USA: Verschiedene Religionen gemeinsam gegen Homo-Ehe

Führende Religionsvertreter in den USA haben sich gemeinsam gegen eine Ausweitung des Ehebegriffs auf homosexuelle Verbindungen gewandt. Ein solcher Schritt könne die Religionsfreiheit einschränken, heißt es in einem am Donnerstag publizierten Offenen Brief von Repräsentanten christlicher und jüdischer Organisationen. Zu den 39 Unterzeichnern zählt auch der designierte New Yorker Kardinal Timothy Dolan, der auch Vorsitzender der US-Bischofskonferenz ist.

Durch eine zivilrechtliche Gleichstellung homosexueller Partnerschaften könnten Gläubige und religiöse Einrichtungen genötigt werden, gleichgeschlechtliche Beziehungen als moralisch gleichwertig mit traditionellen Ehen zu behandeln. Daraus ergäben sich Konflikte zwischen Religionsgemeinschaften und dem Staat, warnen die Unterzeichner.

Weiterlesen:

http://www.kath.net/detail.php?id=34743

  1. #1 von AMB am 13. Januar 2012 - 08:07

    So hätten die Methodisten in New Jersey die Steuerbefreiung für ein Gebäude verloren, weil sie sich geweigert hätten, dort eine Trauung zwischen Homosexuellen stattfinden zu lassen. Die Stadt San Francisco habe einen Vertrag im Umfang von 3,5 Millionen Dollar (Tageskurs 2,75 Millionen Euro) über Sozialleistungen mit der Heilsarmee gekündigt, nachdem sich diese gegen die Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften bei ihren
    Vergütungsregelungen gewehrt habe. Ähnliche Beispiele gebe es aus der katholischen Kirche.

    Es geht wieder nur ums Geld!

    Das Schreiben trägt unter anderen die Unterschrift von hohen Repräsentanten der Anglikaner, Baptisten, Lutheraner, Mormonen sowie Pfingstkirchen, Evangelikalen und Mormonen.

    Die Mormonen haben es zweimal unterschrieben. :mrgreen:

  2. #2 von Coen am 13. Januar 2012 - 11:24

    Den Umkehrfall, dass sich Konfessionsfreie beleidigt fühlen, durch den Stuss den die Religionen so erzählen ist kein Grund. Wozu auch.

    Man sollte viel öfter öffentlich darauf hinweisen, dass Religionen und (einige) deren Vertreter eine Beleidigung für den Verstand sind und deshalb entweder ebenso “geächtet” werden sollten ODER zumindest den “Straftatbestand” des Beleidigtseins aus der Diskussion zu nehmen (wegen völliger Unerheblichkeit).

    Abgesehen davon frage ich mich aber schon, warum der Staat private Verbindungen steuerlich begünstigen sollte. Registrieren der Verbindung sollte doch wohl reichen. Und dann kann sich jeder mit jedem Verpartnern (abgesehen von Sanktionen bei Inzest, wegen nachweislicher Schädigung des Genpools)

  3. #3 von Noch ein Fragender am 13. Januar 2012 - 11:31

    Offenen Brief von Repräsentanten christlicher und jüdischer Organisationen

    Ja, ja, das christlich-jüdische Menschenbild:-(
    Es gibt auch in Deutschland Parteien, die sich darauf berufen….

    Und warum nicht den Offenen Brief auch zusammen mit islamischen Organisationen verfassen? Der Papst kämpft doch sonst auf UNO-Ebene mit Islamikern für die Religionsfreiheit und gegen die Nichtdiskriminierung von Frauen und Homosexuellen.? Aber wahrscheinlich sind die bigotten Frömmelnden in den USA noch nicht so weit.

    Übrigens: die ideologische Grundlage des Vatikans für den Kampf gegen de Gleichbehandlung von Homosexuellen ist das Naturrecht, das der Papst den Bundestagsabgeordneten anpries. http://hpd.de/node/12025

    Ein Parlament, das einen Grundrechtskatalog in der Verfassung hat, braucht sich nicht vom Papst moralisch belehren zu lassen, es sei eine Räuberbande, wenn es sich nicht auf das katholische Naturrecht gründe.

  4. #4 von derKritiker am 13. Januar 2012 - 11:39

    Das total kranke Volk der Religioten, geht mir mit der sogenannten Religionsfreiheit gehörig auf den Keks.
    Das pochen auf Religionsfreiheit wird, wie alles in deren Leben, wieder ausgenutzt und ausgelegt wie es bedarf.
    Erinnert mich an das notorische beleidigtsein des Zentralrats der Juden/Muslime ….

    Von den lebenden 7 Milliarden Menschen, sind meiner Schätzung nach 6 Milliarden mehr oder wenig gläubig.
    Das ist auch ungefähr der Anteil an Menschen, die meiner Meinung nach überflüssig für die weitere Entwicklung der Menschheit ist. Dazu kommen dann noch ca. 500 Millionen ungläubige Despoten, Diktatoren und idiologisch total verirrte Menschen.
    Der Rest könnte eine gewisse Reife, Intelligenz und Weisheit, sowie Weitsicht und Ethik besitzen, das ein vernünftiges weiterleben möglich wäre.
    Klingt jetzt schlimm, aber so sehe ich es. Die Evolution und weitere Entwicklung auf unserem Planeten in den nächsten Tausend Jahren (was immer noch recht kurz ist), wird mir vorraussichtlich Recht geben.
    Schauen wir uns doch mal unseren Planeten an. Geld beherrscht alles, Umweltzerstörung, Raffgier, und jede Menge Dummheit wo man hinsieht.
    Unterm Strich sind wir trotz vielen Wissens (was von ganz wenigen ja erlangt wurde) und technischer Entwicklung (wir haben ganz tolle Geräte, fahren aber überwiegend mit einem Verbrennungsmotor ganz individuell durch die Gegend mit einem Wirkungsgrad kleiner 40%), total noch in der Steinzeit. Die meisten Menschen sind auf dem Stand, das wir mit Fellkleidung versehen, auf Bäumen hockend mit nem “Handy” im Brustbeutel ….

  5. #5 von Max Headroom am 13. Januar 2012 - 12:20

    Sicherlich ganz ganz viele Falschgläubige, denn der Glauben an ein personifiziertes Überwesen mit X Merkmalen ist ansonsten ganz ganz toll, schmeckt nach Vanille und verschafft nur Frieden.

    Homosexualität ist für diese Gemeinschaften einfach ein Hindernis. Damit können sie nicht leben (pun intended!) und möchten die Gesellschaft dahingehend ändern, diese Minderheit bewusst zu erkennen und gar zu “entfernen”. Man distanziert sich von ihnen, in dem man die Gesellschaft – optimalerweise die Gesetzgebung – dahingehend verändert.

    Bravo! So beweist man, dass diese Ideologie klar entgegen den Menschenrechten gerichtet ist :) .

  6. #6 von Ezri am 13. Januar 2012 - 12:26

    Ja ja, wenn sie ihr Ziel erreicht haben oder merken, daß sie ihr Ziel doch nicht erreichen hauen sie sich wieder gegenseitig die Köpfe ein…

  7. #7 von Sheldon Lee Cooper am 13. Januar 2012 - 14:12

    …genötigt werden…als moralisch gleichwertig…zu behandeln…

    Das sagt alles. Verachtenswertes Pack!

  8. #8 von Barkai am 13. Januar 2012 - 15:14

    man sieht, dass Oekumene dann am besten funktioniert, wenn man einen gemeinsamen Feind hat

  9. #9 von Bibliothekar am 13. Januar 2012 - 15:34

    Das Argument ist so kaputt.
    Genausogut kann man es benutzen, um die Religionsfreiheit oder das Wahlrecht für Frauen zu verbieten, oder die Sklaverei wieder einzuführen…

  10. #10 von Andreas P am 13. Januar 2012 - 15:41

    Zur Religion gehoert nun mal massgeblich die Diffamierung und Ausgrenzung anderer: Ohne “die” kein “wir”.

    Mit Rosa Luxemburg: Diese Art von “Religionsfreiheit” meint immer die Unfreiheit der anderen.

    Und wo sie nicht gewaehrt wird, werden halt “Christen verfolgt”.

  11. #11 von Deus Ex Machina am 14. Januar 2012 - 17:26

    Wirklcih schlimm, nicht mehr legal diskrimnieren zu dürfen. Arme Gläubige.