GWUP-Wahrsagercheck 2010 – Astrologen und Wahrsager enttäuschen

Die Blasphemieblog-Kristallkugel sagt für das Jahr 2011 voraus: Gott wird einmal wieder in keiner nachweisbaren Form auf die Erde kommen. Um die Überprüfung dieser Aussage wird gebeten.

Die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) hat auch in diesem Jahr wieder Prognosen und Prophezeiungen von Wahrsagern und Astrologen gesammelt und deren Vorhersagen nun am Ende des Jahres überprüft. Für das Jahr 2010 wurden unter anderem Terroranschläge und apokalyptische Ereignisse bis hin zum Weltuntergang, egal ob durch Naturkatastrophen, Epidemien oder eine “monumentale Explosionen aus dem Erdinneren”, gesehen. Offensichtlich hat sich aber keine der Schreckensvisionen wirklich abgespielt, insgesamt traf nicht mehr ein als das was auch durchschnittlich zufälligerweise zu erwarten gewesen wäre ein. Besonders beliebt waren auch Vorhersagen für die Fußball-WM die im Sommer in Südafrika stattfand, jedoch hätten die Wahrsager auch hier mit ihren Wischi-Waschi-Prognosen keinen großen Erfolg bei Sportwetten gehabt, nur das Kraken-Orakel Paul konnte sich durch überdurchschnittlich gute aber letztendlich wohl auch nur sehr glückliche Tipps auf Fußballergebnisse hervortun.

http://www.gwup.org/infos/nachrichten/1026-krake-paul-sticht-astrologen-und-wahrsager-aus

  1. #1 von gast am 16. Dezember 2010 - 18:38

    Herr Gott, so eine Scheiße:
    http://www.gwup.org/infos/nachrichten/1026-krake-paul-sticht-astrologen-und-wahrsager-aus
    ein Link, der sich nicht anklicken lässt und obendrein schwer zu markieren ist!

  2. #2 von ichglaubsnicht am 16. Dezember 2010 - 18:48

    @gast:
    Also bei mir lässt sich der Link anklicken und er führt auch zur richtigen Seite. Beim Kopieren klappt es auch.

  3. #3 von Andreas P am 16. Dezember 2010 - 19:54

    Mars aufsteigend im 2. Haus, Saturn und Neptun in seltener Konstellation – dass das mit der Wahrsagerei dieses Jahr nichts wird, war doch deutlich aus den Sternen herauszulesen! :D

  4. #4 von dinuma am 16. Dezember 2010 - 20:15

    @Andreas P.

    “Mars aufsteigend im 2. Haus, Saturn und Neptun in seltener Konstellation – dass das mit der Wahrsagerei dieses Jahr nichts wird, war doch deutlich aus den Sternen herauszulesen! ”

    Das nenn ich mal eine Astrologie, die exakte Voraussagen erlaubt! Insofern wage ich vorauszusagen: Auch nächstes Jahr wird’s wohl nichts damit! (diesmal wegen Pluto, Venus und Alpha Centauri)

  5. #5 von Max Headroom am 16. Dezember 2010 - 23:04

    Einen großen Respektpunkt an den verstorbenen Orakelkraken Paul. Ein echtes Vorbild für alle Sternenleser dort draussen. Kaum einer konnte so exakt die “Zukunft” in einer 50:50 Chance erkennen. Die armen Kartenleser und Pendelschwinger haben da einen echt schweren Job. Sie müssen in der gigantischen Menge aller Möglichkeiten genau bestimmen, welche dieser Einbildungen Zukunftsbilder nun aus besonderem Grunde eintreten wird. Die altbekannte Fluchtantwort “Die Zukunft ändert sich immer! Ich kann sie nicht exakt vorraussagen” wirkt langsam wie eine kaputte Platte. Die vollständig daneben liegenden “Prognosen” sind ebenfalls kaum zu verachten. Und die Treffer? Nunja … Ich prognostiziere, dass der Papstbesuch zu einer Massenveranstaltung führen wird. Es werde auch “Gegengruppen” geben, aber keinen religiösen Krieg. Dafür aber könnte es sein, dass an dem Tag des Besuches ein wenig regnen wird. Tut mir leid, aber ich kann nicht exakter die Zukunft vorraussagen. Jeder Eingriff ändert den Raum/Zeit-Spirit und führt zu unbeschreiblichen Veränderungen im Limbus des Quantenflusses aller Gestirne. Ist doch logisch, oder? :) .

  6. #6 von peanut am 17. Dezember 2010 - 07:48

    Aus besagtem Tier könnte man wenigstens leckeren Octopussalad machen. Was aber aus all dem Schund?

  7. #7 von Noch ein Fragender am 17. Dezember 2010 - 15:11

    Jahr für Jahr das gleiche Prognosedebakel – und Jahr für Jahr wieder neue Wahrsagerei. Angst vor der Zukunft – Angstbewältigung mit dem untauglichen Mittel der Zukunftsdeuterei.

    Irgendwas stimmt nicht mit dem menschlichen Gehirn, dass immer wieder so viele zu solchem “Trost” Zuflucht nehmen. Aber das Gehirn hat sich ja seit der Steinzeit, seit 30.000 – 60.000 Jahren anatomisch nicht verändert.

    Umso erstaunlicher ist es, dass wir (oder besser gesagt: einige von uns) allein durch Bildung von Generation zu Generation heute mit diesem anatomischen Steinzeitgehirn Relativitätstheorie und Quantenphysik betreiben können.

  8. #8 von Max Headroom am 17. Dezember 2010 - 16:05

    @Noch ein Fragender
    Stimme Dir fast vollständig zu. Nur das etwas mit unserem Gehirn etwas nicht stimmt, ist für mich nicht ganz richtig. Es stimmt alles. Wir handeln immer noch “gut genug”, das wir die Jahrtausende (mehr oder weniger gut) überleben konnten. Es ist so, dass wir Menschen – nicht zuletzt durch die soziale Evolution – zu wesentlich komplexeren Lebenssituationen fähig sind, als die Menschen vor 95.000 Jahren. Doch trotz dieses Fortschrittes, haben wir uns tatsächlich nicht “sehr viel weiter” geistig fortentwickelt. Wir reagieren noch immer auf die selben Schlüsselreize. Zeige einem Mann ein paar nackte Brüste, und schwupps wird der Neandertaler in ihm geweckt! Just kiddin’, denn natürlich gilt dies auch für eine Frau, wenn sie einen knackigen …. ;) .
    Und so haben wir eben auch noch die instinktive Furcht vor dem Feuer, der vollkommenen Einsamkeit oder Abgewiesenheit. Religionen dieser Welt, wie auch der gesammte Eso-Kram bedienen sich dieser Ur-Ängste und bieten Lösungen an. Und natürlich hat jeder dieser Köche das perfekte Rezept gegen Einsamkeit oder Feuerqualen. Man muss es nur “erkennen”. Zum Beispiel die Chakras, die verbogene Wünschelrute oder der dunkle Klang der Schale.

    Es ist wahrlich erstaunlich, dass (einige von ;) ) uns tatsächlich Wege finden, die nicht mit der “tradierten Lösung” übereinstimmen. Das wir uns wirklich Mühe machen, solche Phänomene zu hinterfragen, ohne gleich das übernatürliche Weltbild einer bestimmten Glaubensgemeinschaft darauf anwenden zu müssen.
    Für manche erscheint es “kaltherzig” oder gar “kühl”, wenn man dieses Phänomen der “Glückssuche” untersucht und es hinterfragt, aber diese Art der Skepsis, diese Art der Wahrheitssuche hinter der Fassade der überlieferten Geschichte, lässt uns falsche Annahmen widerlegen und wahre belegen. Dies bringt uns vorran. Religionen und auch Esoteriker scheuen den Fortschritt und belassen es auf einen “Tellerrand”, den man als Skeptiker nicht erblicken kann. Begründen können sie es natürlich nicht, aber “es klingt so überzeugend”, dass sie (und andere) sich darauf gerne festlegen. Einige Menschen üben gar “wissenschaftliche Arbeiten” mit solchen übernatürlichen Tellerrändern aus. Die einen nennen es Pseudo-Science, die anderen Theologie :P .

  9. #9 von deradmiral am 17. Dezember 2010 - 17:20

    Wir sollten neben Astrologen, Wahrsagern auch noch Börsengurus dazu nehmen. Dennoch kann man diesem Quark etwas positives abgewinnen: Die Menschheit ist an der Zukunft interessiert. Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das versucht die Zukunft zu antizipieren und dem entsprechend zu handeln.

    Jedenfalls manchmal.

    Dass wir auf die Quarkologen hören, ist eigentlich ein gutes Zeichen. Denn dadurch steigen die Chancen, dass auch auf kompetente Warner gehört werden.