder nicht – aber von “Wissem” kann dabei keine Rede sein.

    Sofern der Schumacher-Vortrag nahelegen will, es gebe doch einen wissensmäßigen Zugang zu Gott und Transzendenz, halte ich dies nicht für “seriös”.

  15. #15 von Wolfgang am 9. März 2012 - 14:36

    Erst wenn ein Gott oder sein Sohn in irgend einer Kirche erscheint, werde ich der Kirche beitreten. Aber das wird mit 100%iger Sicherheit nicht geschehen. Und solange nicht einmal der Heilige Geist in jene Gemächer einzieht, werde ich einen großen Bogen um jenes Glaubensgebilde machen, das sich noch fälschlicherweise Religion nennt. Armselig sind die im Geiste und das macht sie so gefährlich.

  16. #16 von pufaxx am 9. März 2012 - 18:57

    Es ist aussichtslos.

    Wie war das in den 10 Geboten? (Bezeichnenderweise sagen so ziemlich alle Christen, die ich kenne, auf die Frage, was denn das erste Gebot sei “Du sollst nicht töten.” – Pustekuchen. Isses nicht …)

    „Du sollst dich nicht vor anderen Göttern niederwerfen und dich nicht verpflichten, ihnen zu dienen. Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott: Bei denen, die mir Feind sind, verfolge ich die Schuld der Väter an den Söhnen, an der dritten und vierten Generation; bei denen, die mich lieben und auf meine Gebote achten, erweise ich Tausenden meine Huld.“

    Und dann kommt Sokrates mit irgendwelchen Dogmen. Und trällert was Versöhnliches, von wegen “Wer aber der ehrlichen Auffassung ist, dass die katholische Kirche nicht die Wahrheit vertritt, handelt NICHT schuldhaft.”

    Das ganze Grundmaterial stinkt doch schon. So sehr sich auch Theologen bemühen, sich diese Texte schönzulügen – sie sind einfach und waren schon immer Dreck. Allesamt.

  17. #17 von Stefan Wehmeier am 20. März 2012 - 22:57

    Der einzige wirklich stichhaltige Beweis Gottes (künstlicher Archetyp Jahwe = Investor) ist die Unfähigkeit seiner Untertanen, die Natürliche Wirtschaftsordnung zu verstehen:

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2011/03/opium-des-volkes.html