Heute sprach Samuel Koch bei einem Gottesdienst in Hannover über sein Leben nach dem schrecklichen Unfall: „Jeder Tag ist ein Geschenk“, sagte er.
Auch, dass seine Schmerzen auf der Intensivstation nicht noch größer waren, empfindet der gläubige Christ als „Geschenk“. Einmal musste sein Auftritt in der Expo-Kirche unterbrochen werden – Samuels Kreislauf kollabierte. Trotz aller Hürden: Samuel bleibt stark, lässt sich seinen Optimismus von nichts und niemandem nehmen.
„Ich hoffe auf ein Wunder, weil Gott Unmögliches möglich macht“, sagt Koch.
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http://www.bild.de/regional/hannover/samuel-koch/samuel-koch-im-gottesdienst-leben-nach-wetten-dass-22080032.bild.html
















































#1 von AndreasA am 15. Januar 2012 - 17:07
Ich finde es unerträglich wie die BLÖD Zeitung diesen Christen Quatsch immer verbreitet.
Warum hilft Gott Herrn Koch denn nicht?
Warum müssen wir uns immer dieses Gewäsch dieser christlichen Schwurbler anhören?
#2 von Ezri am 15. Januar 2012 - 17:18
Ich bin ehrlich, mein Mitleid für Herrn Koch hält sich massiv in Grenzen. Seine Eitelkeit (komm ich jetzt in Fernsehn) gepaart mit maßloser Selbstüberschätzung hat ihn letztendlich und wortwörtlich das Genick gebrochen.
Daß die Schmerzen auf der Intensiv-Station nicht noch größer war, liegt vor allem an der großzügigen Verabreichung diverser schmerzstillender Drogen. Ausnahmsweise kann ich da direkt mitreden, ich hatte mir Ende 2010 zwar nicht das Genick gebrochen, aber mir war im Genick die Bandscheibe geplatzt und die ausgetretene Flüssigkeit hatte ein Drittel meines Rückenmarkes zusammengequetscht. Selbst Morphium und all die anderen schönen Drogen konnten meine Schmerzen nicht lindern, sondern mich nur in eine Art Dämmerzustand versetzen.
Írgendwann wird Herr Koch in den Medien nicht mehr präsent sein, kaum ein Hahn wird dann nach ihm Krähen. Spätestens dann wird der Adrenalinspiegel “ich bin berühmt” sich massiv absenken und dann kommt das eigentliche Leiden. Dann wenn da die Erkenntnis kommt, daß alles hätte nicht sein müssen, wäre er nicht so eitel gewesen. Dann kommt auch das Wissen, daß sein Harvey das völlig schnurz ist, ob er gesund oder zu mehr als 50% seinen Körper nie wieder benutzen können.
Da sage ich ganz ohne Häme: “Selber schuld.”
#3 von AMB am 15. Januar 2012 - 17:25
@Ezri
Geht mir ähnlich. Koch wäre nur ein ganz normales Opfer einer saudummen Wette, wenn er nicht ständig seinen Gotteswahn mittels Kameras und Mikrofone verbreiten würde.
Ich habe schon lang kein Mitleid mehr mit ihm!!
#4 von Deus Ex Machina am 15. Januar 2012 - 17:58
“Auch, dass seine Schmerzen auf der Intensivstation nicht noch größer waren, empfindet der gläubige Christ als „Geschenk“”
–> Manchen schlägt das Leben direkt ins Gesicht und sie sagen dann noch Danke dafür, dass es sie nicht noch in die Eier getreten hat. Strange!
#5 von Yeti am 15. Januar 2012 - 18:21
@DEM:
Darf ich mir den Spruch ausdrucken und einrahmen?
#6 von Noch ein Fragender am 15. Januar 2012 - 19:04
Ich hoffe auf ein Wunder – Wetten, dass …?
#7 von Amazone am 15. Januar 2012 - 21:20
@Ezri:
Du hast ja so recht! Auf der ganzen Welt leiden Menschen unverschuldet schlimmste Qualen und werden zum Teil nicht einmal medizinisch versorgt. Und dieser eitle Tölpel macht sich ständig wichtig. Was deine Erfahrung mit der Bandscheibe betrifft, habe ich ähnliches erlebt – auch in der HWS. Wenn man mal in die Situation kommt, unter (trotz Opiaten) nicht mehr beherrschbaren Schmerzen zu leiden, hat man schon gar kein Verständnis mehr für Leute, die für 10 Minuten “Berühmtheit” über Autos springen. Ich schau mir solche Sendungen auch nicht an.
#8 von Max Headroom am 15. Januar 2012 - 22:10
Es werden am Tag doch soviele Kinder abgetrieben auf der Welt, da hat JHWH und sein Faltenkollege Jesus doch besseres zu tun, als einen medizinisch und medial gut versorgten Mensch in einem der reichsten Ländern der Welt noch etwaige Sonderwünsche zu erfüllen
.
@Deus Ex Machina
.
Die Backe, mein Freund. Die Backe. Wenn man schon eine Seite grün und blau geschlagen bekommt, sollte man ruhig die andere hinhalten. Lieber beide Backen weg – schließlich wird man ja am Ende aller Tage fürstlich vom Herrn belohnt werden – als dass man sich wie ein böser Bub benimmt und sündigt. Das Sündenregister vor dem Herrn ist bekanntlich nicht mit taufbedingtem Tipp-Ex unendlich korrigierbar
#9 von Didi am 15. Januar 2012 - 22:15
Es fällt der Kirche offensichtlich leicht, behinderte Mernschen für die Verbreitung des Glaubens zu mißbrauchen. Im März 2011 führte die Jesus House, eine evangelikale Missionierungsorganisation, in der Porsche Arena einen Australier ohen Arme und Beine vor, der prompt den 6.000 zu verführenden Jugendlichen über sein Leid berichtete, bei dessen Bewältigung ihm Gott geholfen habe. Anrührend und gleichzeitig perfide und subtil.
Ich möchte mal erleben, dass Menschen gläubig geworden sind aus Überzeugung, ohne dass sie, wie Nina Hagen durch ein Nahtoderlebnis, oder durch ein beeindruckendes Naturwunder oder durch “Indoktrinfizierung” durch Eltern und Klerikale zu einem Gott fanden. Wenn diese Gläubigen sich dann auch noch informieren über die historisch nicht bewiesenen Geschichten in den so genannten hl. Schriften und sich befassen mit den neueren Erkenntnissen der Naturwissenschaften bleibt ihnen nichts mehr von ihrem Glauben übrig.
#10 von Max Headroom am 15. Januar 2012 - 22:41
@Didi
.
Der Mann war allerdings nicht “vorgeführt” worden, sondern er ist freiwillig und bewusst gekommen. Als gläubiger Mensch hat es ihm sichtlich Spaß gemacht, als “Mutbringer” zu arbeiten. Sowas rechne ich ihm hoch an, denn leider werden noch immer viele Menschen aufgrund ihrer Behinderung entweder ausgegrenzt und entwickeln “Schuldgefühle”; oder sie denken aufgrund relgiöser Meme an etwaigen bewussten Strafen einer übernatürlichen Entität.
Ich halte es für nicht abwegig zu behaupten, dass nicht wenige Menschen ihren Glauben gerade in Zeiten von Not (Behinderung, Schicksalsschläge, …) gerne mit anderen teilen. Sollen sie doch damit “auf Tournee” gehen dürfen, wenn sie es wollen. Wenn die Bild gerne Geldscheine ausgeben möchte, ihr Klientel mit aktuellen Koch-Bilder und Texten zu versorgen, so sollen sie es tun. Ich muss ja keine Bild-Zeitung kaufen und werde auch sonst nicht dazu genötigt, Bild-Leserschaft (oder die Nichtbildleserschaft) irgendwo anzugeben
#11 von Barkai am 15. Januar 2012 - 23:12
die wette war bescheuert und das Schicksal Kochs ist schwer. ich habe schon noch Mitleid mit ihm, zwar nicht grenzenlos, aber es sit etwas an Mitleid da.
es ist mir bewusst, dass Menschen unterschiedlich mti schweren Situationen umgehen und versuchen fertig zu werden, aber wenn er schon von JHWH Hilfe haben möchte, dann sollte er sich vllt mal an JHWHs Leitlinien halten.
(Lev 21:18-20 und 23; Luther ’12)
was also macht er in einer Kirche, wenn er auf JHWH hofft?
#12 von klafuenf am 16. Januar 2012 - 01:13
Hmm.
WENN ich beten würde,
würde ich für STAMMZELLENFORSCHUNG beten.
Aber ich tue es nicht.
Ich unterstütze es nur mit
Steuergeldern und
WERBUNG DAFÜR.
sammelst du jetzt auch kleine bildchen von mir?
vergiss es!
nicht nötig.
#13 von Rumpelstilzchen am 16. Januar 2012 - 08:54
Wer ist denn das schon wieder? Muß man den kennen?
#14 von Deus Ex Machina am 16. Januar 2012 - 11:32
@ Yeti:
Klar doch, aber bitte mit Nennung des Urhebers – mir, hehe!
#15 von swilly am 16. Januar 2012 - 12:07
Warum hatte der “liebe Gott” eigentlich keinen Einfluss, den Herrn Koch von seiner Wette abzuhalten oder ihn bei seinem Autosprung unverletzt landen zu lassen? Ist diese Frage eigentlich jetzt Blasphemie?
#16 von Max Headroom am 16. Januar 2012 - 12:21
@swilly
Eine fantasiereiches theologisches Geschwurbel würde vielleicht Antworten: “Er hatte sehr wohl einen Einfluss! Er gab vor, was zu tun gut gewesen wäre. Stattdessen besitzt der Mensch eine von Gott geschenkte Freiheit und damit ermöglicht Gott den Menschen, sich gegen ihn entscheiden zu können. Und so hat Samuel bewusst Gott ignoriert und wurde von der “dunklen Seite der Macht” eben getroffen.”
Das Leid Samuels ist weder temporär, noch ist es eine “Lehre”, damit er nun mit seiner Behinderung “mehr Lebensqualität” – oder wie geläutete Christen gerne sagen: “einen neuen Sinn” – bekommen. Samuel Koch kann nicht mehr das selbe tun, wie vor dem Sprung. Da hatte weder Jesus noch Gott irgendwelchen Einfluss. Auch kein Zombie, keine Elfe, keine Fee, keine Trollen und keine Einhörner haben beim Sprung Samuels “mitgewirkt”. Es ist auch sehr fraglich, ob Gebete zu Mohammed, Jesus, Buddha, Zombies, Trollen oder Einhörner wirken
. Der Glaube ist ein riesiger Teddybär, an dem man sich bei Leid und Sorgen kuscheln kann, mehr nicht. Samuel verdankt sein Überleben weniger einem Gott, dem Glauben an Jesus oder den 10 Geboten, sondern der medizinischen Hilfe der sehr naturalistisch ausgebildeten (Fach-)Ärzten und Chirurgen.
. Auch im 21stem Jahrhundert, wo wir “unsichtbare Krankheitserreger” bekämpfen, Satelliten im Erdorbit positionieren, uns mit Verwandten am anderem Ende der Welt unterhalten können – sogar mobil
– und wo man für gräßliche Musik sogar bezahlt wird, können wir immer noch nicht von unserem steinzeitlichem Erbe der Götterlenkung ablassen
. Aber auch hier, bei Samuel Koch, gilt der kurze Spruch: science works.
Aufhalten konnte ein Gott ihn nicht. Angeblich war dieser Gott fähig, gigantische Wassermassen auf die “Gegner des auserwählten Volkes” fallen zu lassen, er konnte als sprechende Feuersäule erscheinen, Frauen in sekundenbruchteile zu Salzsäulen erstarren lassen, “Plagen” über ein Land fallen lassen, Gefühlszustände (“Herz zu Stein werden lassen”) manipulieren und sogar Tiere herbeibeschwören. Samuel nahm anlauf, sprang unglücklich ab, wurde von der Physik überrascht und lernte die harte und unsanfte Realität kennen. Absolut nichts aussergewöhnliches. Aber um einen “Sinn” herbeizudenken, nimmt man sich eben oft Geister und Götter zur Hilfe, die da irgendwas “bewusst” so geschehen ließen
#17 von Bibliothekar am 16. Januar 2012 - 13:38
@ Klafuenf
Das wäre sogar ein Gebet, dass sich erfüllen könnte, bei Mäusen funktioniert die Heilung von Rückenmarksschäden schon…
Aber dann würde er womöglich die Therapie verweigern.
#18 von polymath am 16. Januar 2012 - 16:08
@Klafuenf & Bibliothekar:
Ich dachte genau das Selbe!
Der soll lieber beten, dass die Stammzellforschung voran kommt. Ach nee… seine Glaubenskollegen behindern die ja wo es nur geht…
Und wenn wir schon bei den Wetten sind….
Wollen wir wetten, dass er und allen anderen, ach so prinzipientreuen Gläubigen, als erste in der Schlange stehen, sobald wirksame Stammzell-Therapien angeboten werden?
#19 von Ezri am 16. Januar 2012 - 16:19
Moin Max, ein anderes theologisches Geschwurbel nach dem “Warum” könnte so lauten: “Herrn Koch wurde von Harvey eine Prüfung auferlegt.”
Weiß zwar niemand worin Herr Koch geprüft wird, aber es klingt halt schick…