Nordelbische Bischöfin: „Metaphyische Obdachlosigkeit“ führt in Depression
Eine wachsende „religiöse Armut“ in Deutschland nimmt die neue Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck, Kirsten Fehrs, wahr. Eine Folge der „metaphysischen Obdachlosigkeit“ sei die Zunahme von Depressionserkrankungen, sagte sie beim kirchlichen Adventsempfang. Die 50-Jährige, die seit Mitte November an der Spitze des Sprengels mit rund 900.000 Kirchenmitgliedern steht, rief dazu auf, der Gott- und Heilsvergessenheit entgegenzutreten. Vielen Menschen fehle eine Vision, die dem Leben Sinn gebe. Daher sei es wichtig, den Menschen von Klein auf religiös wieder Obdach zu geben, auch weil sonst Grundüberzeugungen wie Nächstenliebe und Toleranz verloren gingen. Fehrs: „Die braucht es aber. Gerade jetzt, wo fremdenfeindliche, rassistische und rechtsradikale Gedanken wieder mehr Verbreitung finden.“ Es gelte, von der weihnachtlichen Vision des kleinen Kindes, das die Welt verändere, zu erzählen. „Achtet nicht eines der Kleinen gering, denn in ihnen ist Gottes Achtung für jedes Geschöpf präsent“, so Fehrs.
Quelle: idea.de
















































#1 von raskalnikow am 10. Dezember 2011 - 09:23
Atheismus führt in Depression – und Christentum führt zu Angststörungen. So einfach ist die Welt – schön, nicht Frau Bischöfin?
#2 von AMB am 10. Dezember 2011 - 09:33
Die Berufsschwurblerin hat wohl noch nichts von der Studie gehört, dass das mehr bei den kirchennahen Christen verbreitet ist, als bei den religiös Verarmten.
Eine Armut, mit der ich bestens leben kann und deswegen wird man auch nicht gleich Rechts!
#3 von Stephan am 10. Dezember 2011 - 09:59
Theologiestudium erzeugt dummschwätzende Hohlbratzen !
#4 von deradmiral am 10. Dezember 2011 - 10:22
Die Hasspredigerin aus dem Norden hat also gesagt, dass Atheisten intolerante, asoziale (keine Nächstenliebe) depressive, fremdenfeindliche Rechtsradikale sind.
Sie darf das ungestraft verkündigen. Die Vereinsvorsitzende der Religion der Liebe setzt sich hier ein Denkmal, indem sie gegen die pöhsen kaputten Atheisten hetzt.
#5 von Stephan am 10. Dezember 2011 - 10:57
Nur mal so zur Info Frau Bischöfin – wir haben gestern 50 Schuhkartons bei Deichmann abgeholt um daraus 50 Pakete für die ortsansässige Tafel zu machen.
Gefüllt mit Lebensmitteln und Spielzeug, finanziert aus der Kohle, die wir nicht per Kirchensteuer u.a. ihrem verlogenen Verein in den Hintern stopfen.
Die Menschen werden sich sicher sehr freuen.
Wir tun das, ohne einem Gott gefallen zu wollen, sondern weil wir es wollen und das für richtig halten.
Und keinem Paket liegt ein Atheistenaufkleber o.ä. Propagandamaterial bei. Nix !
Und wenn Sie dich über meinen bissigen Tonfall ärgern – wie soll ich freundlich bleiben, wenn meine atheistische Weltanschauung immer und immer wieder so verlogen angegriffen wird ?
#6 von Wolfgang am 10. Dezember 2011 - 11:30
Atheismus führt zur Wahrheit und das können die Bischöfe auf Teufel komm heraus einfach nicht ab.
#7 von Sheldon Lee Cooper am 10. Dezember 2011 - 11:55
Anstatt Volksverhetzung zu betreiben, könnte sie zur Abwechslung ja mal was Gutes tun und dabei die Klappe halten:
http://in.reuters.com/article/2011/12/09/atheists-donations-idINDEE7B80HT20111209
Aber schlecht über andere reden und die Hände zum nutzlosen Gebet zu falten, ist wohl viel einfacher.
#8 von sicDaniel am 10. Dezember 2011 - 12:10
Meine Erfahrungen in der Arbeit mit psychisch erkrankten Menschen belegt ebenso zweifelsfrei, dass religiöser Glaube zu Psychosen führt. Das ist jetzt nicht unbedingt viel erstrebenswerter…
#9 von Hinterfragerin am 10. Dezember 2011 - 12:11
Schlimm finde ich vor allem, dass auch vielen religiös indifferenten Menschen der Unsinn dieser Aussagen wohl gar nicht auffallen dürfte.
Ansonsten habt ihr alles schon gesagt.
Unfassbar. Über die Gefahren des Rechtsradikalismus und Rassismus sprechen, aber im selben Atemzug negative Stereotype und Vorurteile über Andersdenkende verbreiten.
#10 von Aranda am 10. Dezember 2011 - 12:13
Es mag ja vielleicht nur ein böses Klischee sein (hust), aber wenn ich was von “fremdenfeindliche[n], rassistische[n] und rechtsradikale[n] Gedanken” höre, so fällt mir die eine oder andere couleurlastige Burschenschaft ein (Christentum! Wir stehen treu zur Heimat). Also mit dem Atheismus hätte ich die noch nie in Verbindung gebracht…
Wäh.
#11 von Aranda am 10. Dezember 2011 - 12:18
@ Hinterfragerin
Ach geh, wo hetzt die denn? Verpackt doch alles in so netten Sätzchen – mit Nächstenliebe und so… Also mir fällt da kein Unsinn auf.
#12 von Max Headroom am 10. Dezember 2011 - 12:36
Bestimmt wieder so ein Fall von einer irregeleiteten Karikatur-Protestantin …
Eine gestiegene Zahl von Menschen, die nicht mehr der Kirche angehören, nehme ich wahr. Dazu noch mehr Stimmen von Menschen, die nicht religiös sind. Und das besondere … diese Stimmen gab es schon lange, sie wurden nur nicht medial so ausgebreitet, wie in der heutigen Zeit.
Dann sollten diese Menschen nach einer Vision suchen gehen, nicht wahr? Religionen bieten einen “Lebenssinn” an. Dumm nur, dass es so verdammt viele von ihnen gibt, und sie alle die einzigst wahre und beste sein möchten
.
Zuerst die Betonung, dass man schon als Kind (von Klein auf) Religiösität – und zwar die eigene(!) – beizubringen hat. Der Grud wird gleich mitgeliefert und ist ein Fehlschluss: Weil ohne Religiösität dann “Grundüberzeugungen” wie Nächstenliebe und Toleranz verloren gingen.
.
Es ist interessant, dass die Toleranz gegenüber “Anderen” in den jüdisch-christlichen Gemeinden, wo sie anscheinend besonders intensiv erlebt werden sollte, sich nicht so gut durchsetzt, wie die Frau Fehrs es gerne hätte. In den Gefängnissen sitzen aussergewöhnlich viele Menschen, die eine “religiöse Ideologie” besitzen und demnach seit Klein auf Toleranz und Nächstenliebe kennen sollten. Im 30-jährigem Krieg schlachtete man sich aus Toleranz und Nächstenliebe weg und im Drittem Reich war die Nächstenliebe des Katholiken Hitlers voll anwesend. Gut gemacht, Frau Fehr. Sie haben die Grundüberzeugungen gut in Zusammenhang mit der theistischen Religiösität in Verbindung gebracht. Lernt man dies auch in der Theologie? Oder nur in der langjährigen Arbeit mit einer Gemeinde?
Mit Hilfe der Bibel kann man solche Gedanken verhindern oder verstärken, je nach Wunsch. Die Religiösität liefert für beides die passenden Werkzeuge. Überraschenderweise zumeist für den Hass, welcher auch von den Hassenden auch zugegeben wird. Nicht wahr, lieber KKK und Breivik
.
Davon können die misshandelten Menschen aus den Heimen und Schulen ein böses Lied singen. Schade, wenn die eigenen Ideale vom eigenem Verein nicht eingehalten wurden.
#13 von motzmotz am 10. Dezember 2011 - 12:38
@Stephan: ich wollte mir mal etwas gönnen und ging in eine Pafümerie… Dort standen dann viele teure Fläschchen mit Alkohol, die nach mehrmaligem probieren alle gleich rochen. Ich ging raus, kam an einem Bettler vorbei, der von den Knien ab amputiert war (im Sommer sah man das) und habe ihm das Geld gegeben, welches ich für das Parfüm ausgeben wollte. Das war wirklich eine böse Tat, denn ich tat es, weil es MIR ein gutes Gefühl gab und nicht wegen Gott….
Wir Atheisten sind wirklich böse Menschen und überhaupt neigen wir wegen unserer Gottlosigkeit nicht nur zum Rechts- oder Linksradikalismus, sondern wir neigen auch zu vermehrtem Drogenkonsum, Promiskuität, Borderlinesyndrom und und und…. Nur wer an Gott glaubt wird nie von solchen dummen Sachen heimgesucht *ironieoff*
Wenn ich mir es recht überlege, sollte man diese Frau wegen Volksverhetzung anzeigen!
#14 von Noch ein Fragender am 10. Dezember 2011 - 12:39
“Metaphysische Obdachlosigkeit” – Das Entzugs-Gejammer von Süchtigen, die von ihrer religiösen Sinn-Droge nicht loskommen, und alle Leute, die ohne diese Droge leben, beschimpfen.
Für jemanden, dem seit Kindesbeinen diese Droge eingeflößt wurde, ist es natürlich hart, sich einzugestehen, dass die persönliche Liebesbeziehung zum Chef des Universums wahrscheinlich eine Einbildung ist.
Diese Enttäuschung überspannter Sinnerwartungen muss aber nicht zu Depressionen führen, sie kann auch ein befreiendes Lachen verursachen.
#15 von Amazone am 10. Dezember 2011 - 12:54
@motzmotz + Stephan:
Immer wieder Angriffe dieser unverschämten Hassprediger auf uns. Man möchte sagen, dass man auch ein guter Mensch ist und anderen hilft, obwohl man es eigentlich – im Gegensatz zu den Religiösen – nicht an die große Glocke hängen will. Und wenn wir Millionen fremdes Geld bekämen (wie die Kirchen), würden wir noch mehr Gutes tun (im Gegensatz zu den Kirchen).
Es hilft aber alles nichts, man hört uns (noch) nicht. Und diese Frau gehört wegen Verhetzung angezeigt.
#16 von dinuma am 10. Dezember 2011 - 12:55
@Hinterfragerin
“Schlimm finde ich vor allem, dass auch vielen religiös indifferenten Menschen der Unsinn dieser Aussagen wohl gar nicht auffallen dürfte.”
Genau das ist ja das Kalkül von Theologen: sie rechnen mit der automatischen Wirkung der positiven Konnotation des Begriffs “christlicher Glaube”. Sie wissen, dass die meisten Menschen damit nach wie und unhinterfragt ethische Kompetenz, persönliche Integrität, Mitgefühl, Menschenliebe usw. usf. verbinden. Und diesen offenbar auch durch alle Skandale und alle Heuchelei nicht zu eliminierenden Vertrauensvorschuss gilt es gewinnbringend einzusetzen.
#17 von Stephan am 10. Dezember 2011 - 13:03
@motzmotz:
Ich weiss.
Wir sind sowas von schlecht.
Wenn unsere Katze nicht das letzte Stück Wurst oder Kartoffelchips bekommt, kann ich es in ihren Augen sehen :
Was bist Du nur für ein schlechter Mensch ?! Ich ärmste Katze, die seit 20 Jahren in Gefangenschaft lebt und sich von Thunfisch, Hähnchen und blanken Leckerchen ernähren muss ?!
Auf ungebügelten Flauschdecken muss ich schlafen,die auch noch auf dem BLANKEN BODEN vor’m Kamin liegen.
Jeden Abend macht ihr euch die Hände durch starkes rubbeln an meinem Fell sauber und DU GIBST MIR NICHT DIE WURST !!!?!?!?!!!
#18 von Ezri am 10. Dezember 2011 - 13:19
Ein unausgewogener Hormonhaushalt kann zu Depressionen führen. Posttraumatische Belastungsstörungen können ebenfalls zu Depressionen führen. Posttraumatische Belastungsstörungen werden z.B. durch Gewalt und sexuellen Mißbrauch ausgelöst. Also durch Dinge, die bei Religioten gern ausgelebt werden.
#19 von Hinterfragerin am 10. Dezember 2011 - 13:44
@ dinuma
Ich fürchte, Du hast recht. Letztens durfte ich mir von meiner Mutter (!) in einer Diskussion über Religionsunterricht anhören, dass man diesen bräuchte, denn “irgendwo müsste man den Kindern ja Werte beibringen”. Ich habe sie nur sprachlos angesehen und den Mund stumm auf und zu geklappt, um dann zu fragen, ob sie wirklich glaubt, dass ich die Werte, die ich heute vertrete, aus dem Reliunterricht mitgebacht habe. Daraufhin sie: “Du vielleicht nicht, aber…”.
Was dahintersteckt ist meines Erachtens eine Mischung aus der unhinterfragtem Fürwahrhalten der positiven Konnotation des Glaubens, die Du beschrieben hast und dem, was Dan Dennett als “Glauben an den Glauben” bezeichnet: Bös gesagt, Leute aus der “Mittelschicht” glauben, dass sie als gebildete und reflektierte Menschen zwar den Glauben nicht brauchen, um Werte zu entwickeln..aber die “Massen” bräuchten ihn natürlich, weil sie sonst “austicken”. Ich finde das ziemlich herablassend.
#20 von Christian Mai am 10. Dezember 2011 - 14:10
Leider ist der Artikel bei idea.de ohne Abo nicht abrufbar. Hier ist die Rede im Wortlaut:
http://www.nordelbien.de/nordelbien/bischofskollegium/bischoefe.fehrs/bischoefe.fehrs.text/one.news/index.html?entry=page.bischof_fehrs_text&
Jetzt lese ich mir das mal durch, vielleicht erfüllt diese Rede ja den Tatbestand des § 166 StGb
#21 von Hinterfragerin am 10. Dezember 2011 - 14:32
@ Christian Mai
Danke für den Link.
“Es wird geredet von Glück, das man selbst schmiedet, nicht von Gnade. Davon, dass ich an dich denke, anstatt dass ich für dich bete.”
Was doch impliziert, dass die Menschen dennoch nach Glück streben, und zwar nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere. Und dafür bereit sind, etwas zu tun, anstatt auf “Gnade” zu warten. Dass die Menschen durchaus auch ohne Gottesbezug aneinander denken.
“Diese metaphysische Obdachlosigkeit richtet im modernen Menschen etwas an: Sie entledigt ihn auch seiner Religion. Immer weniger Menschen wissen etwas von ihr. Das Haus der Tradition beheimatet nicht mehr oder ist allenfalls eine zugige Baustelle. Es redet kaum noch jemand von dem, was er glaubt, was ihn leitet, was ihm Halt gibt.”
Wie kommt die Dame darauf, dass das, was mich leitet und mir Halt gibt unbedingt Religion oder eine wie auch immer geartete Tradition sein muss? Ist es nicht eher ein Armutszeugnis, sich ein Sinn-Template, einen gesellschaftlich vorgefertigten Halt zu suchen und diesen dann auch noch als Gewissheit auszugeben?
Um im Bild zu bleiben: Ja, wie bauen unser Haus, unser Obdach selber. Dabei können wir darauf achten, dass es nicht auf einem wackligen Fundament steht (wie dem Glauben an Gott/ Götter), und dass es ein offenes Haus ist, nicht eines, dass andere Menschen ausschließt.
“Den Menschen von klein auf religiös wieder Obdach zu geben, ist deshalb so dringlich, weil sonst Grundüberzeugungen wie Nächstenliebe und Toleranz in unserer Gesellschaft verloren gehen. Die braucht es aber. Gerade jetzt, wo fremdenfeindliche, rassistische und rechtsradikale Gedanken wieder mehr Verbreitung finden und salonfähig werden. In unserem Land braucht es eine Allianz der Humanität gegen rechts und gegen radikale Tendenzen überhaupt”.
Wie schön wäre es, wenn man tatsächlich eine “Allianz der Humanität” bilden könnte, über weltanschauliche Grenzen hinweg. Kleiner Tipp an die Bischöfin: Das schafft man nicht, indem man einem inzwischen recht großen Segment der Bevölkerung per se abspricht, einer solchen angehören zu können, je, indem man diesen Menschen implizit Inhumanität unterstellt, nur weil die Betreffenden nicht an einen Gott glauben.
#22 von Didi am 10. Dezember 2011 - 14:54
Zu “die Zunahme von Depressionserkrankungen”
- Medizinische Statistiken sagen dazu anderes aus. Unzählige Menschen werden traumatisiert durch den Psychoterror mit der Höllenandrohung.
Zu ” Vielen Menschen fehle eine Vision, die dem Leben Sinn gebe.
- Sachlich, nüchterne und vernunftbetonte Menschen haben realistische Ziele und finden einen Sinn im Leben, ohne sich auf das Märchen aus dem Orient stützen zu müssen.
Zu ” religiös wieder Obdach geben”. Sind diesen frommen Sprüche doch immer so weltfremd und abgehoben!
Zu ” weil sonst Grundüberzeugungen wie Nächstenliebe und Toleranz” verloren gingen.
- Wie arrogant sind diese Sprüche doch! Als ob alles Gute nur vom Glauben käme. Ethische Werte gab es schon vor Jesus, der nur abgeschrieben hat. Und in nicht religiösen Kulturen gibt es diese Ethischen Werte auch.
Zu “ Es gelte, von der weihnachtlichen Vision des kleinen Kindes, das die Welt verändere, zu erzählen.
- Ist schon wieder Märchenstunde für Erwachsene? So kindlich primitiv und leichtgläubig ist der Mensch heute nicht mehr.
Macht endlich Schluss damit. Ich kann es nicht mehr ertragen.
#23 von Sheldon Lee Cooper am 10. Dezember 2011 - 15:21
Wer möchte, kann sich übrigens noch dran beteiligen. Bald knacken sie die $200k-Marke.
http://www.firstgiving.com/fundraiser/r-atheism/ratheism
#24 von karin am 10. Dezember 2011 - 16:13
man braucht nur einen Kirchlichen Arbeitgeber und man bekommt Garantiert eine schöne Depression
#25 von Wolfgang am 10. Dezember 2011 - 16:34
Noch so ein paar bischöfliche Meinungen und die Kirchen sind am sogenannten Weihnachtsfest leer.
#26 von Bundesbedenkenträger am 10. Dezember 2011 - 17:22
nimmt sie den Begriff “Atheismus” wirklich in den Mu8nd, oder wird das hier einfach mal so aufgefasst?
#27 von Hinterfragerin am 10. Dezember 2011 - 17:32
Lieber BBT,
ich teile nicht die Meinung jener, die danach rufen, die Dame wegen Volksverhetzung anzuzeigen. Sie hat ein Recht auf ihre Meinung.
Aber zu sagen, dass, wenn man den Menschen kein religöses Obdach gibt, Nächstenliebe und Toleranz in der Gesellschaft verloren gehen, heißt im Umkehrschluss, dass es jenen Menschen, denen es an solch einem Obdach fehlt, auch an Nächstenliebe und Toleranz fehlt.
Entweder sie ist, verzeih, zu dumm zu erkennen, dass sie genau diese Botschaft transportiert, und zwar nicht mehr nur implizit, sondern recht explizit. Das fände ich bei einer studierten und sicher nicht dummen Frau in ihrer Position bedenklich. Oder sie weiß ganz genau, was sie sagt. Und meint es auch so.
Die Dame redet von Inklusion, schließt aber einen bestimmten Personenkreis von vorneherein aus.
#28 von Amazone am 10. Dezember 2011 - 17:54
@Hinterfragerin:
Du hast recht, kein Verhetzungs-Tatbestand, nur die von Klerikern gern gemachten unfundierten Behauptungen einer intoleranten Person, die anderen Menschen mangelnde Toleranz vorwirft.
Ich war gedanklich noch beim anderen Artikel über die “Atheisten-Adoption” mit der Aussage, Atheisten sind “people who believe in nothing, stand for nothing and are good for nothing.”
#29 von AMB am 10. Dezember 2011 - 18:19
@bbt
Die Überschrift bringt es auf den Punkt, was die Bischöfin eigentlich meint.
#30 von Hinterfragerin am 10. Dezember 2011 - 18:48
@ Amazone
Glaub mir, mir kommt da auch die Galle hoch. Allerdings bin ich der Ansicht, dass Menschen, die meinen so etwas über Andersdenkende schreiben oder sagen zu müssen, sich letztlich selbst disqualifizieren.
Schade, dass die Dame so etwas sogar im Beisein hoher Politiker von sich geben kann, ohne dass sich Widerspruch regt. Oder hören diese einfach nicht zu, schalten bei solchen Reden auf Durchzug?
Interessanterweise sind es dann immer wieder die Atheisten, die die Medien intolerant, militant oder radikal nennen, auch wenn sie differenzierte Ideologiekritik üben, statt Menschen anzugreifen…
#31 von Sheldon Lee Cooper am 10. Dezember 2011 - 18:53
Ich fasse mal zusammen, was ich über Atheisten aus dem Munde von Katholiken und Evangelikalen gehört habe:
Atheisten
* wollen Weihnachten abschaffen
* sind Kommunisten
* sind Nazis oder Atheismus führt zum Nationalsozialismus
* wollen sich von Muslimen versklaven lassen
* sind depressiv
* sind übergewichtig
* sind Alkoholiker
* sind alle schwul (by choice, of course)
* ermorden oder opfern Babys an Satan
* sind Satanisten
* sind von Satan besessen
* wollen selber Gott spielen
* sind der Grund für Naturkatastrophen
* sind allesamt konsumgeil
* lassen sich scheiden
* verziehen ihre Kinder
* sind selber religiös (ja, wtf?)
* laufen gerne amok
* sind geizig und weisen Hilfsbedürftige ab
* belügen ihre Kinder (die sie nicht haben, weil sie keine Kinder wollen)
* hassen Jesus, Gott und die Welt (wahlweise auch nur Amerika)
* sind Terroristen
* sind Ökoterroristen
* sind heimliche Muslime
* werden im Schützengraben oder im Flugzeug ganz schnell wieder gläubig
* suchen verzweifelt Jesus, Gott und Frieden (wissen es nur nicht)
* hassen Reiche
* sind alle gemein
* stinken
* sind nicht vertrauenswürdig
* klauen
* müssen ans Kreuz genagelt und mit einer Lanze verletzt werden, damit sie das Leid Jesu nachempfinden
* müssen mit einem Kaliber-12-Schrotgewehr erschossen werden, damit sie sofort sehen, dass Gott doch existiert
Ich hab bestimmt eine Menge vergessen. Außerdem hab ich jetzt keine Zeit, weil ich noch aus einem Säugling ein Schnitzel machen muss. Ich habe nämlich hunger.
#32 von karin am 10. Dezember 2011 - 19:06
Sheldon das hätte mein Pastor in der Schule nicht besser sagen können “”"”Danke”"”"” Liebe Grüße Karin ich könnte Heute noch Bäuerchen machen wenn ich an diese Schulzeit Denke.
#33 von AMB am 10. Dezember 2011 - 19:09
@Sheldon
Mahlzeit:
#34 von karin am 10. Dezember 2011 - 19:10
ist das schön Böse
#35 von Sheldon Lee Cooper am 10. Dezember 2011 - 19:10
Lecker!
#36 von Lebrac am 10. Dezember 2011 - 20:54
Wer solche Ammenmärchen nötig hat, muss ja arg tief in einer Depression stecken.
#37 von Gelmir am 10. Dezember 2011 - 21:11
Made my day!
#38 von Tammox am 10. Dezember 2011 - 21:18
Bischöfliche Qualitäten hat die Fehrs aber – sie schafft es in ihrer Predigt in fast jedem Satz zu lügen! Glückwunsch.
Als noch 99% der Deutschen Christen waren, z.B. 1933-1945, gab es ja auch kaum rassistische und rechtsradikale Gewalt. Neeeein, das war damals nahezu unbekannt.
Hitler fußte auf dem Christentum:
http://www.humanist.de/kriminalmuseum/ns-index.htm
Heute gibt es zuhauf Studien, die eindeutig beweisen, daß Christen erheblich intoleranter als Atheisten sind:
http://11k2.wordpress.com/2009/05/02/religiose-menschen-finden-folter-akzeptabler/
Und die “Kleinen” wurden in christlichen Heimen tatsächlich nicht gering, sondern GAR NICHT geachtet.
http://www.taz.de/!34991/
http://feuerbringer.com/2009/05/20/priester-missbrauchen-2500-kinder/
http://www.taz.de/!74433/
Christen schlagen ihre Kinder mehr als Atheisten:
http://www.sueddeutsche.de/kultur/erziehung-mit-der-rute-liebe-geht-durch-den-stock-1.1004443
http://blasphemieblog2.wordpress.com/2010/12/17/christen-und-die-prugelstrafe/
Und die überzeugtesten Christen wie die Kreuzfahrer haben auch stets sie Kleinen geachtet. Babies und Kleinkinder wurden stets als erste abgeschlachtet, weil Gotteslohn pro “ungläubiger Seele” ausgezahlt wurde – und so ein Baby ist nun mal leichter zu töten, als ein ausgewachsener Soldat.
Wie schön zu wissen, daß Frau Fehrs Gehalt vom Staat bezahlt wird…
LG
Tammox
#39 von Noch ein Fragender am 10. Dezember 2011 - 22:25
@ #20 Christian Mai
Danke für den link.
Ich finde es gut, dass die Bischöfin offen auf die sexualisierte Gewalt in der Kirche eingegangen ist.
Ihre Grenze ist eben ihr Gotteswahn. Gott als Urbild aller Inklusion anzupreisen, führt dazu, dass diejenigen, die diesen Gott nicht für so überzeugend halten, draußen bleiben müssen – und damit fällt die gut gemeinte “Inklusion” in sich zusammen.
Als etwas wahnhaft empfinde ich auch ihren Aufruf,es sei “die Sache aller Religionen und aller Konfessionen in dieser Stadt, gemeinsam gegen diese Gottvergessenheit anzugehen” Auch hier werden wieder die Freidenker ausgeschlossen.
Religion ist kein geeignetes Konzept, ein gleichberechtigtes Leben aller , wirklich aller ,Menschen zu begründen.
Das schafft bisher nur der weltanschaulich neutrale, menschenrechtsbasierte Rechtsstaat.
#40 von Hinterfragerin am 10. Dezember 2011 - 22:36
@ NEF
Was für ein neutraler Staat?
Wie schreibt ein Kommentator auf kath.net so nett zu Müllers Einlassung bzgl. des “Gesinnungsdiktatur”:
“Die Frage ist, kann es überhaupt einen gesinnungsneutralen Staat geben? Ich denke irgeneine Gesinnung ist immer maßgeblich. Das ist auch dann so, wenn sie “Neutralität”, “Laizismus”, “Menschenrechtshumanismus”, “Zivilreligion” oder ähnlich heißt. Es gibt nur eine Möglichkeit, denke ich. Entweder wir entscheiden uns für den Herrn und Heiland Jesus Christus oder gegen ihn und dann für den Teufel.”
Der pluralistische, demokratische Rechtsstaat ist also des Teufels
.
#41 von Sheldon Lee Cooper am 11. Dezember 2011 - 00:21
Hier sind noch ein paar Beispiele:
Atheists should…

Christen sollten übrigens laut Google-Suche kein Halloween feiern, dafür aber über andere richten. Das tun sie, wie wir sehen, ja bereits.
#42 von Noch ein Fragender am 11. Dezember 2011 - 00:34
@ 40 Hinterfragerin
D. h. also:
Entweder ich entscheide mich für unseren Herrn und Heiland Jesus Christus oder für den Menschenrechtshumanismus.
Jetzt wird mir auch klar, wieso der wiedergeborene Christ Bush die Folter eingeführt und damit international den Menschenrechten unermesslichen Schaden zugefügt hat. Er hat sich für den Heiland entschieden und den Teufel Menschenrechte bekämpft.
#43 von karin am 11. Dezember 2011 - 09:43
Mir wird schlecht wenn ich das mit den Kirchlichen Heimen sehe.In den Altenheimen unter Kirchlicher Leitung sieht es auch so aus ,2 Schwestern für 24 Demente Bewohner Sediren mit Medikamenten und Festbinden am Bett .Da ist man Hilflos bei Beschwerden von meiner Seite bei der Heimleitung wurde mir gesagt ich sei arg Empfindlich.Ich war Altentherapeutin und bin aus psysichen Gründen in Rente .es ging nicht mehr
#44 von motzmotz am 11. Dezember 2011 - 12:17
#45 von motzmotz am 11. Dezember 2011 - 12:21
Mir ging es wie Homer hier, als ich den Text gelesen habe…. So ein Geschwafel, gähn….
#46 von dinuma am 11. Dezember 2011 - 13:01
@Hinterfragerin
“Entweder wir entscheiden uns für den Herrn und Heiland Jesus Christus oder gegen ihn und dann für den Teufel.“
Schön, dass es in der heutigen komplizierten Welt noch einige wenige Dinge gibt, die schnell und eindeutig entschieden werden können. Kopfzerbrechen erübrigt sich hier, das Ganze kann mit einem Münzwurf entscheiden werden: Kopf = gegen, Zahl = für (irgendwie passt Zahl für mich besser zu Jesus und Co., oder sollte ich besser sagen: Jesus Co.?).
#47 von Andreas A. am 11. Dezember 2011 - 13:04
Wahrscheinlich hat die Bischöfin folgendes gemeint:
Atheismus führt mich in die Depression, da ich meinen Glauben mit meinem Wissen nicht mehr vereinen kann.
(Allerdings würde sie dann ihr Glaube und nicht der Atheismus in die Depression führen, aber dies darf und kann sie natürlich so nicht formulieren)
#48 von dinuma am 11. Dezember 2011 - 13:05
@Sheldon
Hier noch zur Vervollständigung deiner Liste, ein meines Erachtens zentraler Punkt:
* Atheisten streben die Weltherrschaft an!!
#49 von Max Headroom am 11. Dezember 2011 - 13:26
@dinuma
Das Christentum ist eine “schnelle Entscheidung”, um das komplizierte Leben in den Griff zu bekommen. Natürlich ist diese Religion daran interessiert, sich mit zwei Seiten auseinander zu setzen: Entweder Du mit mir, oder Du gegen mich.
.
Und dafür bietet sich eben das ewige Leben mit perfektem Orgasmus und ewiger Errektion, und als Gegenpol die ewige Pein, Feuer, Angst und Gewalt vom Pferdefußträger. Damit kam der simple Mensch der Vergangenheit locker klar. Der musste damals im hartem Leben mehr tun als seine Mitmenschen beobachten, Reisen unternehmen und Philosophie betreiben. “Das fasst Du an, das ist gut. Das andere wird nicht angefasst, das tötet dich!” Und das ganze bitte auch auf die Moral angewendet … und fertig ist das religiöse Rezept
Deshalb überrascht es mich nicht im Geringstem, dass solches Denken in Religionen vorherrscht, welches sich der alleinigen Wahrheit verschrieben hat. Denn die alleinige Wahrheit ist immer die eigene, weil der eigene Gott sich geoffenbart hat. Alles andere ist doof, falsch oder irregeleitet, weil es vom “Andersgott” kam (bzw. ohne die Erlaubnis des “wahren” Gottes). Einfacher: alle doof, ausser Mutti
. Das gar gutbezahlte Berufsschwurbeler, dessen Arbeit theoretisch was mit den vielfältigen Menschen zu tun hat, diesem simplen Denken gar professionell-zugehörig gegenüber stehen, ist normal. Es ist bekanntlich eher die Ausnahme, dass Berufsschwurbeler ihren warm-molligen Glauben hinter sich lassen und “zu den Menschen” gehen oder sich gar opfern, unabhängig von der Überzeugung dieser Menschen. Es gibt für die staatlich-finanzierte Arbeit, sich selbst als idealisierte Lösung zu präsentieren, und die Konkurrenz bzw. das Nicht-dem-Club-zugehören zu beleidigen und ihnen die Pest an den Leib zu wünschen, den geringeren Widerstand. Glücklicherweise gibt es aber immer noch Menschen, die nicht dieser Ideologie angehören und sich Luft machen. Ganz ohne eine Depression
.
#50 von dinuma am 11. Dezember 2011 - 13:48
@Max
“Es ist bekanntlich eher die Ausnahme, dass Berufsschwurbeler ihren warm-molligen Glauben hinter sich lassen und „zu den Menschen“ gehen ”
Sehr treffend gesagt. Kommt noch dazu, dass man als Mensch gar nicht zu den Menschen zu gehen braucht, vorausgesetzt diese haben bereits Jesus Christus in sich, denn dann haben sie ja schon alles, was sie brauchen, zusätzliche weltliche Unterstützung ist da gar nicht mehr nötig. Und so beschränkt sich denn auch der Aktionismus von Berufsschwurblern oft darauf, diejenigen Menschen, die das grosse “Geschenk” Jesus noch nicht erhalten haben, zu diesem hinzuleiten. Wobei: laut unserem Haustheologen wählt ja Gott dich aus, nicht umgekehrt! Aber wenn du es geschehen lässt, ist die Chance natürlich (wen wundert es) grösser, dass er dich auch “beschenkt”. Nun, ich für meinen Teil fühle mich immer dann besonders deprimiert, wenn ich eine dieser grässlichen gotischen dunklen, kalten, nach Weihrauch stinkenden Kathedralen betrete (was ich inzwischen tunlichst vermeide), wo an der Wand Bilder und Figuren von gefolterten Heiligen hängen (besonders oft der von Pfeilen durchbohrte Sebi und natürlich unser genagelter Nazarener: der hängt meist doppelt: das Kreuz an der Wand und er am Kreuz. Doppelt gemoppelt hält länger). Ziemlich deprimierende Sache, das Christentum.
#51 von klafuenf.de am 12. Dezember 2011 - 17:46
Oh je, bin ich heute wieder sooooo depressiv.
Oder doch nicht.
Nö, heute nicht.
Trotz Montag.