London: Geldgeiler Bischof fordert Ende der Antikapitalismus-Proteste

Der anglikanische Bischof von London, Richard Chartres, will ein Ende der Antikapitalismus-Proteste vor der St. Paul’s Cathedral. Wie britische Medien am Mittwoch berichteten, forderte er die Demonstranten auf, ihr Camp von rund 200 Zelten zu räumen. Das Gotteshaus im Londoner Finanzdistrikt ist den Angaben zufolge aus Sicherheitsgründen seit Freitag für Touristen und Gottesdienstbesucher geschlossen. Durch die Schließung entgehen der St. Paul’s Cathedral den Angaben zufolge täglich Einnahmen von umgerechnet rund 18.380 Euro.

Weiterlesen:

http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/42524.html

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  1. #1 von Skydaddy am 1. November 2011 - 10:19

    Nach den Enthüllungen des letzten Jahres denkt man unwillkürlich:

    “Gott sei Dank, wenn er nur geldgeil ist…”

  2. #2 von AMB am 1. November 2011 - 10:29

    Durch Zeltstadt gegen Kapitalismus entgehen der Kathedrale im Londoner Finanzdistrikt täglich Einnahmen von 18.000 Euro

    Also wenn das nicht geldgeil ist, dann weiß ich auch nicht mehr. Auf den gottlosen Kapitalismus schimpfen, aber selbst Millionen scheffeln. Jesus war für die Armen da, die Kirche nur noch für das Geld.

    @skydaddy

    rofl

  3. #3 von Skydaddy am 1. November 2011 - 10:31

    @AMB:

    Ach, das ist mit den “Finanztempeln” in London gemeint…

  4. #4 von ichglaubsnicht am 1. November 2011 - 10:35

    http://blasphemieblog2.wordpress.com/2011/10/31/kirche-erlaubt-occupy-bewegung-protestcamp-auf-kirchengelande/
    Ja was denn nun?
    Der eine Berufschrist meint, dass es ein Wert ist, den man ebenfalls teilt, wenn sich diese Bewegung gegen die “Allmacht des Kapitalismus” stellt, der andere meckert über verlorene Einnahmen an denen das Protestcamp schuld sein soll.

  5. #5 von Skydaddy am 1. November 2011 - 10:47

    @ichglaubsnicht:

    In Deutschland kriegen die Kirchen so viel Geld vom Staat, da können sie über 18.380 Euro pro Tag vermutlich nur lachen.

    Probe auf’s Exempel:

    18.380 Euro pro Tag macht 6,7 Millionen pro Jahr – 1,5 prozent der derzeitigen jährlichen Staatsleistungen von rd. 461 Millionen Euro pro Jahr!

  6. #6 von AMB am 1. November 2011 - 10:49

    @skydaddy

    Die Staatsleistungen sind doch 18 Mrd. Euro, oder?

  7. #7 von ichglaubsnicht am 1. November 2011 - 10:57

    @AMB
    Nein, in den 18 Milliarden steckt bis auf die Kirchen das ganze Geld drin, das der Staat den Kirchen jährlich zuschießt (ohne Kirchensteuer). Als Staatsleistungen bezeichnet man nur die etwa 500 Mio € die heute noch als Folge der Säkularisierung jährlich an Kirchen gezahlt werden.

    youtube.com/watch?v=MnGCdluXWmk hatten wir hier ja schon einmal, Staatsleistungen sind wenn ich das richtig sehe das, was unter “Donationen der Bundesländer” aufgezählt wird.

  8. #8 von Bundesbedenkenträger am 1. November 2011 - 11:07

    Ein Link zum Thema, Text von Bischof von Bradford:
    http://nickbaines.wordpress.com/2011/10/31/pretty-unpretty/

  9. #9 von DerHammer am 1. November 2011 - 11:08

    Durch die Schließung entgehen der St. Paul’s Cathedral den Angaben zufolge täglich Einnahmen von umgerechnet rund 18.380 Euro.

    nun da wird der gute mann eben mal paar fasttage einlegen …… sieht ja so und so etwas ungesund aus :-D

  10. #10 von R. Kinck am 1. November 2011 - 11:11

    Vermutlich wurde die Erlaubnis zur Benutzung des Kirchengeländes auch nur erteilt um später wieder die Behauptung aufstellen zu können, die Kirchen hätten die Occupy – Bewegung erfunden.

    Siehe: Demokratie, Menschenrechte, die Wende und überhaupt der Untergang des ganzen Ostblocks ….

  11. #12 von AMB am 1. November 2011 - 11:29

    @ichglaubsnicht

    Wenn der Staat die Kirchen mit 18 Mrd. unterstützt, sind das für mich auch Staatsleistungen.

  12. #13 von ichglaubsnicht am 1. November 2011 - 11:37

    @AMB
    Ja, vom Sinne des Wortes her schon, “Staatsleistungen” ist aber der konkrete Begriff für diese rund 500Mio €, der so auch in den Gesetzen steht. Auch andere Religionsgemeinschaften die als KdöR in Deutschland anerkannt sind könnten vom Staat Geld bekommen, aber eben keine Staatsleistungen, da die angeblich “historisch” festgeschrieben sind.

  13. #14 von Bundesbedenkenträger am 1. November 2011 - 11:59

    Historisch begründet, nicht festgeschrieben. Festgeschrieben sind sie in ganz normalen Verträgen, die abgelöst werden können. Ist nichts anderes als Ablöseverhandlungen im Profifußball. Wenn der Vertrag aufgelöst werden soll, dann kostet das. Ich hab bisher noch nicht gehört, daß die Länder in Verhandlungen treten wollten und die Kirchen sich verweigerten. Das einzige was ich bisher hörte ist, daß die FDP mal krakeelt hat, man müsse die Zahlungen einfach streichen. Aber da haben sie wohl die falsche Klientel zu bedienen versucht, weil in Stimmen hat sich das nicht so wirklich ausgezahlt…

  14. #15 von Lebrac am 1. November 2011 - 15:20

    Historisch festgeschrieben ist nur das Unrecht, das von den beiden Kirchen begangen wurde.

  15. #16 von Wacke am 1. November 2011 - 16:39

    @BBt

    was Du krakeelen nennst, ist über das Grundgesetz gedeckt. Die Ablöse ist über die Weimaerer Verfassung hinaus Verfassungsgebot und nicht Krakeelerei.