An Fasnet kam die Nashorn-Mafia

Nicht einmal in den europäischen Museen sind Nashörner noch sicher: Räuber griffen im Offenburger Stadtmuseum zu. Auf dem Schwarzmarkt könnten die Täter 50.000 Euro mit dem Diebesgut machen.

[..] “In den großen Museen sind die Nashörner nicht mehr in den Ausstellungen. Gefährdet sind jetzt die vielen kleinen Museen, die kleinen Schlösser, die Jagdvillen, alle Häuser mit kleineren Sammlungen.” Mittlerweile werde alles geraubt, was aus Nashorn gefertigt sei, auch Kunstgegenstände.

[..] Auf dem Schwarzmarkt lässt sich Nashorn zu astronomischen Preisen verkaufen. Allein mit dem Offenburger Diebesgut kann die in ganz Europa agierende Bande mindestens 50.000 Euro einnehmen. Europol gibt die Preise für Nashörner, je nach Größe, mit 25.000 bis 200.000 Euro an. Nashornpulver wird in der “Traditionellen Chinesischen Medizin” als Mittel gegen Fieber, Malaria und auch Vergiftungen empfohlen. In einigen Ländern ist es auch als Potenzmittel gefragt.

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  1. #1 von Sheldon Lee Cooper am 26. Februar 2012 - 22:15

    Das ist eben Kultur. Die Nashörner werden das schon verstehen.

  2. #2 von Aranxo am 26. Februar 2012 - 23:33

    Nein, das ist Kapitalismus vulgo Marktwirtschaft in Reinform. Das was die Leute haben wollen, aus welchem bescheuerten Grund auch immer, wird besorgt. Es hängt bloß vom Grad der Skrupellosigkeit ab, ob man dabei auch gesetzliche Grenzen überschreitet. Moralische Bedenken wie Ausrottungsgefahr sind da noch weit niedrigere Schwellen, um die sich sowieso kein Schwein (sic!) kümmert.

    Was mich dabei allerdings wundert: Warum dreht man den Kunden nicht einfach gefaktes “Nashorn” an. Kann man das nachprüfen, ob es wirklich Nashornpulver ist? Wie geht das vor sich? Muss man sich das vorstellen wie in Hollywood- Gangsterfilmen, wenn das Kokain getestet wird?

  3. #3 von mirlangts am 26. Februar 2012 - 23:51

    Gute Frage, es gibt doch sicher natürliche Substanzen, die höchstens durch aufwendige Laboruntersuchungen zu verifizieren sind.

  4. #4 von Ezri am 27. Februar 2012 - 00:05

    Nashorn ist das gleiche Zeugs wie Finger- und Zehnägel und Haare. Wer meint, daß das potenzsteigernd ist, der soll einfach Fingernägelkauen.

  5. #5 von wildbetta am 27. Februar 2012 - 01:16

    Wie mich diese traditionelle Medizin aufregt. Wenn so viele asiatische Männer Probleme mit ihrem kleinen Freund haben, sollen sie zu Viagra greifen…Aber nein: Sobald eine Art auf der roten Liste steht kann man sich SICHER sein, dass irgendein abergläubiger Trottel sich die Einzelteile dieser Art gerade ins Teewasser schmeißt. Jedes Jahr werden Millionen von Haien abgeschlachtet oder sie werden flossenlos zurück ins Wasser geworfen, weil ihre Flossen angeblich potenzsteigernd sind. Ähnliches gilt für Orang-Utans, Elefanten, Wale, seltene Fischarten etc. pp. .
    Ein hervorragendes Beispiel dafür, dass Aberglaube eben keine harmlose Spinnerei ist, sondern brandgefährlich! Ich bin sehr gespannt, was ich dort im Sommer so auf den Märkten finden werde, vermutlich übertrifft es meine schlimmsten Vorstellung.
    Gerade Asien verfügt über eine wunderschöne Fauna, die einzigartig und unfassbar artenreich ist. Und mal wieder ist es der Aberglaube, der sie zerstört.

  6. #6 von motzmotz am 27. Februar 2012 - 07:34

    Kriminelles Verhalten für ein Placebo… unfassbar..

  7. #7 von Stefan Mauerhofer am 27. Februar 2012 - 11:21

    In der Schweiz ist die traditionelle chinesische Medizin durch einen Verfassungsartikel geschützt, der am 17. Mai 2009 angenommen wurde, so dass ich mit meinen allgemeinen und obligatorischen Krankenkassenbeiträgen diesen Unsinn mitfinanzieren muss.

    http://www.news.admin.ch/message/index.html?lang=de&msg-id=37173

  8. #8 von emporda am 27. Februar 2012 - 12:01

    @wildbetta
    ich stimme Dir zu, nur es bleiben 2 Alternativen.
    Entweder rotten die Idioten erst die Natur und damit uns selber aus, oder wir rotten die Idioten aus.

    Die Ressourcen der Erde reichen bei Energien, Trinkwasser, Agrarflächen, usw. nicht um die 7 Milliarden Menschen bei einer Verdoppelung alle 25-40 Jahre je nach Kultur mit Wohlstand und sozialem Standard auf vergleichbarem Niveau zu versorgen. Nur drastische Beschränkung in der Vermehrung kann ein Chaos verhindern, zumal besonders die armen und unterentwickelten Länder explosionsartig zunehmen. Wenn in wenigen Jahrzehnten 6 Milliarden Afrikaner und Asiaten ihre Landschaften vollkommen ruiniert haben, werden sie wie Heuschrecken ins gelobte Europa einfallen und alles kahl fressen.