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#1 von derKritiker am 25. Januar 2012 - 09:17
Ich halte das alles für recht kritisch, aber auch schwierig.
Schnell hat man viele Schimpftiraden zur Hand, weiß aber oft nicht ,das z.B. auch in Deutschland oft nach jüdischem Recht geurteilt wird. Jüdische Gerichte und entsprechende Rechtsprechung gibts hier schon recht lange.
Komischerweise wird das aber nicht so erkannt, publiziert oder sich darüber aufgeregt. Aber bei der Scharia hört der Spaß auf … ??!?!?!
Nun, wir als “vernünftige Atheisten” sollte hier möglichst wertneutral, analytisch und ohne Schaum vorm Mund mal drüber nachdenken, wie das zu lösen ist.
Aber einen Grundsatz muss es geben: gleiches Recht für alle. Entweder darf jüdisches, hinduistisches oder islamisches Recht nirgends gelten, oder man müsste allen, über bestimmte Instanzen und spezielle Institutionen, das Recht einräumen.
Leider ist Religion noch mehr Auslegungssache als Gesetze, also ein schwieriges Terrain … daher tendiere ich eher für lokale, also reine deutsche Rechtsprechung. Wie seht Ihr das ??
#2 von Ezri am 25. Januar 2012 - 12:56
Muslime fordern auf dem gesamten Globus die Einführung der Sharia, was ist daran neu?
#3 von Barkai am 25. Januar 2012 - 13:13
@derKritiker,
der Beit din, das Rabbinatsgericht, urteilt aber in Deutschland ueber den religiosen Status einer Ehe, entscheidet ueber eine Scheidung und ob sie Rechtmaessig durchgefuehrt wurde (was jedoch keinen einfluss auf standesamtliche Tatsachen hat) und im Falle der orthodoxie kann auf Bitten einer Ehefrau, die sich gerne scheiden lassen moechte, daruber entscheiden, ob der Ehemann derartige verstoesse begangen hat, dass das Rabbiantsgericht die Scheidung einleitet, wenn nein, kann den Ehemann bitten, beim gericht vorzusprechen, um eine Entscheidung zu eroertern.
Ein Beit din entscheidet auch, wer Jude ist oder wer jude wird/alle Voraussetzungen der Konversion erfuellt hat.
Es scheint in Deutschland auch so zu sein, dass die orthodoxe Rabbinerkonferenz gemeinsam entscheidet, welche komplrexen Lebensmittel als koscher gelten.
Das die Entscheidungen der Rabbintasgerichte in Deutschland nur fuer den religioesen bereich gelten, sieht man daran, dass die rebben der progressiven Juden kritisieren, dass orthodoxe rebben selbst dann den get (scheidungsbrief) nicht automatisch ausstellen oder eine religioese Ehe aufloesen, wenn die Frau bereits vor weltlichen gerichten die Scheidung der standesamtlichen Ehe durchgestzt hat und ihr Ehemann ihr die religioese Scheidung vorenthaelt.
die eonzigen religoesen gerichte, die in Deutschland etwas einfluss haben, sind die krichlichen gerichte, ihre Entscheidung ob eine Ehe als ungueltig gilt pder annuliiert werden kann (was keine Scheidung ist), entscheidet bei einem Arbeitsplatz bei diakonie oder Caritas darueber, ob man einen neuen partner haben kann. Aber auch das hat keine Auswirkung auf den Status der standesamtlichen Ehe.
Wenn die Muslime also Schariagerichte fordern, um zu pruefen, welche Lebensmittel als halal angesehen werden sollten, gibt es damit kein Problem. Das problem sit, dass viele msulimische gruppen dabei fordern, dass sie das recht haben sollten, erniedirgende Strafen zu verhaengen udn legal durchfuehren zu koennen. (Peitschen, Hand abhacken zum beispiel). Und damit habe ich ein problem.