Barcelona: Schwules Massenküssen gegen den Papst

Quelle: piqs.de, Urheber: Psychoente, CC 2.0

Via Facebook verabredeten sich 12.000 Menschen zu einem schwulen Massenküssen direkt vor den Augen des Papst. Facebook hat die Seite aber nun vom Netz genommen. In den Bedingungen von Facebook heißt es unter anderem, dass von der Aufforderung zu “bösartigen Handlungen” abgesehen werden soll.

Mehr dazu: http://www.queer.de/detail.php?article_id=12993

(via http://twitter.com/humanismus_mr)

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  1. #1 von ketam1n am 26. Oktober 2010 - 18:59

    Das ist aber auch wirklich ungehörig und total “bösartig”! Die können doch nicht einfach in Ratzes Blickfeld rumschmusen, da wird der heilige Vater doch neidisch! Ratze will sicher auch nen Bussi haben … die bekommt ja sonst immer nur sein Ring ;)

  2. #2 von skydaddy am 26. Oktober 2010 - 19:08

    Da können sie sich ja gleich umbenennen in “Faithbook”…

  3. #3 von Aren am 26. Oktober 2010 - 19:10

    kleine frage am rande:
    was ist daran bösartig?
    auf jedenfall genauso wenig bösartig, wie die verabredung zur massendemonstration gegen s21

  4. #4 von derNachdenker am 26. Oktober 2010 - 19:14

    stimmt…

    Und jetzt hat der Artikel auch noch ein schönes Bild…

  5. #5 von derNachdenker am 26. Oktober 2010 - 19:22

    Danke für den Tipp… Aber das Bild an sich passt doch oder? bin grad dabei allen Artikeln Bilder zugeben, sieht einfach schöner aus…

  6. #6 von DerHammer am 26. Oktober 2010 - 19:23

    „bösartigen Handlungen“………………… i hau mi weg ! :-D :-D :-D

    da darf man dann eigendlich über die christl. taliban auch nichts twittern ……

    menschenfeindlich , frauenfeindlich , kinderfeindlich , gesundheitsfeindlich ……..usw !

  7. #7 von Max Headroom am 26. Oktober 2010 - 19:24

    @Aren
    Facebook mag wohl keine “Angriffe gegen eine religiöse Ideologie”, welche “religiöse Gefühle” verletzen kann. Genausowenig wie es hiesige Verkehrsbetriebe sehen, welche diese Methodik wählten. Diese relativ lautlose (!?) Demonstration als mögliche bösartige Handlung zu deklarieren, ist für mich nur möglich, wenn man die “religiösen Gefühle” wahren möchte. Wie die Gefühle der homosexuellen Menschen sind, welche durch Bibelverse und katholischen Aussagen verletzt werden, ist bekanntlich Nebensache. Dies ist “Nächstenliebe” auf Facebook-Sprech.

  8. #8 von skydaddy am 26. Oktober 2010 - 19:40

    Vor einem Jahr bei der Facebook-Gruppe “Wenn du das Kruzifix abnimmst, schneide ich dir die Hände ab”, haben sie da was gemnacht?

  9. #9 von verquer am 26. Oktober 2010 - 19:49

    @Max

    Du solltest allerdings beachten, dass der Artikel gar nicht behauptet, dass die Faithbook-Gruppe wegen möglichen “bösartigen” Handlungsaufrufen geschlossen wurde. Die beiden Tatsachen wurden nur neben einander gestellt.

  10. #10 von Andreas P am 26. Oktober 2010 - 20:02

    “[...] von der Aufforderung zu „bösartigen Handlungen“ abgesehen werden soll.”

    Guter Gedanke, aber hätte die Aktion wirklich als Aufforderung zum Papstbesuch samt üblicher “Reden” missverstanden werden können…?

  11. #11 von AndreasA am 26. Oktober 2010 - 20:04

    Erst die aggressiven Atheisten und jetzt noch aggressive Schwule. Diese Minderheiten werden immer schlimmer.
    Wenn die so weitermachen wird der Vatikan bald noch die Menschenrechtskonventionen unterschreiben müssen.

  12. #12 von Igor am 26. Oktober 2010 - 21:43

    Wie ich sowas hasse.

    Nebenbei: Bei welchen wichtigen Sachen haben wir Einfluss?

  13. #13 von Max Headroom am 26. Oktober 2010 - 21:55

    @verquer

    dass der Artikel gar nicht behauptet, dass die Faithbook-Gruppe wegen möglichen „bösartigen“ Handlungsaufrufen geschlossen wurde. Die beiden Tatsachen wurden nur neben einander gestellt.

    Stimmt… mein Fehler. Habe es ein wenig zu eng gesehen:

    Die Organisatoren (..) erhalten aber nun Gegenwind vom Portal Facebook: Nachdem sich bereits 12.000 Menschen zu der Aktion verabredet haben, wurde die Seite “Queer Kissing Flashmob” abgeschaltet. In seinen Bedingungen verbietet die US-Seite unter anderem, “bösartigen Handlungen” durchzuführen.

    Da ich die Bedingungen nicht kenne und deshalb nicht ausschließen kann, dass explizit “Flashmobs”, Verabredungen oder Bekanntmachung öffentlicher Liebesbekenntnisse klar und deutlich verbietet, bleibt mir nur übrig, in den AGBs nachzublättern:

    3. Sicherheit
    7. Du wirst keine Inhalte posten, die: verabscheuungswürdig, bedrohlich oder pornografisch sind, zu Gewalt auffordern oder Nacktheit sowie Gewalt enthalten.
    10. Du wirst Facebook nicht verwenden, um rechtswidrige, irreführende, bösartige oder diskriminierende Handlungen durchzuführen.

    5. Schutz der Rechte anderer Personen
    1. Du wirst keine Inhalte auf Facebook posten oder Handlungen auf Facebook durchführen, welche die Rechte einer anderen Person oder das Gesetz verletzen.

    Mir fällt sonst kein weiterer Punkt in den AGBs ein, die eine Verabredung zu friedlichen Zwecken für Facebook einen Anlass geben könnten, die Gruppe zu löschen.

    Nunja … Punkt 7 könnte gelten, wenn Lippen als “nackte Körperteile” gelten und man die Berührung derjenigen als gewaltvolle, bedrohliche oder verabscheuungswürdige Handlungen sehen würde. Mein Gott … wie veranscheuungswürdig waren bloß die Eltern von Herrn Ratzinger! :P .
    Punkt 10 wage ich ebenfalls “nahe” zu legen, denn eine “diskriminierende” Handlung ist das Küssen ganz sicher! Diejenigen, die den Kuss zwischen homosexuellen Paaren als höchst gefährliceh Aktion sehen, werden ein Facebook-organisiertes Treffen als “bösartige” oder ihm (seiner Weltanschauung) diskriminierende Handlung interpretieren. Dahingehend wäre allerdings alle Küsse zwischen heterosexuelle Personen, ob in der Öffentlichkeit, im Film oder in Comics ebenso “diskriminierende Handlungen” gegenüber homosexuellen Menschen. Und wie steht es wohl mit den vielen Schweinefleisch-zwischen-Brotscheiben Essern ? Wieviele Moslems würden beim Anblick von öffentlich beworbenem Fleisch in ihrem religiösem Glauben verletzt werden ? Würde man dies als verabscheuungswürdig, bedrohlich, pornografisch, zu Gewalt auffordernd, Nacktheit, rechtswidrig, irreführend, bösartig oder vielleicht diskriminierend bezeichnen wollen ? Ich weiss nicht :) .

    5.1 kommt mir da eher in den Sinn. Wobei ich mich frage, in wie weit die Rechte von Benedikt verletzt würden, wenn ‘zig Menschen für 120 Sekunden die Lippen gegeneinander pressen. Weder umliegende Menschen, noch der Papst selbst werden durch ihre Handlungen tangiert.

    Aber es ist eben so, dass Christen natürlich ihre Ideologie verbreiten dürfen, inklusive ihrer Politik gegenüber des gleichgeschlechtlichem Zusammenlebens. Das Menschen, die ansonsten wohl an Gott und Jesus glauben, diese Politik nicht begrüßen und dagegen mit einer Demonstration in Form eines harmlosen Liebesbeweises angehen, ist für das Gesichtsbuch wohl ein Fall für die AGBs.

  14. #14 von Igor am 26. Oktober 2010 - 22:13

    Ich schlage vor, wir unterstützen die Aktion und verbreiten die Idee, wo wir nur können. Und wir laden noch ein paar Atheisten ein, die in lautes Gelächter ausbrechen, falls ihr wisst schon wer plötzlich die Latte n Stück höher legt^^

  15. #15 von Deutsch-Pole am 27. Oktober 2010 - 11:20

    Zugegeben, so personlich bin ich nicht heiss darauf gleichgeschlechtlichen Paaren dabei zuzuschauen (wohlgemerkt, meinethalben durfen sie Kinder adoptieren und heiraten,damit habe ich keine Problem ;-) ) aber wenn es den Heiligen Stuhl argert (vor Neid?) ist das nat. mehr als berechtigt.
    Man konnte ja mal demnachst so das Ganze zusammenlegen, aka Homosexuelle,Priester mit Familie, Frauen,besonders solche die gerne Priester waren, Kinderschutzer, sowie liberale Katholiken (fur die die Kirche eh nicht spricht) konnten sich ja mal mit Humanisten und sonstigen Ketzern zum Fruhschoppen vor dem Vatikan treffen damit der Papst mal das ganze Ausmass der moralischen Verkommenheit begutachten kann :-D

  1. Barcelona: Zensiertes Massenküssen gegen den Föhrer der Homophoben! | Igors Keller